DE200726C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE200726C DE200726C DE1907200726D DE200726DA DE200726C DE 200726 C DE200726 C DE 200726C DE 1907200726 D DE1907200726 D DE 1907200726D DE 200726D A DE200726D A DE 200726DA DE 200726 C DE200726 C DE 200726C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- target
- curves
- point
- angle
- terrain
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims description 10
- 241000238633 Odonata Species 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G3/00—Aiming or laying means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Bestimmung der Visiereinstellungen,
die beim Beschießen von Zielen, anzuwenden sind, die außerhalb des Mün-5
dungshorizontes, d. h. außerhalb der durch den Mittelpunkt der Mündung der Schußwaffe
gelegten Horizontalebene liegen. Die Entfernungseinteilungen der Visiervorrichtungen
für Schußwaffen, insbesondere der
ίο Aufsätze für Geschütze, sind bekanntlich nur
für solche Ziele genau richtig, die im Mündungshorizonte liegen; sie geben die auf den
Mündungshorizont bezogenen Schußweiten, die sogenannten horizontalen Schußweiten,
is an. Näherungsweise gelten die auf den
Mündungshorizont bezogenen Entfernungseinteilungen nach dem ballistischen Lehrsatze
vom Schwenken der Flugbahnen bei Verwendung kleiner Erhöhungen auch noch für solche Ziele, die verhältnismäßig wenig oberhalb
oder unterhalb des Mündungshorizontes liegen, d. h. für Ziele, denen ein sehr kleiner
Geländewinkel entspricht. Handelt es sich dagegen um die Beschießung von Zielen, die
unter einem sehr großen Geländewinkel erscheinen, wie es beispielsweise bei Luftschiffen
fast regelmäßig der Fall ist,, so ergibt sich ein beträchtlicher Fehler, wenn man die
Visiervorrichtung auf diejenige Entfernung einstellt, die das Ziel tatsächlich besitzt.
Um in diesem Falle das Ziel zu treffen, muß man die Visiervorrichtung auf eine Schußweite
einstellen, die im allgemeinen von der tatsächlichen Entfernung des Zieles erheblich
abweicht. Die Erfindung bezweckt nun, eine Vorrichtung zu schaffen, an der man die
Einstellung, die in solchen Fällen der Visiervorrichtung erteilt werden muß, ablesen kann.
Auf der Zeichnung zeigen:
Fig. ι bis. 3 geometrische Darstellungen, die zur Erläuterung des der Erfindung zugrunde
liegenden Gedankens bestimmt sind, ■Fig. 4 eine Seitenansicht einer Ausführungsform
der Erfindung,
Fig. 5 den Schnitt nach 5-5 der Fig. 4, von links gesehen, ·
Fig. 6 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7 die zu Fig. 6 gehörige Oberansicht,
Fig. 8 einen Teil der Fig. 6 in größerem Maßstabe, teilweise im Schnitt,
Fig. 9 den Schnitt nach 9-9 der Fig. 8, von rechts gesehen, und
Fig. 10 den Schnitt nach 10-10 der Fig. 8,
von rechts gesehen.
Im folgenden soll zunächst die theoretische Grundlage der Erfindung an einem mit einem
Aufsatze versehenen Geschütze erläutert werden.
