DE78233C - Luftverteiler für Entpichapparate - Google Patents
Luftverteiler für EntpichapparateInfo
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- DE78233C DE78233C DENDAT78233D DE78233DA DE78233C DE 78233 C DE78233 C DE 78233C DE NDAT78233 D DENDAT78233 D DE NDAT78233D DE 78233D A DE78233D A DE 78233DA DE 78233 C DE78233 C DE 78233C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12L—PITCHING OR DEPITCHING MACHINES; CELLAR TOOLS
- C12L3/00—Pitching or depitching machines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Einrichtungen zum rauchlosen Entpichen von Fässern geschieht die Erhitzung der zum
Entpichen dienenden Luft mittelst eines in einem geschlossenen Ofen unterhaltenen Koksfeuers
durch Unterluft, die durch ein Gebläse zugeführt wird. Von dem Zuleitungsrohr dieser
Unterluft ist ein Rohr abgezweigt, das Oberluft in den Feuerraum des Ofens einführt, aus
welchem die heifse Luft durch Rohre in die Brauereigefäfse abgeführt wird. Ein Hahn
dient zum Regeln der zuzuführenden Unterluft und ein zweiter Hahn zum Regeln der Oberluft.
Um ein Entzünden der Gase und Explosionen in den Fässern bei und auch vor deren
Wegnahme von dem Apparat zu vermeiden, ist auf eine richtige Einstellung dieser Hähne
bezw. richtiges Bemessen der Oberluftmenge zur Unterluftmenge zu achten, um Kohlenoxydgase
schon im Ofen zu verbrennen. Diese genaue Bemessung ist aber bei Bedienung einzelner
Hähne sehr schwierig.
Der vorliegende Luftvertheiler besteht aus einem mit dem Luftrohr des Gebläses verbundenen
Gehäuse mit drei Auslassen und einem im Gehäuse drehbaren Vertheilungskörper mit
passenden Durchlafsöffhungen, die zu einander bezw. zu den Auslässen des Gehäuses derart angeordnet
sind, dafs einerseits richtiges Bemessen der Oberluftmenge zur Unterluftmenge, andererseits
beim Absperren der Luftzufuhr zum Ofen freier Abzug der Luft ermöglicht ist, ohne das
Gebläse abstellen zu müssen.
Fig. ι a zeigt eine schematische Darstellung einer Entpicheinrichtung mit diesem Luftvertheiler,
Fig. ι zeigt in gröfserem Mafsstabe.
einen senkrechten Schnitt durch den Vertheiler und,Fig. 2 den abgewickelten Mantel des Vertheilungskörpers.
Wie aus Fig. ia ersichtlich, ist das Gebläse J durch Rohr 1 mit dem Luftvertheiler A verbunden
und aus diesem wird Unterluft durch Rohr 2 unter den Rost des Ofens O und
Oberluft durch Rohr 3 in den Feuerraum eingeblasen. Die dadurch gewonnene heifse Luft
strömt durch ein Rohr 4 in ein Lagerfafs L und durch Rohr 5 in ein Transportgefäfs T.
Das rauchlose Entpichen erfolgt in der in Patentschrift Nn 53777 angegebenen Weise,
indem durch Ventilator U der sich bildende Qualm abgesaugt und durch Abzug V abgeführt
wird.
. Das Gehäuse A des Luftvertheilers (Fig. 1) ist am unteren Ende offen und durch Flantschj11"
mit dem Rohr 1 in Verbindung. An dem Gehäuse sind drei seitliche Stutzen angebracht.
Der untere Stutzen a1 mündet in das Freie
aus, Stutzen a2 ist in Verbindung mit dem
Unterluftrohre 2 und der obere Stutzen a3 mit dem Oberluftrohr 3, Fig. ia.
In dem Gehäuse A ist ein unten offener und oben geschlossener Vertheilungskörper
oder Cylinder B, welcher durch eine Stopfbüchse C im Gehäuse A abgedichtet ist, mittelst
eines Handrades D um seine Längsachse drehbar.
