DE820261C - Strangbrikettpresse fuer Braunkohle und aehnliche Stoffe - Google Patents

Strangbrikettpresse fuer Braunkohle und aehnliche Stoffe

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DE820261C
DE820261C DEK514D DEK0000514D DE820261C DE 820261 C DE820261 C DE 820261C DE K514 D DEK514 D DE K514D DE K0000514 D DEK0000514 D DE K0000514D DE 820261 C DE820261 C DE 820261C
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DE
Germany
Prior art keywords
press
briquette
extruded
block
press block
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Expired
Application number
DEK514D
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English (en)
Inventor
Gottlob Schreiber
Othmar Dr-Ing Werner
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Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE820261C publication Critical patent/DE820261C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/22Extrusion presses; Dies therefor
    • B30B11/26Extrusion presses; Dies therefor using press rams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Strangbrikettpresse für Braunkohle und ähnliche Stoffe Bei der Herstellung von Braunkohlenbriketten auf der Strangpresse kann eine bestimmte Drehzahl nicht überschritten werden. Zwar hat man im praktischen Betrieb in den letzten Jahren den Preßvorgang dadurch verbessert, daß man die Strangpresse mit Kniehebelgetriebe ausgerüstet hat. Solche Pressen können mit Rücksicht auf die eigentliche Bildung der Brikette schneller betrieben werden als die früher allgemein gebräuchlichen Schubkurbelpressen. Dennoch läßt sich die höchste, mit dieser Art der Herstellung der Presse verbundene Drehzahl nicht erreichen, weil es nicht gelingt, das Brikettiergut während der verhältnismäßig kurzen Füllzeit, die bei dieser hohen Drehzahl zur Verfügung steht, einwandfrei in den Preßkanal einzuführen. Es kommt noch hinzu, daß durch die schnellere Bewegung des Stempels während der Füllzeit eine Auflockerung des Brikettiergutes bewirkt wird, wodurch dessen Schüttgewicht sinkt. Damit wird das Verdichtungsverhältnis ungünstiger, und die erzeugten Brikette werden dünn.
  • Gemäß der Erfindung wird nun die Achse des Preßkanals schräg gelegt, während der Füllschacht, wie bisher, senkrecht oder annähernd senkrecht angeordnet wird. Infolgedessen fällt das Brikettiergut ohne Schwierigkeiten in den Formkanal und füllt diesen völlig aus.
  • Wie die Abb. 3 erkennen läßt, kann bei der bekannten Presse das Brikettiergut aus dem Füllschacht a, selbst wenn der Stempel b ganz zurückgezogen ist, nur so weit einfallen, bis die Böschungslinie c erreicht ist. Sehr nachteilig ist auch hierbei, daß Luft in dem Raum d zwischen der Böschungslinie c und den vorher gepreßten Briketten e stehenbleibt. -Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder, und zwar zeigt die Abb. i einen Grundriß der neuen Brikettpresse, während die A11.2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie A-B-C-D erkennen läßt. Es handelt sich im vorliegenden Falle um eine Brikettpresse mit sechs Stempeln und einer dreifach gekröpften Kurbelwelle. Die Kurbelwelle f ist im höchsten Teil des Gestelles g gelagert.; hierbei ist die Kurbel für den linken Stempel in der tiefsten Lage gezeichnet. Die Kurbelwelle ist durch die Pleuelstange h mit dem Pressenbär i verbunden, der in der Führung j des Gestelles gleitet. An dem Pressenbär ist der Stempel k befestigt. Der Preßkanal m ist schräg geneigt, während der Einfüllschacht n für die lose Braunkohle, wie bisher, senkrecht ausgeführt ist.
  • Die Abb. 4 läßt in schematischer Weise erkennen, wie sich die schräge Lage der Preßachse für den Einfüllvorgang auswirkt. Man erkennt, daß die lose Braunkohle sehr leicht aus dem Einfüllschacht in den Formkanal d einfallen - kann und diesen vor allem ohne Bildung 'von Böschungsflächen ausfüllt.
  • Die Abbildung läßt weiter erkennen, daß der Preßklotz o als selbständiger Körper ausgebildet ist und sich mit Hilfe der Nase p kippbar auf dem Unterteil des Gestelles g abstützt. In der Betriebslage liegt der Preßklotz ferner auf der Fläche q des Gestelles auf. Das Einfüllrohr n ist abnehmbar an dem Preßklotz befestigt.
  • In dem Gestell sind Kanäle r, s eingegossen, die zum oberen Ende des Preßkanals führen; der Kanal s ist unten an eine Entstaubungsleitung angeschlossen. Aus der Abb. 2 geht weiter hervor, daß unterhalb des Preßklotzes eine Haube t angebracht ist, die an eine Entstaubungsleitungu angeschlossen ist. Auf diese Weise kann die Entstaubung des Pressenmaules sehr leicht und bequem erreicht werden. Der Preßklotz kann mittels Bandagen v oder ähnlichen Anklemmvorrichtungen mit dem Gestell verbunden werden, denn beim Pressen ergibt sich ein links drehendes Moment, das das Bestreben hat, den Preßklotz von dem Gestell abzulieben (Abb.4).