In Fig. ι bezeichnet A den Mittelpunkt
der Mündung des Geschützrohres und A-H den Mündungshorizont. Der Aufsatz ,des
Geschützes sei derartig eingestellt, daß der ,Schußwinkel, d. h. der Winkel, den die Seelenachse
des Geschützrohres mit der Visierlinie einschließt, gleich ε ist. B bezeichnet den
Punkt, in dem die Flugbahn eines Geschosses den Mündungshorizont A-H schneidet, wenn
das Geschütz mit der erwähnten Aufsatz-Stellung auf ein im Mündungshorizonte gelegenes
Ziel eingerichtet ist. Die Strecke A-B stellt die dem Schuß winkel έ entsprechende
horizontale Schußweite dar, die bei der erwähnten Aufsätzstellung an der Entfernungseinteilung
des Aufsatzes angezeigt
ίο wird. Man kann sich daher die Aufsatzstellung
anstatt durch den Schußwinkel ε auch durch die zugehörige horizontale Schußweite
A-B bestimmt denken. Z bezeichne ein sehr weit oberhalb des Mündungshorizontes
gelegenes Ziel, beispielsweise ein Luftschiff, dessen Entfernung A-Z gleich der dem Schußwinkel
β entsprechenden horizontalen Schußweite A-B sei, und γ den Geländewinkel
Z-A-H, unter dem das Ziel Z erscheint.
Richtet man das Geschütz mit der gleichen Aufsatzstellung auf das Ziel Z ein, so schneidet
die Flugbahn die Schußlinie A-Z in einem Punkte B1, der, obgleich der Aufsatz auf
eine der Zielentfernung A-Z gleiche Schußweite eingestellt ist, im allgemeinen nicht
mit Z zusammenfällt. B1 stellt den dem Geländewinkel γ entsprechenden Treffpunkt
und A-B1 die zugehörige Schußweite dar. Denkt man sich für alle möglichen Werte
von y .die Treffpunkte ermittelt, die sich bei der, durch die horizontale Schußweite A-B
bestimmten Aufsatzstellung ergeben, und die Treffpunkte durch eine Kurve verbunden, so
erhält man die Kurve B-B1 -B'2, die im fol-
35- genden kurz als Treffpunktskurve bezeichnet werden soll. Für den luftleeren Raum ist
die Treffpunktskurve bekanntlich eine Parabel, deren Achse die zu der Treffpunktskurve gehörige
horizontale Schußweite halbiert und auf ihr senkrecht steht. Für den lufterfüllten
Raum ergibt sich eine Kurve, die inr großen und ganzen einen ähnlichen Verlauf nimmt
wie eine Parabel. Denkt man sich .die Treffpunktskurve
auf ein Polarkoordinatensystem bezogen, dessen Pol in A liegt und dessen
Polarächse in- den Mündungshorizont A-H fällt, so stellt der Polarwinkel eines beliebigen
Punktes der Treffpunktskurve den Geländewinkel und der Leitstrahl die zugehörige
Schußweite dar. Die zu einer bestimmten horizontalen Schußweite gehörige Treffpunktskurve ist also die auf ein Polarkoordinatensystem
bezogene graphische' Darstellung der Beziehungen, die bei der durch die betreffende
horizontale Schußweite bestimmten Aufsatzstellung zwischen dem Geländewinkel und der
zugehörigen Schußweite bestehen.
Zu jeder horizontalen Schußweite gehört eine andere Treffpunktskurve. In Fig. 2 sind
für die horizontalen Schußweiten von 1000 bis zu 6000 m in Abständen von je 1000 m die
zugehörigen Treffpunktskurven eingetragen. Durch diese Kurven, die in der Figur mit T
bezeichnet sind, wird das vertikale Schußfeld in Zonen zerlegt, die für die Bestimmung
der zum Beschießen eines gegebenen Zieles erforderlichen Aufsatzstellung benutzt werden
können. Zu diesem Zwecke braucht man nur die Lage'des Zieles in die Figur einzutragen.
Z möge in Fig. 2 den Punkt bezeichnen, der die Lage des Zieles angibt. Liegt dieser
Punkt in einer der Treffpunktskuryen T selbst, beispielsweise, wie auf der Zeichnung
angenommen, in der zu der horizontalen Schußweite von 3000 m gehörigen Kurve, so hat man den Aufsatz auf die der betreffenden
Kurve entsprechende horizontale Schußweite einzustellen, also im vorliegenden
Falle auf die Schußweite von 3000 m, obgleich, die tatsächliche Zielentfernung nach
der Zeichnung etwa 3500 m beträgt. Fällt der Punkt Z in den !zwischen zwei benachbarten
Kurven T gelegenen Raum, so kann man durch Abschätzung leicht die gesuchte
Aufsatzstellung ermitteln. Je größer die Anzahl der Aufsatzstellungen gewählt wird, für
die man die Treffpunktskurven konstruiert, desto schmaler fallen die einzelnen Zonen
aus, und desto größer wird die Genauigkeit der Ablesung.
