DE81046C - - Google Patents

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DE81046C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D19/00Digging machines with centrifugal wheels, drums or spinners
    • A01D19/04Digging machines with centrifugal wheels, drums or spinners with working tools rotating around a horizontal axis arranged parallel to the direction of travel
    • A01D19/06Digging machines with centrifugal wheels, drums or spinners with working tools rotating around a horizontal axis arranged parallel to the direction of travel with scoop wheels or drums

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten Kartoffelerntemaschinen, welche die Kartoffeln in der Weise aus der Erde beförderten, dais Schleudergabeln die Furchen seitwärts aufrissen, haben den Nachtheil , dafs die Gabeln senkrecht an dem Schleuderrad befestigt sind. Die Folge hiervon ist, dafs die Furchen zu heftig aufgerissen werden. Diesem Uebelstande soll durch die Ausführung einer Kartoffelerntemaschine gemäfs vorliegender Erfindung abgeholfen werden. Ein anderer Vortheil dieser Maschine besteht darin, dafs das Schleuderrad mit den Gabeln sowohl nach rechts, als auch nach links mit Hülfe eines Kegelrades in Drehung versetzt werden kann, wobei die Achse des Kegelrades verstellbar gelagert ist und auf ihrem hinteren Ende das Schleuderrad trägt. Das Schleuderrad kann also, wenn die Maschine eine Furche des Kartoffelfeldes aufgerissen hat, umgestellt werden und die Maschine in der nächsten Furche wieder zurückfahren.
Die Kartoffelerntemaschine ist auf beiliegender Zeichnung näher dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Oberansicht, Fig. 3 eine Hinteransicht der Maschine mit dem Schleuderrad in der Mittelstellung, Fig. 4 die Schleuderwelle im Eingriff mit einem Triebrad. Fig. 5 und 6 stellen Einzelheiten des Hebels dar, vermittelst dessen die Umstellung der Schleuderwelle von einem Triebrad zum anderen bewirkt wird, während Fig. 7 und 8 die Art der Befestigung der Schleudergabeln an den Armen des Schleuderrades in Ansicht und Schnitt, Fig. 9, 10 und 11 eine Vorder-, Seiten- und Oberansicht einer Schleudergabel in vergröfsertem Mafsstabe veranschaulichen.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sitzen an der Welle a, welche die Laufräder der Maschine mit einander verbindet, die konischen Zahnräder c c. Dieselben haben infolge dessen dieselbe Drehrichtung wie die Laufräder.
Je nachdem sich nun das Schleuderrad 0 nach der einen oder anderen Seite drehen soll, wird die Schleuderwelle e, auf welcher das Schleuderrad ο mit den Schleudergabeln ν befestigt ist, durch das konische Zahnrad d bald mit dem einen, bald mit dem anderen Rad c in Verbindung gebracht. Um dies zu ermöglichen, befindet sich die Schleuderwelle e in verschiebbaren Lagern ff. Diese Lager besitzen an ihrer Unterseite einen schwalbenschwanzförmigen Ausschnitt, in welchem ein entsprechendes Gleitstück g, Fig. 1, liegt.
Die Umstellung wird mittels des Hebels h bewirkt (Fig. 5 und 6). Dieser Hebel befindet sich zwischen den beiden Lagern ff und ist mit denselben fest verbunden. Er gleitet aufserdem in einem Bügel t, welcher in der Mitte zwischen den beiden Lagern/ am Maschinenrahmen b angebracht ist, und wird durch den Hebel i festgestellt. Der Hebel 2, Fig. 6, hat drei Löcher. Je nachdem nun die Schleuderwelle durch den Hebel h nach rechts oder links eingerückt wird, wird durch das rechte oder linke Loch im Hebel i ein Bolzen gesteckt, welcher den Hebel Ii festhält. Ist Hebel i durch das Mittelloch mit Hebel h
