-
Elektrische Notrufanlage Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische
-Notrufanlage mit einer oder mehreren mit Meldekontakten ausgerüsteten Sclileifenleituligen,
einem iin Gefahrfalle all@gel@)@ten l@ eriiinelder und einem Sclialtsclilol,t. ,welches
in geschlossenem Zustand den Ferilcilelder betriebsbereit schaltet, d. h. die :\tislösting
des Ferilnielders vorbereitet. Beim Aufschließen des Schaltschlosses wird in solchen
Anlagen der Fernmelder entschärft, d. h. außer Betrieb gesetzt.
-
Bisher hat inan die Sclialtschloßkontakte in den 13etütigungsstroml;rcis
der für die Auslösung des l,-eriunelders vorgesehenen I?iiiriclitungen (Auslöserelais)
gelegt, der im Gefahrfalle geschlossen wurde. Für die Aaslösung des Fernmelders
war daher der einwandfreie Betriebszustand dieses Irreises ausschlaggebend. Bei
Drahtbruch oder bei böswilligem Durchschneiden der Schaltschloßleitung ,wurde die
Auslösung des Fernmelders unwirksain gemacht.
-
Dieser Nachteil wird nach der Erfindung dadurch vermieden, <laß
die liibetriebsetzung des Ferninelders durch einen Stromkreis beherrscht wird, der
iii der Schließstellung des Schaltschlosses geöffnet wird. Bei scharfgeschalteter
Anlage ist dieser Sclialtsclilol'')l;reis stromlos und ohne Bedeutung für (las Funktionieren
der Anlage. Die Auslösung des Feriinielders erfolgt ini Alarmfalle innerhalb
der
Zentrale. Eine Leitungsunterbrechung des Schaltschloßkreises bei scharfgeschalteter
Anlage beeinflußt demnach die Betriebsbereitschaft der Notrufanlage in keiner Weise.
-
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel ein vollständiges Schaltbild
einer elektrischen Notrufanlage gemäß der Erfindung mit einer Zentrale, einer mit
Meldekontakten ausgerüsteten Schleifenleitung, einem im Gefahrfalle ausgelösten
Ferninelder und einem mit einer elektromagnetischen Riegelsperrung versehenen Schaltschloß,
welches an einer Tür des zu sichernden Raumes angebracht sein kann. Die in der Zeichnung
dargestellten Kontaktstellungen kennzeichnen den Zustand, in welchem die Notrufanlage
scharf geschaltet ist. Die "Zentrale ist für den Anschluß mehrerer Schleifenleitungen
vorgesehen. Jede dieser Schleifenleitungen enthält einen Schleifeneinschalter Se
ohne Eigensperrung, einen Schleifenausschalter Sa mit Eigensperrung, ein Überwachungsrelais
S, das durch den Schleifenruhestrom erregt gehalten wird, ein Überwachungsrelais
h, ein Schauzeichen SZ und eine Signallampe L sowie Meldekontakte MKi, MK.= und
FK und den Endwiderstand E.
-
.Die Zentrale enthält gemeinsam für mehrere Schleifen ein Auslöserelais
C für den Fernmelder, ein Sperrelais D, ein Hilfsrelais G, ein Alarmrelais A, eine
Kontrolltaste KT, einen Summe= Su und Kontrollampen SL.
-
Sämtliche Relais, Schalter und Kontrollorgane sind mit Ausnahme der
Meldekontakte in einem Schaltschrank untergebracht, der durch eine Tür geschlossen
ist: Die Tür betätigt Kontakte TK.
-
Das Schaltschloß besitzt die Kontakte Ri, R2, ,5'i, 5.2, die vom Schlüssel
des Schaltschlosses betätigt Nverden, und einen Sperrmagneten BS zur l lockierung
des Sclialtschloßriegels.
