DE77567C - Verfahren zur Bereitung einer Zinklösung aus Zinkerz - Google Patents
Verfahren zur Bereitung einer Zinklösung aus ZinkerzInfo
- Publication number
- DE77567C DE77567C DENDAT77567D DE77567DA DE77567C DE 77567 C DE77567 C DE 77567C DE NDAT77567 D DENDAT77567 D DE NDAT77567D DE 77567D A DE77567D A DE 77567DA DE 77567 C DE77567 C DE 77567C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- zinc
- solution
- ore
- preparing
- metals
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/20—Obtaining zinc otherwise than by distilling
- C22B19/22—Obtaining zinc otherwise than by distilling with leaching with acids
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P10/00—Technologies related to metal processing
- Y02P10/20—Recycling
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Januar 1894 ab.
Das vorliegende Verfahren betrifft die Bereitung einer Zinklösung aus den Erzen des Zinks,
welche im wesentlichen frei von denjenigen Verunreinigungen ist, die sich im Erze mit dem
Zink vereinigt vorfinden. Während das Verfahren zur Darstellung von Zinklösung aus
irgend einem der Erze des Zinks Anwendung finden kann, ist es im besonderen für die Behandlung
der minderwerthigen, vielfach zusammengesetzten Zinkerze werthvoll, bei denen mit dem Zink viele andere Metalle, wie Gold,
Silber, Kupfer, Eisen, Blei, Antimon, Arsen, Wismuth, Cadmium u. s. w., vereinigt sind.
Bei der bisher gebräuchlichen Bereitungsweise von Zinksalze enthaltenden Lösungen wird die
Lösung unmittelbar vom Erze dargestellt, indem man dieses entweder im natürlichen Zustande
oder in der Form eines Oxyds oder eines Sulfats nach vorherigem Rösten behufs
Entschwefelung des Erzes mit einem Lösungsmittel behandelt. Diese Behandlungsweise hat
aber zur Folge, dafs die unmittelbar vom Erze bereitete Lösung neben dem Zink mancherlei
andere Metalle in Lösung enthält, wie beispielsweise Eisen, Aluminium, Mangan, Magnesium,
Kupfer, Nickel, Cadmium u. s. w., da es bisher nicht möglich gewesen ist, das mit Zink
und anderen Metallen durchsetzte Erz mit einer Lösung des Zinkbestandtheiles so zu behandeln,
dafs nicht auch einige von den anderen im Erze enthaltenen Metallen in gröfserer oder
geringerer Menge mit dem Zink in Lösung gehen. Man hat deshalb versucht, durch Anwendung
von Fällungsmitteln die aufser dem Zink in der Lösung enthaltenen Metalle auszuscheiden
und auf diesem Wege die Lösung zu reinigen.
Das Fällen dieser neben dem Zink in der Lösung enthaltenen Metalle zwecks Gewinnung
einer reinen Zinklösung bietet indessen grofse Schwierigkeiten, und zwar sogar bei der Behandlung
im Laboratorium, ganz unausführbar ist dasselbe aber im fabrikmäfsigen Betriebe.
Nach vorliegender Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch vermieden, dafs man,
ehe das Zink schliefslich in Lösung geht, von demselben alle im Erze mit dem Zink vereinigten
Verunreinigungen ausscheidet oder dieselben in eine Form überführt, in welcher sie in dem angewendeten Lösungsmittel
unlöslich sind; hierdurch wird nicht nur das Zink in leicht löslicher Form, sondern auch
zugleich eine möglichst reine Lösung von jeder beliebigen Concentration gewonnen, obgleich
keinerlei Fällungsmittel angewendet werden.
Vom Gesichtspunkte des vorliegenden Verfahrens werden alle diejenigen Stoffe, welche
von dem für das Zink verwendeten Lösungsmittel beeinflufst werden und mithin in die
Lösung übergehen, als Unreinigkeiten angesehen.
