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Stielbefestigung für Handfeger Die Erfindung bezieht sich auf einen
Handfeger, bei dem in bekannter Weise der Bürstenträger gegenüber (lern Handgriffteil
drehbeweglich und längenverschIel>bar ist. Durch die Besonderheit der Verbindung
des Bürstenoberteils mit dem eigentlichen Bürstenträger wird eine sichere gegenseitige
Befestigung in den verschiedenen Lagen der Teile gewährleistet, die ein unbeabsichtigtes
Verdrehen derselben ausschließt. Darüber hinaus kann der Stiel durch seine gelenkige
Verbindung mit dem Bürstenoberteil in verschiedene Neigungswinkel zu dieseln eingestellt
werden, wodurch sich besonders vielseitige Verwendungsmöglichkeiten des Handfegers
ergeben.
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Der Bürstenträger des erfindungsgemäßen Handfegers weist in an sich
bekannter Weise einen 1_iingsschlitz auf, in dem eine Kopfschraube verschiehl>ar
ist, und hat an seinen abgerundeten Stirnenden je eine kurze Bohrung, die mit einem
Stift zusammen arbeitet, der am Übergang des runden Handgriffes zum flachen Bürstenoberteil
angebracht ist. Das dem Handgriff abgewandte Ende des Bürstenoberteils kann in senkrechter
Richtung beweglich angelenkt sein und nimmt die Bohrung auf für die Verbindungsschraube,
wodurch der Handgriff gegenüber dem Bürstenträger auch in senkrechter Richtung verstellbar
ist.
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Auf der Unterseite des schwenkbaren Endes des langen Bürstenoberteils
oder Rückens ist an der Gelenkstelle eine schwache Bandfeder befestigt, die mit
ihrem freien Ende das angelenkte Rückenendstück untergreift und mit einer länglichen,
geschlossenen Ausnehmung für den Durchtritt der Verbindungsschraube versehen ist,
so daß mit ihrer Hilfe der Handgriff in senkrechter Richtung in jeder Stellung feststellbar
ist.
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Die Kopfschraube ist zur Verhinderung des Mitdrehens an ihrem unteren
Ende in der Höhe der
Schlitzführung des Bürstenträgers vierkantig
gestaltet.
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Durch die seitlich verdrehbare Anordnung des Bürstenträgers gegenüber
dem Bürstenoberteil mit Handgriff kann nach Abnutzung des vorderen Bürstenteils
durch eine einfache Drehung des Bürstenträgers in der Horizontalebene um i8o° das
bisher wenig benutzte hintere Bürstenende nach vorn gebracht werden, so daß der
Handfeger erneut lange Zeit wie ein neuer verwendet werden kann bis zur restlosen
Abnutzung der Borsten auf der ganzen Bürstenlänge. Durch die Ausbildung des Griffes
kann ferner der Handfeger etwa um die doppelte Länge auseinandergezogen werden,
wodurch der Nutzwert wesentlich gesteigert wird. Weitere Verwendungsmöglichkeiten
ergeben sich daraus, daß der Handgriff gegenüber dem Bürstenträger auch in senkrechter
Richtung nach oben und nach der Seite auf denkbar einfache Weise verstellt werden
kann. Alle diese vorerwähnten praktischen Eigenschaften werden erreicht ohne besonderen
Aufwand an technischen Mitteln, so daß nur geringe Mehrkosten entstehen, die aber
(furch die besseren Nutzungsmöglichkeiten des neuen Handfegers bei weitem aufgehoben
werden.
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Gegenüber dem bekannten stellt der neue Handfeger somit einen erheblichen
technischen Fortschritt dar.
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In der Zeichnung ist die neue Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
schematisch und in verschiedenen Maßstäben dargestellt. Es zeigt Abb. I den neuen
Handfeger in Seitenansicht, Abb. Il in Dranfsicht, Abb.III eine Seitenansicht, mit
auf größte Länge eingestelltem Griff, Abb. IV den eigentlichen Bürstenträger in
Draufsicht.
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Abb. V den Bürstenoberteil von unten gesehen in vergrößertem Maßstabe,
Abb. VI einen Längsschnitt durch die Verbindungsstelle bei auf die größte Länge
auseinandergezogenem Handfeger in vergrößertem Maßstabe, Abb. VII einen Schnitt
nach Linie A-B der Abb. I in vergrößertem Maßstabe und die Abb. VIII und IX das
Handfegeroberteil in Mittelstellung und um 9o° nach der Seite und oben verstellt,
von vorn (Abb. VIII) und von der Seite (Abb.IX), ebenfalls in vergrößertem Maßstabe.
