DE80548C - - Google Patents

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DE80548C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C1/00Dobbies
    • D03C1/06Double-lift dobbies, i.e. dobbies in which separate draw-knives or equivalent operate on alternate picks
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C2700/00Shedding mechanisms
    • D03C2700/01Shedding mechanisms using heald frames
    • D03C2700/0127Program-controlled heald frame movement
    • D03C2700/0133Program-controlled heald frame movement with mechanical transmission
    • D03C2700/0138Program-controlled heald frame movement with mechanical transmission using hooks or lifters
    • D03C2700/0155Double-lift mechanisms
    • D03C2700/0161Double-lift mechanisms of negatively-driven type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Harvester Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1. Juni 1894 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Schaftmaschine von der Art der Doppelhubmaschine von' Smith-Hattersley, welche aus einer sogen. Offenfachmaschine in eine solche für geschlossenes Fach verwandelt werden kann, indem die die sogen. Platinenböden vertretenden Organe durch Einrückung eines mit ihnen verbundenen Antriebsmechanismus entsprechend beweglich gemacht werden und dann als Tieffachmesser dienen, während sie bei der Smith-Hattersley'sehen Maschine fest sind und letztere nur Hochfach bilden kann.
Dabei ist nach vorliegender Erfindung ferner die Möglichkeit geboten, die Schäfte einestheils mit Offenfach, anderentheils mit geschlossenem Fach arbeiten zu lassen, zu welchem Zwecke ein die beweglichen Platinenböden in . ihre Wirkung vertretendes Organ, ein aus einzelnen Theilen bestehendes Tieffachmesser, angeordnet ist, derart, daß jeder Schaft einzeln von der Beeinflussung dieses Messers durch Auskehrung des betreffenden Einzeltheiles befreit werden kann, um ihn mit Offenfach arbeiten zu lassen.
Auf beiliegender Zeichnung sind zwei Ausführungen der vorliegenden Maschine in den in Betracht kommenden Theilen veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι einen Aufriß und Fig. 2 einen Grundriß einer Ausführung, welche die Verwandlung der Maschine entweder in eine Geschlossenfach- oder in eine Offenfachmaschine gestattet, Fig. 3 einen Aufriß und Fig. 4 und 5 sind Einzeltheile einer anderen Ausführung, welche neben der Umwandlung der Maschine aus einer Offenfachmaschine in eine Geschlossenfachmaschine auch gestattet, daß beliebige einzelne Schäfte in der alten Weise mit Offenfach arbeiten, während die übrigen geschlossenes Fach machen.
Fig. 6 giebt schematisch eine Art. der Aufhängung der Schafte an den sogen. Schwingen, Schemeln oder Tritten α vorliegender Maschine wieder, während die Fig. 7 bis 15 schematisch Arbeitsstellungen der fachbildenden Organe bei verschiedenen Arbeitsweisen der Maschine veranschaulichen.
In bekannter Weise dienen bei vorliegender Maschine zur Bewegung von Schwingen a, an welchen (etwa nach Angabe der Fig. 6) die Schäfte b aufgehängt sind, die sogen. Balancen c, welche in bekannter Weise mittelst an ihnen paarweise angebrachter Hakenplatinen d d1 durch zwei gegenläufig hin- und herbewegte Hochfachmesser e e1 unter sogen. Doppelhube mitgenommen werden können, wobei sich die Balancen gegen eine der beiden Anlagen f (Platinenböden) stemmen und dort jeweilig den Drehpunkt finden, um welchen sie ihre Schwingung machen.