Um demnach eine möglichst reine Sulfatlösung des Zinks von beliebigem Concentrationsgrade
zu gewinnen, wird nach vorliegender Erfindung zunächst eine vorläufige Sulfatlösung
der löslichen Bestandtheile des Erzes unmittelbar aus letzteren hergestellt. Diese Lösung
läfst man alsdann durch Verdunsten etc. auskrystallisiren,
um die darin enthaltenen Salze zu gewinnen, worauf man das auf diese Weise erzielte Product erhitzt, um daraus diejenigen
metallischen Bestandteile, welche flüchtiger als Zink sind, zu verflüchtigen und abzutreiben
und die weniger flüchtigen als Zink in Oxyde oder in eine andere unlösliche Form überzuführen,
so dafs das Zink in Form eines wasserfreien Sulfats übrig bleibt, welches man dann
schliefslich mit Wasser behandelt, um das wasserfreie Zinksulfat aufzulösen.
Die dabei angewendete vorläufige Sulfatlösung kann man von dem Erze in beliebiger,
zweckentsprechender Weise herstellen, beispielsweise indem man Erz zunächst zerstampft und
dasselbe, sofern es ein Zinksulfid ist, behufs Darstellung von Sulfaten des Zinks einer
Röstung unterwirft und alsdann mit Wasser als Lösungsmittel behandelt. Wenn das Erz von
solcher Beschaffenheit ist, dafs es sich durch Rösten in ein Sulfat nicht umwandeln läfst,
so kann man die erste Lösung in der Weise herstellen, dafs man das Erz von vornherein
in verdünnter Schwefelsäure auflöst. Im einen wie im anderen Falle wird die erzielte Lösung
aufser Zink verschiedene andere Metalle, wie Eisen, Aluminium, Mangan, Magnesium, Kupfer,
Nickel, Wismuth, Cadmium u. s. w., enthalten.
Die unlöslichen Bestandtheile des Erzes, wie Blei, Gangart u. s. w., läfst man absetzen, zieht
die Lösung alsdann ab und erhitzt dieselbe, um das Wasser zu verdampfen und die darin
enthaltenen Salze zu krystallisiren, welche man auf diese Weise gröfstentheils in Form von
Sulfaten gewinnt.
Hierauf bringt man das Product in einen Muffelofen von beliebiger zweckentsprechender
Form und erhitzt dasselbe in einer ausreichend oxydirend wirkenden Atmosphäre auf 250
bis 50p° C. Hierbei ist darauf zu achten, dafs die angewendete Heiztemperatur nicht so
hoch ist, dafs das Zinksulfat etwa dadurch zersetzt wird. Es empfiehlt sich, die Masse während
der Erhitzung umzurühren, um die Hitze darin gleichmäfsig zu vertheilen.
Durch diese Röstung wird die ganze Masse wasserfrei gemacht; diejenigen metallischen Bestandtheile,,
welche flüchtiger als Zink sind, werden verflüchtigt und ausgetrieben; diejenigen,,
welche weniger flüchtig als Zink sind, werden zersetzt und, während die Säure in Dampfform
entweicht, in solche Formen (gröfstentheils Oxyde) übergeführt, welche in Wasser
unlöslich sind. Da das Zink sich weniger leicht als irgend welche von den übrigen löslichen,
metallischen Sulfaten zersetzt, so bleibt dasselbe als wasserfreies Zinksulfat zurück.
Nach Beendigung des Röstens wird das Product aus der Muffel herausgenommen und kann alsdann,
nach vorherigem Abkühlen, mit einem Lösungsmittel für den Zinkbestandtheil behandelt
werden. Aufser wasserfreiem Zinksulfat in fein zertheiltem, leicht löslichem Zustande
sind darin nur Oxyde oder unlösliche Verbindungen von anderen Metallen, wie Eisen,
Kupfer, Nickel u. s. w., enthalten. Die Masse wird nunmehr in beliebigen, zweckentsprechenden
Behältern mit Wasser als Lösungsmittel behandelt. Dabei wird das Zinksulfat vom Wasser aufgelöst, . während die unlöslichen
Verbindungen der anderen in der Masse etwa noch enthaltenen Metalle unbeeinfmfst bleiben
und sich im Behälter absetzen. Es bleibt dann eine klare Lösung zurück, welche nur Zinksalze
enthält und nunmehr fertig zum Gebrauche ist. Dieselbe kann nach Bedarf aus dem Behälter
abgezogen werden. Der im Behälter verbliebene Bodensatz kann später behufs Gewinnung
der darin enthaltenen Metalle in bekannter Weise einem Schmelzverfahren unterworfen
werden.