In Fig. 2 sind der graphischen Darstellung der Lage des Zieles Z und der Beziehungen
zwischen Geländewinkel und Schußweite Polarkoordinaten zugrunde gelegt. Selbstverständlich
kann man ebenso gut auch jede andere Art graphischer Darstellung benutzen. Die Kurven, die sich hierbei ergeben, sollen
im folgenden ebenfalls als Treffpunktskurven bezeichnet werden.
In Fig, 3 sind dieselben Verhältnisse wie-100 in Fig. 2 unter Anwendung eines rechtwinkligen
Koordinatensystemes. graphisch dargestellt. Die Abszissenachse dieses Koordinatensystemes
ist mit A-X und die Ordinatenachse mit^-Fbezeichnet. Die Geländewinkel sind bei
dieser Darstellungsweise in passendem Maßstabe als Ordinaten und die zugehörigen
Schußweiten als Abszissen aufgetragen. Dementsprechend hat man bei der Darstellung
der Lage des Zieles Z den Geländewinkel des Zieles als Ordinate und die Zielentfernung als Abszisse aufzutragen. Die Treffpunktskurven
T, die man bei dieser Art der graphischen Darstellung erhält, haben natürlich
eine andere Form wie die entsprechenden Kurven der Fig. 2.
Eine weitere, sehr zweckmäßige graphische Darstellung der in Betracht kommenden Verhältnisse
liefert die Benutzung von Zylinderkoordinaten. Bei dieser Darstellungsweise trägt man die Geländewinkel in passendem
Maßstabe auf ,der Peripherie eines Kreises
ab, errichtet auf der Ebene des Kreises in den einzelnen Teilpunkten. Lote, trägt auf
diesen die zu den Geländewinkeln gehörigen Schußweiten ab und verbindet die so erhaltenen
Punkte durch Kurven. Diese Kurven, die den Treffpunktskurven T der Fig. 2 und 3
entsprechen, liegen sämtlich auf einer Zylinderfläche, deren Durchmesser gleich dem Durchmesser
des Kreises ist, auf dessen Peripherie die Geländewinkel abgetragen sind. Man erhält bei dieser Darstellungsweise das aus
Fig. 8 ersichtliche Bild, in der die mit h1 bezeichneten, auf dem Mantel einer zylindrischen
Trommel H liegenden Kurven die Treffpunktskurven darstellen. Denkt man
sich die Zylinderfläche, auf der die Treffpunktskurven liegen, längs derjenigen Seitenlinie,
die dem Geländewinkel o° entspricht, aufgeschnitten und alsdann zu einer Ebene ausgebreitet, so erhält man das gleiche Bild
wie in Fig. 3.
