DE620571C - Verfahren und Vorrichtung zum Verpressen von Schuettgut - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verpressen von SchuettgutInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B30B11/16—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using pocketed rollers, e.g. two co-operating pocketed rollers
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Verpressen von Schüttgut Es ist bekannt, Schüttgut in Walzenpressen zu verpressen. Hierbei zeigt sich der Nachteil, daß der bei manchem Schüttgut erforderliche hohe Preßdruck infolge der kurzen Berührungszeit der Preßflächen nicht erzeugt werden kann. Mit diesen Pressen ist es ferner nicht möglich, Preßlinge von üblicher Größe herzustellen, da die Preßdauer und der Preßdruck nicht ausreichen, um den Preßling auch im Innern genügend durchpressen zu können.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpressen von Schüttgut, bei dem diese Nachteile vermieden werden. ' Es ist bereits ein Verfahren zum Herstellen von Preßlingen bekannt, bei dem das Preßgut auf einem endlosen, mit Mulden versehenen Förderband einer` Rüttelung und einer Pressung unterworfen wird.
- Erfindungsgemäß soll dagegen das Schüttgut zwischen einer schnell schwingenden Fläche und dem Umfang einer gleichförmig bewegten oder ebenfalls schnell schwingenden Gegenwalze vorwärts bewegt und verdichtet werden. Um die gleichzeitige Vorw iirtsbewegung und Preßbewegung zu erzeugen, sollen die schwingenden Flächen eine im wesentlichen kreisende Bewegung ausführen, deren quer zur Vorwärtsbewegung des Preßgutstranges gerichtete, die Pressung bewirkende Teilkraft vom Preßguteinlauf nach der Austrittsöffnung hin von einem Höchstwert bis auf Null abnimmt. Es ist zweckmäßig, daß hierbei der Nullwert der die Pressung bewirkenden Teilkraft der schwingenden Bewegung vor der Austrittsöffnung des Preßkanals erreicht wird.
- Zur Ausführung des Verfahrens soll vor einer Walze ein schnell schwingender Preßbacken angeordnet sein, wobei der Preßkanal sich in der Vorschubrichtung stetig verjüngt. Der Preßbacken kann mittels zweier gleichlaufender Exzenter angetrieben werden. Eine andere Ausführungsart besteht darin, daß der Preßbacken einerseits auf einer nur gering aus der Mitte verlagerten Welle gelagert ist und andererseits mittels einer Druckstange bzw. eines Lenkers an dem Gehäuse der Presse angelenkt ist. Die Preßwalze soll die Breite der zu erzeugenden Preßlinge aufweisen und beiderseits von je einer Scheibe begrenzt sein, die außermittig zur Preßwalze gelagert .ist. Um die erzeugten Preßlinge aus der Presse leicht ausheben zu können, sollen die Seitenscheiben auf der den Preßbacken zugewandten Seite die Seitenflächen des Preßkanals bilden, während auf der gegenüberliegenden Seite die Preßwalze aus den seitlichen Scheiben hervortritt. Zur Herstellung von Einzelpreßlingen ist es zweckmäßig, die Presse derart auszubilden, daß die Preßwalze am Umfang mit Querrippen versehen ist, zwischen denen je ein zum Umfang zu verschiebbarer Kolben angeordnet ist, der von einer außermittig zur Achse der Preßwalze-"angeörWetdii"IKurbelwelle gesteuert wird. Es ist bekannt, bei Walzenpressen, deren Umfang -reit Formen versehen ist, zum Ausstoßen der fertigen I?reßlinge in den Formen Ausstoßer anzuordnen.
- Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Abb. i bis 3 zeigen Walzenpressen mit davor angeordnetem Preßbacken und seitlichen Begrenzungsflächen, und zwar zeigt Abb. i eine solche Presse mit festen Seitenbegrenzungen im senkrechten Schnitt und Abb.2 und 3 mit umlaufenden _ Seitenbegrenzungen in Seitenansicht.
