DE81031C - - Google Patents
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- DE81031C DE81031C DENDAT81031D DE81031DA DE81031C DE 81031 C DE81031 C DE 81031C DE NDAT81031 D DENDAT81031 D DE NDAT81031D DE 81031D A DE81031D A DE 81031DA DE 81031 C DE81031 C DE 81031C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09B—EDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
- G09B21/00—Teaching, or communicating with, the blind, deaf or mute
- G09B21/001—Teaching or communicating with blind persons
- G09B21/002—Writing aids for blind persons
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- Audiology, Speech & Language Pathology (AREA)
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- Educational Technology (AREA)
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- Theoretical Computer Science (AREA)
- Drawing Aids And Blackboards (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schreibapparat für Blinde und stark
Kurzsichtige, mitttels welchen dieselben in den Stand gesetzt werden, gut zu schreiben, d. h.
den Buchstaben die Form der üblichen Schrift zu geben, also auch die langen schwanzförmigen
Buchstaben und Hauptbuchstaben mit den Strichen ober- und unterhalb der Grundlinie
auszuführen.
Die bis jetzt bestehenden Hülfsmittel zur Erleichterung des Schreibens für Blinde bestehen
in einem Rahmen mit parallelen, fest angeordneten Stäben, welcher über das Papier
oder die Schiefertafel gelegt wird. Der Blinde schreibt dabei sehr langsam an diesen Stäben
entlang, ohne jedoch im Stande zu sein, Buchstaben mit unter die Schreiblinie reichenden
Strichen auszuführen, noch eine Beschränkung für die Höhe der Buchstaben zu finden. Mit
diesem Hülfsmittel ist es sehr schwer möglich, Leserliches zu schreiben.
Mit dem vorliegenden Apparate ist der Blinde im Stande, schnell zu schreiben und jedem
Buchstaben seine richtige Form und Stelle in der Reihe der anderen Buchstaben zu geben.
Der Schreibende merkt, wo die Linien enden und wann mit einer neuen angefangen werden
mul's. Die Schrift wird somit in Linien, welche alle in gleicher nach Belieben zu wählender
Entfernung von einander stehen geschrieben.
Für den Fall, dafs der Schreibende' mitten
in einem Satze aufhören mufs, kann er die Stelle bezeichnen und später an dieser Stelle
fortfahren.
Die Hauptmerkmale des neuen Apparates bestehen in einer Führung für den Schreibstift
oder die Feder zwischen zwei dünnen, biegsamen und parallel angeordneten Stäbchen,
wobei die Durchbiegung der Stäbchen den Schreibenden in den Stand setzt, sowohl die
langen schwanzförmigen Buchstaben g, fu. s. w. als auch die Hauptbuchstaben zu bilden.
Die Entfernung zwischen beiden Parallelstäbchen bestimmt die Höhe der kleinen Buchstaben.
Die biegsamen Stäbchen sind an beiden Seiten unter sich verbunden und verstellbar
auf der Schreibmaschine angeordnet; wobei für jede weitere Linie das Stäbchenparallelogramm
öder der Stiftführer mittels eines Transportmittels auf eine stets gleiche Entfernung
über das Papier bewegt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Oberansicht der Schreibmaschine, Fig. 2 und 3 Verticalschnitte nach der Linie
V-W bezw. X-Y, während die Fig. ia, 4, 5 und 5 a Details der Schreibmaschine und Stiftführer
veranschaulichen.
Die Schreibmaschine A ist in der Form eines Pultes mit Deckel B ausgeführt und besitzt an
der oberen Seite eine federnde Klemme C, mittels welcher das Papier gehalten wird.
An den beiden Längsseiten hat der Deckel längliche Schlitze D, in welchen eine Transportkette
E angeordnet ist. Die Transportketten E sind über entsprechend geformte
Zahnrädchen α α} b bl geführt, welche ihrerseits
auf Wellen c c1 dicht an der oberen und
unteren Seite des Pultes befestigt sind. Diese Wellen sind unterhalb des Deckels und mit
diesem verbunden parallel gelagert, so dafs mit dem Deckel der ganze Mechanismus aufgehoben
wird.
Das Stäbchenparallelogramm oder Stiftführer besteht aus zwei dünnen biegsamen und parallel
angeordneten Stäbchen d d1 die zu beiden Seiten weit über das Papier hinausragen und an den
Enden in Schlitten e e befestigt sind.
