DE825550C - Verfahren zur Herstellung synthetischer Gerbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung synthetischer Gerbstoffe

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DE825550C
DE825550C DEP55258A DEP0055258A DE825550C DE 825550 C DE825550 C DE 825550C DE P55258 A DEP55258 A DE P55258A DE P0055258 A DEP0055258 A DE P0055258A DE 825550 C DE825550 C DE 825550C
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Germany
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water
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tanning agents
synthetic tanning
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Expired
Application number
DEP55258A
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English (en)
Inventor
Walter Hees
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung synthetischer Gerbstoffe Es wurde gefunden, .daß man wasserunlösliche, schmelzbare Phenoplaste, die durch Kondensation von aromatischen unsubstituierten .und substituierten Phenolen sowie Polyphenolen mit kernverbirudenden Mitteln, wie z. B. Formaldehyd oder Formaldehyd abspaltenden Verbindungen bzw. anderen Aldehyden oder Dialdehyden, erhalten. werden, durch Behandeln mit Amidosulfonsäure im wasserfreien SchmelzfluB in wasserlösliche, gerbaktive Verbindungen überführen kanm Gegenüber der bekannten Methode des Löslichmaehens von Phenoplasten des N ovolaktyps durch Sulfonierung mittels Schwefelsäure, wobei entweder ein ÜberschuB an Sulfonierungsmittel erforderlich ist oder in organischen Lösungsmitteln, z. B. Essigsäurean,hydrid, gearbeitet wird, zeichnet sich .das neue Verfahren vorteilhaft dadurch aus, daß man mit einer solchen Menge an löslichmachender Verbindung auskommt, die unmittelbar dem optimalen Wert zur Erzielung der günstigsten Gerbstoffausbeute und Gerbwirkung entspricht. Überdies stellt diese Arbeitsweise eine bedeutende technische Vereinfachung dar, da beim Eintritt der Amidosulfonsäure gleichzeitig eine intramolekulare Umlagerung zum gewünschten Ammoniumsalz erfolgt, so daß ein nachträgliches Abstumpfen oder Neutralisieren mit Ammoniak nicht mehr erforderlich ist.
  • Die Herstellung der phenolischen Polykondensationsprodukte erfolgt durch Umsetzung der Mono-oder Polyoxybenzole oder ihrer Homologen mit den kernverbindenden Mitteln in einem solchen Molverhältnis, daB noch schmelzbare Phenoplaste entstehen. Ihre Umsetzung mit .der Amidosulfonsäure vollzieht sich im wasserfreien Schmelizfl.uß bei erhöhter Temperatur quantitativ. Die angewendete Menge der Amidosulfonsäure richtet sieh nach der Art des zugrunde liegenden Phenols und der Kernverknüpfung sowie nach den gewünschten gerbtechnischen Eigenschaften des Gerbstofftyps.
  • Die gebildeten Gerbstoffe fallen nach denn Erkalten der Schmelze in fester, hochkonzentrierter Harzform an und sind als solche anwendungstechnisch vorteilhaft zu handhaben, zumal sie sieh durch eine auffallend leichte Löslichkeit in Wasser, teils sogar in kaltem Wasser, auszeichnen.
  • Beispiel i Zoo Gewichtsteile Phenol werden mit 136,5 Gewichtsteilen Formaldehyd (3o Volumprozent) gelöst in 4oo Gewichtsteilen Wasser, unter Zusatz von 9,2 Gewichtsteilen Schwefelsäuremonobydrat durch fünfstündiges Erhitzen auf roo° am Rüc'kfluß zu einem wasserunlöslichen Harz kondensiert. Nach Abziehen des Wassers und vollständiger Trocknung des gebildeten Harzes im Vakuum wird das nunmehr vollständig wasserfreie, schmelzbare Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukt bei 16o bis 17o° allmählich mit 6oGewichtsteilen trockener Amidosulfonsäure versetzt. Nach kurzem Rühren ist das Umsetzungsprodukt vollständig klar wasserlöslich. Die flüssige Schmelzmasse erstarrt nach dem Ausgießen und Erkalten zu einem festen Harz, das auf Schlag glasartig zerspringt. Das trockene Produkt hat einen Reingerbstoffgehalt von etwa 8o bis 82% und zeigt in analysenstarker Lösung von 4 g/1 bei einer Säurezahl von 38/4o : loo einen pH-Wert von etwa 3. Es besitzt eine leichte Löslichkeit selbst in kaltem Wasser und liefert bei der Ausgerbung in einem Bereich von PH 3 bis 6 ein helles, mittelfestes Leder von guter Fülle., Beispiele 22o Gewichtsteile m-Kresol, 4oo Gewichtsteile Wasser und 134 Gewichtsteile Formaldehyd (3o VOlumprozent) werden unter Zusatz von io Gewichtsteilen Schwefelsäure (98%) 5 Stunden am Rückflußkühder gekocht. Das gebildete wasserunlösliche Harz wird durch Vakuumdestillation vom Wasser vollständig .befreit und mit ioo Gewichtsteilen Amidosulfonsäure bei 17o bis i8o° verschmolzen. Nach vollständiger Umsetzung' erhält man nach dem Erkalten ein festes, wasserlösliches Harz.
  • In gleicher Weise können auch o- und p-Kresol verarbeitet werden. Die Produkte liefern auf Kalbsblöße ausgegerbt in einem ph-Bereich von' 3.2 bis 4,2 ein mittelfestes, flexibles Leder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung synthetischer Gerbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß inan wasserunlösliche, schmelzbare Poly!kondensationsharze aus aromatischen Oxyverbindungen und kernverknüpfenden Mitteln durch Verschmelzen mit Amidosulfonsäure in eine wasserlösliche Form überführt.
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