DE77866C - Verfahren zur Darstellung von zweifach substituirten m-Naphtylendiaminsulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von zweifach substituirten m-Naphtylendiaminsulfosäuren

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DE77866C
DE77866C DENDAT77866D DE77866DA DE77866C DE 77866 C DE77866 C DE 77866C DE NDAT77866 D DENDAT77866 D DE NDAT77866D DE 77866D A DE77866D A DE 77866DA DE 77866 C DE77866 C DE 77866C
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sulfonic acids
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00—Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01—Sulfonic acids
    • C07C309/28—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47—Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Na'ch den Angaben, des Haupt-Patentes entsteht beim Erhitzen von Ci1-Naphtylamin-ß.,-sulfosäure mit Anilin .und salzsaurem Anilin unter Abspaltung von schwefliger Säure symmetrisches Diphenyl-A1 ß2-m-.naphtylendiamin. Bei Verwendung von solchen a-Naphtylaminpolysulfosäuren, die eine Sulfogruppe in Metastellung zur Amidogruppe enthalten, erhält man die Sulfosäuren des Diphenyl-a, ß2-naphtylendiamins. An Stelle von Anilin können dessen Homologe gesetzt werden.
Es wurde nun ferner auch das Verhalten der ß-Naphtylaminsulfosäuren, in denen eine Sulfogruppe die Metastellung zur Amidogruppe einnimmt, beim Erhitzen mit primären aromatischen Basen und den Salzen derselben geprüft. Wenn sich die a- und die ß-Naphtylaminsulfosäuren gleich verhielten, müfsten auch aus den letzteren die Diphenyl-Ci1 ß2-naphtylendiamine bezw. deren Sulfosäuren erhalten werden können; so mufste aus der β,-Naphtylamina2-sulfosäure dasselbe Derivat entstehen, wie aus der ctj-Naphtylamin-ßg-sulfosäure. Die erstgenannte Säure ist jedoch bis heute noch nicht bekannt geworden. Dagegen wurden die ß-Naphtylaminpolysulfosäuren und zwar die ßj-Naphtylamin-aä a4-disulfosäure (C-Säure des Patentes Nr. 65997) un<^ die ßj-Naphtylamina2 ß4-disulfosä'ure (Schultz, Ber. XXIII, S. jy, Armstrong & Wynne, Proc. of the ehem. soc. 1891, 28) geprüft, und es hat sich gezeigt, dafs dieselben in der That befähigt sind, nach dem Verfahren des Haupt-Patentes in substituirte A1 ßä-Naphfylendiaminderivate überzugehen.
Man braucht nur in dem im Haupt-Patent gegebenen Beispiele an Stelle von a-Naphtylamin-E-disulfosäure die gleiche Menge einer der genannten β - Naphtylaminsulfosäuren zu setzen, um aus der ß-Naphtylamindisulfosäure C die Diphenyl -Ci1 ß2-naphtylendiamin-a3-monosulfosäure und aus der ßj-Naphtylamin-ci2 ß4-disulfosäure die Diphenyl-a, ß2 - naphtylendiamin-ßg-monosulfosäure zu erhalten. Letztere Säure ist bereits in der Patentschrift Nr. 76414 beschrieben und daselbst aus der c.j-Naphtylamin-ß2 ß3-disulfosäure erhalten worden.
Auch hier lassen sich durch Ersatz des Anilins durch seine Homologen die entsprechenden Substitutionsproducte der Ct1 ß3-Naphtylendiaminsulfosäuren gewinnen.
Sowohl die Diphenyl- wie die Ditolyl-aj ß2-naphtylendiamin-cigsulfosäure sind schwach gelb gefärbte Pulver, welche selbst in heifsem Wasser so gut wie unlöslich sind. Die Lösungen der Natronsalze besitzen nur sehr geringe gelbgrüne Fluorescenz. Die Natronsalze sind durch grofse Krystallisationsfähigkeit ausgezeichnet. Versetzt man eine nicht allzu verdünnte Natronsalzlösung in Wasser mit etwas Kochsalz, so fällt das Natronsalz in prächtigen, schwach gelb gefärbten Blättchen aus. Beide Säuren sind ferner dadurch ausgezeichnet, dafs sie sich aufserordentlich leicht mit Nitrosokörpern condensiren; so giebt z. B. Nitroso-
äthylbenzylanilinsulfosa'ure mit den Säuren in Alkohol schöne Violetts, die gut egalisiren, alkali- und sä'ureecht sind.
