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Fotografischer Apparat zum Feststellen des genauen Eintreffens von
Wettbewerbern in der Ziellinie Die Erfindung betrifft einen fotografischen Apparat
zum Feststellen des genauen Eintreffens vorn Wettbewerbern in der Ziellinie. Die
genaue Feststellung ist bekanntlich dadurch ermöglicht, daß eine einzige Aufnahme
hergestellt wird, auf welcher ein jeder der Wettbewerber beim Erreichen der Ziellinie
sichtbar ist.
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Bei den bekannten fotografischen Apparaten dieser Art wird das Bild
des Aufnahmeobjektes mittels eines Objektivs durch einen Spalt mit veränderlicher
Breite hindurch auf eine lichtempfindliche Schicht geworfen und diese Schicht mit
einer regelbaren Geschwindigkeit kontinuierlich befördert. Schwierigkeiten bietet
dabei die Anpassung der Geschwindigkeit der Schicht an die Geschwindigkeit des Aufnahmeobjektes,
was für die Entstehung eines 'scharfen Bildes und -demgemäß für die genaue Auswertbarkeit
desselben sehr wichtig ist.
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Die Anpassung der Geschwindigkeit der Schicht an die Geschwindigkeit
des Aufnahmeobjektes wird nun erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß eine Dunkelkammer
mit einem Objektiv und einer Mattscheibe, sowie entlang der Mattscheibe geleitete
Folgezeichen verwendet werden, wobei das Verhältnis der Beförderungsgeschwindigkeit
der lichtempfindlichen Schicht und der der Folgezeichen gleich dem Verhältnis der
Fokuslängen der Objektive ist. Mittels des Objektivs der Dunkelkammer erscheint
auf der Mattscheibe das Bild der Wettbewerber, deren Bewegung dann für die Einstellung
der Geschwindigkeit der Folgezeichen, maßgebend ist. Die relative Bewegung derAbbildung
undFolgezeichen
auf der Mattscheibe ist gleich der Bewegung des
Bildes in bezug auf die lichtempfindliche Schicht. Wenn daher die Folgezeichen sich
mit der Abbildung auf der Mattscheibe mit derselben Geschwindigkeit bewegen, was
einer relativen Geschwindigkeit o entspricht, ist auch der gleiche Fortschritt von
Bild und lichtempfindlicher Schicht gesichert.
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Als lichtempfindliche Schicht wird vorzugsweise ein Filmband verwendet.
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Es ist ferner wichtig, daß die lichtempfindliche Schicht mit Zeitzeichen
versehen wird, welche eine unmittelbare Feststellung der Zeitunterschiede beim Eintreffen
der Wettbewerber in der Ziellinie ermöglichen. Dies kann gemäß der Erfindung dadurch
erreicht werden, daß zwecks Auftragung von Zeitzeichen auf den Rand der lichtempfindlichen
Schicht eine Glimmröhre vorgesehen ist, für deren Licht der Rand der Schicht durch
einen Schlitz hindurch zugänglich ist. DerRand der lichtempfindlichen Schicht wird
dabei nach Art des Betriebes der Glimmröhre periodisch belichtet, wodurch in bestimmten
Abständen als Unterteilungsstriche geltende Querlinien entstehen, an welchen die
Zeitunterschiede abgelesen werden können.
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Es ist aber auch wesentlich bei einem Wettbewerb, die vollen Laufzeitren
für die einzelnen Wettbewerber genau feststellen zu können. Zu diesem Zweck können
erfindungsgemäß optisch-mechanische Mittel mit einem besonderen Objektiv vorgesehen
sein, welche geeignet sind, das Bild einer im Augenblick des Starts in Bewegung
gesetzten Stoppuhr auf die lichtempfindliche Schicht zu werfen, wobei das Bild mit
einer der Geschwindigkeit der Schicht gleichen Geschwindigkeit verstellt wird. Auf
diese Weise entsteht auf der lichtempfindlichen Schicht die Abbildung der Stoppuhr,
deren Zeiger die Ablesung des größeren. Teils der Zeitdauer des Wettbewerbes ermöglicht,
wobei die Zeiten der einzelnen Wettbewerber in bezug auf die Endlage des Zeigers
an Hand der Randlinien abgelesen werden können..
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden. an Hand der Zeichnung erörtert,
welche ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen fotografischen Apparates. darstellt.
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Fig. i ist ein waagerechter Schnitt durch den oberen Teil des Apparates;
Fig.2 stellt einen waagerechten Schnitt durch den unteren Teil des Apparates dar.
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Wie aus Fig. i hervorgeht, ist das Objektiv 2 des fotografischen Apparates
am Vorderteil der Kammer i angeordnet. In .der hinteren Wand der Kammer i ist ein
Spalt 3 vorgesehen, dessen Breite in an sich bekannter Weise geregelt werden kann.
