DE79686C - - Google Patents
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- DE79686C DE79686C DENDAT79686D DE79686DA DE79686C DE 79686 C DE79686 C DE 79686C DE NDAT79686 D DENDAT79686 D DE NDAT79686D DE 79686D A DE79686D A DE 79686DA DE 79686 C DE79686 C DE 79686C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/12—Visible signals
- B61L5/14—Form signals, e.g. semaphore arms
- B61L5/16—Local operating mechanisms for form signals
- B61L5/161—Local operating mechanisms for form signals using electromotive driving means
- B61L5/163—Driving mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 796ß6 -
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegende Erfindung ist besonders für Eisenbahnsignale bestimmt, welche durch das
Unterbrechen oder Schliefsen eines elektrischen Stromes gesteuert werden.
Zwischen dem Elektromotor und dem in Bewegung zu setzenden Mechanismus wird eine
Kuppelung angeordnet, welche unter Einflufs der Centrifugalwirkung erst bei einer gewissen
Geschwindigkeit des Elektromotors in Wirkung tritt. Infolge der Anordnung dieser Centrifugalkuppelurig
kann man Elektromotoren von grofser Geschwindigkeit verwenden und dadurch
eine bedeutende lebendige Kraft aufspeichern, welche im gegebenen Augenblick in
Wirkung tritt. Die Centrifugalkuppelung bewirkt auch, dafs das Einrücken der zu bewegenden
Mechanismen ganz langsam erfolgt, indem die Kuppelung, wenn der Motor die betreffende Geschwindigkeit erreicht hat, zuerst
gleitet und den gekuppelten Mechanismus dann allmälig mitnimmt. Wenn die vorzunehmende
Bewegung vollendet ist, tritt eine Umschaltvorrichtung in Thätigkeit, welche den zum
Elektromotor fliefsenden Strom unterbricht und eine Bremse in Thätigkeit setzt, welche den
bewegten Mechanismus feststellt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1
bis 3 eine derartige Signalvorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt das Signal und den Antriebsmechanismus
in Vorderansicht, Fig. 1 a in gröfserem Mafsstabe einen Theil der Centrifugalkuppelung,
Fig. 2 die Bewegungsvorrichtung in Seitenansicht, Fig. 3 in vergrößertem Mafsstabe
einen Horizontalschnitt durch die Centrifugalkuppelung nach der Linie 3-3 in Fig. 1.
Die Welle c1 des Elektromotors c ist mit einer Scheibe d versehen (Fig. 3), in welcher
radiale Führungsnuthen für die Kuppelungsbacken e angebracht sind. Mit ihren äufseren,
nach einem Kreisbogen geformten Reibungsflächen legen diese sich gegen die Innenseite
der Kuppelungsscheibe f, welche auf der Welle c1 frei drehbar angeordnet ist und mit
dem Bewegungsmechanismus in Verbindung steht. Eine Drehung der Scheibe/ hat daher
auf die Welle cl keinen Einflufs, während bei
der Drehung des Elektromotors, wenn derselbe eine genügend grofse Geschwindigkeit erreicht
hat, sich die Kuppelungsbacken e gegen die Scheibe f legen und diese mitnehmen, so dafs
der Mechanismus in Bewegung gesetzt wird. Um den Eingriff der Kuppelungsbacken erst
bei einer bestimmten Geschwindigkeit des Elektromotors erfolgen zu lassen, sind dieselben
mit einander durch Spiralfedern e'! verbunden,
welche bestrebt sind, entgegen der Centrifugalwirkung die Kuppelungsbacken gegen einander
zu ziehen. Durch Regulirung der Spannung dieser Federn e1 und des Gewichtes der Kuppelungsbacken
kann man die Kuppelung auf eine ganz bestimmte Geschwindigkeit des Elektromotors
einstellen, so dafs sie erst in Thätigkeit tritt, wenn der Motor diese Geschwindigkeit
angenommen hat. Um ein ganz allmäliges Mitnehmen der Scheibe/ zu bewirken, können
die Reibungsflächen der Kuppelung glatt gemacht werden, so dafs die Flächen erst auf
einander gleiten, bis bei der vorgeschriebenen Geschwindigkeit des Elektromotors die Mitnahme
der Scheibe f erfolgt. Infolge dieser Anordnung kann der Elektromotor eine ganz
beträchtliche lebendige Kraft aufspeichern, bevor der Mechanismus in Thätigkeit gesetzt wird.