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Es bezeichnet i das lange Bürstenoberteil oder den Rücken, 2 den Handgriff,
3 den eigentlichen Bürstenträger, 4 das angelenkte Endstück, 5 ein Scharnier, 6
eine Bohrung im Endstück, 7 die Verbindungsschraube, 8 deren Vierkant und 9 die
Flügelmutter. Mit io ist eine Bandfeder und mit i i eine Ausnehmung an der Bandfeder
bezeichnet. 12 kennzeichnet einen Metallstift, 13 einen Längsschlitz und 14 zwei
kurze Bohrungen in dem Bürstenträger 3; 15 sind die Bürstenhaare.
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Der neue Handfeger ist in der üblichen Weise aus Holz hergestellt.
Er besteht im wesentlichen aus zwei Hauptteilen, nämlich einem langen flachen, z.
B. im Ouerschnitt rechteckigen Oberteil i mit fest angearbeitetein Handgriff 2,
und dem eigentlichen Bürstenträger 3, der in den Größenverhältnissen dem Oberteil
i entspricht, (las man auch als Rücken bezeichnen kann. Das dein Handgriff abgewandte
freie Ende 4 des Oberteils i ist mit einer Länge von etwa 5 ein mittels eines einfachen
Scharniers 5 an das Oberteil i in senkrechter Richtung beweglich angelenkt. Etwa
in der Mitte hat das Endstück 4 eine Bohrung 6 zur Durchführung der Verbindungsschraube
7. Ail dem festen Ende des langen Oberteils i ist auf der Unterseite in Längsrichtung
ein kurzes, überstehendes Bandfederstück io befestigt, (las mit seinem freien Ende
das angelenkte Rückenelldstüclc 4 untergreift und mit einer länglichen Ausnehinung
i i versehen ist für den Durchtritt der Verbindungsschraube 7. Diese biegsame Feder
io hat insofern eine wichtige Funktion, als sie (furch Einklemmen zwischen Bürstenträger
3 und Rückenendstiick .4, das Feststellen des Handgriffes 2 in allen Stellungen
ermöglicht. Am Übergang des in der üblichen Weise runden Holzgriffes 2 in das flache
Oberteil i ist in das überstehende Teil des Holzgriffes 2 in Längsrichtung ein kurzer
Metallstift 12 eingesetzt, dessen Bedeutung weiter unten erläutert wird. Der Bürstenträger
3 selbst besteht ebenfalls aus einem länglichen, flachen rechteckigen Holzteil,
dessen Stirnseiten zweckmäßigerweise allgerundet sind, und das einen senkrechten,
durchgehenden Längsschlitz 13 aufweist. In der Verlängerung dieses Schlitzes 13
ist an den Stirnenden des Bürstenträgers 3 je eine kurze Bohrung 14 vorgesehen,
in die der Stift 12 am Handgriff 2 riegelähnlich einpaßt und dadurch den Bürstenträger
3 fest stellt. Auf der Unterseite des Bürstenträgers 3 sind in der üblichen Weise
die Bürstenhaare oder Borsten 15 eingesetzt. Beim Zusammensetzen des Handfegers
wird lediglich die Kopfschraube mit ihrem Schaft von unten nacheinander durch den
Schlitz 13 und die Bohrung 6 des oberen Endstückes 4 durchgeführt und mit der Flügelmutter
9 angezogen. Die Verbindungsschraube hat an ihrem unteren Schaftteil einen Vierkant
8, der der Schlitzbreite des Bürstenträgers angepaßt ist und der verhindert, daß
die Schraube 7 sich beim Anziehen der Flügelmutter 9 mitdrelit. .
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Die Gesamtgestalt des neuen Handfegers unterscheidet sich kaum von
den handelsüblichen. Seine Verwendungsmöglichkeiten dagegen sind bedeutend vielseitiger.
Das Umsetzen des eigentlichen Bürstenträgers 3 gestattet eine ziemlich restlose
Ausnutzung der Bürste auf ihrer ganzen Länge. Nach vollkommener Abnutzung der Bürstenhaare
braucht lediglich der eigentliche Bürstenträger 3 selbst mit den Bürstenhaaren erneuert
zu werden. Es genügt aber auch, wenn an dem alten Bürstenträger 3 neue Borsten oder
Haare eingesetzt werden. Das Oberteil i selbst kann immer wieder verwendet werden.
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Zum Verstellen ist lediglich die Flügelmutter 9 von Hand ohne Werkzeug
zu lösen. Dann kann z. B. der Handgriff durch Auseinanderziehen von
Ober-
und Bürstenteil auf die doppelte Länge gebracht werden; oder der Handgriff kann
in jede beliebige Winkelstellung zu Bürstenträger 3 gebracht werden oder der Bürstenträger
kann gegenüber dem Handgriff und Oberteil um i8o° gedreht werden. Alle diese Verstellvorgänge
sind derart einfach, daß sie leicht und schnell ausgeführt werden können. Der neue
Handfeger ist auch in seinen Verstellmitteln so stabil, daB auch bei sehr häufigen
Umstellungen die Vorrichtung nicht klapperig wird, sondern stets ein in sich starrer
Gegenstand bleibt, mit dem sicher gearbeitet werden kann.