Hinter dem Spalt 3 ist die lichtempfindliche Schicht, und zwar beim gezeichneten
Ausführungsbeispiel das Filmband 4, geführt, welches durch die Triebtrommeln 5 bzw.
6 bewegt wird. Die Gehäuse für das Filmbandi 4 sind mit den Nummern 7 und 8 bezeichnet.
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Wie bereits erwähnt, zeigt Fig.2 den unteren Teil des fotografischen
Apparates. Dieser Teil besteht aus einer Dunkelkammer 9, deren Objektiv mit io bezeichnet
ist. In der hinteren Wand der Dunkelkammer 9 ist eine Mattscheibe i i angeordnet,
auf welcher das mittels des Objektivs io aufgefangene Bild erscheint. Entlang der
Mattscheibe 11 ist mittels der Trommeln 12, 13 ein endloses Band 14 geführt, das
z. B. aus einem Film oder einer Kette besteht. Wesentlich ist, daß am Band 14 quer
gerichtete Linien, nämlich die erfindungsgemäßen Folgezeichen, vorgesehen sind,
mittels welcher die Beförderungsgeschwindigkeit des Bandes 14 an der Mattscheibe
i i beobachtet werden kann. Bei Anwendung eines Filmbandes werden diese Linien durch
schmale Querstreifen gebildet. Im Fall einer Kette können sie aus Querdrähten zwischen
den beiden Randgliedern der Kette be stehen. Eine der Trommeln 12, 13 wird von einer
der Filmtriebtrommeln 7, 8 in an sich bekannter Weise angetrieben, und zwar derart,
daß das Verhältnis der Beförderungsgeschwindigkeit des Filmbandes 4 und der des
Bandes 14 gleich dem Verhältnis der Fokuslängen der Objektive 2 und io ist.
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Im oberen Teil des fotografischen Apparates ist beim dargestellten
Ausführungsbeispiel eine Glimmröhre 15 angeordnet, dessen Licht für den Rand des
Filmbandes 4 durch den Schlitz 16 hindurch zugänglich ist, so daß am Rand des Filmbandes
4 im Betrieb der Glimmröhre 15 in bestimmten Abständen zur Längsrichtung des Filmbandes
4 quer gerichtete. Striche entstehen, welche als Zeitzeichen dienen.
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Am oberen Teil des Gehäuses des fotografischen Apparates ist ferner
ein Ansatz 17 für die Aufnahme einer Stoppuhr 18 angeordnet. Gegenüber der Stoppuhr
18 ist in der in der "Zeichnung linksseitigen Wand der Kammer i ein Objektiv i9
angeordnet, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel mittels einer Schraubenspindel
21 waagerecht verstellt werden kann. Der Antrieb der Schraubenspindel 21 erfolgt
vom Antrieb des Filmbandes 4, und zwar derart, daß bei Verstellung des Objektivs
i9 das Bild der Stoppuhr sich mit dem Filmband 4 zusammen bewegt. Die Stoppuhr i8
-%vir.d im Augenblick des Starts beim gezeichneten Ausführungsbeispiel durch einen
Elektromagneten 22 mittels eines Hebels 23 in Bewegung gesetzt. Das Ansprechen des
Elektromagneten 22 kann z. B. durch die Startmaschine oder durch einen mit der Startpistole
gesteuerten Stromimpuls ausgelöst werden.
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An der Rückseite der das Objektiv i9 tragenden Wand der Kammer i ist
zuin Steuern des Lichtweges erfindungsgemäß ein vierschwenkbarer Spiegel 2o angeordnet,
wobei je nach der Lage des Spiegels 20 entweder, wie dies in der Zeichnung mit gestrichelten
Linien bei 2o° angedeutet ist, der Lichtweg durch das Objektiv i9 hindurch zur Stoppuhr
18 bei gleichzeitiger Unterbrechung des Lichtweges zum Aufnahmeobjekt, oder der
Lichtweg zum Aufnahmeobjekt durch das Objektiv 2 hindurch bei gleichzeitiger Unterbrechung
des Lichtweges zur Stoppuhr 18 freigegeben wird.
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Die Wirkungsweise des dargestellten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
fotografischen Apparates ist die folgende: Beim Start wird die
Stoppuhr
18 in der beschriebenen Weise in Bewegung gesetzt, wobei der verschwenkbare Spiegel
2o von seiner Ausgangslage in seine verschwenkte Lage 20a verlegt wird. Dadurch
wird der Lichtweg von der Stoppuhr 18 durch das Objektiv ig und den Spalt 3 hindurch
zum Filmband 4 hin freigegeben. Bei Annäherung der Wettbewerber wird das Filmband
4 in Bewegung gesetzt, wobei auch die Schraubenspindel 21 anläuft. Dadurch wird
dasObjektiv ig in der waagerechten Richtung verstellt, wodurch die Abbildung des
Zifferblattes der Stoppuhr 18 sich am Filmband 4 mit diesem gleich bewegt.