In den Fig. 4 und 5 ist die erste Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Auf einer Platte A, die im wesentlichen die Gestalt eines einen Zentriwinkel von etwa
900 umspannenden Kreissektors besitzt, ist ein mit einer Ablesekante b1 versehenes
Lineal B drehbar befestigt. Die Ablesekante b1, die die Drehachse des Lineals B
schneidet, kann über einer, am Rande der Platte A konzentrisch zur Drehachse des
Lineals B angeordneten Geländewinkeleinteilung al eingestellt werden. Auf der von
der Linealkante b1 bestrichenen Fläche der Platte A sind in einer der Fig. 2 entsprechenden
Darstellungsweise für eine größere Anzahl verschiedener Aufsatzstellungen die zugehörigen
Treffpunktskurven a2 verzeichnet. Auf der Zeichnung sind der Deutlichkeit
halber nur einzelne dieser Kurven dargestellt. Der Pol des Polarkoordinatensystemes; das
dieser Darstellung zugrunde gelegt ist, fällt in den Schnittpunkt der Linealkante bl mit
der Drehachse des Lineals B und die Polarachse in die Verbindungslinie dieses Schnittpunktes
mit dem Nullpunkte der Geländewinkeleinteilung a1. Die Aufsatzstellungen,
die den einzelnen Treffpunktskurven a2 entsprechen,
sind durch an geeigneter Stelle angeordnete Bezeichnungen, zweckmäßig durch Angabe der zugehörigen horizontalen Schußweiten,
kenntlich gemacht. Auf das Lineal B ist längs der Kante bl in demselben Maßstabe,
in dem bei der Verzeichnung der Kurven a2 die Schußweiten dargestellt sind,
eine Einteilung b2 aufgetragen, die die Zielentfernungen angibt. Der Nullpunkt der
Einteilung b2 fällt in den Schnittpunkt der Kante b1 mit der Drehachse des Lineals.
fio Zum Einstellen der Zielentfernungen dient ein Zeiger cl, der an einem auf dem Lineale B
parallel zur Kante i'^geführten Schieber C
sitzt. . "
Um mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung die Aufsatzstellung zu ermitteln, die
zum. Treffen eines seiner Lage nach gegebenen Zieles erforderlich ist, verfährt man in
folgender Weise. Man stellt zunächst den Zeiger c1 des Schiebers C auf denjenigen
Punkt der Einteilung b2 ein, der der Entfernung des Zieles entspricht. Darauf dreht
man das Lineal B so weit, bis die Ablesekante b1 auf den dem Geländewinkel des Zieles
entsprechenden Punkt der Einteilung a1 zeigt.
Nunmehr sucht man diejenige Kurve a2 auf, der der durch den Zeiger c1 kenntlich gemachte
Punkt der Kante bl am nächsten liegt. Fällt dieser Punkt in eine der Kurven
a2 selbst, so kann man die gesuchte Aufsatzstellung
unmittelbar ablesen; liegt der Punkt zwischen zwei benachbarten Kurven a2,
so läßt sich die gesuchte Aufsatzstellung durch Abschätzung leicht hinreichend genau
bestimmen.
In den Fig. 6 bis 10 ist die zweite Ausführungsform
der Erfindung in Verbindung mit einem Entfernungsmesser dargestellt.
Der Entfernungsmesser besteht in bekannter Weise aus zwei ein gemeinschaftliches
Okular D besitzenden Fernrohren und einer go durch ein' Griffrädchen d1 (Fig. 6) zu betätigenden
Stellvorrichtung, mittels deren die durch die beiden Objektive D2 (Fig. '6) erzeugten
Bilder derartig gegeneinander verschoben werden können, daß sie im Gesichtsfelde
des Okulars an derselben Stelle erscheinen. Die Größe der hierzu erforderlichen Verschiebung bildet ein Maß für die Entfernung
des anvisierten Gegenstandes, die an einer (nicht dargestellten) Einteilung abgelesen
werden kann. Das Gehäuse D3 des Entfernungsmessers ruht in zwei zweiteiligen
Lagern E, E1, die durch eine von einem Gestell
F getragene Platte E2 miteinander verbunden
sind, und kann in seinen Lagern um seine Längsachse gedreht werden. Auf dem Gehäuse D3 ist eine Büchse G drehbar, aber
unverschiebbar gelagert. Die Büchse G , ist, wenn der Entfernungsmesser in die Lager
E, E1 eingelegt ist, mit dem Lager E durch
eine Nase gl (Fig. 8), für die in dem Lager E eine entsprechende Nut vorgesehen
ist, undrehbar verbunden. Über das Gehäuse £>3 ist eine zylindrische Trommel H
geschoben, die sich um die Längsachse des Gehäuses drehen kann und sich- an ihren
beiden Enden gegen zwei fest mit dem Gehäuse verbundene Ringe df4 und d:>
anlegt. Auf dem Mantel der Trommel H sind in der oben erläuterten Weise unter Zugrundelegung
von Zylinderkoordinaten für eine größere Anzahl verschiedener Aufsatzstellungen die
zugehörigen Treffpunktskurven h1 verzeichnet.
