DE811307C - Verfahren zum Steppen und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Steppen und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE811307C
DE811307C DEP13359D DEP0013359D DE811307C DE 811307 C DE811307 C DE 811307C DE P13359 D DEP13359 D DE P13359D DE P0013359 D DEP0013359 D DE P0013359D DE 811307 C DE811307 C DE 811307C
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sewing material
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren zum Steppen und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahxen und ein Werkzeug zum Steppen insbesondere für Lederarbeiten. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, derartige Arbeiten möglichst zu vereinfachen, so daß sie mit weniger Mühe und in kürzerer Zeit durchgeführt werden können. Das Verfahren bedient sich hierzu einer Steppnadel oder Nähahle, die gleichzeitig zum Vorstechen der Löcher im Leder dienen mag.
  • Bisherige Verfahren dieser Art wurden in der Weise durchgeführt, daß man den Pechdraht oder <gen Nähfaden o. dgl. an seinen Enden mit steifen oder starren Borsten, Drähten usw. ausstattete, um das I?inführen des Stepp- oder Nähmittels in die faserigen Lederlöcher zu erleichtern oder überhaupt möglich zu machen. Ein solches Verfahren ist zeitraubend und mühselig, zudem sind gute Augen hierzu erforderlich. Diesen Nachteilen begegnet ,das erfindungsgemäße Verfahren in vorteilhafter Weise.
  • Die Durchführung des Verfahrens und die Ausgestaltung des Werkzeuges sollen an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigt Abt>. i schematisch die neue Verfahrensart, Abb.2 eine Ausführungsform der Spitze einer Steppnadel gemäß der Erfindung und Abb. 3 eine Abwandlung der Ausführungsform nach Abb. 2.
  • Aus Abt). i erkennt man im Schnitt zwei Lederteile i und 2, welche durch eine Stepp- oder Doppelnaht miteinander verbunden werden sollen. Das Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens besteht in einer Nadel oder Ahle, die an ihrer Spitze eine offene Öse 5 aufweist, so daß eine Art Widerhaken entsteht. In diese Öse 5 oder den Haken wird das Nähmittel 4, d. h. der Pechdraht, der Nähzwirn o. dgl., eingelegt. Die Erfindung' wirkt wie folgt: Die Nadel 3 wird in die beiden zu verbindenden Lederteile i und 2 eingestochen und hiernach der Pechdraht 4 o. dgl. in die offene Öse 5 eingelegt. Jetzt wird die Nadel oder Ahle 3 zurückgezogen und nimmt den Pechdraht 4 mit. Hierbei würden nun wesentliche Widerstände auftreten, weil nämlich der Nadeldurchmesser um die doppelte Dicke des Pechdrahtes verstärkt ist. Der Pechdraht wird also einer ziemlich harten Beanspruchung ausgesetzt und kann hierbei in nachteiliger Weise zerfasert und wesentlich geschwächt werden. Die Erfindung trägt dem Rechnung, indem sie entweder die Öse der Nadel oder Ahle 3 so weit nach vorn verlegt, daß bereits eine wesentliche Verjüngung der Nadel vorhanden ist (Abb.3), oder aber es werden seitlich der Öse 5 Rinnen 6 (Abb. 2) in die Nadelspitze eingeschnitten, in welche sich der Pechdraht beidseitig bei der Rückwärtsbewegung der Nadel 3 einlegt. Um ein Steckenbleiben der Nadel selbst bei der Rückwärtsbewegung zu verhindern, ist die Hakenspitze 7 der Nadel vorteilhaft etwas nach unten gebogen, so daß sie bei der Rückwärtsbewegung mit der Lochwandung überhaupt nicht in Berührung kommt.