Sobald das Objektiv ig seine äußere Lage erreicht hat, klappt der verschwenkbare
Spiegel aus seiner verschwenkten Lage 20a in seine Ausgangslage 20 zurück, wodurch
der Lichtweg in Richtung der Stoppuhr 18 unterbrochen und der Lichtweg durch das,Objektiv
2 hindurch zum Aufnahmeobjekt freigegeben wird.
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Während der Filmbeförderung soll die Glimmröhre 15 eingeschaltet
sein, so daß sie in bestimmten "Zeitabständen den Rand dies Filmbandes 4 durch den
Schlitz 16 hindurch belichtet. Wenn die Glimmröhre 15 z. B. mit einem Wechselstrom
von 5o Perioden betrieben wird, entsprechen die durch die Belichtung entstandenen
Striche am Rand des Filmbandes 4 jeweils 1/ioo Sekunde.
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Inzwischen erreichen die Wettbewerber nacheinander die Ziellinie,
wodurch ihr Bild mittels des auf die Ziellinie gerichteten Objektivs 2 durch den
Spalt 3 hindurch am gleichsinnig mitlaufenden Filmhand 4 so abgebildet wird, daß
für jeden Wettbewerber die Ziellinie der Laufzeit zugeordnet erscheint.
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Um zu sichern, d'aß die Abbildung des Aufnahmeobjektes sich am Filmband
4 mit diesem gleich bewegt, wird man an der Mattscheibe i i das Bild der sich bewegenden
Wettbewerber beobachten und den Antrieb des Apparates derart einstellen, daß die
Folgezeichen am Band 14 sich mit dem Bild der Wettbewerber an der Mattscheibe i
i bei gleicher Geschwindigkeit bewegen. Auf diese Weise ist gesichert, d,aß auch
die Geschwindigkeit des Filmbandes 4 der Geschwindigkeit der Abbildung der Wettbewerber
am Filmband 4 gleich ist, wodurch die Schärfe der Aufnahme gesichert ist.
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Nach Entwicklung des belichteten Filmbandes 4 wird ein Bild erhalten,
auf welchem die Zeitzeichen, die Stoppuhr und die Bilder der Wettbewerber als eine
Art Momentaufnahme erscheinen, so daß sowohl die genaue'Reihenfolge, als auch die.
Laufzeiten der Wettbewerber an Hand des Bildes der Stoppuhr und an. Hand der Randstriche
festgestellt werden können. Man braucht lediglich die durch die Stoppuhr angezeigte
Zeit mit dem durch die Striche zwischen der der Uhrzeigerspitze einerseits und der
fraglichen Ziellinie zugeordneten Randlinie andererseits bestimmten Zeitunterschied
zu ergänzen, um die volle Laufzeit zu erhalten.
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Das Bild der Stoppuhr 18 kann in Abhängigkeit der Bewegung des Filmbandes
4 auch durch einen in der Fig. i gestrichelt gezeichneten Spiegel 24 bewegt werden,
der um eine senkrechte Achse verschwenkbar gelagert ist, wobei die Verschwenkung
des Spiegels 24 in der gleichen Weise erfolgt, wie dies beim Objektiv i9 im vorherigen
Ausführungsbeispiel der Fall war. Das Gehäuse 17a der Stoppuhr i8° ist dabei um
einen rechten Winkel verlegt am Gehäuse des fotografischen Apparates angeordnet,
wie dies mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Der Auslösehebel des die Stoppuhr
i8a in Bewegung setzenden Magneten 22 ist mit 23a bezeichnet. In diesem Fall ist
das Objektiv i9 selbstverständlich ortsfest angeordnet, wobei die Vorrichtung mit
der Schraubenspindel 21 entsprechend umgestaltet auf den Spiegel 24 wirkt.
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Man kann auch derart vorgehen, daß bei stillstehendem Objektiv ig
die Stoppuhr 18 selbst so verstellt wird, daß ihr Bild sich am Filmband 4 entsprechend
verschiebt.
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Die Anwendung einer bei den Wettbewerben ohnehin weitgehend verbreiteten
Stoppuhr ist mit dem Vorteil verbunden, daß die gesamte Vorrichtung einfacher gestaltet
und überwacht werden kann, wobei auch eine größere Übersichtlichkeit erlangt wird.
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Wie aus dem Obigen hervorgeht, erscheint die Abbildung der Stoppuhr
am Film in der Weise, als wenn die Stoppuhr selbst vor dem vordersten Wettbewerber
laufen würde.
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Der erfindungsgemäße fotografische Apparat kann selbstverständlich
mit an sich bekannten Mitteln zum Regeln der Breite des Spaltes 3, der Beförderungsgeschwindigkeit
und der Bewegungsrichtung des Filmbandes 4 versehen sein. Auch andere, bei fotografischen
Apparaten bekannte Vorrichtungen, z. B. Blenden, können vorgesehen sein.