DE78951C - Maschine zum selbstthätigen Lochen von Blechen für Nietreihen beliebiger Theilung - Google Patents
Maschine zum selbstthätigen Lochen von Blechen für Nietreihen beliebiger TheilungInfo
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- DE78951C DE78951C DENDAT78951D DE78951DA DE78951C DE 78951 C DE78951 C DE 78951C DE NDAT78951 D DENDAT78951 D DE NDAT78951D DE 78951D A DE78951D A DE 78951DA DE 78951 C DE78951 C DE 78951C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D28/00—Shaping by press-cutting; Perforating
- B21D28/24—Perforating, i.e. punching holes
- B21D28/26—Perforating, i.e. punching holes in sheets or flat parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Lochen von Blechen, Profileisen u. s. w. zum Zwecke späterer Vernietung geschieht in
den Kesselschmieden, Brückenbauanstalten, Constructionswerkstätten und ähnlichen Betrieben
wohl ausschliefslich mittelst Lochmaschinen M von der auf der beiliegenden Zeichnung dargestellten Gestalt. Das Wesen dieser Maschinen
besteht darin, dafs die Kraft der schnell rotirenden Antriebsscheibe A mittelst starker Uebersetzung
auf ein grofses Zahnrad Z übertragen wird, dessen Achse an dem einen Ende durch
Excenter einen Schieber (Schlitten) G auf- und abbewegt, der am unteren Ende den Lochstempel
trägt.. Die Löcher des zu lochenden Arbeitsstückes B, das zwischen Stempel, und
darunterliegender Matrize . geschoben wird, mufsten bis jetzt von Hand vorher vorgezeichnet
(gekörnt) und der zu lochende Gegenstand selbst ebenfalls oft von Hand von Körner
zu Körner fortbewegt werden. Es erforderte daher diese Manipulation des genauen Vorzeichnens
und des genauen Verschiebens zwecks Lochung besonders geübte und geschickte Arbeiter.
Der Zweck der vorliegenden selbstthätigen Lochmaschine ist der, das Lochen auf maschinellem
Wege mit gröfster Genauigkeit ohne vorheriges Anzeichnen zu besorgen.
Die nachstehend .näher beschriebene Einrichtung ermöglicht, sowohl einfache, als
doppelte Nietreihen, und zwar in gerader Linie bei rechtwinkligen Blechen, als auch in Kreislinien
bei konischen Blechen zu lochen. Das Einstellen zum Lochen geschieht mittelst einer
weiter unten beschriebenen Einstellvorrichtung, während die Bewegung des Gegenstandes durch
maschinelle Verschiebung beweglicher Aufspanntische erfolgt.
Auf der Zeichnung stellen dar:
Fig. ι eine Seitenansicht mit theilweisem Schnitt nach C-D (in Fig. 2),
Fig. 2 einen Grundrifs ohne die Tische TTT1,
Fig. 3 einen Verticalschnitt nach A-B (Fig: 2),
Fig. 4 eine Regulirvorricbtung in perspectivischer Ansicht.
Wie aus Fig. ΐ ersichtlich, sind zur Aufnahme
des zu lochenden Bleches drei bewegliche Tische, und zwar rechts und links je ein
Tisch T und in der Mitte ein dritter T1 angeordnet. Durch die Verschiedenheit der Bewegung
dieser Tische werden die verschiedenen Arten der Lochung erzeugt, und zwar sind im wesentlichen vier verschiedene Fälle zu
unterscheiden:
I. Alle drei Tische bewegen sich gleichmäfsig quer zur Lochmaschine zum Zwecke
des einreihigen Lochens rechtwinkliger Bleche.
II. Die beiden Tische T bewegen sich gleichzeitig quer zur Lochmaschine, während
der Tisch T1 gleichmäfsig das Blech vor- und rückwärts zur Maschine, aber rechtwinklig
zur Bewegung der Tische T befördert, in welchem Falle rechtwinklige Bleche doppelreihig
gelocht werden.