- Abb. 4 zeigt einen Querschnitt zu Abb. 3, Abb. 5 eine Ringwalzenpresse mit innerem P reßbacken, Abb. 6 eine Walzenpresse mit Einzelformen und verstellbaren Böden, Abb.7 einen Teilschnitt durch die Preßwalze nach Abb. 6 und Abb.8 ein mit der Presse nach Abb.6 und 7 erzeugtes Brikett.
- Die Abb. i zeigt zunächst den Grundgedanken einer Presse, die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung arbeitet. Vor der uni die waagerechte Achse i drehbaren Walze 2 ist der Preßbacken 3 angeordnet, der in seinem oberen Teil auf der gekröpften Welle 4 schwingend gelagert ist und in seinem unteren Teil mittels des Druckstückes 5 an dem Pressengestell6 abgestützt ist. Die Kohle wird der Presse durch den Kanal 7 in gleichmäßigem Strome zugeführt. In bestimmten Fällen kann es jedoch auch zweckmäßig sein, das Preßgut mittels einer besonderen Zuführungsvorrichtung, z. B. einer Speisewale, zuzuführen. Die Umfangsgeschwindigkeit der Preßwalze entspricht der Vorschubgeschwindigkeit des Preßbackens. Der letztere ist derart geformt, daß der Preßkanal sich von der Einfüllöfrnung 8 bis zur Ausstoßöffnung 9 gleichmäßig verjüngt. Die Drehzahl der Welle 4 ist je nach der zu pressenden Schüttgutart verschieden und wird z. B. bei Braunkohle annähernd 4oo Umdrehungen in der Minute betragen. Die Kröpfung der Welle 4 wird so groß gewählt, daß der auf die Kohle wirkende Preßdruck etwas größer als die elastische Nachfederung des Preßgutes und der mechanischen Teile ist. Die Preßwalze 2 ist beiderseits von Seitenwänden begrenzt, die entweder, wie in Abb. i, feststehen oder, wie in Abb. 2 bis 4 gezeigt, als umlaufende Scheiben 3 ausgebildet sind, die außermittig zur Prellwalze gelagert sind, so daß sie auf der Preßseite den Preßkanal seitlich abschließen und auf der gegenüberliegenden Seite die Preßwalze so weit freigeben, daß die erzeugten Preßkohlen seitlich ausgeschoben werden können. Der Preßbacken io ist nach Abb. 2 mittels eines Lenkerpaares 11 gleichachsig zur Preßwalze angelenkt.
- Bei der Presse nach Abb. 3 und 4 ist die Verschiebung der Deckringe i2 so groß gewählt, daß die Begrenzungsflächen sowohl der Deckringe 12 als auch diejenigen der Preßwalze 13 auf der Ausstoßseite freigelegt werden. Hierdurch ist es möglich, mittels besonderer Reinigungsvorrichtungen 14 und 15 die Seitenflächen 16, 17 der Preßwalze und der Deckringe von anhaftender Kohle zu reinigen, so daß die Preßringe stets gut an der Prellwalze anliegen.
- Abb.5 zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens bei einer Ringwalzenpresse. Die Preßlinge werden hier zwischen der Innenfläche der Ringwalze i8 und der Außenfläche des Preßbackens-ig erzeugt. Die seitliche Begrenzung des Preßkanals geschieht auch hier mittels seitlicher Deckringe 2o, die an der Ausstoßseite den Brikettstrang freigeben. .