  • Wenn man das Formzeug entfernen will, werden die Bandagen v gelöst und der Preßklotz o in die auf der rechten Hälfte des Bildes dargestellte Lage l;edrelit. Hierbei legt er sich mit seiner unteren Stirnfläche auf eine an dem Gestell befestigte Konsole u, auf. Der Preßklotz ist nun frei zugänglich, und das Formzeug kann, wie es die Abb.2 erkennen läßt, mittels eines Kranes nachobengezogen werden.
  • In dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß das Formzeug außerhalb der Presse, z. B. in der Schlosserwerkstatt, zu einem einheitlichen Kör- per eingebaut und von oben in den Preßklotz eingeführt werden kann. Hierbei wird der Hohlraum z des Preßklotzes, wie dies auch die Abbildung erkennen läßt, vorteilhaft schräg konisch ausgeführt, so daß sich das Formzeug selbständig an die Begrenzungswand des Preßklotzes anlegt.
  • Man kann aber auch den Preßklotz mit beweglicher Zunge ausführen und die Form in der hierbei üblichen Art einzeln in den Preßklotz einbauen bzw. die Einzelteile der Form einzeln für sich bauen. Durch die angegebene Ausgestaltung des Preßklotzes läßt sich also leicht erreichen, daß man das Formzeug in sehr kurzer Zeit ein- oder ausbauen kann.
  • In der linken Hälfte der Abb.2 ist eine etwas andere Ausführungsform dargestellt, und zwar stützt sich hierbei der Preßklotz nach unten auf eine Achse x ab, die im Gegensatz zu der Nase p an dem Außenteil des Preßklotzes liegt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß besondere Bandagen zum Befestigen des Preßklotzes nicht erforderlich sind, denn das während des Brikettiervorganges erzeugte Moment wirkt so, daß der Preßklotz fest auf die Fläche q aufgepreßt wird.
  • Aus den Abbildungen ergibt sich weiter, daß der Raumbedarf der neuen Presse im Vergleich zu den bekannten Bauarten, besonders was den Bedarf an Grundfläche anbelangt, wesentlich günstiger ist. Infolge der schrägen Lage des Preßkanals kann man nämlich die Presse in umgekehrter V-Form anordnen.
  • Ferner können an jeden Kurbelzapfen a1 zwei nebeneinanderliegende Pleuelstangen hl und h2 angreifen (Abb. i), welche die Preßbären i bewegen. Hierdurch wird eine wesentlich kürzere Baulänge der Maschine und ein günstigeres Tangentialdruckdiagramm an der Kurbelwelle erzielt. Dies wiederum führt dazu, daß das Schwungrad leichter als bei früheren Ausführungen gehalten werden kann, oder umgekehrt kann man bei gleichem Schwungradgewicht dessen Durchmesser kleiner halten als bisher. Auch kann man durch die neue Anordnung der Presse den Motor so anbringen, daß er nur wenig zusätzlichen Raum in Anspruch nimmt.
  • Wie die linke Hälfte der Abb. 2 erkennen' läßt, sind in der Haube t zwei schräge Roste y eingebaut, zwischen denen die Brikette nach unten zum unteren Ausgang der Haube gleiten können. Hierdurch wird eine sichere Führung der Brikette erreicht, ohne daß das Absaugen von Staubdämpfen u. dgl. durch die Leitung u verhindert wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Strangbrikettpresse für Braunkohle, Torf u. dgl. mit senkrechtem Einfüllschacht, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Preßkanals zwecks leichterer und besserer Füllung schräg geneigt ist.
  2. 2. Strangbrikettpresse nach Anspruch i mit mehreren Stempeln, dadurch gekennzeichnet; daß die Presse in umgekehrter V-Form gebaut ist.
  3. 3. Strangbrikettpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei nebeneinanderliegende Pleuelstangen, von denen die eine (lab) der rechten, die andere (h2) der linken Pressenhälfte zugehört, an einem gemeinsamen Kurbelzapfen (a1) angreifen. .
  4. 4. Strangbrikettpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßklotz als selbständiger Körper geformt und leicht herausnehmbar in das Gestell der Presse eingesetzt ist.
  5. 5. Strangbrikettpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßklotz auf seiner Unterseite kippbar gelagert ist.
  6. 6. Strangbrikettpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippunkt am äußeren, unteren Ende des Preßklotzes angeordnet ist.
  7. 7. Strangbrikettpresse nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im Gestell der Presse Kanäle vorgesehen sind, die teils zum oberen, teils zum unteren Ende des Preßklotzes führen und an eine Entstaubungsleitung angeschlossen werden können. B. Strangbrikettpresse nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Preßklotzes zwei schräge Gleitroste als Führung für .die fertigen Brikette angeordnet und daß diese von einer Haube umgeben bzw. abgedeckt sind, sowie daß die Haube an einer Entstaubungsleitung angeschlossen ist.
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