AT145956B - Verfahren und Vorrichtung zur Bildung von Hohlsäumen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bildung von Hohlsäumen.

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Heinrich Schuster
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  Verfahren und Vorrichtung zur Bildung von Hohlsäumen. 



   Es sind bereits Verfahren und entsprechende Vorrichtungen zur Herstellung von hohlsaumähnlichen Nähten bekannt geworden, bei welchen der Stoff in der Richtung der herzustellenden Naht aufgeschnitten, die Schnittkanten nach unten umgelegt und hierauf niedergenäht wurden. Das blosse Umlegen und Niedernähen der Schnittkanten befriedigt jedoch keineswegs, da die Nähte ein unschönes Aussehen haben, sich leicht ausfransen oder besonders bei kleinen Rundungen sich über die Naht zurückschlagen. Bei gewissen Geweben lässt sich ein Hohlsaum auf diese Weise überhaupt nicht herstellen bzw. bleibt die Naht nicht entsprechend dauerhaft. 



   Nach dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile vermieden, indem die durch das Zerschneiden des Stoffes gebildeten Kanten eingerollt und hierauf niedergenäht werden. Das Niedernähen der eingerollten Kanten erfolgt in einer Weise, welche nicht nur ein schönes Aussehen des Hohlsaumes, besonders auch bei scharfen Ecken, sondern auch eine hohe Festigkeit, unabhängig von der verwendeten Materialart gewährleistet. Zu diesem Zwecke werden die von an sich bekannten Fadenführern geführten Legefäden sowohl innerhalb als auch ausserhalb der eingerollten Stoffkanten abgebunden. 



   Das Einrollen der Stoffkanten erfolgt durch je eine schneckenförmige Führung, welche von der Stichplatte von in dieser eingesetzten Zungen und von den Drückerfüssen bzw. von an diesen federnd angebrachten Stofführungswinkeln gebildet wird. 



   Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. 



   Die Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die Stichplatte im Schaubild. Die Fig. 2 zeigt eine Unteransicht der von der Stichplatte abgehobenen Drückerfüsse ebenfalls im Schaubild. In den Fig. 3 und 4 ist die Nahtbildung schematisch dargestellt. 



   In der Stichplatte 1 ist eine Öffnung 2 zum Durchtritt der Nadeln und des Begleitbohrers zum   Zurückdrücken   der Legefäden hinter die Nadeln vorgesehen. Das Zerschneiden des Stoffes wird in an sich bekannter Weise in der Öffnung 3 vorgenommen. Die sich hiebei bildenden Stoffkanten werden nunmehr von einer   schneckenförmigen   Führung aufgenommen und eingerollt. Diese schneckenförmige Führung wird gebildet durch den Teil 4 in der Stichplatte   1,   durch den Teil 5 in den Drückerfüssen 6 und den Teil 7 in den Stofführungswinkeln 8. Der Kern der Schnecke wird durch die beiden Zungen 9 gebildet, welche in der Stichplatte eingesetzt sind.

   Die an den Drückerfüssen 6 federnd angebrachten Stofführungswinkel 8 besitzen Ansätze 10, welche den Stoff vor dem Zerschneiden nach unten ziehen, um die für das Einrollen der Kanten erforderliche Stoffbreite zu erhalten. Das Niedernähen der eingerollten Stoffkanten erfolgt im Bereiche der Ausnehmung 2 in der Stichplatte 1 und der Ausnehmung 11 in den Drückerfüssen 6. Hiebei stechen die beiden Nähnadeln zunächst innerhalb der eingerollten Stoff- 
 EMI1.1 
 zwecks Abbinden derselben nochmals innerhalb der Stoffkanten 12, 13 und der Legefäden   M,   15 ein, wobei die vor den Nadeln gekreuzten Legefäden von einem an der Spitze abgebogenen Begleitbohrer nach   rückwärts   hinter die Nadeln gedrückt werden.

   Nunmehr werden die Legefäden 14, 15 gegen die Hohlsaummitte geführt (Stellung   b),   damit die Nadeln ausserhalb der Legefäden einstechen können, wobei gleichzeitig ein an sich bekannter Nadelausschlag nach aussen in den Stoff ausserhalb der einge- 
 EMI1.2 
 

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      ..'Um die,   Herstellung der schneckenförmigen Führung in der Stichplatte zu erleichtern, kann diese Führung in einem besonderen Einsatzstück angeordnet sein. Dieses Einsatzstück wird in der Stichplatte beispielsweise mit Hilfe der Teile   17   (Verlängerungen) eingeschwalbt und auf der andern Seite durch eine Niete oder Schraube 18 befestigt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Bildung von Hohlsäumen, dadurch gekennzeichnet, dass die in bekannter Weise durch Zerschneiden des Stoffes gebildeten Kanten eingerollt und hierauf niedergenäht werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch, l, dadurch gekennzeichnet, dass zum Niedernähen der eingerollten Stoffkanten die beiden Nähnadeln zunächst innerhalb der Kanten und der Legefäden einstechen (a), worauf nach Kreuzung der Legefäden zwecks Abbinden derselben nochmals innerhalb der Kanten und der Legefäden eingestochen wird, wobei die Legefäden von einem die Nadeln begleitenden, nach vorne gebogenen EMI2.1 werden und die Nadeln ausserhalb der Legefäden und der eingerollten Kanten einstechen und die Legefäden wieder um diese Stiche nach aussen (e) geführt werden, worauf sich der Vorgang wiederholt.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch schneckenförmige Führungen, welche von der Stichplatte (1) von in dieser eingesetzten Zungen (9) und von den Drückerfüssen (6) bzw. von an diese federnd angebrachten Stofführungswinkeln (8) gebildet werden und welche das Einrollen der Stoffkanten bewirken.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den federnden Stofführungswinkeln (8) Ansätze (10) angeordnet sind, welche den Stoff vor dem Zerschneiden nach unten ziehen, um die für das Einrollen der Kanten erforderliche Stoffbreite zu erhalten.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein besonderes Einsatzstück, welches den SchneekenteiL der Stichplatte (1) trägt. EMI2.2
AT145956D 1935-07-23 1935-07-23 Verfahren und Vorrichtung zur Bildung von Hohlsäumen. AT145956B (de)

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