-
Als Alarmvorrichtung sind vorgesehen: der Fernmelder F mit einem Sperrmagneten
FM, der den Ablauf des Laufwerks solange verhindert, als er durch Gleichstrom erregt
gehalten ist, und ein iirtlicher Alarmmelder AG, der als Hupe ausgebildet
sein kann. 1. 1)ie (furch Meldekontakte übe rwaclite Schleifenleitung Die Einschaltung
der von der Batterie B gespeisten Schleife erfolgt mittels des Kontaktes Sei des
nur vorübergehend zu betätigenden Schleifenschalters S e. Hierdurch wird das Relais
S angeworfen über Plus, Kontakt Sei, Schutzwiderstand zoi, Schauzeichen SZ, Relaisspule
S, minus. Das Relais S schließt seinen Kontakt si und schaltet sich in den Schleifenstromkreis
ein mit folgendem Stromverlauf: Plus, Klemme a, Schleifenleitung mit 'Meldekontakten
FK, MKi, MK2, Endwiderstand E, Klemme b, Überstromrelais 1l, Kontakt .si des Relais
S, Schauzeichen SZ, Relais S, minus.
-
Der Schleifenruhestrom hält das Überwachungsrelais S erregt, so daß
es bei Schleifenunterbrechung seinen .Anker fallen läßt. In der Zeichnung sind die
Kontakte des Relais S im Zustand der Erregung dieses Relais gezeigt. Das Überstromrelais
h spricht nur bei Verstärkung des Schleifenruhestromes an. Wird z. 13. durch Offnen
des iNleldekontaktes 117K1 die Schleife unterbrochen, so fällt der Anker des Relais
S ab. Durch den jetzt offenen Kontakts, bleibt die Schleife bis zum Wiedereinschalten
unterbrochen. Der bei stromlosem Relais S nach links geschwenkte Uinschaltekontakt
,s2 des Relais S schaltet die zugehörige Schleifenlampe L mit parallel liegendem
Schutzwiderstand w2 und das in Reihe hiermit liegende, allen Schleifen gemeinsame
Alarmrelais A ein: Plus, Kontakts;, linke Schaltstellung, Kontakt ,Sa, des Schleifenausschalters
Sa linke Kontaktstellung, Lampe L, Relais A, minus.
-
Durch den der Lampe I_ parallel geschalteten Widerstand zr,2 wird
eine sichere Alarmgabe auch beim Durchbrennen der Lampe erreicht. Relais A schaltet
sich mit seinem Kontakt a3 in einen Haltestromkreis von folgendem Verlauf: Plus,
Türkontakt TK,' alle Kontakte See der Schleifeneinschalter Se, Kontakt a3, Widerstand
7r"3, Relais A, minus.
-
Mit Kontakt a2 des Relais A wird ein außenliegender Alarmgeber AG
und der Summe= Su in der Zentrale eingeschaltet, während Kontakt a1 des Relais A
den Kreis des Auslöserelais C für den Fernmelder schließt.
-
Wird der Endwiderstand E der Schleifenleitung z. B. durch den parallel
zu ihm liegenden Meldekontakt MK2 kurzgeschlossen, so spricht das Relais L' durch
Stromverstärkung an. Sein Kontakt v1 schließt einen Haltestromkreis, während sein
Kontakt v2 das Relais S durch Kurzschluß abwirft, wobei der Kontakt s, die Schleife
endgültig unterbricht. Die Einleitung des Alarms geschieht, wie vorher bereits beschrieben.
II. Die Auslösung des Fernmelders Die Steuerung des Fernmelders erfolgt über einen
Stromkreis, welcher die Wicklung C 1 des Auslöserelais C enthält und der bei Eingang
einer Meldung durch den Kontakt a1 des Alarmrelais A geschlossen wird: Plus, Kontakt
a1, Kontakt KT4 der Kontrolltaste, Relaiskontakt g2, Relaiskontakt di, Relaisspule
C 1, minus.
