DE800264C - Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, insbesondere fuer Druckmaschinen - Google Patents
Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, insbesondere fuer DruckmaschinenInfo
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Description
- Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, insbesondere für Druckmaschinen Die Erfindung betrifft eine stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, wie sie z. 13. für die Schaltung von Organen von Be -arlieitungsmaschinen notwendig ist, deren Funktion nur während des Betriebes kontrollierbar ist, wie z. B. Duktorwalzen in Druckmaschinen. Diese Walzen sollen die Menge der xon einem Messer dünn verstrichenen Farbe durch den (Grad ihrer Winkelverdrehung pro Druck alnnessen; ihre Funktion bestimmt somit selii- wesentlich das Druckergebnis. Der Grad der Winkelverdrehung muß daher während des Betriebes veränderbar sein, und -zwar stufenlos, um eine nüighchst feine Einsteuerung zti ermöglichen.
- Gemäß der I?rfindung wird dies dadurch erreicht. daß von einen AmriebskudMzapfen ein Getriehe bewegt wird, dessen Festpunkt so vierdrehbar ist, daß die Richtung der die Hin- tni<I 1lerbewegung erzeugenden Bem egring des Getriebeabtriebteiles im Verhältnis zu dein außerhalb des Getriebes gelagerten anzutreibenden Teil stufenlos veränderbar ist. Verschiedene Ausführungen sind im Rahmen der Erfindung für das fragliche Getriebe anwendbar. lies kann z. 13. in einer an sich bekannten rechtwinkligen umlaufenden Kreuzschleifenktirbel bestehen. Das Neue besteht dabei darin. daß gemäß der Erfindung der die Kreuzschleifenscheibe führende Support vierdrehbar ist, so daß sich die Richtung der die Hin- und Herbewegung erzeugenden Bewegung dieser Scheibe im Verhältnis zu einem außerhalb des Getriebes gelagerten Hebel ändert. Ein besonderer Vorzug der Anwendung dieses Getriebes für den erfindungsgemäßen Zweck liegt in der geringen Anzahl der benötigten Einzelteile und seinem einfachen Aufbau. da dieselben Organe nicht nur zur Umwandlung einer Drehbewegung in eine Hin- und Herbewegung, sondern gleichzeitig auch zur N-erstellung im Zusammenhang mit der von der Erfindung angestrebten stufenlosen Steuerung dienen.
- In einer anderen Ausführung kann das Getriebe auch aus einem an sich bekannten Kardankreispaar bestehen. Dies beruht darauf, daß ein Punkt eines ohne Gleiten auf einem Kreis abrollenden halb so großen Kreises eine durch die Mitte des größeren Kreises gehende Gerade beschreibt (Hypozykloide bei D = 2 d). Der als Abtriebszapfen dieses Kardankreispaares ausgebildete Punkt ist nun gemäß der lrfiiidung in dem Längsschlitz eines außerhalb gelagerten Schwinghebels geführt, und die Richtung der von diesem Punkt (Abtriebszapfen) beschriebenen Geraden ist im Verhältnis zum Drehpunkt des Schwinghebels durch Verdrehen des ortsfest gelagerten Rades verdrehbar. Außer der geringen Allzahl der benötigten Einzelteile erfordert der Aufbau <fieses Getriebes besonders. wenig Platz, was vor allem für großwinklige Ausschläge von Wichtigkeit ist. Da bei den Duktorwalzen von Zweitourendruckniaschinen wenig Platz vorhanden ist und außerdem Winkelverdrehungen bis zu 9o° gefordert werden, eignet sich ein solches Getriebe vor allem für derartige Maschinen.
- Wegen des geringen Platzbedarfs dieses Getriebes kann es auch in einem geschlossenen Gehäuse allgeordnet werden, wo es staubsicher liegt und reichlich geschmiert werden kann. Ferner kann ein solches Getriebe für die stufenlose Steuerung der DuktorNvalze mit einem ebensolchen für (las Absenken des Ablegestapeltisches in einem Gehäuse vereinigt werden, wobei die Kopplung so erfolgt, (laß die jeweiligen Lasthübe zeitlich gegeneinander versetzt sind, womit sich eine günstige Verteilung der Antriebsleistung ergibt.
- Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, c aß die Verdtehung des Getriebefestpunktes über einer Skala einstellbar ist, so daß man nuninebr auf der Skala gewisse markante Funktionspunkte der Druckmaschine", wie z. B. den Grad der benötigten Farbmenge bei der Duktorwalze oder die Bogenstärke für das Absenken des Ablegestapeltisches, vermerken und nach ihnen einstellen kann, wodurch sich der -L\"Lakulaturanfall verringert.
- Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens sind in der Zeichnung sinnbildlich dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i und 2 eine umlaufende Kreuzschleifenkurbel in Stirnansicht und Längsschnitt, Abb. 3 und 4 ein Kardankreispaar in Stirnansicht und Längsschnitt, Abb. 5 die Unterbringung von zwei Steuerungen in einer Zweitourenmaschine.