' Auf der Zeichnung sind der Deutlichkeit halber nur einzelne dieser Kurven
dargestellt. Die Aufsatzstellungen, die den einzelnen Treffpunktskurven hl entsprechen,
sind durch an geeigneter Stelle angeordnete Bezeichnungen, zweckmäßig durch Angabe
der zugehörigen horizontalen Schußweiten, kenntlich gemacht. Auf den Ringen"rf* und rf5
ίο ist ein mit einer Ablesekante rf7 versehenes
Lineal D" starr befestigt. Längs der Ablesekante rf7, die der Drehachse der Trommel
H parallel läuft und unmittelbar über dem Mantel der Trommel liegt, ist eine Einteilung
rf8 angeordnet, die die Zielentfernungen in demselben Maßstabe angibt, in dem
bei der Verzeichnung der Kurven h1 die
Schußweiten dargestellt sind. Der Nullpunkt der Einteilung, rf8 liegt in derjenigen Querschnittsebene
der Trommel H, die der Schußweite O entspricht. Zum Einstellen der Zielentfernungen
dient ein Zeiger i1 (Fig. 8), der
an einem auf dem Lineale D6 parallel zur
Kante rf7 geführten Schieber J sitzt. Die Trommel H ist mit einem Zahnkranze h2
(Fig. 8) versehen, der mit einem in einem Ansätze des Ringes rf5 gelagerten Stirnrade K in Eingriff steht. Mit dem Stirnrade
K, das durch ein Griffrädchen K1 .in Umdrehung versetzt werden kann, ist durch
eine Welle K2 ein Triebling Ks fest verbunden,
der mit einem an der Büchse G angeordneten Zahnsektor g2 in Eingriff steht.
Da die Büchse G undrehbar mit dem Lager E verbunden ist, muß sich der Triebling
Ks bei einer Drehung des Griffrädchens K1 auf dem Zahnsektor g2 abrollen. Das
Gehäuse D3 des Entfernungsmessers dreht sich hierbei in den Lagern E, E1 zusammen
mit der Welle K2 um seine Längsachse;
gleichzeitig überträgt sich die Drehung, die der Triebling K3 um die Achse seiner Welle
K2 ausführt, durch das Zahnrädergetriebe K, h2 auf die Trommel H: Die Zahngetriebe
g2, K3 und K, h2 bilden demnach ein Umlaufrädergetriebe.
Die Abmessungen dieses Umlaufrädergetriebes sind, so gewählt, daß, wenn sich das Gehäuse D3 des Entfernungsmessers
zusammen mit den Ringen rf4, rf5 und dem Lineale Z)8 im Sinne des.Pfeiles χ
dreht, die Trommel H sich in engegengesetztem Sinne dreht. Das Übersetzungsverhältnis
ist derartig bemessen, daß die Linealkante rf7, wenn sie bei Beginn der Drehung
des Gehäuses D3 mit der dem Geländewinkel o° entsprechenden Seitenlinie der Trommel
H zusammenfällt, sich am Ende der Drehung mit einer Seitenlinie deckt, die einem
dem Drehwinkel des Gehäuses D3 an Größe gleichen Geländewinkel entspricht. Die die
Lager E, E1 verbindende Platte E'2 ist mittels
eines Zapfens e8 (Fig. 6) in dem Gestelle
F derartig drehbar gelagert, .daß man die Visierlinie des Entfernungsmessers auf
jeden Punkt des Gesichtskreises richten kann. Mittels einer nicht dargestellten Druckschraube
kann die Platte E2 in jeder Winkelstellung festgestellt werden. Ferner sind
(ebenfalls nicht gezeichnete) Stellvorrichtungen vorgesehen, mittels deren der Platte E2
jede beliebige Neigung gegenüber dem Horizonte erteilt werden kann. Auf der Platte
E2 sind zwei Libellen e* und e5 angeordnet,
deren Luftblasen durch entsprechende Einstellung der Platte E2 zum Einspielen gebracht
werden können. Wenn die Luftblasen einspielen, liegt die Drehachse des Gehäuses D3 und, wenn gleichzeitig die Linealkante rf7
mft der dem Geländewinkel. o° entsprechenden Seitenlinie der Trommel H zusammenfällt,
auch die Visierlinie des Entfernungsmessers horizontal.