III. Die drei Tische bleiben unbeweglich, während die Scheiben D D1 quer zur Maschine
zum Zwecke des einreihigen Lochens konischer Bleche sich bewegen.
IV. Die beiden seitlichen Tische bleiben unbeweglich, während der mittlere Tisch und
die Scheiben D D1 quer zur Maschine zum
Zwecke des doppelreihigen Locbens konischer Bleche sich bewegen.
Die Verschiebung der Tische T geschieht vermittelst eines Systems von Zahnrädern, die
ihre Bewegung von einem Hebelsystem b a bekommen, welches mit dem sich auf- und
abbewegenden Schlitten G in Verbindung gesetzt ist, und zwar so, dafs nur die aufsteigende
Bewegung des Schlittens G ein Vorwärtsbewegen der Räder und mit ihnen der Tische T
veranlafst, da beim Niedergang des Schlittens G das Zahnrad C1,-weil nur auf seinem halben
Umfange gezahnt, ohne Arbeitsleistung vorbeigleitet.
Das halbgezahnte Rad C1 greift ein in das
Zahrad d, welches durch beliebige aus- und einzuschaltende kleinere oder gröfsere Zahnräder
die drei Walzenräder rr'r" auf jeder Seite in beliebig zu bestimmende Geschwindigkeit
versetzt. Diese Walzenräder sitzen fest auf je einer Walze, welche ihre Bewegung auf
eine zugehörige zweite Walze durch Riemenübertragung überträgt. Es sind also auf jeder
Seite drei Paar Walzen angeordnet, und zwar wird w durch r, w' durch r', n>" durch r" in
Umdrehung gesetzt. Alle Walzen, welche der Länge nach gerippt sind, sind konisch gewählt,
um an jedem Punkt ihres Umfanges verschieden grofse Wege zurückzulegen. Sie sind so gelagert,
dafs ihre obere Linie bei der Umdrehung stets horizontal bleibt, mithin excentrisch, und
zwar steht jede Treibwalze mit ihrem gröfsten Durchmesser der kleinsten (die ihre Bewegung
von dieser erhält) ihrer zugehörigen Gleitwalze gegenüber.
Die Uebertragung der. Umdrehung .der Treibwalze auf die zugehörige Gleitwalze geschieht
durch je einen metallischen Riemen C, der durch ein Zwischenstück X, Fig. 4, geführt
wird. Dieses Zwischenstück, sowie der zugehörige Riemen C wird durch die Einstellvorrichtung
M (bestehend aus Spindelschnecke, Räderübersetzungen .und Handrad mit zugehöriger
Scala) auf das Genaueste und nach Belieben vor- und rückwärtsbewegt, wodurch
die gewünschte Geschwindigkeit der Gleitrolle geregelt wird.
Auf den Achsen der Walzen r n>, r' n>\ r" n>"
ist je eine feste und eine lose Riemscheibe P und P\ Fig. 2, angebracht, die mittelst Riemen
die Bewegung der Walzen auf die Welle A übertragen, auf welcher die vier Scheiben ρ
sitzen (Fig. 2). Die oberste Walze w trägt an ihren Enden wieder drei konische Kopfräder
EE' E" von verschiedener Zahntheilung; das kleinste sitzt auf der Achse fest, während die
beiden anderen gröfseren Räder auf hohlen Achsen sitzen, die über die Welle A geschoben
sind und gleichzeitig je eine Scheibe tragen, die mit je einem Walzenpaar verbunden ist.
Je nach der Einschaltung des einen oder anderen dieser Kopfräder E E' E" in die Schalträder
5 wird die jeweilige Geschwindigkeit den Haupträderpaaren R übertragen, deren Zähne
zu einander versetzt sind, damit der Gang ein möglichst gleichmäfsiger wird. Diese Transporträder
R greifen in eine unter den beweglichen Tischen T angebrachte Zahnstange (Fig. 3),
wodurch diese Tische mit entsprechender Geschwindigkeit fortbewegt werden. Die Schlitze O
dienen dazu, die zu lochenden Blechplatten zu befestigen.