-
Über zwei Umschaltekontakte c. und c4 wird der Sperrmagnet F:11 des
Fernmelders F umgepolt und dadurch trotz etw=a vorhandener Remanenz des Sperrmagneten
ein sicheres Abfallen des Magnetankers gewährleistet. Vor der Umpolung des Fernmelders
besteht folgender Stromlauf: Plus, Brücke Hl, H2, linke Schaltstellung des
Kontaktes c.3, Leitung 11, Sperrmagnet F:11 des Fernmelders F, Leitung 12,
linke Schaltstellung des Kontaktes c4, Schutzwiderstand w., minus.
-
Zur Auslösung des Fernmelders wird dieser Stromkreis wie folgt umgeschaltet:
Plus, rechte Schaltstellung des Kontaktes c4, Leitung 121 Sperrmagnet FM des 'Feriitnelders
F, Leitung li, rechte Schaltstellung des Kontaktes c.3, Schutzwiderstand w5, minus.
-
Als Folge des Abfalls des Ankers des Sperrmagneten F111 läuft das
Laufwerk des Fernmel-
| ders F alt und sendet in bekannter Weise Melde- |
| itipulse über eine nicht dargestellte Leitung ztt |
| einer I?tilifaiigszentrale. |
| 111. Scl1altscliloßkreis |
| Die beim Schließen und Offnen des Schalt- |
| Schlosses betiitigten lronitakte Ei. R, liegen in Reihe |
| init einem Sperrelais I) und einer zweiten Wicklung |
| C Il des .\uslüserelais C iii einer über die Leitun- |
| gen 14, h gebildeten Schleife, welche geschlossen |
| ist, solange (las Schaltsclilol.i urigeschlossen ist: |
| flus. IZelaiswickltiiig C Il, l@elais I), Leitung
1;, |
| \Viderstand l1'.=. Widerstand 11'1, Kontakt Rs, Lei- |
| tung Il. Sclititzwiderstand 1"l. 11111111s. |
| In diesem Strotitl:reis ist Relais I) erregt, so |
| (lall sein hmitakt c11 den Stromkreis der Wicklung |
| C I de; =\tislöserelais (' unterbricht. Das Aus- |
| lüsereltiis C kann daher i111 Falle einer Meldung |
| nicht ansprechen und (1e11 Fernmelder nicht aus- |
| 1öseii.Reiais (: konnit andererseits auch über seine |
| Wicklung C 1I infolge (lcs \Viderstands Wi nicht |
| zum Ansprechen, da dieser Widerstand die Er- |
| regung der Relaisspule C II auf einen Wert unter- |
| halb der :1iis1)recligrenze des Relais C herabsetzt. |
| Wird die Anlage scharf geschaltet, dann unter- |
| bricht Kontakt R1 den @clialtscliloß1zreis, und der |
| Anker des Relais D fällt ab. Frontakt dl bereitet |
| den Stromkreis des .\tislöserelais C vor, so daß irn |
| .llarinfalle, also 1>e1 geschlossenem Kontakt a1, das |
| Relais C ansprechen und den Fernmelder F aus- |
| lösen kann. ßeini Entschärfen der Anlage, also beim |
| Offnen des Schaltschlosses, wird zunächst der Kon- |
| takt R1 geschlossen. Die Schaltschloßleitung ist |
| demnach eingeschaltet und (las Relais D erregt, |
| dessen Kontakt dl die Sicherheitsanlage entschärft. |
| [)er \Viderstand !d-, setzt, wie vorher erläutert, die |
| Relaisspule C 1I außer Wirkung. Kurze Zeit nach |
| Scliließett des Kontaktes Ist wird der Kontakt R., |
| geöffnet und dadurch Bier Widerstand HV. in den |
| Schaltschloßkreis eingeschaltet. Dieser \Viderstand |
| setzt den Haltestrom des Relais D herab. |
| 1)1e \Vicklung C II des Relais C soll bei ge- |
| sclilosscncm Scltaltschloß, also scharfgeschalteter |
