DE595550C - Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse - Google Patents

Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse

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DE595550C
DE595550C DES104904D DES0104904D DE595550C DE 595550 C DE595550 C DE 595550C DE S104904 D DES104904 D DE S104904D DE S0104904 D DES0104904 D DE S0104904D DE 595550 C DE595550 C DE 595550C
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    • B28B5/04Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping in moulds moved in succession past one or more shaping stations
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    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
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Description

  • Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse Es sind Drehtischpressen bekannt, die ununterbrochen arbeiten. Um jedoch eine ausreichende Leistung mit diesen Pressen zu erreichen, sind sie mit mindestens 6 bis ä Formen ausgerüstet. Hierdurch entsteht ein großer Nachteil, weil die Formen sehr viel Geld kosten und durch ihre große Zahl die Umbauarbeiten bei dem Übergang von einer Steinform auf eine andere in unwirtschaftlicher Weise verlängert werden.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht es in überraschend einfacher Art und Weise, die Vorteile der Drehtischpressen, deren Vorteil in der Zusammenfassung sämtlicher Arbeitsvorgänge, nämlich Füllen, Vorpressen, Entlüften, Fertigpressen und Ausstoßen, - zu einem einzigen ununterbrochenen Arbeitsgang liegt, ,auch bei gewöhnlichen Tischpressen beizubehalten. Es sind zwar Tischpressen bekannt, bei deren hin und her gehender Form die einzelnen Arbeitsgänge, wie Füllen, Pressen, Ausstoßen, Entleeren, während der Bewegung des Formwagens unter Benutzung der bei Drehtischpressen üblichen Vorrichtungen zur Hervorrufung der einzelnen Bewegungen vor sich gehen. Die Übernahme der Vollziehung der einzelnen Bewegungsvorgänge in einem aufeinanderfolgenden Arbeitszuge blieb jedoch der ,einzige Vorteil, welchen diese Tischpressen mit den Drehtischpressen gemeinsam hatten. Sie erfüllten nicht die wichtigste Anforderung, welche an eine neuzeitliche Hochleistungspresse gestellt werden muß, nämlich große Stückleistung bei geringster Bedienung und kleinstem Kraftaufwand.
  • Dies gelang erst in völlig neuartiger Weise restlos bei der Presse gemäß der Erfindung, welche eine Kombination zwischen gewöhnlicher Tischpresse und Drehtischpresse darstellt, wobei in der Tat nur die Vorteile beider Systeme in der Kombination auftreten, nicht aber deren Nachteile.
  • Von den gewöhnlichen Tischpressen wurde der einfache Aufbau, von den Drehtischpressen die .ununterbrochene Folge der einzelnen Arbeitsvorgänge übernommen. Neu ist die hintereinanderliegende Anordnung zweier Preßkästen, welche schlittenartig hin und her gehen. Infolge dieser zweckmäßigen Anordnung wird die zwischen den einzelnen Preßvorgängen liegende; bisher nicht ausgenutzte Zeit nun in vorteilhafter Weise für die übrigen Arbeiten verwendet, nämlich zum Füllen, Vorpressen, Entlüften, Ausstoßen usw. Durch die Hintereinanderschaltung zweier Preßkästen ist jedoch die Erfindung noch nicht erschöpft, da diese Anordnung allein noch nicht die für die angestrebte Wirtschaftlichkeit notwendige große Stückleistung gewährleistet. Dies wird erst durch weitere arbeitsparende Vorrichtungen gänzlich erreicht. Die Zusammenarbeit der beiden Preßtische vollendet sich zu einem einzigen Arbeitsgang, indem zwischen ihnen ein Förderband angeordnet ist, auf welches wechselweise die fertigen Steine ausgestoßen werden, so daß die Pressenbedienung weiter nichts zu tun hat als in ganz regelmäßigen Zeitabständen die Preßlinge abzunehmen. Infolge dieser Arbeitsweise, welche sich vollkommen mit derjenigen einer ganz selbsttätig arbeitenden Drehtischpresse deckt, ist es möglich, mit den Schlittenpressen der Erfindung bei kleinerem Kraftaufwand als bei Drehtischpressen eine größere Leistung als bei gewöhnlichen Tischpressen zu erzielen. Als weiterer Vorteil kommt der äußerst einfache und übersichtliche Aufbau hinzu, welcher an die Bedienung ungewöhnlich niedrige Ansprüche stellt und Reparaturen fast gänzlich vermeidet.
  • Der Antrieb der Presse kann sowohl hydraulisch als auch auf jede andere mechanische Art erfolgen, wobei unter Umständen einzelne Bewegungsarten und Druckkräfte getrennt für sich nur hydraulisch oder nur auf mechanischem Wege erzeugt werden können.
  • Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Fig. i die Schlittenpresse im Längsschnitt, Fig. 2 dieselbe im Querschnitt, und Fig. 3 bis 6 zeigen die Beschickung in den einzelnen Phasen.
  • Die Schlittenpresse besteht aus folgenden Hauptteilen a) dein Oberholm i und dein Unterhohn 2, in denen die Preßkolben 3 und 4 in bekannter Weise mechanisch oder hv draulisch mittels Druckausgleichs gelagert sind, b) den Traversen j und 6 niit den Schlittenführungen ;, durch die der Oberhohn und der Unterhohn starr verbunden werden, c) dein Preßtisch 8, in dem die Preßkolben 9 und io sowie das Förderband ii für die Plattenabnahme gelagert sind. Der Preßtisch ist als Schlitten ausgebildet, der in den Führungen 7 der Traverse 5 und 6 geführt ist. In dem Preßtisch befinden sich zwei oder mehrere Formöffnungen zur Aufnahme der zu v erpressenden pule erförinigen Masse. Ferner sind auf dem Preßtisch die Füllkästen 12 mit den V orschiebeleisten i 3 angeordnet, und zwar so, daß diese sich entgegengesetzt der Tischbewegung vorschieben können. Die hin und her gehende Bewegung des Preßtisches 8 erfolgt durch hydraulischen oder mechanischen Antrieb oder in einer zweckmäßigen Verbindung beider Antriebsarten.
  • d) der unteren Preßbalin, die sich zusammensetzt aus den Füllbahnen 14, den Vorpreß- und Ausstoßbahnen 15 sowie dem Preßkolben 4.. Die Vorpreß- und Ausstoßbahn ist so eingerichtet, daß sie wechselseitig durch mechanische oder hvdraulisclie Auslösung zur Vorpressung und zum Ausstoß dient. Das Vorpressen erfolgt bei den Gelenkbahnen 16, wenn der Bahnteil 15 gesenkt ist, das Ausstoßen, wenn er behoben ist. e) der oberen Preßbahn, die aus den Anhebe- bzw. Ablaufbahnen 17 der oberen Preßkolben 9 sowie dem Preßkolben 3 besteht.
  • .Nachdem die Form i8 durch den Füllkasten 12 mit pulverförmiger Masse versehen ist, wird der Preßtisch in der in Fig. i angedeuteten Pfeilrichtung bewegt. Der obere Preßkolben 9 (Linksstellung) rollt von der Kurvenbahn 17 ab und fällt aus einer gewissen Höhe herunter, so daß der Stempelkopf durch die Fallwucht in die Form eindringt und die Masse zusaminenpreßt. Dieser Vorgang gilt als erste Vorpressung und erste Entlüftung der Preßmasse. Je nach den Eigenschaften der zur Vorpressung kommenden Stoffe kann durch eine Verlängerung des Preßtisches und durch eine Hintereinanderanordnung mehrerer Kurvenbahnen 17 ein mehrmaliges Vorpressen und Entlüften der Preßmasse durch ein mehrmaliges Fallenlassen des Preßkolbens erreicht werden.
  • Durch die Gelenkbahn 16 wird der untere Tischkolben io (Linksstellung) angehoben. Der untere Preßstempel dringt-in die Form ein und preßt die Masse, die unter dein Eigengewicht des oberen Tischkolbens steht, weiter zusammen, bis der untere Kolben io den Preßling mit dein darauf ruhenden oberen Tischkolben 9 so weit anhebt, daß der P reßling in bekannter Weise einige Milliineter aus der Form 18 liervorstelit. Hierdurch .kann die in dein Preßling enthaltene Luft abermals entweichen. Beien Ablauf des unteren Tischkolbens i o von der Gelenkbahn 16 geht der untere Tischkolben io so weit zurück, bis die Druckrolle desselben auf die Druckbahn des Preßkolbens 4. aufliegt, wodurch eine nochmalige indirekte Entlüftung des Preßlings stattfindet. Mit diesem Preßvorgang ist die zweite Vorpressung und zweite Entlüftung des Preßlings erreicht.
  • Die schräg ansteigenden Preßbalinen der Preßkolben 3 und ,I bewirken beim weiteren Vorgehen des Preßtisches 8, daß die Stempel des unteren und oberen Tischkolbens 9 und io weiter in die Form eindringen und den Preßling auf eine bestimmte Höhe durch beiderseitigen, gegeneinanderwirkenden Druck zusammenpressen. Die Pressung dauert bei einem bestimmten Druck so lange, bis die Tischkolben 9 und io (Linksstellung) die in der Fig. i gezeigte Mittellage der Preßkolben 3 und 4 erreicht haben. In dieser Lage ist der Hauptpreßdruck ausgeführt. Durch die entgegengesetzte Bewegung des Preßtisches wiederholt sich derselbe Preßvorgang, also bei jeder Vorbewegung und Rückbewegung des Preßtisches, die die unteren Tischkolben io und die oberen Tischkolben 9 wechselseitig in die Mittellage der Preßkolben 3 und 4 bringen, entsteht eine Preßplatte. Das Hinundherbewegen des Preßtisches.8 ist aber nur dadurch möglich, daß die Bahnen 15 durch mechanische oder hydraulische Steuerung einmal als Vorpreßbahn (s. Fig. i, Linksstellung) und einmal als Ausstoßbahn (s. Fig. i, Rechtsstellung) wirken.
