DE538071C - Verfahren zum raschen Ablaeutern - Google Patents

Verfahren zum raschen Ablaeutern

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DE538071C DEI36447D DEI0036447D DE538071C DE 538071 C DE538071 C DE 538071C DE I36447 D DEI36447 D DE I36447D DE I0036447 D DEI0036447 D DE I0036447D DE 538071 C DE538071 C DE 538071C
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    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/14Lautering, i.e. clarifying wort
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zum raschen Abläutern Zum Beginn des Läuterprozesses laufen die Läuterhähne beim Läuterbottich viel rascher als nach einer Stunde. Neben anderen Ursachen begründet das die Abnahme der Flüssigkeitshöhe im Läuterbottich, was ziffernmäßig zu beweisen ist.
  • Die ausfließende Menge ist der durch diese gegebene Flüssigkeitshöhe bewirkten Ausflußgeschwindigkeit proportional.
  • Bei i in ist dieselbe z. B. 4.,35 ni/Sek. Hat sich der Bottich bis auf So cm, also o,5 m, entleert, dann errechnet sich die Ausflußgeschwindigkeit zu 3,12 m/Selz.
  • Die Ausflußmengen werden, wenn die übrigen Umstände gleich sind, von diesem 1.-löhenunterscliied abhängen, und zwar stehen sie in diesem Beispiel im Verhältnis von -1,35 :3,12-Auf 4,35 wurde demnach 1,23 m/Sek. Geschwindigkeit verloren, d. h. 28,3/". Um diesen Unterschied hat sich auch die Ausflußmenge allein durch die Gefällverminderung von i in auf 0,5 in verringert.
  • Je weiter der Spiegel sinkt, desto geringer wird bei gleichem Ausflußquerschnitt die Leistung. Wird auf den Stand von So ein erneut Wasser bis zu einem Meter Höhe aufgegeben, so steigert sich die Ausflußgeschwindigkeit wieder.
  • In der Praxis ist nun das Aufgeben von Wasser auf die Würze von großem Nachteil auf die Ausbeute, weil sich die hochprozentige Würze mit dem Wasser mischt und später für die Treberauslatigung zti wenig @,'acligtißivasser zur Verfügung steht. Man mußte deshalb bisher den Zeitverlust durch die Verininderung der Gefällhöhe bei der Vorderwürze mit in Kauf nehmen. Sobald man anschwänzt, steigert sich die Flüssigkeitshöhe im Läuterbottich über den Trebern.
  • Bringt man unter dem Senkboden ein kommunizierendes Rohr mit Flüssigkeitsstandanzeiger an, so erkennt man, daß trotz des geöffneten Läuterhahns der Flüssigkeitsdruck im Standrohr um so mehr steigt, je höher angeschwänzt wird. Da diese Wirkung sofort eintritt, sobald Wasser auffließt, so ist diese Drucksteigerung lediglich auf die Steigerung der Gefällhöhe zurückzuführen.
  • Diesen Nachteil behebt das neue Verfahren, indem der Läuterbottich mit einer dicht verschließbaren Haube versehen wird. Es kann dann durch geringe Druckerhöhung, also durch Luft- oder Dampfeintritt, der Druck über der Flüssigkeitsoberfläche beliebig erhöht werden. Gbermäßig hohe Drücke kommen kaum in Frage. Schon geringe Drücke von i bis 2 m Wassersäule erhöhen die Ausflußgeschwindigkeit beträchtlich; z. B. bei 2 m Wassersäule =: o,2 Atm. auf 7,65 m/Sek. Das ist eine Steigerung um 76"J". Wird der Druck im Verhältnis der abfließenden Menge stets ein klein wenig gesteigert, so kann die ausfließende Menge konstant gehalten werden.
  • Der gewerbliche Fortschritt besteht darin, daß der Abläuterprozeß leicht um das Doppelte abgekürzt werden kann; das ist ein sehr großer technischer Vorteil, weil jede Verkürzung des Abläuterprozesses die Farbe und Qualität der Würze günstig beeinflußt. Es entsteht durch die Zeitkürzung ferner Verringerung der Betriebskosten durch Einsparung an Wärme, Licht und Arbeitslöhnen. Ein zweiter Vorteil entsteht dadurch, daß Druckerhöhung des Auslaugewassers bei den Diffusionsprozessen günstiger wirkt. Die Extraktanreicherung des Auslaugewassers ist bei höherem Druck größer. Falls die Vorderwürze infolge Steigerung der Ausflußgeschwindigkeit mehr zur Schaumbildung neigt, so kann man die auslaufende Würze in ein stehendes Gefäß von unten einleiten und diesem Gefäß oben einen Ablauf geben. Das Zwischengefäß dient dann lediglich zur Beruhigung.
  • Die Höhe des offenen Läuterbottichs hat bisher die Höhe der anzuwendenden Flüssigkeitsdrücke auf die Oberfläche begrenzt. Diesen Nachteil behebt das neue Verfahren. Es ist bekannt; Unterdrücke unterhalb der Treberschicht wirken zu lassen. Auch beschleunigtes Filtrieren von Teilmengen der Gesamtmenge durch Druckerhöhung unter Anwendung von Filterstoffen ist bekannt. Es ist auch bekannt, Druckluft über dem Senkboden in die Trebern einzuleiten, was den Zweck hat, daß die Luft beim Emporsteigen die Trebern lockert. Auch das Ausdrücken von Trebern mit Luft nach dem Abziehen der Würze ist bekannt. Es wird dabei ein geringer Teil der eingesaugten Würze ausgepreßt, der sonst durch das - Nachgußwasser ausgelaugt wird.
  • Diese Maßnahmen beabsichtigt das Verfahren gemäß der Erfindung nicht. Bei diesem Verfahren vollzieht sich die Abläuterung der Gesamtmenge ohne Anwendung von Tüchern o. dgl. nur durch die Trebern unter Steigerung des auf der Flüssigkeitsoberfläche lastenden Druckes.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCI'I: Verfahren zum raschen Abläutern in verschließbaren Läuterbottichen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Steigerung des auf der Flüssigkeitsoberfläche lastenden Druckes, z. B. mittels Dampf oder Druckluft, aber ohne Berührung der Trebern durch das Druckmittel, die Ausflußgeschwindigkeit erhöht wird.
DEI36447D 1928-12-11 1928-12-11 Verfahren zum raschen Ablaeutern Expired DE538071C (de)

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DE (1) DE538071C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4036078A1 (de) * 1990-11-13 1992-05-14 Steinecker Anton Entwicklung Laeuterverfahren unter druck
DE102009004929B4 (de) * 2008-07-30 2014-05-15 Hans Scheuren Verfahren zur Würzebehandlung während des Läutervorgangs sowie Vorrichtung zur Läuterung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4036078A1 (de) * 1990-11-13 1992-05-14 Steinecker Anton Entwicklung Laeuterverfahren unter druck
DE102009004929B4 (de) * 2008-07-30 2014-05-15 Hans Scheuren Verfahren zur Würzebehandlung während des Läutervorgangs sowie Vorrichtung zur Läuterung

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