| \ulage, verhindern. dal3 (las in dieser Betriebsphase |
| stromlose Sperrelais I) von unberufener Seite unter |
| Strom gesetzt und dadurch die Anlage entschärft |
| wird. Wird z. f1. an die Leitung 15 der negative |
| 1'0l der Spannungsduelle Il beispielsweise durch |
| Cberbriicken der Leitung 14 und 15 angelegt, so wird |
| Relais D erregt und dessen Kontakt dl geöffnet, |
| wodurch die _\rilage entschärft wird. Wird aber |
| zugleich mit (lein Relais D die in Reilie mit diesem |
| liegende \Vicklung C !l des Auslöserelais C voll |
| erregt, so bewirkt dieses die sofortige Auslösung |
| des Fernnnelders über die Kontakte c,3 und c4. |
| 1\''. _\1 a 1-11i aus (1er Sclt1eifen1eititig |
| \Vird 1>e1 Eingang einer Meldung das Auslöse- |
| relais C über seine Wicklung C 1 erregt, so legt |
| sein Kontakt ci die beiden Relaiswicklungen D und |
| C II unter Unigebung der \Viderstände W1 und
U,_ |
| :in die Speisebatterie M Relais C bleibt somit er- |
| regt, und die lrontakte c., lind c, halten den Strom- |
| kreis des Fenirnelders unigepolt. Die Kontakte d= |
| und c., schließen einen Stromkreis für ein 1-lilfs- |
| relais G: Plus, Kontakte d., und c" Relaiswick- |
| lung G, minus. |
| Das Relais (I schliel-it mit Kontakt., ehren von |
| dein Alarmrelais _1 abhängigen l1altestr(inil:reis |
| und schließt mit seinem Kontakt g1 die Wicklung |
| C II kurz, wodurch der Anker des @luslöserelais C |
| iiiit V(:rzögerung abfällt und den Kontakt cl öffnet, |
| der die IZelais«-ickltitigen C II und D abschaltet. |
| Als Folge des Kurzschlusses der \Vicklung C
Il |
| fallen sämtliche Kontakte der Relais C und D ab. |
| 1=s gehen also auch die Kontakte c,. und c4, welche |
| die Auslösung des Fernmelders herbeigeführt |
| haben, wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und |
| polen den Fernmelder erneut um. Kurz darauf wird |
| der Anker des Sperrmagneten F_11 in bekannter, |
| nicht dargestellter Weise mechanisch von dem |
| Laufwerk angehoben, so daß er durch den Strom- |
| fluß über die Leitung il, 1z nunmehr angezogen ge- |
| halten wird und einen erneuten _'\blauf sperrt. I)a- |
| init ist der Fernmelder F wieder betriebsbereit. |
| Zur Allschaltung des Alarms wird nach Offnen |
| des Schaltschrankes der Zentrale der durch die |
| Kontrolltaste betätigte Kontakt KT4 geöffnet und |
| damit der Betätigungskreis des Auslöserelais C end- |
| gültig abgeschaltet. Ferner wird die Schleife, deren |
| Lampe L brennt, durch Urilegen des Schleifenaus- |
| schalters Sa, d. lt. durch Kurzschließest mittel |
| Kontakt Sal unwirksam gemacht. Durch Kontakt |
| Sa, wird der Stromkreis für (las Alarmrelais _-1 |
| unterbrochen, so daß das Relais A abfällt und seine |
| Kontakte a1 bis a3 öffnet und die Kontrollampe I. |
| stromlos wird. Relais G fällt ab, wodurch die An- |
| lage wieder in betriebsbereitem Zustand ist. |
| \-. L' 1>erwaclitingseinriclitttigen |
| a) Die elelctronnagnetische Riegelsperrvorrichtung |
| Einre Sperrvorrichtung für den Sclialt,;clilol.lriegel |
| ist vorgesehen in Form einer elektromagnetischen |
