DE828245C - Verfahren zur Herstellung von 2,4-Pentadiencarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,4-Pentadiencarbonsaeuren

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DE828245C
DE828245C DEP49304A DEP0049304A DE828245C DE 828245 C DE828245 C DE 828245C DE P49304 A DEP49304 A DE P49304A DE P0049304 A DEP0049304 A DE P0049304A DE 828245 C DE828245 C DE 828245C
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DE
Germany
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ketene
catalyst
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methylene
reaction
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DEP49304A
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English (en)
Inventor
Seaver Ames Ballard
Bradford Pearson Geyer
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C57/00Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C57/30Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms containing six-membered aromatic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C57/03Monocarboxylic acids

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2, 4-Pentadiencarbonsäuren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2, 4-Pentadiencarbonsäuren durch Umsetzen von Keten mit einem a-Methylenaldehyd.
  • Wider Erwarten wurde gefunden, daB bei der Reaktion eines Ketens mit einem a-Methylenaldehyd in Gegenwart bestimmter Katalysatoren, die weiter unten eingehend beschrieben werden, als Hauptprodukt eine diolefinische Carbonsäure mit den Olefinbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen 2 und 3 bzw. 4 und 5 der Kette, in der das Kohlenstoffatom in i-Stellung das der Carboxylgruppe ist, entsteht. Ein Beispiel für die neue Reaktion ist die Bildung von 2, 4-Pentadiencarbonsäure durch Reaktion zwischen Acrolein und Keten, wobei keine merkliche Bildung von Nebenprodukten, wie Säureanhydride, Carbonsäureester oder ähnliche Verbindungen, in denen die Carboxylgruppe in gebundener statt in freier Form vorliegt, eintritt.
  • a-Methylenaldehyde sind Aldehyde, die mindestens 3 Kohlenstoffatome enthalten und die eine Methylengruppe mittels einer Doppelbindung, direkt gebunden an ein Kohlenstoffatom, an das die Formylgruppe gebunden ist, enthalten. Acrolein, das nur 3 Kohlenstoffatome enthält, ist besonders geeignet. Andere Methylenaldehyde sind die vorzugsweise am a-Kohlenstoffatom durch Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylgruppen monosubstituierten Aeroleine, z. B. Methacroleine (a-Methylacrolein), a-Äthylacrolein, a-Propylacrolein, a-Butylacrolein und a-Isobutylacrolein. Ferner sind geeignet: a-Pentylacrolein, a-Cyclopentylacrolein, a-Cyclohexylacrolein, a-Phenethylacrolein und a-Benzylacrolein. Eine bevorzugte Untergruppe umfaßt die aliphatischen a-Methylenaldehyde, also Aerolein und seine a-Alkylsubstitutionsprodukte der allgemeinen Formel in der R ein Wasserstoffatom oder eine vorzugsweise niedrige Alkylgruppe bedeutet.
  • An Stelle von einfachem Keten können substituierte oder homologe Ketene mit a-Methylenaldehyden gemäß der Erfindung zur Reaktion gebracht werden. Methylketen, Dimethylketen, Propylketen, Arylketene und Cycloalkylketene gehören alle zu den substituierten Ketenen, die durch den Begriff Keten umfaßt werden.
  • Gemäß der Erfindung werden die diolefinischen Carbonsäuren hergestellt durch Umsetzung eines Ketens mit einem a-Methylenaldehyd in Gegenwart eines jonenbildenden basischen Kondensationskatalysators, vorzugsweise freier Basen, basischer Salze und Salze starker Alkalien mit schwachen Säuren.
  • Es wurde festgestellt, daß die a-Methylenaldehyde in Gegenwart überschüssiger, starker basischer, z. B. eines starken Alkalis, häufig eine starke Tendenz zur Polymerisation zeigen. Vorzugsweise wird dabei als Katalysator eine basische Substanz verwendet, die nicht eine übermäßige JPolymerisation des Aldehyds bewirkt, jedoch die gewünschte Reaktion zwischen dem Keten und dem a-Methylenaldehyd noch katalysiert. `'Wider Erwarten wurde als besonders geeignet eine Gruppe von Kondensationskatalysatoren gefunden, bestehend aus Salzen, die als Kation ein Alkcii-oder Erdalkalimetall und als Anion eine nicht oxydierende schwache Säure, vorzugsweise eine Carbonsäure, enthalten und deren wäßrige Lösungen pH = 7,o bis ii,o haben. Es sind dies Natrium- und Kaliumsalze niederer Fettsäuren, wie Natrium- oder Kaliumacetat, -propionat, -formiate, -butyrat u. dgl., unter denen die Acetate bevorzugt sind. Neben den Natrium- und Kaliumsalzen sind auch die entsprechenden Lithium-, Rubidium- und auch Cäsiumsalze und die Salze von Calcium, Barium und Strontium geeignet. Andere basische Katalysatoren sind z. B. Natrium-oder Kaliumcarbonat, basisches Natrium- oder Kaliumphosphat, Calcium-, Strontium- oder Bariumcarbonat,Calciumoxyd, Bariumoxyd, Natriumbenzoat, Natriumborat, Kaliumlactat, Dinatriumtartrat, Lithiumbenzoat und Calciumbenzoat.
