DE77067C - Libellen-Quadrant, besonders für Feldgeschütze - Google Patents

Libellen-Quadrant, besonders für Feldgeschütze

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DE77067C
DE77067C DENDAT77067D DE77067DA DE77067C DE 77067 C DE77067 C DE 77067C DE NDAT77067 D DENDAT77067 D DE NDAT77067D DE 77067D A DE77067D A DE 77067DA DE 77067 C DE77067 C DE 77067C
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Germany
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quadrant
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terrain
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DENDAT77067D
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pfister & streit in Bern, Seilerstrafse 9
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G1/00Sighting devices
    • F41G1/44Spirit-level adjusting means, e.g. for correcting tilt; Means for indicating or correcting tilt or cant

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuen Quadranten für Feldgeschütze, bei welchem sowohl zur Herstellung des Elevationswinkels als auch des Terrain- oder Gelä'ndewinkels das Princip der graphischen Darstellung der Tangente eines Winkels zu Grunde gelegt ist, und zwar giebt dieser neue Quadrant die Summen oder Differenzen der Winkel und nicht nur die Summen oder Differenzen der Tangenten dieser Winkel an.
Der neue Quadrant ist so eingerichtet, dafs Elevation »Null« abgelesen werden kann, wenn die Geschützrohrachse für ein beliebiges Ziel die dem Terrain- oder Geländewinkel entsprechende Neigung einnimmt, demnach der Aufsatz auf Null steht. Ferner gestattet derselbe die Einstellung eines aus der Karte entnommenen Terrainwinkels ohne weitere Umrechnung.
In den Fig. 1 bis 10 der beiliegenden Zeichnung ist eine für gebirgiges Terrain bestimmte Ausführungsform, bei welcher als Minimalgrenzen der Theilung dt 250%o &ιτ den Terrainwinkel und -f- 3OO%0 für die Elevation angenommen worden sind, dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht des Quadranten,
Fig. 2 einen verticalen Längenschnitt,
Fig. 3 einen Schnitt nach x-x in Fig. 1,
Fig. 4 eine Seitenansicht (Eleyationsseite),
Fig. 5 einen Schnitt nach x2-x2 in Fig. 1,
Fig. 6 eine Seitenansicht (Terrainwinkelseite), Fig. 7. einen Schnitt nach x'-x1 in Fig. 1,
Fig. 8 einen horizontalen Längenschnitt nach y-y in Fig. 2, _ · _
Fig. 9 eine Detailconstruction im Grundrifs und
Fig. 10 einen horizontalen Längenschnitt nach y^-y1 in Fig. 2.
Die Libelle α ist an einem Ende auf der Achse b dreh- und verschiebbar, an dem anderen Ende auf der Achse c drehbar gelagert. Die Achse b ist an einer Mutter d befestigt, welche auf der zum Einstellen des Terrainwinkels dienenden Schraube T sitzt und welche sich beim Drehen der Schraube T, je nach der Drehrichtung, auf- und abwärts bewegt. Die Achse c hingegen ist an einem Schenkelende eines LJ -förmigen Rahmens R befestigt, an dessen anderem Schenkelende die Schraube T dreh-, aber nicht verschiebbar gelagert ist, und an dessen Ecken die' Achsen e und f angeordnet sind, um welche Achsen der Rahmen R gedreht werden kann. Die Achse e ist an einer Mutter d1 befestigt, welche auf der zum Einstellen des Elevationswinkels dienenden Schraube E so angeordnet ist, dafs sie sich beim Drehen der Schraube E, je nach der Drehrichtung, auf- und abwärts bewegen kann.
Die Achsey befindet sich in einem Schlitze^/"1 des Rahmens R und ist in den Lappen h und h1 des Quadrantengestelles G G drehbar gelagert, so dafs sich der Rahmen R nicht nur mit der Achse f drehen, sondern auch auf derselben sich verschieben kann.
