DE809976C - Verfahren zur Herstellung von mit Stoff bezogenen Knoepfen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Stoff bezogenen Knoepfen

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DE809976C
DE809976C DEP16646A DEP0016646A DE809976C DE 809976 C DE809976 C DE 809976C DE P16646 A DEP16646 A DE P16646A DE P0016646 A DEP0016646 A DE P0016646A DE 809976 C DE809976 C DE 809976C
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DEP16646A
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Inventor
Franz J Moecklinghoff
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A44HABERDASHERY; JEWELLERY
    • A44BBUTTONS, PINS, BUCKLES, SLIDE FASTENERS, OR THE LIKE
    • A44B1/00Buttons
    • A44B1/08Constructional characteristics
    • A44B1/12Constructional characteristics covered by fabric
    • A44B1/126Manufacture not otherwise provided for

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von mit Stoff bezogenen Knöpfen Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Knopfes soll dazu dienen, eine Lücke in der Versorgung breiterer Schichten der Bevölkerung mit guten Knöpfen zu schließen. Zur Erläuterung der Marktlage diene folgendes: Vor weit über to Jahren wurden sogenannte Knopfformen auf den Markt gebracht, die es ermöglichen sollten, benötigte Stoffknöpfe durch Überziehen dieser Formen mit Stoff selbst herzustellen. Das Oberteil wurde mit Stoff umlegt und ein mit spitzen Krallen versehenes Unterteil hineingedrückt. Diese Knopfformen konnten jedoch ihrem Zweck nicht gerecht werden, weil es einerseits unmöglich war, ohne Hilfsmittel den Stoff so um das gewölbte Oberteil zu legen, daß .seine Falten entstanden und der Stoff gleichmäßig das Oberteil umgab, andererseits die spitzen Krallen des Unterteiles den Stoff beim Eindrücken beschädigten und so nur selten ein brauchbarer Knopf entstand. Diese Formen konnten sich nicht durchsetzen. Später wurden dann sogenannte Knopfmaschinen auf den Markt gebracht, die wohl einen guten Knopf liefern, jedoch wegen ihres hohen Anschaffungspreises und der erforderlichen Lagerhaltung an Knopfteilen von den Stellen, wo sie eigentlich gebraucht würden, Modeateliers, Schneiderinnen und andere, abgelehnt werden, weil sich die Investierung nicht lohnt. Diese Maschinen befinden sich nun in der Hauptsache in Handelsgeschäften, und Interessenten sind gezwungen, falls sie Knöpfe wünschen, die mit dem gleichen Stoff bezogen sein sollen wie das gearbeitete Kleid, diese in einem Geschäft machen zu lassen. Durch Fortbringen und Abholen geht viel Zeit verloren, und oft kann von einer Schneiderin ein Kleid nicht geliefert werden, weil eben die Knöpfe nicht rechtzeitig fertig wurden. Vielfach fehlen an kleinenPlätzen dieseMaschinen überhaupt, weil sich hier auch bei den Geschäften eine Investierung nicht lohnt. und die Knöpfe müssen in der nächsten Stadt gemacht werden. Um diesem Übelstand abzuhelfen, galt es, gute Knopfteile und einen möglichst preiswerten Apparat zur Verarbeitung derselben zu schaffen, dessen Anschaffung jedem Interessenten möglich ist.
  • Der erfindungsgemäß hergestellte Knopf besteht aus einem Metallunterteil t, einer sternförmigen Blattfeder mit Krallen 2 und einem Metalloberteil 3. Das Unterteil hat in der Mitte ein Loch zum Durchstechen des Sicherungsstiftes. Die sternförmige zwölfzackige Blattfeder mit Krallen ist etwa o,io mm stark und dient der Verbindung von Ober-und Unterteil. Das Oberteil ist nach innen umgelegt, um die Krallen der Blattfeder aufnehmen zu können. Der Apparat, mit dem Knöpfe in sechs verschiedenen Größen hergestellt werden können, besteht aus einem Formblock 4, je einer Büchse 5 und einem Stempel 6 für jede dersechs Knopfgrößen und einem Sicherungsstift 7. Der Formblock ist ein Leichtmetallwürfel von 5o X $o X 5o mm und hat an jeder seiner 6 Seiten ein Formloch in verschiedenen Größen, dessen Boden der Wölbung des jeweiligen Knopfoberteiles angepaßt ist. Die Büchsen 5 sind aus Blech tiefgezogen. Am oberen Ende haben sie zur besseren Handhabe einen Ansatz. Am unteren Ende ist von der Außen- zur Innenwand eine Wölbung, deren Form der des Oberteiles entspricht. Der Außendurchmesser der Büchse ist so bemessen, daß diese genau in das Formloch paBt: Der Innendurchmesser ist um ein geringes kleiner als der Durchmesser der Öffnung des Knopfoberteiles, damit beim Eindrücken der Feder und des Knopfunterteiles beide die Öffnung des Oberteiles glatt passieren können. Die Stempel,6 aus Holz dienen mit ihrem unteren Ende zum Eindrücken der Blattfeder in die Büchse und mit dem oberen zum Eindrücken der Blattfeder und des daraufliegenden Unterteiles in das Knopfoberteil. Mit dem Sicherungsstift 7 wird der zusammengedrückte Knopf durch Druck auf die Blattfeder gegen Lösen gesichert. Der Sicherungsstift besteht aus einem Holzheft mit eingelassenem Metallstift.