DE815017C - Hilfsgeraet zum Abbinden, insbesondere von Wuersten in handwerklichen Fleischereibetrieben - Google Patents

Hilfsgeraet zum Abbinden, insbesondere von Wuersten in handwerklichen Fleischereibetrieben

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DE815017C
DE815017C DER1283A DER0001283A DE815017C DE 815017 C DE815017 C DE 815017C DE R1283 A DER1283 A DE R1283A DE R0001283 A DER0001283 A DE R0001283A DE 815017 C DE815017 C DE 815017C
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DE
Germany
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thread
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roll
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artisanal
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DER1283A
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DE1616197U (de
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Georg Reschke
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C11/00Sausage making ; Apparatus for handling or conveying sausage products during manufacture
    • A22C11/12Apparatus for tying sausage skins ; Clipping sausage skins
    • A22C11/122Apparatus for tying sausage skins ; Clipping sausage skins by forming knots

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Hilfsgerät zum Abbinden, insbesondere von Würsten in handwerklichen Fleischereibetrieben Ein großer Teil der Wurstfabrikation liegt bekanntlich hei kleineren und mittleren Fleischereilretrieben oder bei Bauernhöfen, deren Maschinenbestand beschränkt ist und naturgemäß nicht all jene Geräte umfaßt, die erst im Großbetrieb wirtschaftlich tragbar sind. Insbesondere fehlt es in handwerklichen Betrieben allgemein an einem Gerät, mittels dessen ein Fleischer allein, d. h. ohne Zuhilfenahme eines Gesellen, das Abbinden der gefüllten Wurst in bequemer und hygienisch einwandfreier Weise vornehmen könnte. Bisher war es üblich, mit der linkeli Hand die mehr oder weniger fettige Wursthülle zu halten, mit der rechten Hand einen Faden aus der Schürzentasche zu ziehen, dieseil tim den Wursthüllenzipfel zu schlingen und die Schlinge sodann unter Zuhilfenahme der Zähne festzuziehen. Erst hiernach war die linke Hand frei, um scliließlii,h beide Enden der Schlinge verknoten zu können.
  • Diese Methode ist nicht nur dem Gebiß äußerst abträglich, indem sie zu einer jedem Zahnarzt bekannten typischen Berufskrankheit von Fleischern führt, sondern sie ist, von der körperlichen Anstrengung und Schädigung ganz abgesehen, auch in hygienischer Hinsicht nicht einwandfrei.
  • Diese Übelstände beseitigt das Hilfsgerät gemäß der Erfindung dadurch, daß der zweckmäßigerweise knäuelförmig aufgewickelte Abbindefa.den endlos über eine Rolle o. dgl. geführt ist, deren Umfang der für einen Arbeitsgang des Abbinden.s erforderlichen Fadenlänge entspricht und welche mit einem Gesperre zusammenwirkt, nach dessen Auslösen die Rolle eine Umdrehung ausführen kann und diese danach derart blockiert, daß die mit der rechten Hand um den Wurstzipfel gelegte Schlinge durch bloßes Anziehen des von der Rolle abgelaufenen Fadenendes festgezogen wird. Um hierbei ein Gleiten des Fadens über der blockierten Rolle zu verhindern, braucht man diesen nur mehrmals, z. B. zwei- bis dreimal um die Rolle zu legen, wodurch der auf den Faden ausgeübte Zug derart von der blockierten Rolle abgefangen wird, daß ein Gleiten des Fadens längs ihres Umfanges unmöglich ist.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
  • Fig. i ist eine perspektivische Gesamtansicht der Vorrichtung. Auf der von dem Fußsockel 2 gehaltenen Stützsäule 3 ist ein Teller 4 befestigt, an welchem mittels eines Ansatzes 5 der Behälter 6 für das Fadenknäuel angebracht ist. Der Behälter 6 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einerseits mit einem Deckel ? und andererseits mit einer Düse 8 zum Austritt des Fadens 9 versehen, doch kann er auch aus einem offenen korbartigen Gebilde bestehen. Der Faden 9 ist in mehreren, beispielsweise zwei oder drei Windungen um die Seilrolle io geführt, welche drehbar auf einem Zapfen o. dgl. gelagert ist, dessen Oberende eine Hutmutter o. dgl. i i aufweist, welche die Lage der Fadenrolle io auf ihrem Drehzapfen sichert. Der Teller 4 weist ferner eine Führungsmulde 12 für den ablaufenden Faden 9 auf, in welche er durch das Fenster 13 geleitet wird. Schließlich ist an dem Teller 4 noch eine Stütze 14 für einen Rahmen 15 befestigt, der zur Aufnahme von Messern 16 dient.
