DE809097C - Unterdecke und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Unterdecke und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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- DE809097C DE809097C DEP54114A DEP0054114A DE809097C DE 809097 C DE809097 C DE 809097C DE P54114 A DEP54114 A DE P54114A DE P0054114 A DEP0054114 A DE P0054114A DE 809097 C DE809097 C DE 809097C
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Unterdecke und Verfahren zu ihrer Herstellung Die bekannten Unterdecken bestehen aus einer an die Träger unterseitig angenagelten Bretterverschalung und an dieser befestigten Matten, meist Rohr- oder Holzstabmatten, die von unten her mit Mörtel beworfen sind.
- Im Unterschied hierzu wird nun gemäß der Erfindung eine Unterdecke vorgeschlagen, deren wesentliches Kennzeichen darin liegt, daß sie aus holzbewehrtem Mörtel-, vorzugsweise Betonmörtelverguß besteht, bei dem die untere Partie der Träger, die Matten und vorzugsweise auch ein zwischen die Träger eingebauter, die Matten mittragender lichter Lattenverband die Holzbewehrung bilden. Der Lattenverband kann dann entbehrt werden, wenn der Abstand der Träger so gering ist, daß die Matten zwischen diesen keiner zusätzlichen Aufhängung bedürfen. In den meisten Fällen wird er aber erforderlich oder zweckmäßig sein.
- Beim Einziehen der Unterdecke geht rnan wie folgt vor: Der Lattenverband wird am besten vorgefertigt, dann baut man ihn, gleichabschneidend mit der Trägerunterkante, zwischen die Träger ein und befestigt an diesen und an ihm die Matten, für die wegen ihrer größeren Steifigkeit vorzugsweise Holzstabmatten verwendet werden. Schließlich errichtet man in geringem Abstand unterhalb der Matten eine Hilfsverschalung und gießt darauf die Bewehrung in einer den Lattenverband zumindest teilweise einbeziehenden Höhe mit Mörtel, vorzugsweise mit Betonmörtel aus.
- Die Vorteile der vorgeschlagenen Bauart sind einerseits technischer Art, insofern als die neue Decke stabiler ist als die eingangs erwähnte bekannte Ausführungsf,)rm und daher mechanischen Einwirkungen besser standhält; andererseits sind sie wirtschaftlicher Art. In dieser Hinsicht ist vor allem der viel geringere Holzaufwand zu beachten, der durch den Fortfall der Bretterverschalung bzw. deren Ersetzung durch einen lichten Lattenverband ermöglicht wird. Zudem erübrigt sich nunmehr der bislang erforderliche Fehlboden, da der Betonverguß bereits für sich eine hinreichende Schall- und Wärmedämmung gewährleistet und allenfalls noch vorzusehendes Füllmaterial unmittelbar auf ihm gelagert werden kann. Die Herstellung der Unterdecke gemäß der Erfindung erfordert eine kürzere Einbauzeit, was sich ebenfalls aus dem Fortfall des Fehlbodens erklärt, dann aber auch daraus, daß die Matten nun nicht mehr mit Mörtel beworfen zu werden brauchen. Zwar ist dafür eine Hilfsverschalung zu errichten, was aber viel weniger Zeit beansprucht als die vorerwähnten Arbeiten.
- Ihrem Wesen nach ähnelt die vorgeschlagene Decke den bekannten Eisenbetondecken; die jedoch im Gegensatz zu jener voll ausgeführt werden und sehr kostspielig sind, weshalb sie stets nur für besonders stabile Bauten in Frage kommen, während die erfindungsgemäße Bauart hauptsächlich auf dem Gebiet der bisherigen Holzdecken Anwendung findet.
- Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung veranschaulicht. In ihr zeigt Fig. i einen Querschnitt der Unterdecke mit der Hilfsverschalung im Zustand nach dem Vergießen, Fig. z die zugehörige Draufsicht.
- Zwischen die verlegten Träger a ist der aus den Querlatten b und der an deren Unterseite befestigten Längslatte c bestehende lichte Lattenverband so eingebaut, daß die Längslatte, den lichten Trägerabstand ungefähr gleich aufteilend, in Trägerrichtung verläuft und ihre Unterkante mit der Trägerunterkante gleich abschneidet. Sollen die Querlatten b senkrecht zur Trägerrichtung zu liegen kommen und will man zu ihrer Befestigung Aussparungen an den Trägern vermeiden, so hat die Lattenlänge mit geringem Spiel dem Trägerabstand zu entsprechen. Das erfordert 'laßarbeit, zumal der Trägerabstand nicht immer gleich groß ausfällt. Außerdem bedarf es in diesem Falle, um eine gute Verbindung mit den Trägern a zu erzielen, an den Stößen meist noch besonderer Verbindungsstücke. Einfachei löst man diese Aufgabe dadurch, daß man die Querlatten b länger bemißt und sie dafür schräg zwischen die Träger einbaut. Ihre Enden sind dann entsprechend schräg abzuschneiden. Verbindet man sie mit der Längslatte c auch noch gelenkig, z. B. mit nur einem Nagel d, so kann die Einbaubreite des Lattenverbandes durch Verschwenken der Querlatten in weiten Grenzen unterschiedlichen Trägerabständen angepaßt werden. Auch die Befestigung an den Trägern ist dann einfacher. Hierzu genügen ein oder zwei Nägel e, die sich bequem auf seiten des stumpfen Winkels zwischen Latte und Träger einschlagen lassen.