| Sperrspule 11S, welche erregt eine Sperrung der |
| Wicklung des Schaltschloßriegels herbeiführt, so |
| daß (las Schaltschloll nicht geschlossen werdest |
| kann. Der 1?rregerkreis der Sperrspule b'S' über die |
| Leitung /.i ist abhängig von Kontakt a1 des Alarm- |
| relais A, so daß die Sperrspule erregt wird beire |
| Versuch, (las Schaltschloß zti schließen, w<iliren<l |
| einer der Meldekontakte einer Schleife betätigt ist. |
| Der Erregerkreis ist ferner abhängig von einem |
| von der Kontrolltaste KT gesteuerten Kontakt
hT3, |
| so daß das Schaltschloß ebenfalls nicht geschlossen |
| «-erden kann, solange die "Laste KT l)et;itigt ist |
| und den Stromkreis des Auslöserelais C unter- |
| brochen Hält. Die Einschaltung der Sperrspule b'S |
| erfolgt über einen vom Schlüssel des Schaltschlosses |
| zu Anfang der SchlieGbeNvegung betätigten Kon- |
| takt S1, der kurz vor Beendigung des Schließvor- |
| ganges des Schaltschlosses wieder geöffnet wird. |
| lt) 1)1e Signalanlage |
| Uin den vorn Sperrelais D und der Kontrolltaste |
| KT abhängigen Betriebszustand der Anlage ketnit- |
lich zu machen, sind Signallampen SLl, SL2 und ,S L3 und ein Summer
Sic vorgesehen, welche in Abhängigkeit von der Stellung der Kontrolltaste KT und
des Ankers des Relais D ein- und ausgeschaltet werden. Die Lampe SL3 kann in der
Nähe des Schaltschlosses angeordnet sein.
-
c) Die Türkontakte des Schaltschrankes der Zentrale Schließlich werden
zur weiteren Sicherung Alarmeinrichtungen von Türkontakten TK des Schaltschrankes
der Zentrale in Tätigkeit gesetzt, die von einem Fenster der Tür betätigt werden,
so daß sie beim Öffnen der Tür oder beim Berühren des Schaltschrankfensters ihre
Lage verändern. In der Zeichnung sind die Kontakte TKl, TK2, TK, in der Stellung
gezeigt, die sie bei geschlossener Tür einnehmen.
-
d) Die Wirkungsweise der Überwachungseinrichtungen beim Scharfschalten
der Anlage Bei ,entschärfter Anlage ist das Sperrelais D erregt. Infolgedessen brennen
die Lampen SL2 und SL 3, und der Summer Su ertönt. Die Signallampen erlöschen, sobald
die Kontrolltaste KT betätigt wird. Der Sumer Su verstummt erst, wenn die
Schaltschranktür geschlossen wird und Kontakt TK, öffnet.
-
Soll die Anlage wieder scharf geschaltet werden, dann ist die Kontrolltaste
KT wieder zurückzustellen, d. h. KT4 zu schließen. Bei nach oben umgelenkten
Kontakten KT, und KT, werden folgende Stromkreise geschlossen: Plus, KT2, SL2 und
SL3, d4, Schutzwiderstand w., minus und plus, Schalter St, KTl, d3, Summer
Sie, minus.
-
Als Folge davon leuchten die Signallampen SL2 und SL3 auf, und der
Summer Su ertönt. Der Schaltschrank .der Zentrale ist zu schließen. Am Aufleuchten
der Signallampen und Ansprechen des Sumrners erkennt man, daß das Schaltschloß noch
nicht geschlossen, d. h. der Fernmelder noch nicht scharf geschaltet ist. Wird das
Schaltschloß geschlossen, so fällt Relais D ab. Sämtliche Umschaltekontakte nehmen
die in der Zeichnung dargestellte Lage ein, d. 1i. die Signallampen SL2 und ,S1..3
sind erloschen, und der Surniner verstummt.