Bei dem in Fig. ι dargestellten Signal ist der Mast b und der Arm α nur theilweise dargestellt.
Der Elektromotor ist in einem am Mast befestigten Gehäuse angebracht und bewirkt
mittelst eines Rädervorgeleges die Bewegung des Signalarmes. Die Scheibe f ist
auf einer Büchse befestigt, welche auf der Welle c1 des Elektromotors lose beweglich ist.
Die Büchse trägt ein Stirnrad g, welches in das Rad h eingreift. Mit diesem ist ein Rad i
verbunden, welches in das Rad j eingreift. Mit dem Rad j ist ein Rad k verbunden, welches
mit einem Zahnradsector / in Eingriff steht. Der Zahnradsector / ist mit dem Arm Z1 verbunden,
welcher durch eine Stange P mit dem Signalarm a in Verbindung steht.
In seiner horizontalen Stellung giebt der Arm α das Signal »Halt«. Diese Horizontallage
ist die Normalstellung des Armes, und um diese zu bewahren, ist der Arm mit einem
Gegengewicht a1 versehen, welches bestrebt ist,
den Arm α beständig in seine Horizontalstellung zu bringen. Durch den Elektromotor
wird der Arm dann in die senkrechte Stellung übergeführt, wodurch das Signal »freie Fahrt«
gegeben wird.
Wenn das Signal auf »freie Fahrt« steht, ist eine weitere Bewegung des Elektromotors nicht
erforderlich. Es ist deshalb eine Schaltvorrichtung angebracht, welche in diesem Falle
den Elektromotor aus- und eine Bremsvorrichtung einschaltet, welche den Bewegiingsmechanismus
des Signals feststellt, so dafs der Arm a in seiner verticalen Stellung verbleiben mufs.
Die Umschaltvorrichtung m ist im oberen Theile des Gehäuses angebracht und mittelst der
Stange m1. des Winkelhebels m2 und der
Stange ms mit einem auf der Welle des Sectors Z angebrachten Arm verbunden. Natürlich
hätte die Umschaltvorrichtung auch mit irgend einem anderen Theil des Bewegungsmechanismus
verbunden werden können. Die Schaltvorrichtung ist mit einem von einer Feder beeinflufsten
Springcontact η versehen, welcher bei der Verschiebung der Stange m1 von dem
Contact η1 auf den Contact η2 überspringt
oder umgekehrt von n2 auf n1. Der Contactarm
η ist durch den Draht ι mit der Batterie B verbunden. Der Contact η1 ist durch den
Draht 2, die Windungen des Elektromotors c und den Draht 4 mit dem anderen Pol der
Batterie verbunden. Der Contact η2 steht durch den Draht 5, die Windungen des Elektromagneten
ο und den Draht 6 mit dem Draht 4 in Verbindung und daher auch mit demselben Pol der Batterie B wie der Contact
η1. Wenn daher der Arm η mit dem Contact nx in Verbindung steht, fliefst der
Strom von der Batterie B durch die Wickelung des Elektromotors, während der Elektromagnet 0
keinen Strom erhält. Wenn dagegen der Arm η mit dem Contact η2 verbunden ist, erhält der
Elektromotor keinen Strom, wohl aber der Elektromagnet 0. An dem Anker dieses Elektromagneten
ist ein Bremsschuh o1 angebracht, welcher sich gegen die Scheibe^/ legt, sobald
der Elektromagnet erregt wird, so dafs der Bewegungsmechanismus in Stillstand versetzt
wird.