An der Spindel des Cylinders B ist ein Zeiger E befestigt, der auf der an der Stopfbüchse
C angebrachten Scala c den jeweiligen Stand der Luftöffnungen anzeigt.
Im Cylinder B sind Oeffnungen b^b^b3 in
Höhe der seitlichen Stutzen a1 a'2 a3 des Ge-
häuses angebracht, derart, dafs, wie aus der Abwickelung (Fig. 2) des Cylindermantels ersichtlich
ist, die unterste Oeffhung a1 geschlossen
bleibt, wenn die mittlere a2 allein oder die mittlere α2 und die obere Oeffnung aB zusammen geöffnet sind. Ist die mittlere Oeffnung
a2 allein oder sind die mittleren a2 und
die obere Oeffnung a3 zusammen geschlossen, so ist die unterste al stets geöffnet.
Ist das Gebläse / (Roots Blower) eingerückt, so ist die Stellung des Luftvertheilers so, dafs
die Luft durch den untersten Stutzen a1 ins
Freie entweicht. -Soll nun z.' B. ein Lagerfafs entpicht werden, so wird dasselbe vor die
Düse der Pichmaschine geschoben und das Handrad D des Luftvertheilers nach rechts gedreht,
wodurch zunächst die mittlere Oeffnung a"2 die Luft unterhalb des Rostes einführt.
Der Luftstrahl erwärmt sich beim Durchstreichen des glühenden Koks und kommt als heifse Luft in das Fafs.
Da nun bei diesem Vorgange Kohlenoxydgase mit in das Fafs kommen, die sich beim
Abschieben des Fasses leicht entzünden können und auf diese Weise gefahrbringend sind, so
wird vor dem Abschieben des Fasses der Cylinder B des Luftvertheilers noch etwas mehr
nach, rechts gedreht:, wodurch der obere Stutzen a% zur Oberluft mit frei wird. Durch
die Zuführung frischer Luft werden schon im Pichofen die Kohlenoxydgase verbrannt und
beim Abschieben des Fasses sind dann weder explosive noch brennbare Gase im Fasse.
Vor dem Abschieben des Fasses wird der Cylinder B des Luftvertheilers wieder mehr
nach rechts gedreht, und es öffnet sich bei gleichzeitigem Schliefsen der beiden oberen
Stutzen a2 as der untere Stutzen a1 ins Freie,
ohne dafs eine Rückwirkung der Luft auf das Gebläse eintreten kann.
Das richtige Verhältnifs der Oberluft zur Unterluft bei kleineren und gröfseren Fässern
ist an der Scala der Stopfbüchse C erkennbar und kann der Luftverteiler beim Gebrauch
sofort in die richtige Stellung gebracht werden.
Bei weiterem Gebrauch wird der Cylinder wieder nach rechts (stets also nach derselben
Richtung) gedreht.
Diese Anordnung des Luftvertheilers ist sowohl zum Entpichen von Lagerfässern, als
auch von Transportgebinden mit Vortheil verwendbar.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Luftvertheiler für Entpichmaschinen, bestehend aus einem mit dem Luftrohr des Gebläses verbundenen Gehäuse (A) mit drei Auslässen (αΛ α? α3/ und einem im Gehäuse (A) drehbaren Vertheilungskörper (B) mit passenden Durchlafsöffnungen (bl £2 b3), die zu einander bezw. zu den Auslässen (a1 a? a3) derart angeordnet sind, dafs einerseits richtiges Bemessen der Oberluftmenge zur Unterluftmenge, andererseits beim Absperren der Luftzufuhr zum Ofen freier Abzug der Luft ermöglicht ist, ohne das Gebläse abstellen zu müssen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78233C true DE78233C (de) |
Family
ID=350972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78233D Expired - Lifetime DE78233C (de) | Luftverteiler für Entpichapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78233C (de) |
-
0
- DE DENDAT78233D patent/DE78233C/de not_active Expired - Lifetime
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