Die Schlitten e e gleiten auf der Deckeloberfläche gerade über den Schlitzen D und
sind hier mittels eines an ihrer Unterseite befestigten Stiftes f mit den Transportketten EE
verbunden.
Der Stift / pafst in eine Lücke der Kette und wird mittels Mutter oder in anderer bekannter
Weise fest in der Kette gehalten. Durch die Bewegung der Transportketten wird das
Stäbchenparallelogramm oder der Stiftführer an dem Pulte entlang verschoben. Um eine seitliche
Verschiebung desselben zu verhindern, sind an der untereren Seite der Schlitten e e
federnde Ansätze g vorgesehen.
Dicht an der oberen Kante sind auf dem Deckel zu beiden Seiten Anschläge h angebracht,
welche den Weg des Stiftführers nach oben begrenzen.
An der unteren Kante sind ähnliche, aber verstellbare Anschläge /j1 in Einschnitte i des
Deckels eingelassen, welche hier, für die verschiedenen Papierlängen eingestellt, die Bewegung
des Stiftführers nach unten begrenzen.
Zur linken Seite ist ein Schlüssel F auf die Welle c1 gesteckt. Eine Viertelumdrehung der
Welle, welcher gerade eine horizontale oder verticale Stellung des Schlüsselflügels entspricht,
ist für die Entfernung zwischen zwei Schriftlinien angenommen und der Umfang der Zahnrädchen
hiernach bestimmt.
Auf der Welle c1 ist noch eine Rolle k mit
zwei Rillen / und m befestigt. Eine federnde Stange G, welche an dem Deckel drehbar befestigt
ist (Fig. ι und 2), greift mittels eines Stiftes n, Fig. 2, in Oeffnungen Z1JK1 der
Rillen / und m.
Die Rolle / enthält vier Oeffnungen Z1, so
dafs bei einer horizontalen oder verticalen Stellung des Schlüssels der Stift η in eine der
Oeffnungen der Rille Z eingreift und die Welle c1 festhält. Bei der Drehung der Welle
wird die Federkraft der Stange G überwunden.
Durch Verschiebung der Stange G nach rechts kommt der Stift η mit der Rille m in
Eingriff, und da dieselbe fünf oder mehrere Oeffnungen m1 enthält, so kann auch eine
engere Schriftlinienentfernung erzielt werden.
Die Stange G ist bis aufserhalb des Pultes verlängert und entspricht ihre Stellung in dem
linken oder rechten Einschnitte r bezw. r1 der an dem Deckel befestigten Platte H, Fig. ia
und 2, einer der beiden Linienentfernungen. Das hörbare Einspringen der Klinke η in eine
Oeffnung der Rollen / oder m giebt dem Schreibenden bei der Drehung des Schlüssels F
jedesmal an, wenn eine neue Schriftlinie in der bestimmten Entfernung eingestellt ist.
Um den Stiftführer nach oben zu bewegen, ist rechts auf der Welle c eine Handkurbel K
angebracht. Die Stange G wird dann in der Mittelstellung zwischen r und r1 aufser Eingriff
gebracht.
Auf den Stäbchen' d d1 des Stiftführers sind
zwei verstellbare; an d befestigte Anschlagschieber ss1 angebracht, durch welche die
Länge der Schriftlinie bestimmt wird.
Fig. 4 veranschaulicht in gröfserem Mafsstabe den rechten Anschlagschieber sl für das Abbrechen
der Linie. Derselbe ist gabelförmig ausgebildet und enthält zwischen den Stäbchen
eine schwache Schraubenfeder t. , :
Für den Fall, dafs der Stift bereits gegen den Anschlag stöfst, bevor eine Silbe beendet
ist, giebt die Schraubenfeder t nach, und - dadurch
ist der Schreibende im Stande, noch einige Buchstaben hinzuzufügen, um die Silbe
zu beendigen. Beim Schreiben wird der Papierbogen mit der Klemme C festgelegt, der Stiftführer
oben gegen die Anschläge h h gestellt und die Anschlagschieber ssl der Breite des Papierbogens
sowie die unteren Anschläge Zj1Zj1 der
Länge des Papierbogens entsprechend eingestellt.