  • Der Ausstoß der Preßplatte geschieht dadurch, daß der untere Tischkolben io durch die auf Ausstoßstellung gesteuerte Bahn 15 (s. Fig. i, Rechtsstellung) hochgleitet und den Preßling mit dem darauf ruhenden oberen Tischkolben so. weit anhebt, daß der Stempel des unteren Tischkolbens mit Oberkante Tiscqh abchneidet. Hierauf wird der obere Tischkolben 9 durch die Kurvenbahn 17 angehoben. Der jetzt freiliegende Preßling wird während des Anhebens des oberen Tischkolbens 9 von den Vorschiebeleisten 13 beim weiteren Vorgehen des Preßtisches abgefangen und auf das Förderband i i geschoben, welches den Preßling vom Preßtisch abför dert.
  • Sobald der Preßling vom Stempel des unteren Tischkolbens io bis zur Hälfte abgeschoben ist, rollt der untere Tischkolben von der Ausstoßbahn 15 (Rechtsstellung) wieder auf die Füllbahn 1q. und gibt so die Form für eine neue Füllung frei.
  • Die Füllung der Preßformen mit pulverförmiger Masse wurde bei den bisher bekanntgewordenen Pressen in der Art vorgenommen, daß bei feststehender Form der Füllkasten mehrmals über die Form hinweggleitet öder bei feststehendem Füllkasten die Form unter denselben geführt wird. Bei diesen Füllvorgängen tritt, insbesondere bei den schwer zu verarbeitenden keramischen Massen, stets eine einseitige Füllung der Preßform ein, da die Masse bei einseitiger Bewegung des Füllkastens bzw. der Form selbst in verschiedener Schütthöhe und -dichte der Form zugeführt wird und somit dieselbe ungleichmäßig und einseitig füllt. Gleichzeitig findet bei diesen Füllvorgängen durch die mehrmalige hin und her gehende Bewegung des Füllkastens bei stillstehender Form oder umgekehrt bei feststehendem Füllkasten und beweglicher Form, die unbedingt bei einigermaßen gleichmäßiger Füllung der Form erforderlich ist, ein wesentlicher Zeitverlust statt, der die Leistung der Pressen merklich herabsetzt.
  • Um eine genaue, sich stets gleichmäßig wiederholende Auffüllung der Preßforinen bei gleicher Masseverteilung und Dichte zu erreichen, gibt die Erfindung an, daß bei gleichzeitiger hin und her gehender Bewegung der Form eine hin und her gehende BevVegung des Füllkastens über der Form erfolgt, so daß während des Füllens beide, sowohl die Form als auch der Füllkasten, sich in Bewegung befinden und die Masse untereinander gleichmäßig verteilen.
  • Der. Füllvorgang ist in den Fig. 3 bis 6 dargestellt. Sobald die Preßform 18 nach dem Ausstoß des Preßlings bis zur Hälfte unter dem Füllkasten 12 vorgeschoben ist (s. Abb. 3), setzt sich der Füllkasten bei gleichzeitiger Bewegung des Formkastens entgegengesetzt derselben in Bewegung und überstreicht die Form bis zur Stellung in Abb. 4 und 5. Hierauf wechselt die Form 18 ihre Bewegungsrichtung, aber auch gleichzeitig geht der Füllkasten in seine Normallage zurück und überstreicht abermals die Form in entgegengesetzter Richtung, während beide sich in Bewegung befinden (s. Abb. 5 und 6). Hierdurch wird eine gleichmäßige Füllung der Form bei gleicher Masseverteilung und -dichte der Formseiten i9 erreicht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse mit geradlinig hin und her bewegbarem, im Schlitten geführten Preßtisch für pulverförmige Massen, gekennzeichnet durch zwei in einem schlittenartigen Gestell hintereinander derart angebrachte Preßkästen, daß in ihnen sämtliche Arbeitsvorgänge, wie Füllen, erstes Vorpressen, erstes Entlüften, zweites Vorpressen, zweites Entlüften, Fertigpressen, Ausstoßen und Abnehmen, in einem ununterbrochenen Arbeitsgang ausgeführt werden, und durch ein zwischen den Kästen liegendes Förderband zum Abfördein der fertigen Steine.
  2. 2. Schlittenpresse nach Anspruch i, gekennzeichnet durch nur von der Fallwucht beeinflußte obere Tischkolben.
  3. 3. Schlittenpresse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der unteren Preßbahn durch mechanische oder hydraulische Steuerung weck= selseitig als Vorpreßbahn und Ausstoßbahn verwendbar ist. q.. Schlittenpresse nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Füllung der Preßform die Preßform und der Füllkasten hin und her bewegbar ist.
DES104904D 1932-06-08 1932-06-09 Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse Expired DE595550C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES104904D DE595550C (de) 1932-06-08 1932-06-09 Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse
US674562A US1975983A (en) 1932-06-08 1933-06-06 Continuously operating sliding press provided with a rectilinearly reciprocating press table guided in the carriage

