DE806330C - Rudereinrichtung fuer Ruderboote - Google Patents

Rudereinrichtung fuer Ruderboote

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DE806330C
DE806330C DEP2108A DEP0002108A DE806330C DE 806330 C DE806330 C DE 806330C DE P2108 A DEP2108 A DE P2108A DE P0002108 A DEP0002108 A DE P0002108A DE 806330 C DE806330 C DE 806330C
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DE
Germany
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rowing
rowing device
boat
armed
rudder
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Expired
Application number
DEP2108A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Lampe
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H16/00Marine propulsion by muscle power
    • B63H16/08Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort
    • B63H16/10Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort for bow-facing rowing
    • B63H16/102Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort for bow-facing rowing by using an inverting mechanism between the handgrip and the blade, e.g. a toothed transmission

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Rehabilitation Tools (AREA)

Description

  • Rudereinrichtung für Ruderboote Die üblichen Rudereinrichtungen bei Ruderbooten haben den Nachteil, daß der Ruderer entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des Bootes sitzt, also nach hinten blickt. Um in der Fahrtrichtung liegende Hindernisse zu erkennen, muß sich der Ruderer ständig umdrehen. Da Blick- und Fahrtrichtung einander entgegengesetzt sind, führt dies leicht und oft zu Zusammenstößen und sonstigen Unfällen, weil das Hindernis entweder gar nicht oder doch zu spät erkannt wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber eine Rudereinrichtung für Ruderboote, bei welcher dieser Nachteil vermieden ist, bei deren Anwendung Blickrichtung des Ruderers und Fahrtrichtung des derselben Richtung liegen, und welche überdies den Vorteil bietet, daß trotz einfacher Bauart die Rudertechnik, welche der Ruderer anzuwenden hat, unverändert bleibt, so dt:.ß also ein lZilderer leim Übergang von den bisher üblichen Rudereinrichtungen zu der neuen Rudereinrichtung nicht umzulernen braucht.
  • Diese vorteilhafte Wirkung wird bei der neuen Rudereinrichtung dadurch erzielt, daß jeder der beiden Ruder aus zwei zweiarmigen Hebeln besteht, deren beide innere Enden gelenkig miteinander verbunden sind und deren äußere freie Enden als Rudergriffe bzw. Ruderblätter ausgebildet sind und die beiden Schwenkachsen der beiden zweiarmigen Hebel auf einem Achsträger befestigt sind, welcher um eine in der L:ingsriehtung des Ruderbootes verlaufende Achse schwenkbar am Bootskörper, vorzugsweise dessen Bootsrand, befestigt ist.
  • Weitere zweckmäßige Merkmale, Ausführungsmöglichkeiten und Einzelheiten ergeben sich aus den Ansprüchen, aus der nachstehenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele sowie aus der Zeichnung. Auf dieser zeigt Fig. i schaubildlich einen Ruderer in Arbeitsstellung beim Arbeitshub mit den beiden Handgriffen der beiden Ruder, Fig. 2 und 3 Draufsicht und Vorderansicht in der Blickrichtung des Ruderers ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der neuen Rudereinrichtung mit einer Umkehreinrichtung in Gestalt eines in verschiedene Bolzenbohrungen einsteckbaren Gelenk-oder Kupplungsbolzens, Fig. 4 in Vorderansicht eine mittels festschraubbaren Gelenkbolzens verschieden einstellbare Kröpfung des den Handgriffteil tragenden zweiarmigen Hebels, Fig. 5 eine Festlege- oder Arretiereinrichtung für die Verbindung zwischen den beiden zweiarmigen Hebeln zwecks Verwendbarkeit der Rudereinrichtung als,gewöhnliche einstückige Ruder, Fig. 6 in Draufsicht die Schwenkverbindung zwischen den beiden zweiarmigen Hebeln mittels Zahnrädern bzw. Zahnsegmenten, die zwecks Veränderung des Über- oder Untersetzungsverhältnisses auch von verschiedenem Durchmesser sein können, und schließlich Fig. 7 eine Schwenkverbindung zwischen den beiden zweiarmigen Hebeln in Gestalt einer Kugelgelenkverbindung.