- Von der Eintourenwelle der Druckmaschine wird über das Zahnrad i der Kurbelzapfen 2 gleichmäßig gedreht, also pro Druck einmal. Dieser Kurbelzapfen 2 trägt einen Gleitstein 3, der in einem durch die 4T,itte führenden Längsschlitz 4 der Scheibe 5 geführt ist. Die Scheibe 5 trägt an ihrer anderen Seite einen Ansatz 6, der in einem zu der Nut 4 senkrecht liegenden Nut 7 innerhalb eines Supports 8 geführt ist. Der Support 8 kann mit Hilfe einer Schnecke 9 verdreht werden. Die Scheibe i wird von der Nabe io eines um eilte Achse i i schwingbaren Hebels 12 umfaßt.
- Bei der Lage der Nut 7 im Verhältnis zu der außerhalb des Getriebes liegenden Achse i i, wie sie in Abb. i dargestellt ist, wird der Hebel 12 bei Drehen der Kurbel 2 um die Achse i i pendeln. Der Ausschlag der Hin- und Herbewegung in Längsrichtung des Pendels i i ist praktisch Null. Wird jedoch die Nut 7 durch Drehen des Supports 8 mittels der Schnecke 9 um 9o° verdreht, so wird das Pendeln dies lieliels 12 uni die Achse i i ganz aufhören und die Achse i i senkrecht mit maximalem Ausschlag eine Hin- und H&bewegung ausführen. Zwischen diesen beiden extremen Lagen kann jede beliebige Zwischenstellung stufenlos eingesteuert werden.
- Mit der Verdrehung des Supports 8 'ist der Zeiger 26 verbunden und zeigt über einer Skala 27 die Einstellung.
- Bei dem Kardankreispaar nach Abb. 3 und 4 sitzt auf vier Antriebskurbel 2 ein Zahnrad 13, das in dein innen verzahnten Rad 14 von genau doppeltem Durchmesser abrollt. Dabei beschreibt ein Zapfen 16 an dem Zahnrad 13 eine durch die Kurbelmitte gehende Gerade 1 und bringt damit den um die Achse 17 schwingenden Hebel 18 unter Gleiten des Führungssteines i9 in seinem Längsschlitz 20 in eine hin- und berschw@ingende Bewegung. Der Ausschlag dieser Schwingbewegung läßt sich durch Verdrehen des Rades 14 mittels der Schneckeg stufenlos verändern (Gerade 11).
- Abb. 5 zeigt,das Tischfarbwerk 21 mit der Rebwalze 22 und der Duktorwalze 23. Der Antrieb erfolgt durch das beschriebene Getriebe, das in dem Gehäuse 24 untergebracht ist. Ein zweites ebensolches Getriebe in demselben Gehäuse dient zur Steuerung des Absenkens des Ablegestapeltisches mittels der Gewindespindel 25.
Claims (7)
- PATl:h'rAxsi>t1t;cilE: i. Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und HerbeNvegung, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Antriebskurbelzapfen ein Getriebe bewegt wird, dessen Festpunkt so verdrehbar ist, daß die lZichtung der die Hin- und Herbewegung erzeugenden Bewegung des Getriebeabtriebteiles im Verhältnis zu dem außerhalb des Getriebes gelagerten anzutreibenden Teile stufenlos veränderbar ist.
- 2. Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe aus einer an sich bekannten rechtwinkligen umlaufenden Kreuzschleifenkurbel besteht.
- 3. Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß (las Getriebe aus einem an sich bekannten Kardankreispaar besteht. ,
- 4. Steuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe in einem geschlossenen Gehäuse angeordnet ist.
- 5. Anwendung der stufenlosen Steuerung nach Anspruch i auf die Schaltung von Organen von Bearbeitungsmaschinen, deren Funktion nur während des Betriebes kontrollierbar ist, wie z. B. Duktorwalzen in Druckmaschinen.
- 6. Kopplung einer Schaltung nach Anspruch 5 für Duktor@valzen mit einer ebensolchen für das Absenken dUs Ablegestapeltisches derart, daB die jeweiligen Lasthübe zeitlich gegeneinander versetzt sind.
- 7. Steuerung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB die Verdrehung des Getriebefestpunktes über einer Skala einstellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1157A DE800264C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, insbesondere fuer Druckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP1157A DE800264C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, insbesondere fuer Druckmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE800264C true DE800264C (de) | 1950-10-25 |
Family
ID=7357098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1157A Expired DE800264C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Stufenlose Steuerung des Ausschlages einer Hin- und Herbewegung, insbesondere fuer Druckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE800264C (de) |
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-
1948
- 1948-10-02 DE DEP1157A patent/DE800264C/de not_active Expired
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