DE80778C - - Google Patents

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DE80778C
DE80778C DENDAT80778D DE80778DA DE80778C DE 80778 C DE80778 C DE 80778C DE NDAT80778 D DENDAT80778 D DE NDAT80778D DE 80778D A DE80778D A DE 80778DA DE 80778 C DE80778 C DE 80778C
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Germany
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naphthylenediamine
acid
violet
sulfonic acid
ditolyl
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS
Analoge Farbstoffe, wie sie in den Patentschriften Nr. 78497 und Nr. 79189 beschrieben wurden, entstehen auch, wenn man an Stelle der daselbst angewendeten zweifach substituirten Ct1 ß2-Naphtylendiaminmonosulfosäure diejenigen isomeren Säuren verwendet, die beim Erhitzen
NHR
HO, S
NHR
wobei R einen aromatischen Rest bedeutet.
Die Ueberführung dieser Sulfosäuren in Farbstoffe geschieht genau nach den Verfahren des Haupt-Patents und des ersten Zusatz-Patents. Diese Säuren werden entweder mit p-Nitrosoverbindungen secundärer oder lertiärer aromatischer Amine oder mit den Azoderivaten primärer, secundärer oder tertiärer aromatischer Amine bei Gegenwart eines geeigneten Lösungsbezw. Verdünnungsmittels, wie Essigsäure, Alkohol etc., erwärmt.
Beispiel I.
8,5 Theile Ditolyl-aj ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure werden in 30 Theilen 50 procentiger Essigsäure suspendirt und nach Zusatz von 9,5 Theilen Nitrosoäthylbenzylanilinsulfosäure auf Wasserbadtemperatur erwärmt. Sobald die gelbe Färbung der Nitrosoverbindung vervon α, -Naphtylamin-ß2 ß3-disulfosäure oder Ct1-Naphtylamin - ß2 ß4-disulfosäure mit primären aromatischen Aminen und deren Salzen auf 150 bis 1700 entstehen und folgende Constitution besitzen:'
NHR
H O, S.
NHR,
schwunden ist, fügt man essigsaures Natrium hinzu, wobei der Farbstoff ausfällt.. Derselbe erzeugt auf Wolle violettblaue Töne. Analoge Producte erhält man beim Ersatz der Ditolyla, ß.2-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure, durch die homologen Diphenylderivate oder die isomeren Säuren oder beim Ersatz der Nitrosoäthylbenzylanilinsulfosäure durch andere Nitrosoverbindungen aromatischer secundärer oder tertiärer Amine.
Der Farbstoff aus Nitrosoäthylbenzylanilinsulfosäure und Diphenyl-o.j ß2-naphtylendiamin-,83-sulfosäure erzeugt auf Wolle violette Töne.
Bei Verwendung von Nitrosoverbindungen, die keine Sulfogruppen enthalten, gelangt man zu schwer löslichen Farbstoffen, die zweckmäfsig durch Behandeln mit sulfirenden Agentien in leichter lösliche Form übergeführt werden.
Die so durch Condensation von Nitrosodiphenylamin mit Ditolyl-cij ß2-naphtylendiaminß3- oder -ß4-sulfosäure sowie von Nitrosodimethylanilin mit Diphenyl-cij ßo-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure und nachträgliches Erhitzen mit monohydratischer Schwefelsäure auf dem Wasserbade, Eingiefsen des Reactionsgemisches in Wasser, Abfiltriren und Umwandeln in die Natriumsalze gewonnenen Farbstoffe erzeugen auf Wolle violettblaue Töne.
Beispiel II.
8,5 Theile Ditolyl-aj ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure werden unter Zusatz von essigsaurem Natrium mit 9,5 Theilen des Azofarbstoffe aus Diazobenzolchlorid und p-Tolyl-ctinaphtylamin-a4-sulfosäure in 50 Theilen starker Essigsäure auf Wasserbadtemperatur erwärmt. Die Reaction beginnt alsbald und ist in kurzer Zeit beendigt. Nach dem Erkalten wird der Farbstoff abfiltrirt und getrocknet. Er erzeugt auf Wolle blaue Töne.
Aus Benzolazoäthyl-a-naphtylamin und Diyl-aj ß2-naphtylendiamin-ß3-sulfosäure ■ wird in analoger Weise ein Farbstoff erhalten, der jedoch schwer löslich ist und zweckmäfsig durch Behandeln mit sulfirenden Agentien in eine Polysulfosäure übergeführt wird. Dieselbe erzeugt auf Wolle violette Töne.
Zu ähnlichen Farbstoffen gelangt man auch, wenn man an Stelle der Ditolyl-a, ß2-naphtylendiamin-ß3- oder -ß4-sulfosäure die oben genannten homologen Säuren oder an Stelle der verwendeten Azoverbindungen andere Azofarbstoffe, z. B. solche aus Diazoverbindungen und a-Naphtylamin bezw. dessen Substitutionsproducten (inclusive Sulfosäuren) oder Amidoazobenzol, Benzolazomono- oder -dialkylanilin, deren Sulfosäuren oder Analoge etc. zur Anwendung bringt.
In nachstehender Tabelle sind die Eigenschaften einiger der nach dem beschriebenen Verfahren dargestellten Farbstoffe enthalten.
Farbstoff aus: Lösung in
cone.
Schwefelsäure
Beim
Verdünnen
dieser Lösung
mit Wasser
Lösung in
Alkohol
Färbung
auf Wolle
ι. Nitrosoäthylbenzylanilinsulfosäure
und Diphenyl - H1 ß2 - naphtylendi-
amin-ß3-sulfosäure
grün rother
Niederschlag
röthlich violett violett
2. Nitrosoäthylbenzylanilinsulfosäure
und Ditolyl-«! ß2-naphtylendiamin-
ß4-sulfosäure
grün rother
Niederschlag
röthlich violett violett
3. Nitrosodiphenylamin und Ditolyl-
Ct1 ß2-naphtylendiamin-ß3-sulfosäure,
nachträglich sulfirt
grün blau violetter
Niederschlag
blau violettblau
4. Nitrosodiphenylamin und Ditolyl-
Ci1 ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfösäure,
nachträglich sulfirt
grün rother
Niederschlag
violett rothviolett
5. Nitrosodialkylanilin und Diphenyl-
£t1ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfosa"ure,
nachträglich sulfirt
grün violetter
Niederschlag
röthlich violett violett
6. Benzolazoalkyl-ct-naphtylamin und
Ditolyl - O1 ß2 - naphtylendiamin - ß3-
sulfosäure, nachträglich sulfirt
grün violetter
Niederschlag
violett rothstichig
violett
7. Benzolazotolyl -Ci1- naphtylamin-a4-
sulfosäure und DUoIyI-Ct1 ß2-naph-
tylendiamin-ß4-sulfosäure
grüngelb blauer
Niederschlag
blau blau.
Die Ausfärbungen auf Wolle zeichnen sich durch ihre Alkaliechtheit aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Ausführung der durch die Ansprüche 1. und 2. des Haupt-Patents, sowie der Ansprüche i. und 2. des Zusatz-Patents Nr. 79189 geschützten Verfahren zur Darstellung von blauen Azinfarbstöffen unter Verwendung der Diphenyl- oder Ditolyl-ct] ß2-naphtylendiaminß3-monosulfosäure und der Diphenyl- oder Ditolyl-ßj ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure.
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