Weiter wurde gefunden, dafs an Stelle der in den Patentschriften Nr. 75296 und Nr. 76414 und der oben benutzten α- und β-Naphtylaminsulfosäuren auch die entsprechenden a- und ß-Naphtolsulfosa'uren eingesetzt werden können, um zu denselben zweifach substituirten Ci1 ß2-Naphtylendiaminen bezw. deren Sulfosäuren zu gelangen. Von diesen Naphtolsulfosäuren sind bislang bekannt geworden: die eij-Naphtol-ßg-sulfosäure (Patent Nr. 57910), a,-Naphtol-ß2 ßg-disulfosäure (aus Naphtalin-ctj ß2 β3~ trisulfosäure durch Verschmelzen mit Alkalien, Patent Nr. 38281), arNaphtol-ß2 ß4-disulfosäure (aus Naphtalin-c^ ß2 ß4-trisulfosäure durch Verschmelzen mit Alkalien, Patent Nr. 38281), a,-Naphtol-ß2 a4-disulfosä'ure (Patent Nr. 45776), aj-Naphtol-ß2 ß3 ai- trisulfosäure (Patent Nr. 56058) und die ß,-Naphtol-a2 a4-disulfosäure C (Patent Nr. 65997). Die ebenfalls verwendbare, aber bislang noch nicht bekannte ßj-Naphtol-ct2 ß4-disulfosäure wird aus der entsprechenden oben erwähnten Amidosäure durch Diazotiren und Kochen der Diazoverbindung mit Wasser gewonnen.
Beispiel:
ι Theil aj-naphtol-ß2-sulfosaures Natrium wird mit 4 Theilen Anilin und 1 Theil salzsaurem Anilin auf ι 50 bis 1700 4 Stunden lang unter Umrühren erhitzt. Alsdann wird die Schmelze in verdünnte Salzsäure gegossen und die das salzsaure Anilin enthaltende Lösung von dem ausgeschiedenen Diphenylnaphtylendiamin durch Filtration getrennt. Es kann durch Auflösen in Alkohol und Zusatz von Salzsäure, ,wobei sich das salzsaure Salz ausscheidet, gereinigt werden.
Bei Verwendung der anderen oben genannten Naphtolsulfosäuren an Stelle der Ct1-Naphtolß2-sulfosäure oder beim Ersatz des Anilins durch seine Homologen gelangt man zu den anderen Derivaten, des Ci1 ß2-Naphtylendiamins, die mit den entsprechenden Producten aus den Naphtylaminsulfosäuren vollkommen identisch sind.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von substituirten Naphtylendiaminen oder von Derivaten derselben, in denen mindestens zwei Amido- oder Alkylamidogruppen in Metastellung zu einander stehen, darin bestehend, dafs man in dem Verfahren des Haupt-Patentes Nr. 75296 an Stelle der daselbst genannten α-Naphtylaminsulfosäuren hier solche ß-Naphtylaminsulfosäuren, α- oder ß-Naphtolsulfosäuren verwendet, die mindestens eine Sulfogruppe. zu einer Amido- bezw. Hydroxylgruppe in Metastellung enthalten.
2. Die Ausführung des durch Anspruch 1. geschützten Verfahrens unter Verwendung von
ßj -Naphtylamin-a2 ct4-disulfosäure,
ß,-Naphtylamin~ct2 ß4-disulfosäure,
a,-Naphtol-ß2-sulfosä"ure,
ctj-Naphtol-ß2 ß3-disulfosäure,
ctj-Naphtol-ß.2 ß4-disulfosäure,
Ct1-Naphtol-ß2 ct4-disulfosäure,
Ct1-Naphtol-ß2 ß3 ^-trisulfosäure,
ßj-Naphtol-ctä c^-disulfosäure,
ßj-Naphtol-ct2 ß4-disulfosäure.
DENDAT77866D Verfahren zur Darstellung von zweifach substituirten m-Naphtylendiaminsulfosäuren Expired - Lifetime DE77866C (de)

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