DE8174C - Gasabführungsvorrichtung bei Kokeöfen verbunden mit selbsttätigem Druckregulator - Google Patents

Gasabführungsvorrichtung bei Kokeöfen verbunden mit selbsttätigem Druckregulator

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DE8174C
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F. stroehmer, Ingenieur, in Kötschenbroda und T. SCHOLZ, Kaufmann, in Dresden, Markgrafenstrafse 43
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases
    • C10B27/06Conduit details, e.g. valves

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Description

1879.
Klasse 10.
FRANZ STROEHMER in KÖTSCHENBRODA und THEODOR SCHOLZ
in DRESDEN.
Gasabführungs - Vorrichtung bei Koksöfen, verbunden mit selbstthätigem Druckregulator.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Mai 1879 ab.
Bei der Koksbrennerei bilden sich, namentlich in der ersten Zeit nach Beschickung des Ofens, viele höchst werthvolle Producte, wie Ammoniak, Theer, Theeröle, Schwefelkohlenstoff u. a., welche bei dem jetzt üblichen Betriebe der Koksöfen entweder ganz verlören gehen, indem sie als russige Flamme aus dem Ofen frei hervorschlagen oder doch nicht ihrem hohen Werthe gemäfs benutzt, sondern als einfache Heizgase zur Erhitzung des Nachbarofens, höchstens zur Heizung eines Dampfkessels gebraucht werden.
Die Gewinnung und rationelle Verwerthung dieser Producte wird sehr durch den Umstand erschwert, dafs dieselben, kaum gebildet, durch Berührung mit den glühenden Wänden des Ofens und der Kanäle sich in ganz andere Producte umsetzen, welche ihre gasartige Constitution nicht wieder aufzugeben vermögen. Andererseits wird, wie man vielleicht nicht mit Unrecht annimmt, durch Absaugen, namentlich zu schnelles Absaugen dieser Gase die Qualität oder Quantität der zu erzeugenden Koks verringert.
Beiden Uebelständen abzuhelfen und eine rationelle Gewinnung und Verwerthung dieser Gase zu ermöglichen, bringen wir folgende Einrichtungen an einer Koksofenanlage, System Büttgenbach, zur Anwendung, dabei bemerkend, dafs dieselben bei jedem anderen System mit geringen Abweichungen ebenfalls herzustellen sind.
Wir lassen zu dem Zwecke gleich nach der Beschickung des Ofens mit frischen Kohlen eine oder mehrere Röhren fast bis auf die Kohlen nieder ein, durch welche wir die sich bildenden gasförmigen Producte vermittelst Seitenröhren absaugen lassen, bevor sie durch Berührung der Wände des Ofens und der Kanäle in andere Producte umsetzen können.
Damit nun aber durch zu schnelles Absaugen der Gase die Qualität und Quantität der Koks nicht leide, haben wir mit dem einzulassenden Absaugeapparat einen selbstthätigen Druckregulator verbunden.
Derselbe besteht aus einem von Eisen und feuerfestem Thon hergestellten kurzen VoIlcylinder, der an einer Kette oder Drahtschnur über eine Rolle in der Absaugeröhre sich auf- und niederbewegend durch ein Gegengewicht dem gewünschten Drucke gemäfs ausbalancirt, oberhalb der seitlichen Absaugeöffnung hängt. Sowie nun durch zu starkes Absaugen der Druck im Ofen vermindert wird, so geht der Cylinder herunter und verschliefst bei seinem Niedergange die seitliche Absaugeöffnung, und zwar so weit, bis das Gleichgewicht hergestellt ist, in welcher Stellung er so lange verbleibt, bis im Fortgange des Processes der Druck sich ändert und er dann diesem Drucke gemäfs Stellung nimmt.
In beiliegender Zeichnung ist:
α die Einlafsröhre aus Gufseisen mit Thonverkleidung und Gegengewicht a' in verschiedenen Stellungen;
b die seitliche Abzugsöffnung derselben;
c der Druckregulatorcylinder nebst Gegengewicht cx in verschiedenen Stellungen;
d der Schieber, der eingeschoben wird, wenn die Einlafsröhre aufser Gebrauch gesetzt wird;
e ist die Schutzröhre, welche die Röhre a nach dem Herausziehen aus dem glühenden Ofen vor dem Zerspringen schützt, auch die seitlichen Abzugsröhren aufnimmt;
/ die Abzugsröhre selbst, welche, wie bei den Abzugsröhren der Gasretorten, im Wasser Abschlufs erhält;
g ist die Sammelkastenröhre, durch die das Gasgemenge sämmtlicher Oefen abgesogen wird.
Beide letzten Röhren f und g können natürlich ganz beliebig angeordnet sein.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Die beschriebene Gasabführungsvorrichtung bei Koksöfen mit selbstthätigem Druckregulator.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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