DE78214C - Einrichtung zum selbstthätigen wasserdichten Anschmiegen des Troges von Hubschleusen an das Ober- und Unterhaupt der Kanalhaltung - Google Patents

Einrichtung zum selbstthätigen wasserdichten Anschmiegen des Troges von Hubschleusen an das Ober- und Unterhaupt der Kanalhaltung

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DE78214C
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trough
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DENDAT78214D
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fried. KRUPP, GrUSONWERK, Magdeburg-Buckau
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02CSHIP-LIFTING DEVICES OR MECHANISMS
    • E02C5/00Mechanisms for lifting ships vertically
    • E02C5/02Mechanisms for lifting ships vertically with floating chambers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 84/c/Wasserbau.
1^
das Ober- und Unterhaupt der Kanalhaltung.
.Die nachstehend beschriebene Einrichtung bezweckt die Erzielung einer zuverlässigen,· einfachen und selbstthätigen Abdichtung zwischen dem Trog von Hubschleusen und den Kanalhäuptern und benutzt dazu den hydrostatischen Druck, welchen die Füllung des Troges auf die., Thore desselben ausübt. Dieser Druck wirkt auf die Innenseite beider Thore gleichmäfsig, so lange dieselben geschlossen sind und keinen äufseren Druck bekommen. Ist aber das eine Trogende an ein Karialhaupt angeschlossen und wird der Raum zwischen seinem Thor und dem des letzteren mit Wasser gefüllt, so bekommt das angeschlossene Trogthor auch, äufseren Druck und wird entlastet, während der noch auf die Innenseite des Thores an dem freien Trogende wirkende Druck nun bestrebt ist, den Trog in seiner.Längsrichtung zu bewegen und von dem Kanalhaupte loszureifsen. Diesem Bestreben, welches auch vorhanden ist, wenn man das Thor am angeschlossenen Trogende öffnet, mufste bei den· bisher ausgeführten; und bekannt 'gewordenen Hubschleusen durch Anpressen des Troges an das Kanalhaupt begegnet werden, weil sonst die Dichtung zwischen Trog und Kanalhaupt gelöst worden wäre.
Bei dem Gegenstande der vorliegenden Er^ findung dagegen wird der einseitige hydrostatische Druck auf das Thor am freien Ende des Troges nicht durch einen Gegendruck unwirksam gemacht, sondern vielmehr dazu benutzt, die selbsttätige Abdichtung zwischen Trog und Kanalhaupt zu bewirken, indem er die Dichtungsflächen derselben gegen: einander preist.
Auf welche Art und Weise diese Abdichtung erzielt wird, geht aus dem in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel hervor, und zwar ist bei diesem Beispiel gleich darauf Rücksicht genommen, dafs die selbstthätige Abdichtung auch dann stattfindet, wenn Veränderungen.des Wasserstandes in den Kanalhaltungen das Anfahren des Troges: in verschiedenen Höhenlagen verlangen. ·.·.-'
: Die Fig. 1 bis 3 zeigen die Anordnungen für das Oberhaupt und das an dieses angeschlossene Trogende im Längsschnitt und in zwei Horizontalschnitten, die Fig. 4 und 5 die Anordnung für das untere .Kanalhaupt und das entsprechende angedichtete Trogende im Längsschnitt und in einem Horizontalschnitt, während Fig. ι a und 4a die Kanalhäupter und Trogenden freiliegend mit geschlossenen Thoren darstellen und Fig. 6 eine Gesammtübersicht der Anlage bei mittlerer Höhenlage des Troges bildet.
Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, schliefst sich an den Falz α für das auf der Seite des Oberhauptes liegende Thor b des Troges A, mit dem sonst letzterer gewöhnlich abschneidet, ein zweiter Falz c an, welcher an seiner unteren Seite zu einer tiefen Kammer d erweitert ist und den Falz e für das Thor/ des Oberhauptes B, sowie einen hinter demselben aus den Seitenwänden und dem Boden des Oberhauptes hervortretenden Dichtungs-
flantsch g umfafst. Letzterer ist an dem Boden des Oberhauptes zu einer Wand h verbreitert, deren unterer Rand ζ U-förmig umgebogen ist. Die äufsere Wand k der Kammer d greift hinter die Wand h und geht zu beiden Seiten des Oberhauptes in die hinter die Flantschen g. greifenden schmalen Flantschen / über. Die Flantschen / und der obere Rand der Wand h sind auf ihrer Innenseite mit einem Gummistreifen in versehen.