- Abb. 6 und 7 zeigen eine Walzenpresse, bei der die Preßwalze 21 mit Querrippen 22 versehen ist. Zwischen den Querrippen sind zum Umfange hin verschiebbare Kolben 23. angeordnet, deren Kolbenstangen 24 an einer außermittig zur Preßwalzenwelle 25 gelagerten Welle 26 angelenkt sind. Über der Preßwalze befindet sich die Zuführungsschurre 27. Der Prelldruck wird durch den Preßbacken 28 erzeugt, der einerseits um die gekröpfte Welle 29 schwingt und andererseits m i ittels des Druckstückes 3o am Pressengestell 31 gelagert ist. Abb. 7 zeigt die Ausführung der Preßwalze in vergrößertem Maßstab. Die Querrippen 22 laufen nach außen hin spitz zu. Der Kolben 23 ist mit einem ebenen Boden 24 versehen, der in der inneren Totlage in der Stellung 24' sich befindet. Der Preßhub hat das Maß 25, während der Ausstoßhub bis zur Linie 24" geht. Unter der Presse ist ein Förderband 32 zur Abnahme der fertigen Briketts vorgesehen. Mittels der Schurre 33 wird der entstandene Abrieb dem Förderband 34 zugeführt.
- Der Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung besteht in erster Linie darin, daB die Preßlinge allmählich gebildet werden, und daß nach Erreichung eines Höchstdruckes der PreBling allmählich entlastet wird, so daß er sich langsam wieder ausdehnen ' kann. Das Verfahren nach der Erfindung ist besonders zum Verpressen von minderwertigen Kohlenarten sowie von Sägespänen und ähnlichen Abfallstoffen geeignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verpressen von Schüttgut, insbesondere von Braunkohle, durch Pressung und Rüttlung, dadurch gekennzeichnet, daß das Schüttgut zwischen einer schnell schwingenden Fläche und dem Umfang einer gleichförmig bewegten oder ebenfalls schnell schwingenden Gegenwalze vorwärts bewegt und verdichtet wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die schnell schwingenden Flächen eine im wesentlichen kreisende Bewegung ausführen, deren quer zur Vorwärtsbewegung des Preßgutstranges gerichtete, die Verpressung bewirkende Teilbewegung vom Preßguteinlauf nach der Austrittsöffnung hin von einem Höchstwert bis auf Null abnimmt. 3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß der Nullwert der die Pressung bewirkenden Teilbewegung vor der Austrittsöffnung des Preßkanals erreicht ist. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor einer Walze ein schnell schwingender Preßbacken angeordnet ist, wobei der Preßkanal sich in der Vorschubrichtung stetig verjüngt. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Preßflächen von dem Nullwert der Preßbewegung an bis zur Austrittsöffnung des Preßkanals zunimmt. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Walze gleich der Vorschubgeschwindigkeit des Preßbaekens ist. Vorrichtung nach Anspruch q. bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßbacken mittels zweier gleichlaufender Exzenter in Schwingung versetzt ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßbacken einerseits auf einer gering gekröpften Welle gelagert ist und andererseits mittels einer Druckstange (5) oder eines Lenkers (i i) an dem Gehäuse der Presse angelenkt ist. g. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkanal durch die Innenfläche einer Ringwalze und einem in dieser angeordneten Preßbacken begrenzt ist. io. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalze die Breite der zu erzeugenden Briketts aufweist und beiderseits von je einer Scheibe begrenzt ist, die außermittig zur Preßwalze gelagert ist und auf der den Preßbacken zugewandten Seite die Seitenflächen des Preßkanals bildet, während auf der gegenüberliegenden Seite die Preßwalze aus den seitlichen Scheiben hervortritt. ii. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalze am Umfang mit Querrippen versehen ist, zwischen denen je ein zum Umfang verschiebbarer Preßkolben angeordnet ist, der von einer außermittig zur Achse der Preßwalze angeordneten Kurbelwelle gesteuert wird. 1a. Vorrichtung nach Anspruch'io, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen derPreßwalze und derSeitenscheiben an der dem Preßkanal gegenüberliegenden Seite sich nicht überdecken.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE620571C true DE620571C (de) | 1935-10-23 |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE620571C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116132B (de) * | 1955-10-17 | 1961-10-26 | Coal Industry Patents Ltd | Ringwalzenpresse |
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1933
- 1933-11-30 DE DEM125716D patent/DE620571C/de not_active Expired
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