Nach vorliegender Erfindung können nun die Bewegungen des Hebels h, von welchem unter Vermittelung zweier Lenker g der gegenläufige Antrieb der Hochfachmesser e ex ausgeht, durch einen auf seiner Drehachse Absitzenden Zahnradsector i und ein zum Ein-
(2. Auflage, ausgegeben am so. September rgosJ
griff mit diesem axial verschiebbares Stirnrad k auf eine Welle I, Fig. 2, übertragen werden, um bei der in den Fig. 1 und 2 gegebenen Ausführung von dieser Welle die den Platinenboden entsprechenden Anlagen f der Balancen in Form von geradlinigen Kehrbewegungen anzutreiben, was durch auf beiden Enden der Welle I sitzende Kurbeln m, an diesen angreifende, am anderen Ende einerseits durch eine Quertraverse verbundene, andererseits in geradlinigen GesteHschlitzen geführte Schubstangen η und von diesen zu den Anlagen f geführte Gelenkstangen 0 o1 geschieht. Das Uebersetzungsverhältniß zwischen dem Sector i und dem Stirnrad k ist so gewählt, daß bei normaler Schwingungsweite des Messerhebels h die Welle Z etwa eine halbe Umdrehung macht und der Zapfen der Kurbel m zwischen den beiden Endstellungen ε über die Mittelstellung μ hinwegschwingt. Infolge der so erzielten Beweglichkeit der Anlagen oder Platinenboden f arbeitet die ganze Maschine mit geschlossenem Fach, wofür die Fig. 7 und 8 den Arbeitsvorgang veranschaulichen. Indem eines der Hochfachmesser e bezw. e1 aus der Stellung μ, Fig. 7, in die Stellung w, Fig. 8, übergeht, gehen zugleich (infolge Bewegung des Kurbelzapfens m, Fig. 2, aus der Stellung μ, Fig. 1 und 7, in eine der Stellungen ε, Fig. 1 und 8) die Anlagen f aus der Stellung μ, Fig. 7, in die Stellung τ, Fig. 8. Dabei ist aß, Fig. 8, der Weg der Kette, die Folge des Messerhubes, der Weg α γ dagegen die Folge der Bewegung der Anlagen oder Platinenboden f, indem durch diese Bewegung eine von unten an den Schäften angreifende Belastung (Federn oder Gewichte) befähigt wird, die Ketten in die Lage τ niederzuziehen.
Hinsichtlich der griechischen Buchstabenbezeichnungen sei übrigens allgemein erwähnt, daß die von einander abhängigen, also zusammengehörigen Stellungen der einzelnen Organe durch den gleichen Buchstaben gekennzeichnet sind, und zwar deutet tu immer die höchste, τ die tiefste und μ die Mittellage an. Wird der Bewegungsmechanismus der Platinenboden / ausgerückt, was einfach durch Verschieben des Stirnrades k auf seiner Welle I geschehen kann, so bleiben die Anlagen /, wie bei der Smith-Hatters-1 e y ' sehen Maschine, fest stehen und die Maschine arbeitet in der alten bekannten Weise als Offenfachmaschine. Die Fig. 9 und 10 veranschaulichen hierzu den Arbeitsvorgang. Die Schäfte sind so tief gehängt gedacht, daß die eingezogenen Kettenfäden (unter Wirkung der erwähnten Feder- oder Gewichtsbelastung) zwischen dem Kettenbaum und dem Streichbaum von vornherein einen stampfen Winkel,
d. h. einen Tlieil der zu erzeugenden Fachöffnung, das sogen. Unterfach, bilden (Fig. 9). Beim Hochfachmesserhub entsteht dann das in Fig. 10 gezeichnete Fach.
Bei der in den Fig. 3 bis 5 gegebenen Abänderung sind an die Schubstangen η angehängte Lenkerstangen o° nicht mit den An- ' lagen oder Platinenboden f, welche hier fest sind, sondern mit einer quer hinter den Schwingen α angeordneten Traverse oder Spindel p verbunden, welche eine der Anzahl der Schwingen (Schemel, Tritte) entsprechende, in einer Reihe angeordnete Anzahl Daumen q, sogen. Stößer, trägt, deren jeder sich in ein gegenüber dem Drehzapfen c1 der Balancen vorgesehenes Knie der Schwingen stemmt (s. auch Fig. 5, in welcher einer der Stößer q zurückgeklappt gezeichnet ist). Die Spindel p, mit den Stößern bildet daher ein Tieffachmesser. Die Lenker werden durch seitlich am Maschinengestell angebrachte Führungen r, Fig. 3 und 4, von unten unterstützt. Durch Einrücken des Stirnrades k wird die Traverse p mit den Stößern bewegt und wirkt dann in derselben Weise wie die beweglichen Anlagen f der in den Fig. 1 und 2 gegebenen Ausführung, also wie ein beweglicher Platinenboden oder ein Tieffachmesser, wobei die Maschine als Geschlossenfachmaschine arbeitet.