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1975983X 1932-06-08
DES104904D DE595550C (de) 1932-06-08 1932-06-09 Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse

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DE595550C true DE595550C (de) 1934-04-14

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ID=34921123

Family Applications (1)

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DES104904D Expired DE595550C (de) 1932-06-08 1932-06-09 Ununterbrochen arbeitende Schlittenpresse

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DE (1) DE595550C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE926898C (de) * 1949-07-01 1955-04-25 Gottfried Dr Cremer Anlage zum vollautomatischen Herstellen von keramischen Formlingen, insbesondere Dachziegeln
DE1298429B (de) * 1963-02-13 1969-06-26 Longinotti Enrico Verfahren zum Herstellen von Belagplatten aus Beton
FR2403175A1 (fr) * 1977-09-16 1979-04-13 Bucher Guyer Ag Masch Appareil pour remplir uniformement un moule creux

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE926898C (de) * 1949-07-01 1955-04-25 Gottfried Dr Cremer Anlage zum vollautomatischen Herstellen von keramischen Formlingen, insbesondere Dachziegeln
DE1298429B (de) * 1963-02-13 1969-06-26 Longinotti Enrico Verfahren zum Herstellen von Belagplatten aus Beton
FR2403175A1 (fr) * 1977-09-16 1979-04-13 Bucher Guyer Ag Masch Appareil pour remplir uniformement un moule creux

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US1975983A (en) 1934-10-09

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