Die Steuerung des Signals erfolgt durch ein in geeigneter Weise in die Leitung eingeschaltetes
Relais. Dieses Relais R ist mit einem Anker r versehen, welcher einen in der Leitung
4 angeordneten Contact schliefst, sobald der Anker angezogen wird. Die Steuerung
des Relais kann mittelst einer beliebigen Contactvorrichtung und von beliebiger Entfernung
aus erfolgen.
- Nach der in Fig. 1 gegebenen Darstellung
ist das Relais R gerade bewegt und dadurch der Elektromotor in Umdrehung versetzt. Der
Elektromotor rotirt dann so lange frei, bis er die Geschwindigkeit erlangt hat, welche nöthig
ist, um die Centrifugalkuppelung in Thätigkeit zu setzen. Je nach der Beschaffenheit der
Reibungsflächen wird dann das Mitnehmen der Scheibe plötzlich oder allmälig erfolgen,
und der Signalarm α wird in seine verticale Stellung gebracht. Wenn der Elektromotor
in irgend einem Zeitpunkt den durch den Bewegungsmechanismus verursachten Reibungswiderstand
nicht überwinden kann, löst sich die Reibungskuppelung aus, so dafs der Elektromotor
wieder lebendige Kraft sammeln kann. Wenn der Signalarm α nahezu seine verticale
Stellung erreicht hat, springt die Umschaltvorrichtung m über, der Contact zwischen dem
Arm η und dem Contactstück nl wird unterbrochen
und Contact zwischen dem Arm η und dem Contactstück n2 hergestellt. Der
zum Elektromotor fliefsende Strom wird dadurch unterbrochen, während der Elektromagnet
0 erregt wird, so dafs die Bremse o1 in Wirkung tritt. Diese Bremse hält nun die
Scheibe / so lange fest, bis der zum Elektromagneten 0 fliefsende Strom unterbrochen wird,
was geschieht, wenn der Anker r des Relais R freigegeben wird. Wird jedoch der Signalarm·
von Hand oder auf andere Weise aus seiner verticalen Stellung herausgebracht, wenn der
Anker r des Relais noch angezogen ist, so wird der Strom durch den Elektromotor geschickt,
so dafs der Signalarm wieder in seine verticale Stellung zurückgeführt wird. So lange also:
der Strom der Batterie bei r geschlossen bleibt, wird der Signalarm in seiner verticalen Stellung;
bleiben bezw. in dieselbe zurückgeführt werden. Sobald jedoch bei r eine Stromunterbrechung
stattfindet, wird der Bewegungsmechanismus freigegeben und der Signalarm kehrt in seine horizontale Stellung zurück,
durch welche das Signal »Halt« gegeben wird. Da die Scheibe / auf der Welle des Elektromotors
frei drehbar ist, so erfolgt auch beim Rückgange des Signalarmes in seine horizontale
Lage kein Zurückdrehen des Elektromotors, derselbe bleibt vielmehr ruhig stehen. Die
Scheibe f und das Räderwerk des Bewegungsmechanismus wirken beim Rückgange des
Signalarmes α in seine horizontale Lage durch ihren Reibungswiderstand bremsend auf den
Signalarm, so dafs ein heftiges Aufschlagen desselben auf den den Rückgang begrenzenden
Anschlag vermieden wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei mittelst elektrischer Treibmaschine bewegten Signalen die Anordnung einer Centrifugalreibungskuppelung (ef), welche, nachdem der Anker ein bestimmtes lebendiges Arbeitsvermögen erlangt hat, in Wirkung tritt und durch ein Rädervorgelege die Einstellung des Signalarmes in die Fahrtstellung vermittelt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79686C true DE79686C (de) |
Family
ID=352304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79686D Active DE79686C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79686C (de) |
-
0
- DE DENDAT79686D patent/DE79686C/de active Active
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