Beim Schreiben wird die Höhe der kleinen Buchstaben durch die beiden Stäbchen d dl
bestimmt. Dieselben erleiden hierbei keine Durchbiegung; sobald aber ein grofser Buchstabe
oder Buchstaben wie f, g u. s. w.. mit über und unter die Grundlinie reichenden
Strichen geschrieben werden müssen, giebt entweder das obere oder untere Stäbchen dem
Druck des Stiftes entsprechend nach oben oder unten so viel nach, dafs diese Buchstaben bequem
geformt werden können, ohne die Geschwindigkeit des Schreibens auch nur im mindesten
zu hindern.
Ist eine Linie vollgeschrieben, so wird durch eine Vierteldrehung des Schlüssels F der Stiftführer
um eine Linienentfernung nach unten verschoben u. s. w., bis der Bogen zu Ende ist.
Falls der Schreibende mitten in der Linie plötzlich abbrechen mufs, kann er die Anschlagschieber
s sl so einstellen, dafs die Stelle, wo er endete, stets leicht wieder zu finden ist.
Die Durchbiegung der Stäbchen d und d1
wird unter dem Drucke des Schreibstiftes oder der Feder in der Mitte gröfser sein als an
beiden Enden des Papierbogens; es ist deshalb vortheilhaft, das Pult viel breiter zu machen
als den Bogen. Aufserdem ist diesem Umstände noch Rechnung getragen durch die Verbindung
der Stäbchen mit dem Schlitten e, wie in Fig. 5 und 5 a veranschaulicht. Die Enden
der Stäbchen sind hier flach ausgebildet, gleiten in den Schlitten e und sind unter sich, sowie
mit den Schlitten durch drei schwache Schraubenfedern vw und wx verbunden.
In der Mittelstellung liegen die flachen Enden der Stäbchen gegen einander; sobald aber eines
derselben durch den Schreibstift nach oben oder unten gedrückt wird, werden entweder
die beiden Schraubenfedern ν n> oder ν w1 beansprucht
und das Stäbchen verschiebt sich genügend, um die grofsen Buchstaben oder kleinen Buchstaben mit über bezw. unter die
Schriftlinie reichenden Strichen zu bilden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Ein Schreibapparat für Blinde und Kurzsichtige, gekennzeichnet durch zwei biegsame parallel angeordnete in Schlitten (e e) befestigte Stäbchen (dd]) zwischen denen der Schreibstift oder die Feder geführt wird, und bei welchen die Entfernung zwischen den Stäbchen die Höhe der kleinen Buchstaben bestimmt, während die Durchbiegung der Stäbchen das Schreiben von grofsen bezw. von kleinen Buchstaben mit über oder unter die Schriftlinie reichenden Strichen ermöglicht.
- 2. Bei dem unter i. gekennzeichneten Schreibapparat dje Anordnung der seitlich in dem Deckel des Apparates gelagerten, mit den Schlitten des Stiftführers verbundenen Transportmittel (EE), mittels welcher der Stiftführer auf dem Papier verschoben, sowie durch ein Gesperre in der gewünschten Entfernung der Schriftlinie festgestellt werden kann.
- 3. Bei dem unter 1. und 2. gekennzeichneten Schreibapparat der auf einem Stäbchen des Stiftführers einstellbar angeordnete gabelförmige Anschlagschieber s\ welcher eine Feder (t) besitzt, die für das Vollenden einer Silbe am Ende einer Zeile genügend nachgiebt, um noch einige Buchstaben schreiben zu können.
- 4. Bei dem unter 1., 2. und 3. gekennzeichneten Schreibapparat die Verbindung der Stäbchen (d dl) mit den Schlitten (e e) durch Schraubenfedern (wv und n>1), welche die Auf- und Abwärtsverschiebung der Stäbchen in den Schlitten bei der Bildung von grofsen Buchstaben bezw. von kleinen Buchstaben mit über oder unter die Schriftlinie reichenden Strichen an die Enden der Zeile befördern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81031C true DE81031C (de) |
Family
ID=353540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81031D Active DE81031C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81031C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2697469A1 (fr) * | 1992-11-04 | 1994-05-06 | Novitzky Vasily | Pupitre-écritoire pour non voyant. |
-
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- DE DENDAT81031D patent/DE81031C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2697469A1 (fr) * | 1992-11-04 | 1994-05-06 | Novitzky Vasily | Pupitre-écritoire pour non voyant. |
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