DE90303A - - Google Patents

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DE90303A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. Y&
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1896 ab.
Bei irischen Oefen wird jetzt der Zug durch eine im Abzüge angebrachte Stellklappe, welche eine verticale oder horizontale Achse und Schlitze hat, geregelt. Die letzteren bezwecken, die sich im Ofen bildenden Schwelgase bei Schlufsstellung in den Schornstein treten zu lassen. Es mufs daher, wenn dieser einen scharfen Zug hat, da dessen Einflufs auf die Feuerung infolge der Schlitze in der Klappe nicht durch diese zu beseitigen ist, eine Einrichtung getroffen werden, welche die Wirkung des Schorsteins auf den Ofen bei Schlufsstellung der Stellklappe aufhebt. Dies geschieht durch die Erzeugung von Gegenluft in folgender Weise.
Im Abzüge des Ofens wird eine mit Ein- und Ausgang für die Verbrennungsproducte versehene Trommel eingeschaltet, deren innerer cylindrischer Umfang von den Enden der Stellklappe berührt wird.
Der Eintritt der Gegenluft geschieht entweder am Umfang oder im Boden oder Deckel der Trommel oder hinter ihr im Abzüge selbst, und das Schlufsorgan kann eine Klappe, ein Ventil, ein Flach- oder ein Rundschieber sein. Unter allen Bedingungen erfolgt die Bewegung des Schlufsorgans mit bezw. durch die Drehung der Stellklappe.
Zur Erläuterung des Vorstehenden ist auf beiliegender Zeichnung die Einrichtung einer Klappe mit verticaler Achse und einem Rundschieber an einem irischen Ofen mit einfachem Zuge dargestellt; Fig. 1 ist der Durchschnitt seines oberen Theiles und Fig. 2 die Oberansicht desselben, während die Fig. 3 bis 7 Einzelheiten zeigen.
Es ist in Fig. 1 und 2 T die cylindrische Trommel mit der centralen Achse s für die Stellklappe S mit den Schlitzen S0. Auf S liegt der Rundschieber R, der ebenfalls auf s sitzt und eine Aussparung R0 hat, welche. der Oeffnung D0 im Trommeldeckel D entspricht. Die Fig. 3 bis 7 sind im gröfseren Maafsstabe gezeichnet, und in Fig. 3 und 5 ist die Klappe S in der geschlossenen und jR in der offenen Stellung, in Fig. 4 und 6 aber S in der offenen und R in der geschlossenen Lage dargestellt. Der auf der Achse s befindliche Zeiger Z ist in Fig. 5 und 6 punktirt gezeichnet und der Deckel D von der Trommel abgenommen. Die Oeffnung JR0 im Schieber ist einerseits von einem Flügel der Stellklappe und andererseits von der schrägen Leiste r eingefafst und nach unten durch den Boden abgeschlossen; es ist so ein oben offener Kanal gebildet. In der Stellung Fig. 2, 3 und 5 liegen die Oeffnungen D0 und i?0 auf einander und die äufsere Luft strömt durch D0 und jR0 in den Kanal und wird hier durch dessen Boden horizontal abgelenkt, um aus dem Abzug A in den Schornstein zu entweichen. Diese Ablenkung aus der senkrechten in die horizontale Richtung ist wichtig, da die Luft sonst den Abzug der Schwelgase durch die Schlitze S0 nicht allein verhindern, sondern diese aus dem Ofen in das Zimmer treiben könnte. Auf dem Deckel D ist eine Theilscheibe mit den Bezeichnungen: »Stark«, »Mittel«, »Schwach« und »Gegenluft«, entsprechend den zugehörigen Stellungen der Klappe S und des Rundschiebers R (s. Fig. 7) angebracht.
Für irische Oefen mit einfachem Zug ist, weil sie niedrig sind, die Anbringung der
Theilscheibe an dieser Stelle für die Einstellung und Beobachtung des Zeigers sehr bequem. Bei Oefen mit sogenanntem gestürzten Zug, wie ihn die Fig. 8 und 9 in Durchschnitt und Oberansicht des oberen Theiles zeigen, mufs, weil diese Oefen zu hoch sind, die Scheibe' vorn am Ofen angebracht werden. Da zu Anfang des Heizens die Verbrennungsproducte unmittelbar in die Trommel gelangen müssen, später aber erst dann in diese treten, wenn sie durch den fallenden und steigenden Zug geströmt sind, so haben diese Oefen einen Schieber U für den unmittelbaren Eintritt in die Trommel T und für diesen eine Stellvorrichtung nöthig. In den Fig. 8 und g ist gezeigt, wie diese letztere in einfacher Weise mit der für die Regelung des Abzuges der Gase verbunden werden kann. Oben im Ofen ist das Rohr O drehbar gelagert und vorn mit dem Griff O, und Zeiger O0, hinten dagegen mit dem Arme O2 zur Bewegung des Schiebers U versehen. Durch das Rohr geht die Stange P, die vorn den Zeiger P0 und hinten ein Zahnrad P1 trägt, womit sie die Achse s der Stellklappe S und den Rundschieber R mittelst des Rades S1 dreht. Vorn am Ofen ist die Platte Q. befestigt, welche oben die Theilscheibe O_0 zum Einstellen des Schiebers U und darunter die Theilung Q1 für die Stellung des aus der Stellklappe und dem Rundschieber bestehenden Zugreglers trägt. Ist das Einlafs- bezw. Abschlufsorgan für die Gegenluft eine Klappe oder ein Ventil, so kann leicht die Drehung der Achse s für die Bewegung desselben benutzt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Regelungsvorrichtung für irische Oefen, gekennzeichnet durch die Anordnung der den Abzug der Verbrennungsgase regelnden verticalen oder horizontalen geschlitzten Stellklappe (S) innerhalb der Trommel (T), welche Klappe mit einem Ventil, einer Klappe oder einem geraden oder einem Rundschieber (R) derart verbunden ist, dafs bei der Offenstellung der Klappe (S) der Schieber (R) verschlossen, bei ihrer Schlufsstellung aber der Schieber (R) geöffnet ist und Luft in den Schornstein eintreten läfst.
  2. 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung bei irischen Oefen mit gestürzten Zügen die Verbindung der Stellvorrichtung für die Klappe (S) und den Schieber (U) derart, dafs die Stange (P) zum Drehen der ersteren durch das Rohr (O) zum Bewegen des letzteren geht und die jedesmalige Lage beider durch an ihnen befindliche Zeiger (O0 und P0) auf der vorn am Ofen befestigten Scalenplatte abgelesen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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