Während des letzten Theiles seines Aufganges wird nun der Trog so geführt, dafs der Gummistreifen m einen geringen Abstand von der Aufsenseite der Wand h und der Flantschen g hat, damit er nicht auf diesen schleift, und erst unmittelbar vor seinem Stillstande wird er durch seine Führung in der Pfeilrichtung um so viel verschoben, dafs der Dichtungsstreifen m eben zur Anlage an den Flantsch g kommt.
Je nach der dem jeweiligen Wasserstande im oberen Kanal entsprechenden Höhe, in welcher der Trog zum Stillstande gebracht wird, legt sich der. waagrechte Theil des Streifens Ot entweder, wie gezeichnet, in der Mitte der Wand h oder darüber oder darunter an.
Oeffnet man nach der Stillstellung des Troges den Schieber oder die Schütze n, durch welche Oeffnungen in der Trogwand b oder der Wand/ des Oberhauptes geschlossen sind, so füllen sich zunächst der Raum ο zwischen den Thoren, der Falz c und dessen Kammer d mit Wasser. Dadurch bekommen die bisher nur durch einseitigen Wasserdruck belasteten und gegen ihre Dichtungen geprefsten Thore b und/ auch äufseren Druck, so dafs nur ihr Eigengewicht zu überwinden ist, wenn sie gehoben werden, um die Durchfahrt für ein Schiff freizugeben. Der einseitige Druck auf das andere Thor des Troges am freien· Ende desselben hat aber nicht aufgehört (bei dem durch die Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wird er sogar noch durch einen dem Flächenunterschied zwischen der Innenwand und der Aufsenwand der Kammer d entsprechenden Druck unterstützt), vielmehr sucht er den Trog in der Pfeilrichtung zu bewegen. Dadurch prefst er aber die Wand k und die Flantschen / mit dem Dichtungsstreifen m gegen die Wand h und die Flantschen g, so dafs eine selbsttätige Abdichtung des Troges gegen das Oberhaupt erreicht wird. Da die Trogfüllung fast immer die gleiche ist, so ist auch der auf Abdichtung wirkende Druck immer der gleiche, und durch passende Wahl der Breite des Gummistreifens m läfst er sich so einrichten, dafs für diesen genau derjenige Druck auf die Flächeneinheit kommt, welcher für die Abdichtung am günstigsten ist.
Vor dem Niedergange des Troges hat man die Thore b und / zu senken, den Schieber η zu schliefsen und das in dem Räume ο zwischen den Thoren, in dem Falz c und in der Kammer d befindliche Wasser abzulassen, und zwar einmal, damit die Thore b und/ wieder einseitigen Wasserdruck bekommen und abgedichtet werden, ehe sich der Trog in Bewegung setzt, dann aber namentlich damit nach Lösen der Abdichtung m das Wasser nicht auf die darunter befindliche Strafse fliefst. Das in der Kammer d befindliche Wasser braucht nur bis zum oberen Rande der Wand k abgelassen zu werden, während der Rest mit dem Trog dann wieder hochsteigen würde. Da aber die Oberkante von k bald höher, bald tiefer stehen wird, je nachdem der Trog an dem Oberhaupte dem jeweiligen Wasserstande in letzterem entsprechend angefahren ist, so ist es zweckmäfsig, das Ablassen, des Wassers durch Heberrohre ρ erfolgen und seinen Spiegel in der Kammer d nur bis zur Unterkante der Rohre ρ sinken zu lassen. Jedes der Rohre ρ ist mit einem Hahn q oder einer sonstigen Absperrvorrichtung in seinem längeren Schenkel, mit dem es in ein gemeinsames Abfiufsrohr r für alle Rohre mündet, versehen.
Der untere Rand i der Wand k bildet eine Rinne, in welcher das Wasser nicht unter den unteren Rand des offenen Schenkels der Heberrohre ρ sinken kann, so dafs dieser immer unter Wasserverschlufs steht und sein Wasser nicht beim Niedergang des Troges in die Kammer d ausfliefst.
Soll das Wasser aus den Räumen ο und c abgelassen werden, so öffnet man die mit einander verbundenen Hähne q; es fliefst dann durch die Rohre ρ in das Rohr r, bis sein Spiegel in der Kammer d bis an das untere Ende der Rohre ρ gesunken ist. Der Druck auf den Trog in der Pfeilrichtung ist nun nicht mehr vorhanden, und bei Beginn des Niederganges wird der Trog durch seine Führung einige Millimeter in entgegengesetzter Richtung bewegt; die Abdichtungm wird daher abgelöst und kann beim weiteren Niedergange nicht auf der Wand k schleifen.