verbunden, so befindet sich auch die Schleuderwelle in der Mittelstellung. Das Kegelrad d ist dann mit keinem der Räder c im Eingriff.
Um die Feststellung der Lager ff bald rechts, bald links möglichst zu sichern, sind am Maschinenrahmen b aufserdem noch zwei Klemmstücke rr angebracht, welche mittels der Hebel s s vorgeschoben und zurückgezogen werden können. In Fig. 4, in welcher das Kegelrad d mit dem einen Triebrad in Eingriff steht, ist das eine Klemmstück r ganz vorgeschoben, so dafs sich dasselbe zwischen das Lager und das Maschinengestell klemmt. Will man das Kegelrad d mit dem anderen Triebrad in Eingriff bringen, so mufs man dieses Klemmstück zurückziehen, dann die Schleuderwelle r vermittelst des Hebels h herüberziehen und das andere Klemmstück r vorschieben.
Das-Wurfrad (Fig. 7 und 8) besteht aus einer Scheibe 0, welche an ihrem Umfang mit verschiedenen Löchern w zur Aufnahme der Arme ρ versehen ist. Die Arme ρ werden nun vermittelst Schrauben χ oder einer sonstigen geeigneten Vorrichtung mit der Scheibe 0 fest verbunden und sind an ihrem unteren Ende gleichfalls mit Löchern versehen. Die Schleudergabeln v, Fig. 7, 8, 9, 10 und 11, tragen an ihrem oberen Ende eine fest mit ihnen verbundene Schleife q, unterhalb welcher sich ein Loch y befindet zur Aufnahme des den Arm ρ und die Schleudergabelv verbindenden Bolzens^. Diese Verbindung, welche durch die Scheibe ^1 und den konischen Stift ^2 gesichert ist, ist derart, dafs die Schleudergabeln ν um die Bolzen \ frei schwingen können. Die am inneren Ende der Schleudergabeln ν vorgesehenen Schleifen q haben den Zweck, ein Zurückbiegen der Gabeln ν nur bis zu einem gewissen Grade zu ermöglichen, und zwar nach beiden Seiten, je nachdem die Schleuderwelle sich nach rechts oder links dreht. In der Zeichnung ist durch einen Pfeil (Fig. 7) die Drehrichtung des Rades im Sinne des Uhrzeigers angedeutet. Es wird also jedesmal nach einer gewissen Drehung des Rades eine Schleudergabel die in punktirten Linien in Fig. 7 angedeutete Stellung einnehmen. Die Schleudergabel ν steht also in diesem Falle senkrecht und wird bei der Weiterbewegung des Rades im Sinne des Uhrzeigers in den Boden eingedrückt und hierauf die Stellung der Schleudergabel I einnehmen. Hierdurch wird also der Vortheil erzielt, dafs die Gabeln nicht mehr senkrecht auf die Furchen aufschlagen, sondern in einem spitzen Winkel, wodurch die Erde und die Kartoffeln nicht mehr in die Luft geschleudert werden, sondern mehr auf dem Boden vertheilt werden, auch werden keine Kartoffeln mehr aufgespieist und dadurch verdorben.
Das auf den Siebhalter Z aufgesteckte und durch die Haken η festgehaltene Sieb m begrenzt die Entfernung, bis zu welcher die Kartoffeln durch die Gabeln geschleudert werden, und kann beliebig verstellt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Kartoffelerntemaschine mit Schleuderrad , dadurch gekennzeichnet, dafs die Schleudergabeln mit den Armen ρ des Wurfrades gelenkig verbunden sind und durch Schleifen q, welche den Arm ρ umfassen, in ihrer Bewegung begrenzt werden, um die Gabeln bei jeder Drehrichtung des Rades senkrecht in den Boden eingreifen zu lassen und die Kartoffeln nahezu waagrecht fortzuschleudern.
2. Eine Kartoffelerntemaschine der unter 1. gekennzeichneten Art mit rechts oder links umlaufendem Schleuderrad, bei welcher zur Veränderung der Drehrichtung des Schleuderrades ο die Welle e des letzteren in verstellbaren Lagern/ liegt und vermittelst der Klemmstücke r r, sowie der Hebel h und i festgestellt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT81046D Active DE81046C (de)

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