-
Wird hingegen die Kontrolltaste KT nicht zurückgestellt, so wird durch
den Schlüssel des Schaltschlosses die Riegelsperrspule BS unter Strom gesetzt, welche
das Schließen des Schaltschlosses 3 linke Stellung, Leitung l3, verhindert: flus,
KT,
Schlüsselkontakt S 1 geschlossen, Riegelsl)errspule, 135, Leitung 14,
SchutzNviderstand ze'4, minus. Relais I) kann nicht abfallen, Kontakt dl bleibt
geöffnet, (i. 1i. die Anlage ist entschärft.
-
"Tritt nach I::itischalten der Schleifenleitung ein Meldekontakt in
Tätigkeit, so daß als Folge davon die Schleife unterbrochen ist, so wird Alarmrelais
A wirksam. Über a2 wird nur der örtliche Alarm gegeben. Die Auslösung des Fernmelders
ist auch bei vorheriger ordnungsgemäßer Betätigung der Taste KT, d. h. Schließen
des Kontaktes KT4, unterbunden, da bei geöffnetem Schaltschloß das erregte Relais
D seinen Kontakt dl offenhält. Ein völliges Schließen des Schaltschlosses ist nicht
möglich, da Kontakt a1 während der Schlüsseldrehung die Sperrspule BS erregt: Plus,
Kontakt a1, KT, rechte Stellung, Leitung l" Schlüsselkontakt S1 geschlossen,Sperrspule
BS, Leitungl4, Schutzwiderstand W41 minus. e) Die Wirkungsweise der Überwachungseinrichtung
beim Entschärfen der Anlage Zum Entschärfen der Anlage wird das Schaltschloß aufgeschlossen
und die Taste KT betätigt. Bei offenen Kontakten KT4 und dl haben die Kontakte
KTl, KT2 und d3, d4 ihre entgegengesetzte Lage wie bei Scharfschaltung, Auch in
diesem Falle zeigen die Signaleinrichtungen nicht an.
-
Liegt bei entschärfter Anlage ein Drahtbruch in der Schaltschloßleitung
vor, so daß die Kontakte d3 und d4 die im Schaltbild dargestellte abgefallene Lage
haben, und wird die Kontrolltaste KT betätigt, dann schließt der Kontakt
KT2 den Stromkreis über die Signallampe SLl: Plus, KT2 nach unten umgelegt, Signallampe
SLI, Kontakt d4, Schutzwiderstand w6, minus.
-
Gleichzeitig beginnt der Summer zu ertönen: Plus, Schalter ST, KTI,
Kontakt d3, Summer Su, minus.
-
Es ist hierauf die Schaltschranktür zu öffnen, der Schalter ST umzulegen
und die Tür wieder zu schließen. Der Summer verstummt, während die Lampe SLl weiterbrennt.
Nach Beheben des Drahtbruchs spricht Relais D an, und der Summer ertönt erneut.
Der Schalter ST ist somit zurückzustellen. Der Fernmelder ist auch während eines
Drahtbruchs abgeschaltet, solange die Taste KT
betätigt ist, der Alarmgeber
AG ist jedoch durch Kontakt a., betriebsbereit. \'1. Sicliertiiig iler Sclileifensclialter
S G tt 11 (1 ,S, Cl Sämtliche Schleifeneinschalter Se besitzen keine Eigensperrung
und kehren nach vorübergehender Betätigung in ihre Ausgangslage wieder zurück. Durch
Betätigen eines Schleifeneinschalters Se von unberufener Seite kann für die Dauer
seiner Betätigung das Schleifenrelais S unter Umgehung des Kontaktes s1 erregt gehalten
werden. Die Schleifenleitung könnte also unterbrochen werden, ohne daß Kontakt .r2
seine rechte .Lage verläßt und damit Alarm gibt. Uni dies zti verhüten, liegt Kontakt
TK 2 in Reihe mit den Kontakten See sämtlicher Schleifenschalter
Se und dem allen Schleifen gemeinsamen Alarmrelais A und bereitet bei gegeschlossenem
Schaltschrank einett Alarmstromkreis vor, der bei Betätigung eines der Schleifenschalter
Se durch Kontakt Se., geschlossen wird.