  • Die Mengen an Katalysator können weitgehend variiert werden, wobei die Katalysatoren in der Reaktionsmischung möglichst wenig löslich sein sollen. Es genügt, wenn so viel Katalysator vorhanden ist, daß er zum Teil in festem Zustand vorliegt.
  • Im allgemeinen sind dies ungefähr o,oi bis 2o Gewichtsprozent, bezogen auf denMethylenaldehyd. Dann wird unter gutem Rühren gasförmiges oder flüssiges Keten in das Gemisch aus Aldehyd und Katalysator mit einer seiner ungefähren Umsetzungsgeschwindigkeit entsprechenden Geschwindigkeit eingeführt. Während der Zugabe des Ketens wird die Temperatur des Gemisches z. B. mittels in die Mischung eingebrachter Kühlschlangen oder durch Außenkühlung des Reaktio@nsgefäß@@s auf - 4o' bis 6o°, vorzugsweise von ungefähr - 25' bis ungefähr rt 30° gehalten. Die Menge des zugefügten Ketens ist zweckmäßigerweiae der des a-Methylenaldehyd ungefähr äquimolekular, jedoch schadet die Zugabe größerer Mengen Keten nicht.
  • Wie oben angegeben, kann das Keten entweder in flüssigem oder gasförmigem Zustand zugegeben werden. Die Zugabe von gasförmigem Keten ist im allgemeinen wegen der leichteren Handhabung und Zerteilung bequemer. Das verwendete Keten kann irgendeiner geeigneten Herkunft sein. So kann z. B. ein durch Cracken bzw. Spalten von Aceton oder Essigsäure erhaltenes Keten verwendet werden. Ein durch Spalten von Aceton erhaltenes Keten wird vorteilhaft in an sich bekannter Weise zwecks Entfernung von etwa unzersetztein Aceton vor Einführen in die Reaktionsmischung vorbehandelt, doch braucht das bei der Spaltung gebildete Methan nicht entfernt zu werden, da es gegenüber den Reaktionsteilnehmern und unter den Durchführungsbedingungen des Verfahrens inert ist.
  • Ein geeigneter Polymerisationsverhinderer kann in dem Reaktionsgemisch vorhanden sein, z. B. phenolische Antioxydationsmittel, wie Hydrochinon, Gallussäure, Resorcin oder Aminonaphthol, oder Amine, wie tertiäre Alkylamine. Es werden von ungefähr o,oo5 bis ungefähr 5 Gewichtsprozent der Mischung verwendet, gewünschtenfalls größere oder kleinere Mengen. Man kann gewünschtenfalls in inerter Atmosphäre, wie Stickstoff, 'Methan, Äthan oder Helium, arbeiten, um die Berührung der Mischung mit atmosphärischem Sauerstoff zu vermindern.
  • Das Verfahren kann gewünschtenfalls in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels dtircligi#führt werden. Die Verwendung eines Lösungsmittels kann vorteilhaft sein, z. B. wenn das Keten in gelöster Form in das Reaktionsgemisch eingeführt werden soll. Statt zunächst den a-Methylenaldchyd und den Kondensationskatalysator zu vermischen, kann eine Lösung des Ketens und eine Lösung des Aldehyds gleichzeitig in eine Reaktionszone eingeführt werden, in der sich der Katalysator befindet. Eine weitere Abänderung des Verfahrens, die besondere Vorteile bezüglich der Ausbeuten an diolefinischer Carbonsäure mit sich bringen kann, besteht darin, den Aldehyd oder seine Lösung über eine Schicht eines festen Katalysators im Gegenstrom zu gasförmigem in innigem Kontakt mit dci- flüssigen Phase befindenden Ketens einzuführen. Eine Schicht des festen Katalysators kann z. B. in einer vertikalen verlängerten Reaktionszone vor;csehen sein, und der a-Methylenaldehyd kann in flü@si;_r Form langsam in den oberen Teil der Zone eingebracht werden und über die Katalysatorschicht abwärts fließen. Zur gleichen Zeit kann gasförmiges Keten in den unteren Teil der Reaktionszone ein- und in Kontakt mit der flüssigen Phase aufwärts durch die Zone hindurchgeführt werden, wobei aus der Reaktionszone abfließende Flüssigkeit am unteren Rande gesammelt wird, um daraus das Reaktionsprodukt zu gewinnen.