  • Die Fadenrolle io wirkt mit einem Gesperre zusammen, welches die Rolle nach jeder Umdrehung blockiert und einen Hebel o. dgl. 2i aufweist, durch dessen Schwenken die Rolle für eine weitere Umdrehung freigegeben wird. Ihr Umfang ist so bemessen, daß er der Länge des zum Abbinden einer Wurst benötigten Fadens entspricht. Sobald die Fadenschlinge um den Wurstzipfel gelegt ist, kann sie durch bloßes Anziehen des von der Rolle io ablaufenden Fadens 9 festgezogen werden, da die Rolle nach Abwickeln der erforderlichen Fadenlänge durch das Abwickeln blockiert ist. Sofern das Gewicht des Sockels 2 dem beim Festziehen der Schlinge auf die Vorrichtung ausgeübten Zug nicht widerstehen sollte, kann der Sockel mittels Schrauben o. dgl. auf der Tischplatte befestigt oder auch durch eine Schraubzwinge nach Art der bekannten Küchenmaschinen befestigt sein. Sobald die Schlinge um den Wurstzipfel festgezogen ist, wird der Faden in den Rahmen 15 eingebracht und mittels eines der Messer 16 abgeschnitten, worauf die Schlinge verknotet werden kann. Der Rahmen 15 kann, z. B. mittels feststellbaren Kugelpfannengelenkes, nach jeder Richtung schwenkbar sein, um ihn in die für das Abschneiden des Fadens jeweils bequemste Lage zu bringen.
  • Nach Beendigung des beschriebenen Arbeitsganges wird das Gesperre der Seilrolle io wieder freigegeben, bis es nach Abzug einer weiteren Fadenlänge, d. h. nach Ausführung einer Rollendrehung, selbsttätig wieder einfällt und die Rolle von neuem blockiert. Das Gesperre kann beispielsweise der in Fig. 2, 3 und 4 schematisch dargestellten und auch aus Fig. i ersichtlichen Art sein, gemäß welcher die Seilrolle io mit einer Nase 17 versehen ist, die mit dem um die Achse 18 schwenkbaren Klinkenhebel 21 zusammenwirkt, dessen Bahn durch die Anschläge i9, 20 begrenzt ist. Fig.2 zeigt Rolle und Hebel in Sperrstellung, in welcher der in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 22 beim Festziehen der Wurstzipfelschlinge auf die Rolle wirkende Fadenzug ein Abrollen des Fadens verhindert und den. Hebel ei mittels der Nase 17 gegen den Anschlag i9 drückt. Wird nun der Hebel 21 gemäß Fig. 3 gegen den Anschlag 20 geschwenkt, so wird die Rolle io durch die Nase 17 ein wenig in Richtung des Pfeiles 23-gedreht, bis die entsprechende Kante des ausgeklinkten Hebels die Nase freigibt, wonach sie beim Abziehen des Fadens von der Rolle in die Hebelklinke einfährt und den Hebel in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung gegen den Anschlag i9 schwenkt und damit aus dem Bereich seiner Sperrwirkung gelangt. Nach Ausführung einer Umdrehung läuft die Nase 17 jedoch wieder- auf den Rücken des Sperrhebels 21 auf, wie Fig. 2 veranschaulicht, womit der Arbeitsgang beendet und. der folgende vorbereitet ist.
  • Um zu verhindern, daß beim eiligen Schwenken des Sperrhebels 21 aus der in Fig. 2 gezeigten Lage in die Stellung der Fig. 3 die Rolle io einen zu starken Drehimpuls in Richtung des Pfeiles 23 erfährt, kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine elastische Bremse, beispielsweise eine Leder- oder Gummileiste 24, etwa auf dem Teller 4, angebracht sein, gegen welche der Rücken der keilförmigen Nase 17 aufläuft und die beim Abziehen des Fadens, d. h. beim Auftreffen der Nasenvorderseite, elastisch ausweicht.
  • Die ,Erfindung ist jedoch nicht auf die in der Zeichnung nur beispielsweise dargestellte Ausführungsform eines Gesperres beschränkt. Dieses kann vielmehr auch aus einem Federstift bestehen, der in eine am Umfang oder auf der Unterseite der Fadenrolle io vorgesehene Ausnehmung einfällt und aus dieser durch Zug oder Hebelwirkung, gegebenenfalls auch elektromagnetisch, herausgezogen wird, wonach er, als Bremse wirkend, gegen die Rolle federnd anliegt. Statt eines Federstiftes kann auch eine unter Federdruck stehende Kugel vorgesehen sein, die bei Drehung der Rolle in einer in ihr angebrachten Kreisnut liegt. Ferner kann man den Umfang der Rolle auch mit einer Aussparung versehen, in welche nach jeder Umdrehung ein unter Federdruck stehender Schnepper einfallen kann, durch dessen Auslösen die Rolle für den Abzug einer weiteren Fadenlänge freigegeben wird. Schließlich kann die Seilrolle einen Eigenantrieb mittels einer aufziehbaren und etwa innerhalb der Stützsäule 3 untergebrachten Feder erhalten, so daß sie nach Auslösen des Gesperres selbsttätig aus dessen Wirkungsbereich gelangen kann, ohne hierfür die linke Hand benutzen zu müssen.
  • Wenngleich die Erfindung nur in ihrer Anwendung bei der Wurstfabrikation beschrieben würde, ist sie doch auch für andere Abbindearbeiten, z. B. für Gärtnereibetriebe oder zum Abbinden von Mehl-oder Zementsäcken und überall dort geeignet, wo ein Arbeiter vor der Notwendigkeit steht, unter Festhalten des Werkstückes mit der einen Hand eine Fadenschlinge zu bilden und festzuziehen.