-
Die selbstsperrenden Schleifenausschalter Sa liegen mit ihrem Kontakt
,S'a2 zusammen mit dem Kontakt s2 des Relais S und dein Relais A in einem Stromkreis,
der während der Abschaltung einer stromdurchflossenen Schleife geschlossen wird
und sofort zum Alarm führt: flus, s, nach rechts um-
| gelenkt bei erregtem Relais S, Sa.= nach rechts um- |
| gelenkt, Schleifenlanipe L, Relais A, minus. |
| Relais A hält sich in seinem Haltestromkreis. Die |
| Schleifenschalter S'a sind daher über s2 ohne |
| weiteres gegen Lageiinderungen gesichert. Das |
| durch Einschalten von S'(al ansprechende Über- |
| stronirelais l' schaltet mittels seines Kontaktes
v1 |
| das Relais ,S' kurz, woraufliiii Kontakt s1 öffnet und |
| die Schleifeiileitung abschaltet. Kontakt s2 wird als |
| Folge der Schleifenabschaltung nach links um- |
| geschwenkt. |
| Diese Anordnung bietet eine weitgehende Sicher- |
| lieit gegen \"ersuche von unberufener Seite, bei ge- |
| schlossener Schaltschranktür etwa durch Heraus- |
| schneiden der seitlichen Wände des Schaltschrankes |
| an die Schalter heranzukommen und die Sicher- |
| heitsschleife unwirksam zu machen. Sind die Tür- |
| kontakte als Glassclieil)endrticl<lcontakte ausgeführt, |
| so wird auch der Versuch, durch Zertrümmern oder |
| Herausschneiden der Glasscheibe an das Innere des |
| Schaltschranks zu gelangen, durch Kontakt TK, |
| zum Alarm führen. |
| VII. Anschalten eines Relais |
| an Stelle des Fernmelders |
| Steht vorerst kein Fernmelder zur Verfügung, |
| so kann an dessen Stelle ein Relais angeschaltet |
| werden, das die Einschaltung eines Alarmes über- |
| nimmt. Es ist in diesem Falle die Brücke Hl, H2 |
| im Auslösekreis des Fernmelders zu trennen, so daß |
| Pluspotential nur über den Kontakt g3 anliegt. |
| Werden durch Eine irkung des Auslöserelais G |
| die Kontakte c3 und c4 nach rechts ausgelenkt, so |
| wird der Kreis des Melderelais umgepolt und beim |
| Zurückschalten der Kontakt c3 und c4 über den in- |
| zwischen nach links verschwenkten Kontakt g3 des |
| Relais G, der das Pluspotential vom Schalter c3 ab- |
| trennt, tintcriiroclien. Der Anker des Melderelais |
| fällt ab und betätigt seinen Meldekreis. Der Kreis |
| desMelderelais bleibt so lange unterbrochen, bis der |
| Alarm in der Zentrale abgeschaltet wird. Als Folge |
| davon wird Relais G stromlos, Lind finit Kontakt
93 |
| wird das -Melderelais -,#,-iedcr ruhestrom kontrolliert, |
| das seinen Anker anzieht, und somit der Fernalarm |
| abgeschaltet. |
| \'I11. Einbruchsicherung der |
| Schaltschloßtür |
| Bei scharfgeschalteter Anlage führt ein gewalt- |
| sames Aufbrechen der Schaltschloßtür infolge der |
| Stromlosigkeit der Schaltschloßleitung keinen |
| Alarm herbei. Als Einbruchsicherung ist an der |
| Schaltschloßtür ein Falzkontakt hK vorgesehen, |
| der ini Zuge der von Ruhestrom durchflossenen |
| Schleifenleitung liegt und sich während des Üffnens !, |
| der Schaltschloßtür öffnet. Ein vom Schlüssel des |
| Schaltschlosses betätigter Kontakt SZ liegt parallel |
| zu diesem Kontakt SK tind überbrückt ihn bei ge- |