Sollen doppelreihige Löcher hergestellt werden, so wird das Blech auf dem mittleren
Tisch T1 befestigt, und während die Tische T sich quer zur Maschine vorbeischieben, wird
der mittlere Tisch -T1 in normaler Richtung gegen die Tische T durch den Zahnsector A1
vor- und rückwärts bewegt. Die Bewegung des Zahnsectors A1 ist durch Verstellen einer
Triebstange regulirbar und erfolgt durch ein excentrisches Zahnrad Y, welches ebenfalls
die Bewegung vom Schlitten G durch a b erhält.
Wird der linken Seite (Fig. 1) (mittelst Riemen mit der rechten Seite verbunden) durch
die entsprechend geänderte Einstellung eine andere Geschwindigkeit als der rechten Seite
gegeben, so bleiben, nach vorherigem Ausschalten der Kopfräder E E' E", die drei
Tische unbeweglich, während die Tragscheiben DD1 (die ihre Bewegung durch Riemen JJ
erhalten), auf welchen das Blech ruht, mit verschiedener Geschwindigkeit sich bewegen, hier-"
durch das Lochen konischer Bleche gestattend.
Sollen konische Bleche mit doppelten Löcherreihen gestanzt werden, so wird die hin- und
hergehende Bewegung des mittleren Tisches T1 den Scheiben D -D1 mitgetheilt, die, gegebenenfalls
losgekeilt, sich auf ihren Achsen in ausgesparten Nuthen leicht verschieben lassen.
Für aufsergewohnliche Gröfsen sind'Verlänlängerungen
V, Fig. 2, vorgesehen.
. Bei unglatten Oberflächen der Tafeln können statt zweier Scheiben D D' allein mehrere Paare angewendet werden, welche nach demselben Radius bewegt und unter bezw. über den Blechen angeordnet sein können.
. Bei unglatten Oberflächen der Tafeln können statt zweier Scheiben D D' allein mehrere Paare angewendet werden, welche nach demselben Radius bewegt und unter bezw. über den Blechen angeordnet sein können.
Claims (4)
1. Eine Maschine zum Lochen von Blechen für einfache oder doppelte Nietreihen, dadurch
gekennzeichnet, dafs das zu bearbeitende, auf zwei Tische, welche in senkrecht zu einander stehenden Richtungen verschiebbar
sind, aufgespannte Blech selbst thätig absatzweise, entsprechend der Niettheilung
verschoben und, sofern ein konischer Stutzen vorbereitet werden soll, entsprechend
gedreht wird.
2. Eine Maschine nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dafs ein System von Zahn-
rädern RR, deren Bewegung direct mit dem Lochstempel und demnach auch mit der
Antriebswelle übereinstimmt, den Vorschub des zu lochenden Gegenstandes in jeder
Richtung selbstthätig bewirkt.
3. Eine Maschine nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dafs die zwei bezw. drei
Tische TTT' entweder jeder für .sich
allein oder nach Bedarf vereint zum Zwecke des Lochens einfacher oder doppelter Nietreihen sich in rechtwinkliger Richtung
zu einander verschieben.
4. Eine Maschine nach Anspruch 1., dadurch
gekennzeichnet, dafs zum Lochen konischer Bleche mit einfacher oder doppelter Lochtheilung
die Scheiben D D1, deren Anzahl verdoppelt oder nach Bedarf vermehrt werden
kann, eine . für sich regulirbare Geschwindigkeit empfangen können, wodurch der Vorschub in radialer Richtung, mit
oder ohne Zuhülfenahme des Tisches T1 auf jede erforderliche Locheintheilung möglich
ist.
Eine Maschine nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dafs die Genauigkeit des
zu lochenden Gegenstandes durch einen Theilungsapparat (M) (bis zu hundertstel
Millimeter) beeinflufst wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78951C true DE78951C (de) |
Family
ID=351632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78951D Expired - Lifetime DE78951C (de) | Maschine zum selbstthätigen Lochen von Blechen für Nietreihen beliebiger Theilung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78951C (de) |
-
0
- DE DENDAT78951D patent/DE78951C/de not_active Expired - Lifetime
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