Die Hähne q werden vor dem Niedergange des Troges wieder geschlossen, so dafs die offenen Schenkel der Heberrohre ρ mit Wasser gefüllt bleiben.
.Beim nächsten Aufsteigen des Troges bringt die Kammer d das Wasser, welches sie mit herniedergenommen hatte, wieder in die Höhe. Die Hähne q werden erst wieder geöffnet, wenn die Thore b und/ und der Schieber η für den nächsten Niedergang geschlossen sind.
Die Höhe der Wände h und k richtet sich nach dem Unterschiede des höchsten pnd niedrigsten Wasserstandes im oberen Kanalhaupte, bei welchem noch Schiffe· verkehren sollen. Ist die Einrichtung so getroffen, dafs
der Wasserstand immer der gleiche bleibt, so brauchen die Wände h und k nur so hoch zu sein, dafs die Heberrohre ρ noch unter dem Boden des Oberhauptes Platz finden, und die Kammer d schrumpft zu einem Falz zusammen.
Die Abdichtung zwischen Trog und Unterhaupt zeigt, wie aus Fig. 4 und 5 hervorgeht, eine etwas abweichende Einrichtung.
Hier umfafst das Trogende nicht das Kanalhaupt, sondern es ist das Umgekehrte der Fall, weil der Trog von oben her einfährt. Die senkrechte Wand h' mit den aus den Seitenwänden hervortretenden Flantschen g' gehört hier dem Trog an, während das Unterhaupt mit dem Falz c' und der Kammer d' versehen ist. Sonst sind Einrichtung und Wirkungsweise die gleichen wie an dem Oberhaupte, nur macht das Ablassen des Wassers aus den Zwischenräumen weniger Umstände, weil die Kammer d' fest am Unterhaupte sitzt und das Wasser aus ihr nach unten abfüefsen kann. Die Abdichtung erfolgt am Oberhaupte sowohl wie am Unterhaupte durch den hydrostatischen Druck selbsttätig und ist bei Anwendung der Vertiefung der unteren Falze unabhängig vom Wasserstande in den Kanalhaltungen.

Claims (1)

  1. Pate nt-An sprüche:
    !..Einrichtung zum selbsttätigen, wasserdichten Anschmiegen des Troges (A) von Hubschleusen an das Ober- und Unterhaupt (B bezw. C) der Kanalhältung, gekennzeichnet durch einen aus der Trogwand oder deren Verlängerung nach innen hervorragenden Flantsch (I) an dem einen Ende des Troges, welcher beim Anfahren des letzteren an das Oberhaupt dieses umfafst und sich hinter einen aus der Oberhauptwand vorspringenden Flantsch (g) schiebt, in Verbindung mit einem aus der Wand des Unterhauptes oder deren Verlängerung nach innen hervorragenden Flantsch (V), welcher in gleicher Weise den Trog bei seinem Anfahren an das Unterhaupt umfafst und sich vor einen aus der Wand des Troges nach aufsen vorspringenden Flantsch (g1) schiebt, so dafs nach erfolgter Füllung des Raumes zwischen den Thoren (b und/bezw. b' und f) und also auch nach Ausheben dieser Thore an der Anschlufsstelle der auf die freiliegende Trogstirnwand wirkende Wasserdruck das Andrücken der Flantschen des Troges an diejenigen des Kanalhauptes bewirkt.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Einrichtung, bei welcher das Kopfende des Troges (A) auf der Oberhauptseite und. das Kopfende des Unterhauptes zu einer Kammer (d bezw. d') vertieft ist, und die unter der Sohle liegenden Theile der Dichtungsflantsche (k und h') des Troges und (h .und k') der Häupter so verbreitert sind, dafs unbeschadet der richtigen Abdichtung das Anfahren des Troges in verschiedener, dem jeweiligen Wasserstande der Kanalhäupter entsprechender Höhe ermöglicht wird.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1. und 2. gekennzeichneten Einrichtung, bei welcher das in den Räumen zwischen den Thoren von Oberhaupt und Trog befindliche Wasser vor dem Niedergange durch Heberrohre ρ abgeleitet wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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