DE78360C - Laufende oder kriechende Thierfigur - Google Patents
Laufende oder kriechende ThierfigurInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H11/00—Self-movable toy figures
- A63H11/18—Figure toys which perform a realistic walking motion
- A63H11/20—Figure toys which perform a realistic walking motion with pairs of legs, e.g. horses
- A63H11/205—Figure toys which perform a realistic walking motion with pairs of legs, e.g. horses performing turtle-like motion
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. KLASSE 77: Sport.
CARL ADAM in KÖNIGSBERG. Laufende oder kriechende Thierflgur.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. März 1894 ab.
Die den Gegenstand dieser Patentschrift bildende Erfindung bezieht sich auf Spielzeug-Thierfiguren,
bei denen die Fortbewegung, also das Kriechen oder Laufen, direct durch die Beine der Figur selbst hervorgebracht wird.
Bei directer Fortbewegung durch die Beine der Figur selbst ist natürlich nicht nur ein
Vor- und Zurückbewegen, sondern auch ein Heben und Senken der Füfse erforderlich, und
es liegt nun die eigentliche Erfindung insbesondere in der Art und Weise, wie dieses
Vor- und Zurückbewegen und gleichzeitige Heben und Senken der Füfse in einfacher
Weise mit Sicherheit hervorgebracht wird.
In der Zeichnung sind als Beispiel zwei Ausführungsformen dargestellt, von denen sich
die eine auf eine kriechende, die andere auf eine laufende Thierfigur bezieht. In beiden
Fällen sind zwei bewegliche Beinpaare vorhanden, welche mittelst eines die Kraft übertragenden
Kupplungsorganes gleichzeitig bewegt werden, und zwar in solcher Weise, dafs sich die auf ein und derselben Körperseite befindlichen
Beine nach entgegengesetzten Richtungen bewegen und dafs dabei ferner die sich vorwärts bewegenden Beine der beiden Beinpaare
sich heben, während die sich zu gleicher Zeit rückwärts bewegenden Beine sich senken,
wodurch ,da beide Bewegungsarten in eigenthümlicher Weise combinirt sind, die directe
Fortbewegung des Thieres durch die Beine selbst entsteht.
In Fig. 1 ist ein verticaler Längsschnitt durch die kriechende Thierfigur dargestellt, während
die Fig. 2, 3 und 4 die Beinpaare allein in ihren verschiedenen Stellungen zeigen. Es
sind α α1 und α2 α3 die beiden beweglichen
Beinpaare, welche mit den Zapfen b bi fest verbunden sind und sich mit diesen zusammen
in dem Gestellrahmen cc1, Fig. 1, 5 und 6,
drehen können. Das eigentümliche und für die vorliegende Erfindung höchst wesentliche
Moment bei diesen Drehzapfen b b1 liegt darin, dafs dieselben pendelartig bewegbar sind, und
zwar sind für diesen Zweck in dem unteren Quersteg c1 des Gestellrahmens Querschlitze
dd1, Fig. 5, vorgesehen, mittelst deren die
pendelartig bewegbaren Drehzapfen geführt werden. Mit den Drehzapfen b b1 sind also die
Beinpaare ααλ und a2 a3 fest verbunden und
es sind nun die Beinpaare unter sich wieder durch ein Kupplungsorgan e, Fig. 1 und 3,
verbunden, welches durch einen fest am Gestell sitzenden Stift / geführt wird und
mittelst eines Längsschlitzes e1 gegen diesen Stift verschoben werden kann. Sowohl die
Drehbewegung des Kupplungsorganes e um den Stift f als auch die Längsverschiebung
desselben gegen den Stift f mittelst des Schlitzes e1 wird durch ein Dreieck g bewirkt,
welches auf der Achse h des Uhrwerkes fest angeordnet ist und sich in einem Ausschnitt e2
des Kupplungsorganes e bewegt. Durch die Einwirkung der Spitze des Dreiecks auf die
den Ausschnitt e2 begrenzenden inneren Ränder des Kupplungsstückes e wird das letztere abwechselnd
aus der einen Endlage (Fig. 2) über die Mittellage (Fig. 3) hinweg in die andere
Endlage (Fig. 4) übergeführt, wobei sich einmal die Beine a1 a3 und das andere Mal die Beine
α α2 einander nähern bezw. von einander entfernen, wie dies aus Fig. 2 und 4 deutlich
ersichtlich ist.
Diese Drehbewegung der Beinpaare um die Drehzapfen bbx wird durch die Längsverschiebung
des Organes e bewirkt, während das Heben und Senken der Füfse oder, mit
anderen Worten, das Pendeln der Drehzapfen b b1 durch die Drehbewegungen des Organes e
um den festen Stift f bewirkt wird.
Bei der Mittellage der Beinpaare, wie dies die Fig. 3 und 8 zeigen, befinden sich die
Stifte b bl in genau verticaler Stellung, so dafs
sie also die Mitte der Querschlitze d d1, Fig. 5,
in dem unteren Längssteg c1 einnehmen. Wird nun aber der untere, die Beinpaare
tragende Theil des Drehzapfens b in der Richtung des Pfeiles 12, Fig. 3 und 9, bewegt,
so wird sich naturgemäfs das Bein α1 auf
dem Boden festsetzen, während das Bein a angehoben wird. Zu gleicher Zeit ist aber der
andere Drehzapfen b1 durch die hier entgegengesetzte
Einwirkung des Kupplungsorganes e in der Richtung des Pfeiles 13,
Fig. 3 und 7, verschoben worden, so dafs hier das Bein α2 sich auf dem Boden festsetzt,
während a3 angehoben wird. Es ruht also dann die Figur an den Punkten 14
und 15 auf dem Boden, wobei die Erhaltung der Gleichgewichtslage natürlich durch das
feste Beinpaar α4 bewirkt werden kann.