  • Für die Abtrennung der diolefinischen Carbonsäure aus dem Reaktionsgemisch kann jede geeignete Methode angewendet werden. Der Katalysator kann, wenn er in festem Zustand zugegen ist, durch Filtrieren, Dekantieren oder auf andere geeignete Weise entfernt oder, falls er in gelöster Form vorliegt, durch Extraktion mit einem selektiven Lösungsmittel, z. B. Wasser, entfernt werden. Eine solche spezielle Behandlung ist jedoch für gewöhnlich nicht notwendig, wenn schwerer lösliche Katalysatoren verwendet werden. Die diolefinische Carbonsäure kann dann aus dem flüssigen Gemisch durch direkte Destillation, Extraktion mit selektiven Lösungsmitteln, Veresterung mit einem niedrigen Alkohol und Abscheidung des Esters, durch Ausfällung als unlösliches Salz oder durch andere geeignete Maßnahmen gewonnen werden. Die erhaltenen ungesättigten Säuren sind wertvolle Zwischenprodukte bei der Herstellung organischer Chemikalien und Kunstharze.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren: Beispiel i Eine Lösung von 84 g Acrolein (mit einem Gehalt von o,i°/o Hydrochinon) in Zoo ccm Diäthyläther wurde mit io g feinverteiltem Natriumacetat in einem Glasgefäß gemischt und auf -30' gekühlt. Gasförmiges Keten wurde 4 Stunden in die Mischung mit einer Geschwindigkeit von 13 g je Stunde eingeleitet. Während der Einführung des Ketens wurde die Mischung in dem Gefäß gut gerührt und durch teilweises Eintauchen des Gefäßes in ein Kühlbad auf einer Temperatur von ungefähr -30' gehalten.
  • Nachdem das ganze Keten zugeführt war, wurde die Mischung zwecks Entfernung von Natriumacetat filtriert und das Filtrat unter vermindertem Druck von den niedrig siedenden Anteilen, zumeist unumgesetztes Acrolein und Aceton, befreit. Der Rückstand, 128 g, wurde bei o° durch Zufügen von Natronlauge neutralisiert. 300 ccm Chloroform wurden dem Gemisch zugegeben und das Gemisch durch Zugabe von 25°/oiger Salzsäure bei o° und unter Rühren stark sauer gemacht. Die Chloroformschicht wurde abgetrennt und der wäßrige Teil zweimal mit je i5o ccm Chloroform extrahiert. Die Chloroformlösungen wurden vereinigt, über wasserfreiem Na, SO, getrocknet und das Chloroform abgedampft. Ein Teil des Rückstandes wurde bei 0,2 mm Hg destilliert, wobei sich feuchte Kristalle von 2,4 Pentadiencarbonsäure am kalten oberen Teil der Flasche absetzten. Die Kristalle wurden gesammelt, getrocknet und resublimiert, dann schmolzen sie bei 7i° und zeigten die folgenden Analysenwerte:
    Gefunden Berechnet
    auf C5 He 02
    Prozent Kohlenstoff ...... 60 61,2
    Prozent Wasserstoff ...... 6,3 6,2
    Acidität, Äquivalente je
    I00 g . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,02 1,02
    Beispiel 2 Eine Mischung aus 84 g Acrolein mit einem Gehalt von o,i 0!o Hydrochinon und io g feinverteiltem Natriumacetat wurde in ein Reaktionsgefäß eingebracht. Unter kräftigem Rühren wurde gasförmiges Keten 2 Stunden bei io bis 2o° eingeleitet. Der flüssige Teil des Gemisches wurde vom Natriumacetat dekantiert und Keten, Acrolein und Aceton unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde mit 150 ccm Wasser gewaschen und der zurückbleibende organische Teil bei 2 mm Hg destilliert. Das Destillat kristallisierte beim Übergehen. Die Kristalle wurden in warmem Petroläther-Diäthyläther 3 : i gelöst, und beim Abkühlen schied sich 2, 4-Pentadiencarbonsäure aus dem Lösungsmittel durch Abkühlen ab.
  • Andere diolefinische Carbonsäuren, die durch Umsetzung von a-Methylenaldehyden mit Keten in Gegenwart eines basischen Katalysators hergestellt werden können, sind z. B. 3-Methyl-2, 4-pentadiencarbonsäure aus Methacrolein, 3-Äthyl-2, 4-pentadiencarbonsäure aus a-Äthylacrolein, 3-Cyclohexyl-2, 4-pentadiencarbonsäure aus Cyclohexylacrolein, 3-lsopropyl-2, 4-pentadiencarbonsäure aus a-Isopropylacrolein und 3-Phenethyl-2, 4-pentadiencarbonsäure aus a-Phenethylacrolein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von 2, 4 Pentadiencarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß a-Methylenaldehyde mit einem Keten in Gegenwart eines basischen Katalysators, zweckmäßig bei einer Temperatur von - 40 und -+- 6o°, vorzugsweise zwischen =- 25 und + 30°, umgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als a-Methylenaldehyd Acrolein oder eines seiner a-Alkylsubstitutionsprodukte verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator ein Alkalisalz einer niedrigmolekularen Fettsäure, vorzugsweise Alkaliacetat, verwendet wird. Verfahren nach Anspruch i bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in Gegenwart eines Polymerisationsverhinderers, z. B. Hydrochinon, durchgeführt wird.
DEP49304A 1948-07-20 1949-07-19 Verfahren zur Herstellung von 2,4-Pentadiencarbonsaeuren Expired DE828245C (de)

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DE1192640B (de) * 1961-12-05 1965-05-13 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Mischoligomeren aus 1, 3-Dienen und Acrylsaeureestern,Acrylsaeureamid oder Acrylsaeurenitril

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