DE77557C - Verfahren zur Herstellung einer polymeren krystallisirten Base aus Amidoacetaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer polymeren krystallisirten Base aus Amidoacetaldehyd

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DE77557C
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CHEMISCHE FABRIK AUF AKTIEN (VORM. E. SCHERING), Berlin N., Müllerstr. 170/171
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D241/00Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings
    • C07D241/02Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D241/06Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having one or two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D241/08Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having one or two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with oxygen atoms directly attached to ring carbon atoms

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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Wie Emil Fischer· vor einiger Zeit (Ber. d. d. ehem. Ges. XXVI, 92) gezeigt hat, werden aus dem Amidoacetal durch die Einwirkung von starken Mineralsäuren bei gewöhnlicher Temperatur die Salze des Amidoacetaldehyds erzeugt. Bei Anwendung von Salzsäure oder Bromwasserstoff bleiben diese Salze beim Verdampfen im Vacuum zunächst als nicht krystallisirende Syrupe zurück. Dieselben sind gekennzeichnet durch die grofse Löslichkeit in Wasser und Alkohol, durch die starke reducirende Wirkung auf FehIing'sehe Lösung und die leichte Zerstörbarkeit beim Kochen mit Wasser oder Alkalien. Beim längeren Aufbewahren der sauren Syrupe bei gewöhnlicher Temperatur findet äufserlich nur eine geringe, durch Bräunung bemerkbare Veränderung statt. In Wirklichkeit aber verwandelt sich hierbei, wie nunmehr gefunden wurde, ein Theil des Amidoaldehyds in eine neue krystallisirende Base. Dieselbe besitzt dieselbe empirische Zusammensetzung wie der Amidoacetaldehyd, unterscheidet sich aber von demselben durch die Beständigkeit gegen Alkalien und gegen Fehling'sehe Lösung, sowie durch die gröfsere Krystallisationsfähigkeit und Beständigkeit ihrer Salze. Ihre Eigenschaften deuten darauf hin, dafs sie ein Polymeres des Amidoacetaldehyds, vielleicht ein Dioxypiperazin ist.
Am leichtesten wird dieselbe direct aus dem Amidoacetal gewonnen bei Anwendung von Bromwasserstoff durch folgende Operation: Amidoacetal wird in der früher beschriebenen Weise in gekühlte Bromwasserstoffsäure vom spec. Gewicht 1,49 eingetragen und die Flüssigkeit nach 5 stündigem Stehen bei Zimmertemperatur im Vacuum auf einem Bade, dessen Temperatur 60° nicht übersteigt, möglichst stark eingedampft. Der schwach gelb gefärbte Syrup, welcher den bromwasserstoffsauren Amidoacetaldehyd enthält, bleibt dann in offenen Gefäfsen über Schwefelsäure, am besten in einer Temperatur von 25 ° stehen, bis er krystallinisch erstarrt ist. Bei der angegebenen Temperatur ist das nach 5 bis 6 Tagen der Fall und das Product besitzt eine hellbraune Färbung. Bei Wintertemperatur erfordert derselbe Procefs ebenso viele Wochen und liefert ein viel dunkleres Präparat.
Die Krystalle sind das bromwasserstoffsäure Salz der neuen Base. Dasselbe wird zunächst mit Alkohol, worin es unlöslich ist, sorgfältig ausgelaugt, um die kleinen Mengen noch unveränderten Amidoaldehyds zu entfernen, in heifser wässeriger Lösung mit Thierkohle behandelt und aus der stark concentrirten Lösung durch Abkühlen zur Krystallisation gebracht. Durch Wiederholung dieser Reinigung wird das Salz in farblosen, glänzenden prismatischen Krystallen erhalten. Dasselbe ist in Wasser besonders in der Hitze sehr leicht, in absolutem Alkohol fast gar nicht löslich und hat nach der Analyse die Zusammensetzung: C1H10N2O9JHBrJ2.
Das Hydrochlorat, welches aus dem Bromhydrat durch Schütteln der wässerigen Lösung mit Chlorsilber erhalten wird, besitzt ganz ähnliche Eigenschaften.
Das Chloroplatinat ist in heifsem Wasser leicht löslich und krystallisirt daraus beim Erkalten in prächtigen, gelbrothen, kurzen Prismen.
Die freie Base, welche aus den Salzen durch
sehr concentrirt.es Alkali als OeI abgeschieden wird oder auch in bekannter Weise mit Hülfe von Silberoxyd aus dem Chlor- oder Bromhydrat dargestellt wird, ist in Wasser und Alkohol außerordentlich leicht, in Aether dagegen fast gar nicht löslich. Aus warmem Essigäther, worin sie auch ziemlich schwer löslich ist, läfst sie sich in langen farblosen Nadeln oder Prismen gewinnen, welche gegen 83 ° schmelzen und an der Luft durch Anziehung von Wasser rasch zerfliefsen. Die Base reagirt alkalisch und wird weder von Alkalien noch von Fehling'scher Lösung beim Kochen verändert.
Schüttelt man ihre mit Alkali versetzte Lösung mit Benzoylchlorid , so scheidet sich alsbald ein Benzoylderivat in . krystallinischen Flocken aus.
' Aehnlich wie mit Bromwasserstoff läfst sich die polymere Base mit Salzsäure bereiten, nur verläuft der Procefs weniger glatt und die Isolirung des Productes bietet gröfsere Schwierigkeiten.
Die Base und ihre Salze sollen für therapeutische Zwecke benutzt werden.

Claims (3)

  1. Pat ent-An sprüche:
    ι. Verwandlung des Amidoacetaldehyds in die ■Salze einer polymeren, krystallisirten Base durch Aufbewahren der concentrirten sauren Lösungen der Salze des Amidoacetaldehyds.
  2. 2. Darstellung der krystallisirten Base selbst aus den Salzen durch Zusatz einer Base (Alkali) zu einem Salz der Base oder durch Zusatz von Silberoxyd zu einem Halogen-SaIz1 der Base.
  3. 3. Directe Darstellung derselben krystallisirten Base bezw. ihrer Salze aus dem Acetalamin mit Hülfe der unter 1. und 2. bezeichneten Mittel.
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