DE8031C - Neuerungen an den Bewegungsmechanismen für Mähemaschinen - Google Patents
Neuerungen an den Bewegungsmechanismen für MähemaschinenInfo
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Description
1879.
Klasse 45.
EDWIN RUTHVEN WHITNEY in MONTREAL (Quebec, Canada). Neuerungen an den Bewegungsmechanismen für Mähemaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1879 ab.
Es ist bisher als ein Uebelstand der Bewegungsübertragungsmechanismen
bei Mähmaschinen zu erachten, dafs die Uebertragung der Bewegung keine vollkommen ebenmäfsige ist,
dafs sie nicht direct wirkt und dafs sie nicht sofort ausgeschaltet werden kann, ohne die
Betriebsräder bezw. die Mähmaschine selbst zum Stillstand zu bringen. Das Fahren der
Mähmaschinen auf unebenem Terrain, durch kleine Gräben und über' Steine, andererseits
die Bewegung der Mähmaschinen in geringen Curven haben der Gleichförmigkeit des Betriebes
der Messer bei den vorhandenen Mechanismen geschadet.
Die vielfachen Uebersetzungen sind dem Kraftaufwand nachtheilig und das Ausrücken
einer Kuppelung behufs Stillsetzens der Messer der Mähmaschine kann sehr häufig nicht prompt
genug geschehen, um ein Unglück mit der Maschine oder ein Beschädigen der Messer im
Anlaufen an Widerstände schnell genug zu vermeiden.
Der Zweck der hier zu beschreibenden Construction ist es, diesen Uebelständen durch eine
directere Uebertragung der Bewegung von den Transporträdern der Maschine einerseits und
ferner dadurch abzuhelfen, dafs die Möglichkeit geschaffen ist, die Bewegung der Messer, selbst
während des Fortganges der Maschine unmittelbar zu unterbrechen.
Fig. ι ist die obere Ansicht einer Mähmaschine mit den neu construirten Mechanismen;
Fig. 2 eine Seitenansicht nach dem Schnitt x-x in Fig. 1;
Fig. 3 zeigt die zur Anwendung kommenden Daumen und
Fig. 4 den Theil eines Triebrades mit einem eigenthümlichen Kammrad und der Stellung
der Daumen und Rüttelwelle zu diesem Triebbezw. Kammrad.
Die gleichen Buchstaben bedeuten in den verschiedenen Figuren dieselben Theile der
Maschine.
A A' sind die Trieb- oder Transporträder
der Maschine, B die Axe der Maschine, auf der der Rahmen derselben C sich stützt. Die
Form dieses Rahmens ist hier der Lagerung der weiter zu beschreibenden Einzelheiten entsprechend
gewählt, c c sind zwei Augen oder Lager, in denen sich die Welle D lose dreht.
Auf dieser Welle D sind die Daumen oder Klauen E und E1 befestigt, und zwar derart,
dafs die Spitzen dieser Daumen E und E1 in
entgegengesetzter Richtung zu einander stehen. F ist ein eigenthümlich geformtes, mit dem
Triebrad A1 zusammengegossenes oder daran befestigtes Kammrad, in dessen wellenförmigen
Vertiefungen die Daumen E und E1 so liegen bezw. gleiten, dafs, während E sich auf der
Höhe der Welle des Kammrades befindet, E' in der Wellentiefe liegt.
G, Fig. 2, ist ein Arm, der auf der Welle D mittelst Feder und Nuth gleitet, wie eine Kurbel
geformt ist und auch als solche wirkt, und welcher an seinem Endpunkt die Verbindungsstange H aufnimmt, die ihrerseits direct zu der
Messerstange / führt. Diese Messerstange bewegt sich in der Messerführung mit dem Finger
K in der gewöhnlichen Weise. Das Aufheben der Messerführung und Messerstange
während des Transportes der Maschine kann in derselben Weise geschehen, wie sie bisher
bekannt gewesen, und ebenso sind die übrigen Theile der Maschine, welche zum Aufnehmen
oder Ablegen des Getreides, wo dies erforderlich ist, zur Bespannung, der Maschine, zum
Sitz für die Bedienung u. s. w. dienen, nach der besten bekannten Construction einzurichten.