Claims (3)

  1. P:1TENTAISPRCCHE: i. Hilfsgerät zum Abbinden, insbesondere von Würsten in handwerklichen Fleischereibetrieben, dadurch gekennzeichnet, daß der zweckmäßigerweise knäuelförmig aufgewickelte :@liliindefaden endlos über eine Rolle o. dgl. geführt ist, deren Umfang der für einen Arbeitsgang des Abbindens erforderlichen Fadenlänge entspricht und welche mit einem Gesperre zusammenwirkt, nach dessen Auslösen die Rolle eine Umdrehung ausführen kann und diese danach derart blockiert, daß die um den Wurstzipfel gelegte Schlinge durch bloßes Anziehen des von der Rolle abgelaufenen Fadenendes festgezogen wird.
  2. 2. Hilfsgerät nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen zweckmäßigerweise schwenkbaren Halter mit Messern zum Abschneiden des Fadens.
  3. 3. Hilfsgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenrolle unter Wirkung einer Bremse steht. d. Hilfsgerät nach Anspruch i oder 3, gekennzeichnet durch einen nasenartigen Vorsprung der Seilrolle, der mit einem schwenkbaren Klinkenhebel zusammenwirkt und eine elastisch ausweichende Leiste aus Leder, Gummi o. dgl. streift.
DER1283A 1950-03-22 1950-03-22 Hilfsgeraet zum Abbinden, insbesondere von Wuersten in handwerklichen Fleischereibetrieben Expired DE815017C (de)

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DE (1) DE815017C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2664470A1 (fr) * 1990-07-13 1992-01-17 Pujol Yves Machine universelle permettant de ligaturer simultanement deux saucissons ou une saucisse.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2664470A1 (fr) * 1990-07-13 1992-01-17 Pujol Yves Machine universelle permettant de ligaturer simultanement deux saucissons ou une saucisse.

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