Die Fig. 11 und 12 zeigen für diesen Fall den Arbeitsvorgang, entsprechen also den Fig. 7 und 8. Indem der Musterkarte entsprechend einzelne Schäfte mit ihren Kettenfäden beim Hub der Hochfachmesser emporgezogen werden, lassen gleichzeitig die Stößer q die übrigen Schwingen und Schäfte mit den Kettenfäden sinken. Ist das Stirnrad k ausgekehrt, so ist die Traverse p mit den Stößern fest und die Maschine arbeitet in der alten Weise als Offenfachmaschine. Den entsprechenden Arbeitsvorgang zeigt Fig. 13, in welcher die Stößer nebst ihren Antriebsorganen, weil jetzt wirkungslos, weggelassen sind. Fig. 13· deckt sich also mit Fig. 10.
Die in den Fig. 3 bis 5 dargestellte Construction bietet nun insofern eine erhebliche Erweiterung gegenüber der Ausführung nach Fig. ι und 2, als sie gestattet, daß einzelne Schäfte in der alten Weise Offenfach bilden, während die übrigen geschlossenes Fach machen.
Zu diesem Zwecke werden die Stößer q derjenigen Schäfte, welche in der alten Weise mit Offenfach arbeiten sollen, rückwärts umgelegt, wie Fig. 5 veranschaulicht, so daß sich die Schwingen gegen die festen Anlagen f legen, also nunmehr feste Platinenboden erhalten.
Das Stirnrad k bleibt eingerückt, so daß die übrigen Schwingen unter Einfluß beweg-
licher Stößer q (des Tief fachmessers) bleiben, also wie bei einer Geschlossenfachmaschine arbeiten. Hierbei müssen die Kettenfäden, welche in die Hoch- und Tieffachschäfte eingezogen sind, auf einem besonderen Kettenbaum aufgebäumt sein. Der Arbeitsvorgang wird durch die Fig. 14 und 15 veranschaulicht. Für diejenigen Schwingen, deren Stößer zurückgeklappt, also wirkungslos sind, wurde dieses Organ der Uebersichtlichkeit halber nicht gezeichnet. Die Schäfte der Kettentheile, welche unter alleiniger Wirkung des Hochfachmessers nur mit Hochfach (Offenfach beim Ladenanschlag) arbeiten, werden, wie Fig. 14 zeigt, um so viel tiefer gehängt, als die, welche unter Wirkung des Messer- und des Stößerhubes mit Hoch- und Tief fach (Geschlossenfach beim Ladenanschlag) arbeiten, wie es nöthig ist, um das Unter fach beider Schaftarten in eine Ebene zu bringen.

Claims (2)

Pate nt-An SPRiJ c he:
1. Eine doppelthebende Schaftmaschine für offenes Fach, deren Offenfachwirkung dadurch in eine solche für geschlossenes Fach umgewandelt werden kann, daß den Platinenboden (f) durch einen ein- und ausschaltbaren Antriebsmechanismus eine den Tieffachmessern der Hoch- und Tieffachschaftmaschinen entsprechende Bewegung ertheilt wird.
2. Eine Schaftmaschine der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher das Arbeiten einzelner Schäfte mit geschlossenem Fach und der übrigen Schäfte mit offenem Fach dadurch ermöglicht wird, daß die Platinenboden in einer dem Tieffach entsprechenden Lage fest angebracht sind und ein aus einzeln abstellbaren Theilen (q) bestehendes Tieffachmesser (p q) zwischen den Platinenboden (f) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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