Um mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung die Aufsatzstellung zu ermitteln, die
zum Beschießen eines sehr hoch gelegenen Zieles erforderlich ist, verfährt man in folgender Weise. Zunächst stellt man die Platte
E2 derartig ein, daß* die Luftblasen der Libellen
e* und e5 einspielen. Die Visierlinie des Entfernungsmessers liegt alsdann, wenn
der Einfachheit halber angenommen wird, daß die Linealkanle rf7 über der dem Geländewinkel
o° entsprechenden-Seitenlinie der Trommel //eingestellt ist, horizontal." Hierauf richtet
man die Visierlinie des Entfernungsmessers, indem" man durch Drehen an dem Griffjädchen
K1 das Gehäuse D3 um seine Längs- ■
achse schwenkt und ihm gleichzeitig durch Drehen der Platte Es um die Achse des
Zapfens e3 die erforderliche Seitenrichtung erteilt, auf das Ziel ein. Das Gehäuse D3
hat sich hierbei um seine Längsachse im Sinne des Pfeiles χ um einen Winkel gedreht,
der gleich dem Geländewinkel, des Zieles ist, während die.Trommel H sich- im
entgegengesetzten Sinne des Pfeiles χ so weit gedreht hat, daß die Linealkante rf7 sich mit
der dem Geländewinkel des Zieles entsprechenden Seitenlinie der Trommel deckt. Nachdem man die Visierlinie auf das Ziel
gerichtet hat, dreht man so lange an dem Griffrädchen rf1, bis die beiden Bilder des
Zieles im Gesichtsfelde des OkUlars an derselben Stelle erscheinen, liest die Entfernung
des Zieles ab und stellt den Schieber J auf dem Lineale D8 derartig ein, daß der Zeiger
i1 auf den der abgelesenen Entfernung entsprechenden Punkt der Einteilung rf8 zeigt.
Fällt der durch den Zeiger i1 kenntlich gemachte
Punkt der Trommel H in eine der Kurven h1 selbst, so kann man die gesuchte
Aufsatzstellung unmittelbar ablesen, fällt er
zwischen zwei benachbarte Kurven hl, so
kann man die, Aufsatzstellung leicht durch
Abschätzung hinreichend genau ermitteln.
Anstatt mit einem Entfernungsmesser kann S die den, Gegenstand der Erfindung bildende
Vorrichtung natürlich auch mit jeder anderen Visiervorrichtung derartig verbunden
werden, daß beim Einrichten der Visiervorrichtung auf das Ziel der Geländewinkel des
ίο Zieles selbsttätig auf die die Treffpunkts-"
kurven enthaltende Fläche übertragen wird.
Claims (3)
- Patent-An Spruch e:i. Vorrichtung zur Bestimmung der Visiereinstellungen, die beim Beschießen von außerhalb des Mündungshorizontes gelegenen Zielen anzuwenden sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberfläche eines Körpers für eine größere Anao zahl verschiedener Visiereinstellungen die Beziehungen zwischen Geländewinkel und Schußweite durch Kurven graphisch dargestellt sind, und daß Mittel vorgesehen sind, durch die die Lage des zu beschießenden Zieles in gleicher graphischer Darstellung auf die die Kurven enthaltende Fläche übertragen werden, kann.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in solcher Weise mit einer Visier-Vorrichtung verbunden ist, daß durch das Anvisieren des Zieles der Geländewinkel des Zieles selbsttätig auf die die Kurven (h1) enthaltende Fläche übertragen werden kann.
