DE83014A - - Google Patents

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DE83014A
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Description

KAISERLICHES yk
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
HUGO BUDERUS in HIRZENHAIN. Regelungsvorrichtung für Füllöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Oktober 1894 ab.
Bei den bisherigen Regulirfüllöfen bestand nach Ansicht des Erfinders der Mifsstand, dafs der Regulirmechanismus nicht leicht zugänglich war, und dafs bei einem Reparaturbedürfnifs an demselben häufig der ganze Ofen demontirt werden mufste.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, diesem Mifsstande abzuhelfen, und besteht im wesentlichen darin, dafs der ganze Regulirmechanismus auf einem Schubrahmen untergebracht ist, welcher zwischen Aschfall und Rost eingeschoben wird. Bei irgend einem Mangel kann der Schubrahmen einfach herausgezogen werden, worauf die ganze Einrichtung frei liegt und nachgesehen werden kann. Bei gröfseren, nicht schnell zu reparirenden Mängeln kann der Schubrahmen mit seinem Mechanismus durch einen neuen ersetzt werden, man braucht blos diesen an Stelle jenes einzuschieben, wozu jeder Laie im Stande ist.
In den beiliegenden Zeichnungen sind drei Beispiele, wie diese Erfindung zur Ausführung gebracht werden kann, dargestellt:
Auf Blatt I, Fig. 1 bis 4, wird eine die Verbrennungsluft unter den Rost lassende Regulirscheibe α mittelst eines Griffrädchens b und einer Schraube c geöffnet und geschlossen. Die als Führungen für die Regulirscheibe dienenden Stifte d sind nach hinten verlängert und durch Bolzen mit zwei doppelarmigen Hebeln/ verbunden , welche einem Stift g die entgegengesetzte Bewegung wie die der Regulirscheibe ertheilen.
Gleichzeitig bewegen diese Hebel einen Schieber i derart, dafs er bei sich schliefsender Regulirscheibe sich öffnet und den Aschkastenraum mit dem Schornstein in Verbindung setzt, so dafs, durch etwaige Undichtigkeiten in den Aschkastenraum gelangte Luft (Fig. 5) durch die Oeffnungen η des Schubrahmens in diesen und von da durch die Schieberöffnungen \ des Kästchens χ und die in der Rückwand des Feuerkastens befindliche Oeffnung y in den aufgehenden Ofenzug 6 und somit durch den Rohrstutzen 7 in den Schornstein gelangt, wie in Fig. 5, Blatt I, mit Richtungspfeilen bezeichnet.
Diese ganze Einrichtung ist auf einem Schubrahmen /7, welcher aus dem Ofen herausgezogen werden kann, fest montirt, und zwar so, dafs bei geöffneter Regulirscheibe der Stift g nach hinten ziemlich bedeutend hervortritt, und wenn der Schubrahmen eingeschoben ist, gegen einen in dem Gasabzugskanal 2 des Ofens angebrachten Winkelhebel k drückt, welcher durch die Schubstange / die Sockelzugumstellklappe m öffnet. Diese Sockelzugumstellklappe läfst, wenn sie geschlossen ist, die Heizgase den Weg 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 machen, während sie in geöffneter Stellung·, den Heizgasen den kürzeren Weg i, 2, 6, 7 gestattet.
Da sich die Klappe m, wenn der Stift g beim Schliefsen der Regulirscheibe zurückgeht, durch ihr Eigengewicht wieder schliefst, brauchen Stift g und Winkelhebel k nicht in schliefsende Verbindung zu einander gesetzt zu werden, und es genügt, den Schubrahmen mit seiner Regelungseinrichtung nach dem Auswechseln nur einzuschieben, um letztere zur Umstellklappe m sofort wieder in die richtige Lage zu bringen.
Der Eintritt der Verbrennungsluft unter den Rost geschieht durch die geöffnete Regulirscheibe α und die in dem Schubrahmen befindlichen Oeffnungen n.
Bei der in Fig. 5 und 6, Blatt I, dargestellten Construction sind die als Führungen für die Regulirscheibe α dienenden Stifte d in feste Verbindung mit einem U-förmigen Rahmen ο gebracht, welcher vermittelst eines Drehbolzens ρ den bei q um einen festen Drehpunkt schwingenden Hebel u bewegt, der seinerseits wieder gegen den nach unten gerichteten Arm eines Winkelhebels s drückt, welcher der Schubstange / eine aufgehende Bewegung giebt und somit die Sockelzugumstellklappe m öffnet. Das Schliefsen der letzteren geschieht auch hier wieder durch ihr eigenes Gewicht.
Ein drittes Beispiel zeigt die auf Blatt II dargestellte Einrichtung; hier bewegt die Schraube c der Regulirscheibe α durch ein Zahnrädchen t einen Ringschieber e, welcher auf der nach der Rückseite des Ofens zu liegenden Seite Oeffnungen ^1 besitzt, die beim Schliefsen der Regulirscheibe durch den Raum χ und die in der Rückwand des Feuerkastens befindliche Oeffnungj/- die Verbindung des Aschkastenraumes mit dem Abzugskanal 2 herstellen und durch einen seitlich angebrachten Stift r die Sockelzugumstellklappe m in derselben Weise, wie es in den beiden vorhergehenden Beispielen beschrieben wurde, öffnen. Der Durchzug der Verbrennungsluft durch den Schubrahmen geschieht durch die bei jeder Stellung des Schiebers geöffnet bleibenden Löcher n.
Mit der Regelungsvorrichtung kann ein Zeigerwerk in Verbindung gebracht werden, welches die den verschiedenen Stellungen der Schieber, Klappen u. s. w. enstprechenden Angaben über die Stärke der Verbrennung macht.
Die Klappe m kann auch unabhängig von der Regelungsvorrichtung durch die Stange iv und den Griff ν von Hand bewegt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Regelungsvorrichtung für Füllöfen, welche zwecks leichter Zugänglichkeit und Auswechselbarkeit auf einem Schuhrahmen (h) angeordnet ist und mit diesem, ohne mit sonstigen Theilen des Ofens in feste Verbindung gebracht zu werden, in eine entsprechende, zwischen· Aschfall und Rost angebrachte Oeffnung eingeschoben wird.
  2. 2. Bei der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Regelungsvorrichtung die Anordnung, dafs der am Schubrahmen sitzende Stift (g) beim Einschieben des Rahmens in den Ofen sich lose gegen den an der Ofenwand sitzenden, zur Einstellung der Schornsteinklappe (m) dienenden Winkelhebel (k) schiebt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.

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