Die Vortheile des vorbeschriebenen Verfahrens sind für den Sachverständigen einleuchtend;
dasselbe ermöglicht die Ausnutzung der unreinen Zinkerze, die bisher bei Zinkbergwerken
als unverwendbare Abfallprodücte in grofsen Mengen bei Seite. geschafft werden,
und giebt ein Mittel an die Hand, um' vp.n
diesem Material eine coneentrirte . Zinksalzlösung von gröfster Reinheit darzustellen. '
Eine vollkommen reine Zinklösung bietet deshalb besonderen Werth, weil man nur von
einer solchen einen Niederschlag .yon reinem Zinkoxyd öder ein reines'krystallisirtes Zinksulfat
durch Verdunstung gewinnen kann. .. Auch für die Gewinnung von metallischem
Zink auf dem Wege der Elektrolyse is.t eine
solche reine Lösung von : gröfster Wichtigkeit, da es für die Erzielung eines reinen Zinks
wesentlich ist, dafs die Lösung: frei von anderen Metallen ist. die etwa zusammen mit
dem Zink gefällt werden könnten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: . ■ . ■Verfahren zur Bereitung einer Zinklösung, darin bestehend ■, dafs man aus Zinkerz eine Sulfatlösung herstellt, aus dieser durch Verdunstung und Krystallisation die Salze abscheidet und letztere so weit erhitzt, dafs diejenigen Metalle, welche flüchtiger sind als Zink, ausgetrieben werden, die weniger flüchtigen in solche Verbindungen übergeführt werden, die in Wasser nicht löslich sind,-das Zinksulfat dagegen unverändert bleibt, worauf man dieses mit Wasser auflöst. ■ ■. :
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77567C true DE77567C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=350364
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77567D Expired DE77567C (de) | Verfahren zur Bereitung einer Zinklösung aus Zinkerz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77567C (de) |
-
0
- DE DENDAT77567D patent/DE77567C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2304094A1 (de) | Verfahren zur herstellung von hochreinem molybdaenoxid und ammoniummolybdat | |
| DE2604402A1 (de) | Verfahren zum gewinnen von nichteisen-metallen | |
| DE77567C (de) | Verfahren zur Bereitung einer Zinklösung aus Zinkerz | |
| DE1947535B1 (de) | Verfahren zum Aufschluss von Metalle und Sulfidschwefel enthaltenden Ausgangsstoffen | |
| DE1533083B1 (de) | Verfahren zur Osmiumgewinnung | |
| DE2111737B2 (de) | Verfahren zur Entfernung von dreiwertigem Eisen aus eisenhaltigen Lösungen | |
| DE2539618A1 (de) | Verfahren zum reinigen waessriger loesungen von metallionen, die als arsenide, antimonide, telluride, selenide und zinn- sowie quecksilberlegierungen ausfallen | |
| DE1161432B (de) | Verfahren zur Aufarbeitung arsenidischer und/oder antimonidischer Huetten-Zwischenprodukte | |
| DE598669C (de) | Verfahren zur Herstellung arseniger Saeure aus huettenmaennischen Zwischen- und Abfallprodukten | |
| DE307085C (de) | ||
| DE767593C (de) | Verfahren zum Gewinnen von Tantal- und/oder Niob-Verbindungen | |
| AT38909B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Zink aus seinen Erzen oder Verbindungen. | |
| DE100242C (de) | ||
| DE89779C (de) | ||
| DE1049105B (de) | Verfahren zur Aufarbeitung arsenidischer und/oder antimonidischer Huetten-Zwischenprodukte | |
| DE188019C (de) | ||
| DE135056C (de) | ||
| DE169138C (de) | ||
| DE747880C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Wismut | |
| DE3343541C2 (de) | Verfahren zur getrennten Gewinnung von Metallchloriden aus komplexen Kupfer-Erzen | |
| DE238890C (de) | ||
| DE662231C (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Kupferoxychlorid | |
| DE441169C (de) | Verfahren zur Aufbereitung von Zink-Roherzen, -Konzentraten usw. fuer die Elektrolyse | |
| AT50612B (de) | Verfahren zur Abscheidung von Kupfer und anderen Metallen aus Flüssigkeiten, die bei nassen metallurgischen Verfahren gewonnen werden. | |
| DE240850C (de) |