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Ein rundes Stoffläppchen 8, im Durchmesser 15 bis 20 mm größer als das Knopfoberteil, wird auf das entsprechende Formloch gelegt. Darauf kommt das Oberteil mit der Höhlung nach oben, und beides wird gleichmäßig in die Form eingedrückt, wobei der Stoff sich glatt um das Oberteil legt. Nun wird eine Krallenfeder mit den Krallen nach unten so auf das untere Ende der umgedrehten Büchse gelegt, daß die Krallen in der Wölbung der Büchse ruhen. Mit dem unteren Ende des Stempels wird die Krallenfeder in die Büchse eingedrückt, wobei sie gespannt wird und sich wölbt. Die Krallen spreizen sich nach außen und legen sich dabei an die Innenwand der Büchse. Nun wird die Büchsewiederumgedreht, in dasFormloch eingeführt, fest eingedrückt und mit der linken Hand gehalten. Durch die Wölbung am unteren Ende der Büchsenwand wird der Stoff 8 von der Wand des Formloches abgedrückt und neigt sich zur Mitte. Das Knopfunterteil wird auf die Krallenfeder gelegt und beides mit dem oberen Ende des Stempels in das Oberteil des Knopfes eingedrückt. Haben hierbei die Krallen der Feder die Öffnung des Oberteiles passiert, so entspannt sich die Feder teilweise und drückt den Stoff an die innere Seitenwand des Oberteiles. Die Feder, die jetzt teilweise entspannt, aber immer noch in Richtung Unterteil gewölbt ist, wird nun mit dem Sicherungsstift durch das Loch in der Mitte des Unterteiles durchgedrückt und legt sich in umgekehrter Richtung in die Wölbung des Oberteiles, wobei die Krallen das Unterteil fest umschließen. Ober- und Unterteil sind nunmehr unlöslich verbunden. Der fertige Knopf wird mit einer Pinzette der Form entnommen.
  • Infolge des niedrigen Anschaffungspreises für derr Apparat ist es jeder Schneiderin und selbstschneidernden Hausfrau möglich, den Apparat zu erwerben. Der Apparat soll in einschlägigen Ladengeschäften verkauft werden, woselbst auch die erforderlichen Knopfteile in jeder Größe und Menge jederzeit zu haben sind und nach Bedarf gekauft werden können.- Eine eigene Lagerhaltung bei den Benutzern entfällt. Die Vorteile gegenüber der bisherigen Knopfselbstanfertigungsmethode sind: i. Mit Hilfe des Apparates ist es möglich, den Stoff glatt um das Oberteil zu legen, so daß keine Falten sich bilden können, was bisher bei den im Handel befindlichen Knopfteilen wegen vollständigen Fehlens eines passendes Apparates nicht möglich war.
  • 2. Durch die Wölbung am unteren Büchsenrand wird der Stoff während des Eindrückens der Feder und des Unterteiles fest an die Wölbung des Oberteiles gepreßt und gehalten. Ein Verrutschen des Stoffes kann daher nicht vorkommen.
  • 3. Dadurch, daß der Stoff durch die Krallenrücken in das Oberteil eingedrückt wird und keine Spitzen oder scharfkantiges Blech den Stoff berühren, ist eine Beschädigung des Stoffes unmöglich.
  • Die Vorteile gegenüber den im Gebrauch befindlichen Stoffknopfmaschinen bestehen: i. In dem niedrigen Preis, der in keinem Verhältnis zu dem der Maschine steht, und der damit verbundenen Anschaffungsmöglichkeit für weiteste Kreise.
  • 2. Eine Lagerhaltung an Knopfteilen entfällt bei den einzelnen Kunden.
  • 3. Eine Beschädigung des Stoffes, die bei den Maschinen des öfteren vorkommt, weil das scharfkantige Oberteil durch Pressen über eine schräge Fläche mit dem Unterteil verbunden wird, kann nicht erfolgen.
  • 4. Fortbringen des Stoffes und Abholen der Knöpfe entfällt (Zeitersparnis). Die Knöpfe können zu jeder Zeit selbst hergestellt werden. Wesentliche Verbilligung der Knöpfe durch Selbstanfertigung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von mit Stoff bezogenen Knöpfen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stoffteil etwas größeren Durchmessers als der fertige Knopf mit dem z. B. aus Metall gepreßten, mit einem nach innen gebördelten Rand versehenen Ktiol>foberteil in eine Form gedrückt wird und eine Büchse den überstehenden Überzugsstoffgegen die Mitte umlegt, worauf eine in die Büchse eingesetzte Krallenfeder mit dem daraufgelegten Knopfunterteil so in die Bördelung eingedrückt wird, daß die nach rückwärts stehenden Krallen der Feder den Überzugsstoff festklemmen und das Knopfoberteil mit dem Knopfunterteil zuverlässig verbinden. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen prismatischen Block (4) mit einer Ausnehmung oder mehreren Ausnehmungen verschiedenen Durchmessers und in diese Ausnehmungen passenden unten angeschrägten Büchsen, durch einen Stempel (6) mit einem balligen und einem ausgehöhlten Ende und durch einen Sicherungsstift (7) mit einem Handgriff und einem dünnen Stiftfortsatz. 3. Krallenfede@ für Knöpfe, die hergestellt werden nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Umfang sternförmig gezackt ist, wobei die Enden der Lacken so umgebogen sind, daß der Außendurchmesser der Feder nicht kleiner ist als der Außendurchmesser des Knopfoberteiles.
DEP16646A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von mit Stoff bezogenen Knoepfen Expired DE809976C (de)

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