Das Zusammenarbeiten und die hin- und hergehende Bewegung der Messer in der
Messerführung sind folgende: Durch die Daumen E und jE1, welche sich, wie schon beschrieben,
vor dem wellenförmigen Kammrad bewegen, empfängt die Welle D eine schüttelnde
schnelle Bewegung und der Arm G mit der Zugstange H überträgt diese schnell hin-
und hergehende Bewegung direct auf die Messerstange I. Der Umstand aber, dafs diese Daumen
E und E1 von der Mitte des Triebrades gleichweit entfernt und dafs die Welle D in
unmittelbarer Nähe dieser Daumen von den Lagern c getragen wird, sichert einen vollkommen
ebenmäfsigen Gang, während die wie beschrieben directe Uebertragung der Bewegung
vermittelst des Armes G, anstatt wie bisher üblich, durch eine Reihe von Uebersetzungen
(durch Stirn- und konische Räder) eine Verminderung an Kraftbedarf mit Sicherheit herbeiführt.
Ebenso einfach ist die Construction, um diese Betriebsmechanismen sofort auiser Wirksamkeit
zu bringen, d. h. die Messerstange in der Messerführung fest zu legen.
Unter dem Rahmen C der Maschine liegt, parallel mit der Triebwelle, die kurze Welle M,
auf welcher ein Hebel N mit einem Fufstritt befestigt ist, der vom Sitz des Führers erreicht
und leicht bewegt werden kann. Auf dieser Welle M ist ferner ein Daumen O so befestigt,
dafs derselbe hinter dem Daumen E auf der Welle D fest anliegt. Eine Bewegung des Fufstrittes
N in der Bewegungsrichtung der Mähmaschine wird sonach den kurbeiförmigen Daumen
O auf den Daumen E so einwirken lassen, dafs dieser Daumen E so\vohl, als der ebenfalls
auf der Welle festsitzende Daumen .E1 mit dem
wellenförmigen Kammrad alsbald aufser Eingriff kommt und so lange aufser Eingriff bleibt, als
der Führer der Maschine die vorwärts geschobene Stellung des Hebels mit dem Fufstritt N
beibehält. Die Feder P aber, welche zwischen dem Lager c und dem auf einer Feder der
Welle D gleitenden Arm G liegt, zieht die Welle D mit ihrem Daumen E und E1 in die
Betriebslage zurück, d. h. die Feder P bringt die Welle D und den Hebel mit dem Fufstritt N
in ihre vorherbeschriebene Lage zurück, sobald der Führer den Fufstritt freiläfst. Anstatt den
kurbeiförmigen Daumen O direct auf den Daumen
E wirken zu lassen, könnte bei anderen Gröfsenverhältnissen der Maschine auf der
Welle D, zum Zweck der nur beschriebenen Ausschaltung, auch eine besondere Schulter oder
ein Stellring entsprechend befestigt werden.
Claims (2)
1. In Verbindung mit Mähmaschinen die Anwendung eines wellenförmigen Kammrades
und darauf gleitender, eine besondere Welle schüttelnd bewegender Daumen, welche Welle
einen Kurbelarm hin- und wiederkehrend bewegt, der mit der Messerstange der Mäh-.maschine
in directer Verbindung steht.
2. Die Anwendung einer Welle mit zwei Hebeln, parallel zu der Triebwelle einer Mähmaschine,
um die die Messer bewegenden Mechanismen durch eine kurze Bewegung direct aufser Betrieb zu setzen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8031C true DE8031C (de) |
Family
ID=285642
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8031D Active DE8031C (de) | Neuerungen an den Bewegungsmechanismen für Mähemaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8031C (de) |
-
0
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