- Nach erfolgtem Einbau des Lattenverbandes b, c heftet man an die Unterseite der Längslatte c und die des Trägers a die Matten f an. Dann errichtet man in geringem Abstand unterhalb der Matten f eine Hilfsverschalung, die vorteilhaft aus zwei Lagen besteht, einer tragenden Lage g, für die man Bretter, noch besser aber Sperrholzplatten verwendet und einer auf dieser angeordneten, mit einem wasserabweisenden Mittel getränkten Lage h, wofür vor allem ölgetränkte Hartfaserplatten in Frage kommen. Anschließend wird auf die Verschalung in einer die Matten f, die Träger a und die Längslatte c einbeziehenden Höhe angemachte Betonmasse i aufgegossen. Die Aufschüttung kann auch höher erfolgen wie dargestellt, so daß der Betonaufguß die Längslatte c, z. B. ganz und erforderlichenfalls auch noch die Querlatten b, erfaßt. Um eine glatte Deckenuntersicht zu erzielen, die keiner weiteren Nachbearbeitung bedarf, sieht man zuunterst vorteilhaft eine Lage von mit Putzsand angemachtem Betonmörtel vor, nach dessen Abbinden die Hilfsverschalung entfernt und anderweitig verwendet werden kann. Sie hebt sich hierbei infolge ihrer ölgetränkten Lage h, die keine Haftverbindung mit der Betonmasse eingeht, sauber von der Decke ab. Für den weiteren Aufguß, der am besten erst erfolgt, nachdem die erwähnte untere Betonschicht ausgetrocknet ist, verwendet man aus gröberem Sand hergestellten Betonmörtel.
- Im allgemeinen genügen für den Lattenverband Latten einfachen, also rechteckigen Profils. Bedarfsfalls kann man, um eine noch festere Verbindung mit dem Beton zu erreichen, ihre Seitenflächen auch aufrauhen oder rillen.
- Die neue Bauart ist nicht etwa nur bei Holzträgern, sondern auch bei Eisenbetonträgern anwendbar. Damit hier die Querlatten b ebenso wie im dargestellten Beispiel angenagelt werden können, führt man diese Träger mit seitlich eingegossenen Latten, zweckmäßig schwalbenschwanzförmigen Profils aus.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Unterdecke, dadurch gek,-nnzeichnet, daß sie aus holzbewehrtem Mörtel-, vorzugsweise Betonmörtelverguß (i) besteht, bei dem der untere Teil der Träger (a), die Matten (f) und vorzugsweise auch ein zwischen die Träger (a) eingebauter, die 'satten (f) mittragender lichter Lattenverband (b, c) die Holzbewehrung bilden. a. Unterdecke nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des Lattenverbandes (b, c) mit der Unterkante der Träger (a) bündig abschließt. 3. Unterdecke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Lattenverband (b, c) aus vorzugsweise nur einer den Trägerabstand ungefähr gleich aufteilenden Längslatte (c) und auf dieser angebrachten Querlatten (b) besteht, die an den Seitenflächen der Träger (a) befestigt sind. 4. Unterdecke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Querlatten (b) mit der Längslatte (c) gelenkig ausgeführt ist und daß erstere länger als der lichte Trägerabstand und schräg eingebaut sind. Verfahren zum Einziehen von Unterdecken nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Lattenverband (b, c) vorgefertigt, dann zwischen die Träger (a) eingebaut wird, worauf an seiner Längslatte (c) und an der Trägerunterseite die Matten (f) befestigt werden und schließlich unter Verwendung einer in geringem Abstand unterhalb der hatten (f) errichteten Hilfsverschalung die Bewehrung (b, c, f) in einer die Längslatte (c) zumindest teilweise einbeziehenden Höhe mit Mörtel-, vorzugsweise Betonmörtel, vergossen wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Lage von aus feinem Sand hergestellten Mörtel und nach dessen Abbindung und Austrocknung Mörtel aus gröberem Material aufgebracht wird. 7. Hilfsverschalung für ein Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus zwei Lagen besteht, einer tragenden Lage (g), für die vorzugsweise Sperrholzplatten verwendet werden, und einer auf dieser angeordneten, ein wasserabweisendes Mittel enthaltenden Lage (h), vorzugsweise ölgetränkten Hartfaserplatten.
Priority Applications (1)
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| DEP54114A DE809097C (de) | 1949-09-07 | 1949-09-07 | Unterdecke und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE809097C true DE809097C (de) | 1951-07-23 |
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|---|---|
| DE (1) | DE809097C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3628973A1 (de) * | 1986-08-26 | 1988-03-03 | Wilhelm Patt | Dach-oder deckenelement mit sichtbetonverkleidung fuer den hochbau |
-
1949
- 1949-09-07 DE DEP54114A patent/DE809097C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3628973A1 (de) * | 1986-08-26 | 1988-03-03 | Wilhelm Patt | Dach-oder deckenelement mit sichtbetonverkleidung fuer den hochbau |
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