Die Schraube E ist im Quadrantengestell G G so gelagert, dafs sie wohl gedreht werden, nicht aber in ihrer Längsrichtung sich verschieben kann.
Infolge dieser .eigenartigen Aufhängung der Libelle α dreht sich dieselbe beim Einstellen des Terrainwinkels um die Achsen c und b unter gleichzeitiger Verschiebung auf der Achse b, während sie sich beim Einstellen des Elevations-
winkeis bezw. beim Drehen der Schraube E mit dem Rahmen R um die Achsen e und f dreht, unter gleichzeitiger Verschiebung des Rahmens R auf der Achse f, und ist es möglich, die Libelle so einzustellen, dafs dieselbe eine Neigung annimmt, die der Summe oder Differenz der den einzelnen Tangentenwerthen entsprechenden Winkel entspricht.
Behufs Einsteilens der Schrauben T und E sind an den zugehörigen Muttern d und d1 Zeiger i und i1 befestigt, die sich beim Drehen der Schrauben T und E längs Scalen k und /c1 bewegen, auf welchen die den verschiedenen Einstellungen entsprechenden Theilungen angebracht sind (Fig. 4 und 6), und zwar befinden sich auf diesen Scalen k und kl je die Zehner und Hunderter, während die Einer am Umfang der Köpfe T1 und E' der Schrauben T und E angeordnet sind.
Bei der Terrainwinkelscala (Fig. 6) ist der Nullpunkt mit 1000 bezeichnet, wodurch die besondere Bemerkung »positiv« oder »negativ« bei Einstellung des Quadranten, sowie die Doppelbezifferung der betreffenden Scala am Umfang des Schraubenkopfes T1 wegfallen können.
Der Quadrant wird beim Gebrauch stets derart auf die Quadrantenfläche des Geschützrohres gesetzt, dafs die Elevationsschraube E der Höhenrichtschraube des Geschützes zugekehrt ist.
Beim Richten wird das Ziel zunächst vermittelst des am Geschütz angebrachten Visirs und Korns anvisirt und, nachdem der Quadrant auf die Quadrantenfläche des Geschützrohres gesetzt, die Schraube T so lange gedreht, bis die Libelle einspielt. Dadurch ist der Geländewinkel am Quadranten eliminirt und es wird nun noch vermittelst der Schraube E der d£r Zieldistanz entsprechende Elevationswinkel bezw. auf dessen Tangente (welcher Werth gleich ist demjenigen am Aufsatz) eingestellt. Wird am Quadranten z. B. auf 87,49 co 8j,i°/00 Elevation eingestellt, so wird die Libelle dadurch gegenüber ihrer vorangegangenen Lage in einen Winkel von 5° versetzt, und bei 230,80Z00 beträgt der Elevationswinkel 1 30.
Schliefslich wird das Geschützrohr vermittelst der Höhenschraube der Laffete so lange bewegt, bis die Libelle am Quadranten wieder einspielt, wodurch das Geschützrohr in die der Zieldistanz und dem Gelände entsprechende Lage gelangt. ;
Gestattet das Gelände nicht, das Ziel direct anzuvisiren, so kann der Geländewinkel auch aus der Karte entnommen werden. Ist z. B. die Zieldistanz 2000 Meter und die Höhendifferenz 250 Meter, so wird die Terrainwinkeltheilung 250
2000
= 125«/,
00·

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ;
    Libellenquadrant, bei dessen Gebrauch der Geländewinkel ohne Weiteres berücksichtigt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs die Verstellung der Libelle (a) nicht nur zusammen mit dem sie tragenden U -förmigen Rahmen (R) durch die zur Einstellung der Erhöhung dienende Schraube (EJ, sondern auch gegen den Rahmen (R) durch die in dem letzteren drehbar, aber nicht verschiebbar gelagerte, zur Einstellung des Geländewinkels dienende Schraube (T) erfolgt. ■ . :
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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