| öffnetein Sclialtsclilol3. Bei entschärfter Anlage |
| kann daher die Schaltschloßtür geöffnet und ge- |
| schlossen werden oliiie daß die Schleifenleitung |
| unterbrochen wird und das Alarmrelais A örtlichen |
| Alarm gibt. `Während des Schließens des Schalt- |
schlosses öffnet sich dagegen der Schlüsselkontakt S'. und bleibt auch bei geschlossenem
Schaltschloß in diesem Schaltzustand. Wird die Schaltschloßtür gewaltsam aufgebrochen,
so wird die Schleifenleitung durch den sich öffnenden Falzkontakt FK unterbrochen,
und das Alarmrelais A löst den Fernmelder aus. Ist während des Schließens des Schaltschlosses
der Falzkontakt noch unterbrochen, so wird, da der Kontakt S'2 beim Schließen des
Schaltschlosses sich öffnet, die Schleifenleitung ebenfalls unterbrochen. Das daraufhin
ansprechende Relais A setzt über seinen Kontakt a1 die Sperrspule BS unter Strom,
so daß weiteres Schließen des Schaltschlosses, wie im Abschnitt V, d) erläutert
wurde, verhindert wird.
-
Z« eckmäßigeres eise werden die Schlüsselkontakte S'1 und 5'2 gleich
zu Beginn der Schlüsseldrehung in diejenige Schaltstellung gebracht, in der sie
den etwa vorbereiteten Stromkreis für die Sperrspule BS des Schloßriegels schließen,
damit die Sperrung mit Sicherheit erfolgen kann, bevor der Schaltschloßriegel seine
Schließstellung erreicht hat. Dies ist besonders wichtig für den Kontakt S2, da
zur Riegelsperrung bei defektem Falzkontakt nur die kurze Zeitspanne zwischen derjenigen
Schlüsselstellung, bei der der Kontakt S2 geöffnet wird, und derjenigen Schlüsselstellung,
bei welcher kurz vor der Schließlage des Riegels der Kontakt R1 öffnet und der Fernmelder
auslösebereit geschaltet wird, zur Verfügung steht. In dieser Zeitspanne muß bei
unterbrochenem Falzkontakt während des Schließvorgangs sowohl das Schleifenrelais
S als auch das Alarmrelais A in Tätigkeit treten können.
-
Um das Aufschließen des Schaltschlosses durch Nachschlüssel zu erschweren,
kann außer dem Schaltschloß ein weiteres, beispielsweise auf Zahlenkombination ansprechendes
Sicherheitsschloß an der Schaltschloßtür vorgesehen sein, welches mit einem Kontakt
in dem Schaltschloßkreis über die Leitungen 14, l5 liegt und die Kontakte des Schaltschlosses
erst in der Offenstellung des Sicherheitsschlosses durch Vorbereitung des Schaltschloßkreises
wirksam werden läßt. Beispielsweise kann ein im Schaltschloßkreis liegender Kontakt
des Sicherheitsschlosses erst bei geöffnetem Sicherheitsschloß geschlossen sein.
Auch können Kontakte des Sicherheitsschlosses mit Kontakten des Schaltschlosses
in der Weise zusammenwirken, daß bei alleiniger Betätigung des Schaltschlosses der
Fernmelder ausgelöst wird. Hierzu kann je ein Kontakt des Schaltschlosses und des
Sicherheitsschlosses in einem Alarmstromkreis liegen, der in der Schließstellung
beider Schlösser vorbereitet isteund während des Aufschließens des Schaltschlosses
geschlossen wird. Bei Betätigung des Schaltschlosses allein wird also sofort Alarm
gegeben. Wird aber vorher das Sicherheitsschloß geöffnet, so wird der Alarmstromkreis
des Schaltschlosses unwirksam gemacht.