- 3. Ausführungsforrn der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Visiervorrichtung, mit der die Vorrichtung verbunden ist, einen Entfernungsmesser (D, d1, D2J bildet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT35538D AT35538B (de) | 1907-06-14 | 1908-04-27 | Vorrichtung zur Bestimmung der Visiereinstellungen, die beim Beschießen von außerhalb des Mündungshorizontes gelegenen Zielen anzuwenden sind. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200726C true DE200726C (de) |
Family
ID=463338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907200726D Expired - Lifetime DE200726C (de) | 1907-06-14 | 1907-06-14 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200726C (de) |
-
1907
- 1907-06-14 DE DE1907200726D patent/DE200726C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3145035A1 (de) | "zielfernrohr" | |
| DE102008053948A1 (de) | Visierfadenkreuz mit einstellbaren Sichtmarken für eine ballistische Kompensation | |
| DE2736415A1 (de) | Ziel- und richtgeraet | |
| EP3367044B1 (de) | Verstellelement zur verstellung einer visierlinie einer optischen visiereinrichtung, sowie zielfernrohr mit dem verstellelement und waffe mit dem zielfernrohr, sowie verfahren zur verstellung der visierlinie | |
| EP2508835B1 (de) | Zieleinrichtung | |
| DE102017100720B4 (de) | Absehen und hiermit ausgestattetes Zielfernrohr, Schusswaffe hiermit und Verfahren zum Treffen eines Zielobjekts mit einem Projektil | |
| EP2752636A2 (de) | Visiereinrichtung | |
| DE200726C (de) | ||
| CH631008A5 (de) | Zielmarkenscheibe fuer visiereinrichtung. | |
| DE1129870B (de) | Zielvorrichtung | |
| DE977689C (de) | Ziel- und Lenkkommandogeraet fuer Lenkflugkoerper | |
| DE349293C (de) | Vorrichtung zur Ermittlung der Entfernung, in die in einem gewissen Zeitraum diejenige Entfernung uebergeht, die ein sich ueber einem Beobachter bewegendes Ziel beim Beginn dieses Zeitraumes hatte | |
| DE574128C (de) | Vorrichtung zum indirekten Richten von Maschinengewehren | |
| DE332132C (de) | Entfernungsmesser mit zwei getrennten Beobachtungsstellen | |
| EP3460378B1 (de) | Vorrichtung zur ermittlung einer ersatzdistanz zwischen einem standort und einem ersatzauftreffpunkt eines geschosses | |
| DE635895C (de) | Zielvorrichtung fuer Feuerwaffen zur Bekaempfung bewegter Ziele | |
| DE2126068A1 (de) | Visiereinrichtung | |
| DE2555574A1 (de) | Zielvorrichtung fuer das beschiessen beweglicher ziele | |
| DE503881C (de) | Graphische Universalschusstafel | |
| DE2334968C3 (de) | Zielgerät für eine Schußwaffe | |
| AT145329B (de) | Geschützaufsatz für direktes und indirektes Schießen auf bewegliche Ziele. | |
| DE738327C (de) | Auf die zur Verwendung kommende Feuerwaffe abgestimmtes Zielfernrohr, dessen Abkommen zwei uebereinanderliegende Marken enthaelt | |
| DE278220C (de) | ||
| DE1018755B (de) | Zielvorrichtung fuer Waffen zur Bekaempfung von beweglichen Zielen, insbesondere von Luftfahrzeugen | |
| DE102017012171B4 (de) | Absehen, hiermit ausgestattetes Zielfernrohr und Schusswaffe hiermit |