  • In allen Figuren sind die gleichen Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
  • Der Aufbau des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2 und 3 ist folgender: Auf dem Bootsrand oder der Bordwand w des Ruderbootes ist mittels des Bordwandlagers 1, dessen Schwenkachse in der Längsrichtung des Ruderbootes verläuft, der Achsträger oder Grundplatte t befestigt. Diese trägt die beiden Hebelachsen g und f, um welche die beiden mittels des Gelenkbolzens b miteinander schwenkbar verbundenen zweiarmigen Hebel h, a und r, c schwenkbar sind. Mit h ist das als Handgriff ausgebildete innere freie Ende des inneren zweiarmigen Hebels bezeichnet und mit r der äußere Ruderarm, dessen freies Ende als Ruderblatt u ausgebildet ist. Um das Übersetzungsverhältnis zwischen Handgriff und Ruderblatt u verändern zu können, sind mehrere Bolzenbohrungen i, j, k im Arbeitshebelarm a zur wahlweisen Aufnahme des Gelenkbolzens b vorgesehen. Zwecks Ausgleichsmöglichkeit für die Schiebebewegung ist die Schwenkachse f als Schiebelager ausgebildet, indem sie mit einem in Durchmesserrichtung verlaufenden Schlitz s versehen ist, in welchem der äußere zweiarmige Hebel c, r längs verschiebbar gelagert und geführt ist.
  • In Fig. 2 ist mit dem Pfeil p diejenige Richtung bezeichnet; die zugleich die Blickrichtung des Ruderers als auch die Fahrtrichtung ist. Mit x und y sind die Arbeitswege des Handgriffes und des Ruderblattes bezeichnet, die bei der neuen Rudereinrichtung stets gleichsinnig verlaufen, im Gegensatz zum einteiligen Ruder, bei welchem diese beiden Wege stets in einander entgegengesetzter Richtung verlaufen.
  • Die Wirkungsweise der neuen Einrichtung unterscheidet sich von den bekannten Einrichtungen nur durch die Tatsache, daß der Ruderer in Fahrtrichtung sitzt, also mit Gesicht und Füßen in Richtung auf den Vorderteil des Ruderbootes, und die Arbeitswege der Handgriffe und der Ruderblätter stets in der gleichen Richtung verlaufen. Im übrigen bleibt die Rudertechnik unverändert.
  • In den Fig. 4 bis 7 sind einige weitere Ausführungsmöglichkeiten bzw. Verbesserungen dargestellt.
  • Fig. 4 zeigt eine Einrichtung, welche dazu dient, die Stellung des Handgriffteiles des Ruderhebels den individuellen Wünschen eines jeden Ruderers anpassen zu können, indem der Handgriffarm h eine Kröpfung aufweist, wobei das Maß der Kröpfung durch Anordnung eines festscliraubbaren Gelenkbolzens v verschieden einstellbar ist.
  • Fig. 5 zeigt eine Möglichkeit der Herbeiführung einer starren Verbindung zwischen den beiden zweiarmigen Hebeln, so daß ein einteiliges starres Ruder gebildet wird, welches wie ein bisher übliches Ruder verwendet werden kann. Dies wird durch Anwendung zweier Bolzen b, b' erreicht, welche in die beiden äußersten Gelenkbolzenbohrungen i und k eingeführt werden.
  • In Fig.6 ist in Draufsicht eine. weitere Ausführungsmöglichkeit dargestellt, bei welcher die Schwenkantriebsverbindung zwischen den beiden zweiarmigen Hebeln mittels zweier. Zahnräder erreicht wird. An die Stelle dieser Zahnräder können auch Zahnsegmente treten, da ja auch von den vollen Zahnrädern nur ein Teil ihres Umfanges praktisch ausgenutzt wird. Durch Anwendung von Zahnrädern bzw. Zahnsegmenten können verschiedene Übersetzungsverhältnisse erzielt werden. Diese. Ausführungsform hat den Vorteil, daß keine Schiebebewegung auftritt, welche ausgeglichen werden müßte. Beide Schwenkachsen können also starr mit der Grundplatte oder dem Achsträger verbunden werden, und die Lagerung der beiden zweiarmigen Hebel um diese Achsen kann mittels einfacher Bohrung erfolgen.