  • Die Ausführungsform der Nadelspitze nach Abb. 3 weicht von derjenigen nach Abb. 2 insofern ab, als sie dreikantig zugeschliffen worden ist. Dies macht sich dann vorteilhaft bemerkbar, wenn die Steppnadel oder Nähahle als reines Lochwerkzeug, also zum Vorlochen der Steppnaht Verwendung findet. Der Zuschliff ist so vorgenommen, daß die Nadelspitze drei Schneiden 8 erhält, welche in das Leder einschneiden und dadurch das Lochen erleichtern. Das erfindungsgemäße Verfahren wirkt sich allerdings am besten dann aus, wenn das Lochen und das Nähen Hand in Hand vorgenommen werden. Man erkennt daher auch aus Abb. i, daß die Lederteile i und 2 nicht vorgelocht wurden, vielmehr wird nach dem Durchstechen des ersten Loches bereits beim Rückgang der Nadel der Faden 4 mitgenommen, alsdann die Nadel oder Ahle 3 von der anderen Seite in das gleiche bereits durch einen Faden :4 besetzte Loch eingestochen und nun das auf der anderen Seite heraushängende Fadenende erfaßt und beim Zurückziehen zur Erzeugung der Doppelnaht mitgenommen. Lediglich beim ersten Loch genügt also in bekannter Weise das einmalige Einziehen des Fadens bis zur Hälfte seiner Länge.
  • Zur weiteren Erleichterung des Steppvorganges trägt der Handgriff 9 des Werkzeuges eine Marke io, die sichtbar, wie in Abb. i, oder fühlbar z. B. als Kerbe oder kleiner Nagelkopf angeordnet sein mag. Diese Marke io liegt an der Stelle des Handgriffes 9, welche mit der Lage der offenen Öse 5 der Nadel 3 korrespondiert. Wie nämlich aus dem Vorhergehenden ersichtlich, wird das Werkzeug vorteilhaft so betätigt, daß die Öse 5 sich stets nach oben öffnet, damit das Nähgut bei der Betätigung des Werkzeuges nicht herausfallen kann.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Steppen, insbesondere für Lederarbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß in eine mit offener Öse (5) versehene Nadel oder Ahle (3) das Nähmittel (4) nach dem Einstechen in die zu vernähenden Werkstücke (i und 2) eingelegt und durch Zurückziehen der Nadel oder Ahle (3) in das vorher entstandene Loch eingebracht wird, wobei dieser Vorgang in der für Doppelnähte bekannten Weise bei jedem zweiten und weiteren Loch in der Weise wiederholt wird, daß die Nadel oder Ahle (3) nach dem Durchstechen und Einziehen des einen Nähmittelendes (4) nochmals von der anderen Seite in das gleiche Loch eingeführt wird, um nach Einlegen des zweiten Nähmittelendes (4) wiederum zurückgezogen zu werden und damit einen Doppelstich zu vollenden.
  2. 2. Werkzeug zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Nadel mit an der Nadelspitze vorgesehener offener Öse (5), welche schräg nach vorn verlaufend eingeschnitten ist und sich beidseitig in allmählich auslaufende Rinnen (6) verlängert, die so bemessen sind, daß sie in ihrer Tiefe und Breite etwa der Dicke des Nähmittels entsprechen.
  3. 3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Einschneiden der. Öse (5) entstehende widerhakenähnliche Zunge (7) etwas nach unten bzw. auf die Achse der Nadel zu gebogen ist.
  4. 4. Werkzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze der Nadel oder Ahle (3) dreikantig zugeschliffen ist (Abb.3), so daß scharfe Schneiden (8) entstehen.
  5. 5. Werkzeug nach Anspruch 2 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe bzw. das Heft (9) für die Nadel oder Ahle (3) eine Marke (io) beliebiger Art besitzt, welche mit der Lage der Öffnung der Öse (5) korrespondiert.
DEP13359D 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zum Steppen und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens Expired DE811307C (de)

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE811307C true DE811307C (de) 1951-08-20

Family

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DEP13359D Expired DE811307C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zum Steppen und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE (1) DE811307C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3265021A (en) * 1962-02-12 1966-08-09 Matthews & Birkhamshaw Ltd Linking chain stitch machine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3265021A (en) * 1962-02-12 1966-08-09 Matthews & Birkhamshaw Ltd Linking chain stitch machine

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