Wird nun jetzt das Kupplungsorgan e durch die Einwirkung des Dreiecks g in der Richtung
des Pfeiles 16, Fig. 3, verschoben, so
werden sich die Beinpaare α α} und α2 α3 nach
Art eines einarmigen Hebels um die Punkte 14 und 15, Fig. 2 und 3, drehen, so dafs das
ganze Thier ein entsprechendes Stück fortbewegt wird, wobei also die Mechanismen aus
der Lage der Fig. 3 in die der Fig. 2 übergehen. In dieser Lage angelangt, wird durch
das Dreieck g, welches sich in der Richtung des Pfeiles 17 bewegt, zunächst wieder die
Umschaltung der Pendellage der Stifte b und b1
bewirkt, so dafs sich diese auf die entgegengesetzte Seite .hinüberlegen. Damit werden die
Drehpunkte für die Beinpaare von 14 und 15
nach i§. und 19, Fig. 2 und 4, verlegt, so
dafs nun, sobald eine erneute Verschiebung des Organes e erfolgt, sich die erwähnten
Beinpaare aus der Lage Fig. 2 in die Lage Fig. 4 bewegen.
In dieser Weise wird also durch das abwechselnde Drehen der Beinpaare um die
Stifte b b1 und das seitliche Ausschwingen derselben mit diesen Stiften die Fortbewegung
herbeigeführt, ohne dafs irgend welche Laufräder hierbei mitwirken. Es kann das Uhrwerk,
mittelst dessen das Kupplungsorgan e in der erwähnten Weise gedreht und verschoben
wird, auch dazu verwendet werden, die Flügel der kriechenden Thierfigur in lebhafte
Auf- und Abbewegung zu versetzen, wie dies als ein Beispiel in Fig. 1 dargestellt ist.
Es sind hier die Flügel i durch Zugstangen k, Fig. ι und 6, an eine Kurbel /
angeschlossen, welche durch das Triebwerk in Umdrehung versetzt wird, so dafs nun
durch die Einwirkung dieser Kurbel auf die Flügel die letzteren in lebhaftes Schlagen versetzt
werden, wodurch der Eindruck entsteht, als wenn das Thier jeden Augenblick auffliegen
wollte.
In ähnlicher Weise wie bei Kriechthieren bezw. bei· Thieren mit nahezu horizontal
liegenden Beinen können auch Thiere mit verticalen Beinen durch die letzteren selbst
vorwärts bewegt werden, wie auch dies in Fig. 10 und 11 als ein Beispiel dargestellt ist.
Es sind hier ebenfalls α α1 und a2 a3 die
beiden Beinpaare, welche sich mit den Stiften b b1 sowohl drehen als auch mit denselben
zusammen pendelartig schwingen können, wobei wieder die entgegengesetzt liegenden Beine
der beiden Beinpaare durch das Kupplungsorgan e verbunden sind. Die Bewegung dieses
letzteren wird aber hier nicht durch ein Dreieck, wie in Fig. 1 und 3, sondern durch eine
Kurbel g·1, Fig. 10 und 11, bewirkt, wobei
dann der feste Drehpunkt für das Organ e' durch die Hauptachse f1 des Uhrwerkes gebildet
wird. Im übrigen arbeiten hier die Theile in genau derselben Weise zusammen, wie es oben beschrieben wurde.
Es wird schliefslich noch ausdrücklich bemerkt, dafs die motorische Kraft nicht gerade
durch ein Uhrwerk geleistet zu werden braucht, dies vielmehr auch durch Kreiselbewegung,
Gummi- oder Federzug etc. geschehen kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine laufende oder kriechende Thierfigur, gekennzeichnet durch die Anordnung eines oder mehrerer Beinpaare (a a1 a1 a%) an pendelartig bewegbaren Drehzapfen (b b1), deren Bewegungsrichtung normal zu der des Thieres ist, derart, dafs die Beine durch die Pendelbewegung wechselweise gehoben und gesenkt und gleichzeitig um den Pendelzapfen gedreht werden können.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Thierfigur, bei welcher zwei bewegliche Beinpaare (a a' α2 asj durch ein, sowohl drehbares, als auch der Länge nach verschiebbares Bewegungsorgan (e) gekuppelt sind, mittelst dessen sowohl die die Beinpaare tragenden Pendelzapfen (b b1), als auch die auf ein und derselben Thierkörperseite befindlichen Beine (a a% bezw.α1 αΆ] gleichzeitig nach entgegengesetzten Richtungen bewegt werden können, derart, dafs jedes Bein des einen Beinpaares sich gleichzeitig mit dem entgegengesetzten Bein des anderen Beinpaares hebt oder senkt.Eine Ausführungsform der unter i. und 2. gekennzeichneten Thierfigur, bei welcher das Kupplungsorgan (e) für die beiden Beinpaare am einen Ende einen Kurbelzapfen oder dergleichen umfafst und durch dessen Umdrehungen bewegt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen..
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE78360T | 1894-03-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78360C true DE78360C (de) | 1894-12-07 |
Family
ID=34584314
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189478360D Expired DE78360C (de) | 1894-03-21 | 1894-03-21 | Laufende oder kriechende Thierfigur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78360C (de) |
-
1894
- 1894-03-21 DE DE189478360D patent/DE78360C/de not_active Expired
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