DE804763C - Schwabbelscheibe - Google Patents

Schwabbelscheibe

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DE804763C
DE804763C DEK1887A DEK0001887A DE804763C DE 804763 C DE804763 C DE 804763C DE K1887 A DEK1887 A DE K1887A DE K0001887 A DEK0001887 A DE K0001887A DE 804763 C DE804763 C DE 804763C
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DE
Germany
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buffing
paste
discs
leather
disc
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Expired
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DEK1887A
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HERMANN KLEINHAUS
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HERMANN KLEINHAUS
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D13/00Wheels having flexibly-acting working parts, e.g. buffing wheels; Mountings therefor
    • B24D13/02Wheels having flexibly-acting working parts, e.g. buffing wheels; Mountings therefor acting by their periphery
    • B24D13/08Wheels having flexibly-acting working parts, e.g. buffing wheels; Mountings therefor acting by their periphery comprising annular or circular sheets packed side by side

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • Zum Blankschleifen und Polieren, insbesondere von gegossenen Messinggußwaren, bedient man sich Polierscheiben, die unter der Bezeichnung Schwabbelscheibe bekannt sind.
  • Schwabbelscheiben bestehen aus vielen Lagen festen Textilstoffes, jede Lage aus einzelnen Segmenten. Für letztere werden Abfälle aus anderweitiger Fabrikation verwendet. Die beiden außenliegenden Lagen bestehen aus je einer Stoffscheibe. Die Verbindung,aller Stoffteile erfolgt durch mehrere konzentrische Nähte. Auf den beiden Flachseiten werden die Schwabbelscheiben von Blechscheiben kleineren Durchmessers eingefaßt und schließlich auf einer Welle festgeklemmt. Die Scheiben sind aber unrund und werden vor der Ingebrauchnahme, jedoch bei voller Drehzahl, mittels eines messerartigen Werkzeuges rundgeschnitten.
  • Die Schwabbelscheiben haben einen Durchmesser von etwa 5oo bis 6oo mm und mehr. Sie laufen mit einer Drehzahl von etwa 2ooo; die Fliehkraft ist dementsprechend hoch. Sie bewirkt aber, daß alle Stoffsegmente sich straff radial ausrichten und die Schleiffläche gegen Druck ziemlich widerstandsfähig ist. Immerhin muß sie aber genügend schmiegsam bleiben, um sich den Formen der zu schlichtenden und glättenden Werkstücke, wie z. B. -Mischventilen von Badewannen, anpassen zu können. Solche Werkstücke werden in Kokillen, häufig aber auch in Sandformen gegossen. Zunächst wird immer der Grat der Gußnaht auf einem Schleifstein vorgeschliffen werden müssen. Die Schwabbelscheibe hat dann die Aufgabe, die Schmirgelriefen und gegebenenfalls die Gußhaut wegzuschleifen und schließlich die Oberfläche zu polieren. Das wichtigste Mittel hierbei ist jedoch die Polierpaste. Die Stoffscheibe ist wesentlich nur der Träger der Paste, die recht oft erneuert werden muß. Im wesentlichen besteht die ganze Prozedur in nicht viel mehr, als sie eine Hausfrau ausübt, die ein mit Polierpaste oder -wasser getränktes Tuch zum Blankreiben ihrer Silber-, Nickel- oder Messingsachen benutzt, nur daß hier natürlich wegen der hohen Fliehkräfte nur pastenartige Polier= und Schleifmittel verwendet werden können, die fest am Tuch haftenbleiben. Der Stoff selbst hat naturgemäß keine oder doch nur sehr geringe Schleifkraft. Eine Schwabbelscheibe nutzt sich sehr schnell ab. Der Verbrauch an Paste ist groß. Die ,Werkstücke können nur von Hand gehalten und gegen die Scheibe gedrückt werden. Wenn natürlich auch eine Schleifmaschine mit einem Gebläse verbunden ist, um die abgeschliffenen Fasern und Pastenteilchen abzusaugen, ist doch die Atmosphäre, in der sich der Schleifer aufhalten muß, mit feinsten abgeschleuderten Teilchen dieser Stoffe gesättigt. Die Arbeit ist sehr ungesund. Es ist möglich, daß beim Schleifen verwickelter Werkstücke eine Schwabbelscheibe in einer Arbeitsschicht verbraucht wird. Das Auswechseln und Einrichten einer neuen Scheibe nimmt viel Zeit in Anspruch.
  • Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und besteht in der Verwendung von weichem Abfalleder an Stelle von Textil- und Webstoffen zur Bildung von Schwabbelscheiben. Auch Abfalleder fällt, z. B. von Oberleder in der Schuhindustrie, genügend an, tun als billiger Rohstoff gelten zu können. Eine in bekannter Weise zusammengestellte, jedoch aus weichem Abfalleder bestehende Schwabbelscheibe hat eine mindestens 5- bis tofach längere Lebensdauer als eine Stoffscheibe. Die Anpassung an verwickelte Formen der Werkstücke ist ebenso gut. Per Verbrauch von Paste beträgt einen kleinen Bruchteil gegenüber dem bisherigen. Die Oberfläche von weichem Leder ist genügend rauh, um Paste festhalten zu können, aber seine Struktur ist nicht porös wie Faserstoff, um die Paste aufsaugen zu können. Eine Zerfaserung des Leders findet durch den Schleifvorgang zwar ebenfalls, jedoch in ungleich geringerem Maße statt, jedenfalls aber nicht durch Fliehkräfte, die wohl Faser auf Faser oder Faden für Faden aus einem Webverband von Faserstoffen lösen können, auf keinen Fall aber aus der überall gleichmäßigenLederhaut. Es kann aus diesen Gründen die Tourenzahl der Schwabbelscheibe wesentlich erhöht werden. Für die Gesundheit des Schleifers bildet die Leder-Schwabbelscheibe keine Gefahr. Von großer Bedeutung ist es auch, daß das Leder selbst sich als ganz vorzügliches Schleif- und Poliermittel erwiesen hat und Paste in kaum nennenswertem Maße noch Anwendung findet.
  • Diese Erkenntnis ist nicht ganz allgemein neu, denn es gibt z. B. aus hochkantgestellten Lederscheiben zusammengebaute Blocks in Verbindung mit Schmirgel zum Scheuern von Herdplatten o. dgl., aber sie ist neu und vorteilhaft in ihrer Anwendung auf Schwabbelscheiben.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigt Abb. r eine Draufsicht mit teils Nv-eggebrochenen, obenliegenden Körpern, Abb. 2 einen Mittelschnitt.
  • In der Bauart unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand kaum von der Bauart der bekannten Schwabbelscheiben. Aus Abfalleder bestehende Segmente a fügen sich ztt einer Scheibe. Es liegen viele solcher Scheiben, natürlich tnit verdeckten Stößen b, aufeinander. Die Stirnscheiben c sind ungeteilt. Die Verbindung erfolgt durch zwei oder mehrere Rundnähte d, zweckmäßig aus sog. Schuster-Pechdraht. Zwei kleine, aus Blech bestehende Scheiben e dienen als Klemmscheiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schwabbelscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Körper aus weichen Lederstücken an Stelle von Textilstoffen besteht.
DEK1887A 1950-02-21 1950-02-21 Schwabbelscheibe Expired DE804763C (de)

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DEK1887A DE804763C (de) 1950-02-21 1950-02-21 Schwabbelscheibe

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DEK1887A DE804763C (de) 1950-02-21 1950-02-21 Schwabbelscheibe

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DE804763C true DE804763C (de) 1951-04-30

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DEK1887A Expired DE804763C (de) 1950-02-21 1950-02-21 Schwabbelscheibe

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