  • Schließlich ist in Fig. 7 noch eine weitere Ausführungsmöglichkeit dargestellt, bei welcher die Schwenkkupplung zwischen beiden zweiarmigen Hebeln mittels eines Kugelgelenkes erfolgt. Der Kugelkopf ist mit m, die Kugelpfanne mit yt bezeichnet. Schiebebewegungsausgleich muß vorhanden sein und ist in Fig. 7 in Gestalt der längs verschieblichen Lagerung des Ruderhebels r in den Schwenkbolzen f vorgesehen.
  • Statt der in Fig. 5 dargestellten starren Verbindungsmöglichkeit kann eine solche auch auf verschiedenste andere Arten verwirklicht werden, beispielsweise durch eine Überschiebmuffe mit Bajonettverschluß. Die neue Rudereinrichtung bietet überdies noch den wesentlichen Vorteil, daß sie sich verhältnismäßig leicht und einfach in jedes vorhandene Ruderboot nachträglich einbauen läßt. Außer der Umkehrung der Rudersitze in die entgegengesetzte Richtung im Ruderboot ist lediglich das Anschrauben oder sonstige Befestigen des Bordwandlagers i an der Bordwand des Ruderbootes erforderlich.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rudereinrichtung für Ruderboote, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden Ruder aus zwei zweiarmigen Hebeln (la, a und c, y) besteht, deren beide innere Enden (a und c) gelenkig (Schwenkbolzen b, Zahnräder z, Kugelgelenk m, n o. dgl.) miteinander verbunden sind und deren äußere freie Enden als Rudergriffe (h) bzw. Ruderblätter (u) ausgebildet sind und die beiden Schwenkachsen (f, g) der beiden zweiarmigen Hebel (h, a und c, r) auf einem Achsträger (t) befestigt sind, welcher um eine in der Längsrichtung des Ruderbootes verlaufende Achse (l) schwenkbar am Bootskörper (w), vorzugsweise dessen Bootsrand, befestigt ist.
  2. 2. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden inneren Hebelenden (a, c) als Zahnräder bzw. als Zahnsegmente (z, z) ausgebildet sind (Fig. 6).
  3. 3. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß zur gelenkigen Verbindung der beiden inneren Hebelenden (a, c) eine Kugelgelenkverbindung (m, n) dient (Fig. 7).
  4. 4. Rudereinrichtung nach Anspruch i oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der beiden Schwenkachsen (f, g) in dem Achsträger (t) quer zur Längsrichtung des Ruderbootes verschiebbar gelagert ist.
  5. 5. Rudereinrichtung nach Anspruch i oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schwenkachsen (f, g) im Achsträger (t) nur schwenk-, aber nicht verschiebbar gelagert sind, jedoch in einem von ihnen der zugeordnete zweiarmige Hebel (c, r) in einem Längsschlitz (s) des Achsbolzens (f) verschiebbar gelagert ist (Fig. i, 2 und 7).
  6. 6. Rudereinrichtung nach Anspruch i oder folgenden, gekennzeichnet durch eine zusätzliche starre, aber entriegelbare Verbindungsmöglichkeit beider zweiarmiger Hebel miteinander beispielsweise mittels Bolzenverbindung (b, b, Fig. 5) oder mittels Überschiebmuffe mit Bajonettverriegelung.
  7. 7. Rudereinrichtung nach Anspruch i oder folgenden, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Einstellen wahlweise verschiedener Übersetzungsverhältnisse, beispielsweise mittels einer Mehrzahl von Achsenaugen (i, j, k) für den Verbindungsbolzen (b', Fig. 2 und 3). B. Rudereinrichtung nach Anspruch i oder folgenden, gekennzeichnet durch eine zweckmäßig verstellbare Kröpfung des den Handgriffteil tragenden zweiarmigen Hebels (Fig. q).
DEP2108A 1948-10-02 1948-10-02 Rudereinrichtung fuer Ruderboote Expired DE806330C (de)

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