DE94587C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24B—DOMESTIC STOVES OR RANGES FOR SOLID FUELS; IMPLEMENTS FOR USE IN CONNECTION WITH STOVES OR RANGES
- F24B1/00—Stoves or ranges
- F24B1/18—Stoves with open fires, e.g. fireplaces
- F24B1/181—Free-standing fireplaces, e.g. for mobile homes ; Fireplaces convertible into stoves
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Wing Frames And Configurations (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
In einen Ofen umzuwandelnder Kamin.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. April 1897 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Anordnung von in bogenförmigen Bahnen laufenden
Schiebethüren bei häuslichen offenen Feuerstätten (Kaminen), welche Schiebefhüren zusammengezogen
die ganze Feuerstätte ein- und nach dem Zimmer hin abschliefsen, zurückgeschoben
aber im Gemäuer des Kamins verschwinden. Durch die Thilren wird im
ersteren Falle ein geschlossener Ofen gebildet, welcher hinsichtlich der Verbrennungsgeschwindigkeit
regulirt werden kann. Ferner wird durch die rundlaufenden Schiebethüren im
Gegensatz zu gewöhnlichen, in Scharnieren hängenden Klappthüren erreicht, dafs dasjenige,
was an Breite des Kamins zwischen den seitlichen Wänden oder Pfeilern durch die Breite
der offenen Thürflügel verloren geht, bei der neuen Anordnung zweckmäfsigerweise der Verbreiterung
der Feuerstätte zu Gute kommt, bei gleicher äufserer Breite des Kamins also die wärmeausstrahlende Fläche breiter wird. Zudem
wird das gute Aussehen des Kamins bei Nichtbenutzung der Thüren in keiner Weise
beeinträchtigt, denn die Thüren verschwinden fast vollständig, statt wie die alten Flügelthüren
ihre . berufste Innenseite dem Blick darzubieten.
Die Schiebethüren ergänzt und die Feuerstätte schliefst nach oben ab eine Kuppel. Sie
verhindert bei geschlossenen Thüren (abgesehen von der durch Regelvorrichtungen absichtlich
einzulassenden Luft) den Lufteintritt in den Schornstein, dessen Zugwirkung sonach ungeschwächt
zur Geltung kommt.
Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung ist jede Schiebethürhälfte mit einer
Kuppelhälfte verbunden.
Regulirbare Luftzuführungsöffnungen können in den Schiebethüren und in der Kuppel angebracht
sein, um die Verbrennung im geschlossenen Ofen zu reguliren. Durch die Anwendung
solcher Luftzulässe wird die alte Einrichtung der mehrtheiligen Klappthürflügel
insofern recht zweckmäfsig ersetzt, als Funken und Asche zurückgehalten werden können, die
früher durch die offen gebliebenen Flügeltheile herausfliegen konnten.
Zweckmäfsig wird eine Drosselklappe in der Mündung des Schornsteins angebracht.
Die Thüren sind so angeordnet, dafs sie im geschlossenen Zustand vom Feuerkorb oder
Rost genügend weit abstehen, um der Luft freien Weg zu lassen.
Die gitterförmig durchbrochenen Thüren können mit Glimmerscheiben oder Scheiben
aus anderem durchsichtigen oder durchscheinenden, aber feuerfesten Stoffe versehen sein.
Näheres über die Erfindung mit ihren Einzelheiten ergeben die beiliegenden Zeichnungen im
Verein mit der nachfolgenden Beschreibung der gezeichneten Ausführungsformen. Es ist
Fig. ι eine-Ansicht des Kamins bei offenen
Schiebethüren,
Fig. 2 eine solche bei geschlossenen Thüren.
Fig. 3 ein wagrechter Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 4,
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2.
Fig. 5 ist die Ansicht der erwähnten zweiten Ausführungsform bei halboffenen Thüren.
A sei der Rostkorb, welcher nach vorn durch den Rost As abgeschlossen wird. B sind die
im Grundrifs bogenförmigen Schiebethürhälften, welche oben mit Rollen C auf entsprechend
gekrümmten Schienen A2 am Rande der Wölbung A6 laufen, unten mit Gleitstücken B5 in
einen Falz im Rande A9 des Sockels As eingreifen.
Durch den nach unten offenen Falz wird verhindert, dafs Schlacken oder Asche den Gang der Thüren hindern; das Gleiche
könnte aber auch auf anderem Wege erreicht werden. Oben sind die Rollen C durch eine
Deckschiene A1 verborgen (Fig. 2), welche aber lösbar ist, um zu den Rollen gelangen zu
könneu.
Beim Oeffnen werden die Thüren in Schlitze A3 A* des seitlichen Gemäuers hineingeschoben,
welche sie bis auf die vorderen Kanten den Blicken entziehen. Die Feuerstätte bietet in
dieser Stellung den durch nichts Fremdes beeinträchtigten Anblick des offenen Kamins dar
(Fig. 1). Bei geschlossenen Thüren hat man dagegen einen Ofen (Fig. 2). Als solcher wird
die Feuerstätte hauptsächlich benutzt, wenn eine langsamere Verbrennung gewünscht wird.
Zur Regelung des Lufteintritts sind verschliefsbare Oeffhungen -B1 und J32 unten bezw. oben
in B angebracht, ferner eine oder mehrere solche Oeffnungen A1 in der Wölbung A&.
In B sind es Löcherreihen mit dahinter verstellbarem Schieber, in A6 auf einen Kreis
regelmäfsig vertheilte Löcher mit gleicher Weise durchlöchertem Drehschieber, beide an sich
bekannte Anordnungen, die natürlich durch gleichwerthige ersetzt werden können.
Bei B3 sind die Thüren gitterförmig durchbrochen
und mit Glimmerscheiben versehen.
In Fig. 4 ist eine Drosselklappe D ersichtlich, welche durch Hebelwerk!)1 und Handhabe!)2
zu bewegen ist, und mit deren Hülfe man die Mündung E des Schornsteins theilweise absperren
kann. Auch dies ist eine bekannte Einrichtung.
Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 5) drehen sich die Thüren oben und unten um
Zapfen A10; Thür und Wölbung bestehen hier aus einem Stück. Mit der feststehenden Wölbung fällt hier die Aufhängung der Thüren in
Rollen und Schienen weg.
Claims (2)
1. In einen Ofen umzuwandelnder Kamin,
gekennzeichnet durch in bogenförmigen Führungen laufende Schiebethüren (BJ,
welche vorgezogen die Feuerstätte abschliefsen, zurückgeschoben in Aussparungen des Gemäuers verschwinden.
2. Ausführungsform des Kamins nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs jede
Schiebethür mit einer Hälfte der Wölbung zu einem Stück vereinigt ist, wobei die
beiden Stücke oben oder oben und unten um Zapfen (A10J schwingen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94587C true DE94587C (de) |
Family
ID=365900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94587D Active DE94587C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94587C (de) |
-
0
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