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Vorrichtung zum Verstellen der Druckwalzen bei Walzendruckmaschinen
Bei als Walzendruckmaschinen arbeitenden Stoffdruckmaschinen für mehrfarbige Muster
arbeiten je . nach Anzahl der Farben biss zu zwölf -und noch mehr Druclwalzenl mit
einem Druckzylinder zusammen. Das Übereinstimmen dieser vielfarbigen Muister erfordert
eine Verstellbarkeit der Druckwalzens sowohl in ihrer Längs- als auch in ihrer Umfang
riehtung. Ein Verstellen des Dr,uckzylin,d@e"r,s darf dabei nicht erfolgen. Außerdem
müssen bei Stoffdruckmaschinen die Druckwalzen sehr oft, manchmal mehrmals an einem
Tage, ausgewechselt werden, sei es, um dieselben in einer anderen Reihenfolge arbeiten
zu lassen oder auch um ein anderes Muster zu drucken, Dieses Verstellen und Auswechseln
darf selbstverständlich nicht viel Zeit in Anspruch. nehmen. Die einzelnen Lager
sind aus diesem Grunde nach oben offen, beistellen also rttir aus halben Lagerschalen.
Außerdem müssen die Druckwalzen auf ihren Achsen fest aufsitzen, sogar mit sehr
hohem Druck aufgepreßt werden, so daß sie nicht auf ihren, sondern mit ihren Achsen
-verschiehbar gelagert werden müssen.
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An Maschinen mit Rotationsdruckwerken, insbesondere Druck- und Stanzautomaten,
ist wohl eine Vorrichtung bereits bekannt, mit der man die Formzylinder auch: während
des Betriebes seitlich verstellen kann, Zum
Einstellen dieser Formzylinder
in ihrer Urnfangsrichtung und in Längsrichtung ist auf der längs i-orschiebhar
gelagerten, angetriehznen Welle des Formzylinders dieser selbst längs verschiebbar,
aber undrehhar angeordnet und. wird die Längsverschiebung der Welle unter gleichzeitiger
Verdrehung mit Hilfe ziner mit der Welle verbundenen -Mutter erzielt, d.ie auf den
Gewindegängen der betreffenden @Vellenlagerbuclise läuft, auf der auch eine an dem
Formzylinder angreifende Mitne:hmerhuehsc axial cerscliiellbar, aber undre:hhar
angeordnet ist, auf deren Außengewindegängen eine ortsfest drehbar gelagerte Stellmutter
läuft. Eint solche Verstellvorrichtung ist hei Stoffdruckmaschinen al#,er nicht
verwendbar. da diese-, wie bereits att geführt, nur halbe Lagerschalen, haben. tun
das schnelle Ein- und Auslegen der Druckwalzen zu ermöglichen.
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D:mgegetiüb:r besteht die Verstellvorrichtung nach der Erfindung aus
einer auf die Druckwalzenachse aufschiebbaren, einen Gleitring tragenden Hülse,
die durch eine Körnerauf der Achsee der Druckwalze befestigt ist, und aus einem
den Gleitring umfassenden Hebel, der der Druckwalze eine freie DrehhLwe-gulig gestattet,
sie aber hei axialer Verschiebung mitnimmt. Der die Achse mit einem Ring umfassende
Stellhebel ist mit seinem einen Ende auf einem radial und axial zur Druckwal7enachse
einstellbaren Bolzen gelagert und an seinem anderen Ende ,el-clihig mit einer auf
einem ortsfesten. zur Druckwalzenachse gleichlaufenden zen verstellbaren -Mutter
verbunden.
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Der ,vesentlicliq Vorteil der neuen Vorrichtung besteht darin, daß
das Verstellen der Druckwalze von nur einer Seit. aus möglich ist, so dali viel
Zeit gespart wird. Das Einrichten der -Maschine erfordert ebenfalls «-eniger Zeit.
da die bekannten Beilagringe, deren Auswahl bisher ein häufiges Ein- und _@usl@gal
der Walzen zur Folge hatte. in Fortfall kommen. Die Dimckwalzen @cerde n nicht mehr
reit, sondern in ihren Lagern s.l#itlicll vcrsclio1len. Dies ist ein 1l12-so:ndrer
Vorteil. da :s leichter ist,sich drehende Achse. die keinen seitlichen Widerstand
liat, in den La",@rn zu @°rschieh.n, als eine g:nau -:ülg:patlte lialliz Lagerschale
mit der Druckwalze und der auf der- eiitg#-geng--s°tzteil %lascliirienseite 1;ehndliai°ii
Lagerschale. die ir@cll «-:möglich -gen die dort I@firidliche wild ungenüglInd gelöste
Druckschraul;:- stößt. Dazu kcmint, daß sich die hallen Lagerschalen unt.-r dein
Druck dehnen und fatlzlemnierl und infolgedessen einen häufigen Ersatz der Druckschrauben
und deren Muttzrstücko mit sich bringen. Letztere honim@n l;ei cl.er neuen Vorrichtung
in Fortfall und somit auch die dadurch entstehenden Reparaturen und dr dadurch I;edingte
Stillstand der Maschinen. Die Lager werden nicht mehr hean#zprucht. so daß an- d-ii
Innenseiteil der Lager kein,- Sp äne111- ehr ntstel ienkönnen und die Gravur der
@rudc@#: alz@a dadurch nicht ineh-r «@rd@ti I;ann. Außer-(1-,in erhalten die Lager
längere Leli:risdauer. und die -Maschine 1;enötigt l;:d°utend w#enigr Kraft. zumal
mit (lizscr Vorrichtung die Walzen h°im Drucken ohne Widerstand in ilircr Lage -:halten
«-erden. Die einfache Bauart der Vorrichtung und ihre einfache Handhabung --statten,
dal) sie an jeder corha@d.r:@n Druckmaschine l;:lielii"eil svstems angebracht «-erden
kann.
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In dz r Z.eicllnung ist die Erfindung in einem _@usführungsheispiel
dargestellt.
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Fig. 1 zeigt einen senkrechten Lingssclinitt nach der Linie C-D dr
Fig. 3: Fig. 2 zUil-t @tneil Lari-sw;Lliilitt nach der Linie E-F der Fig. 3: Fig.3
ziigt e1111211 O. -verschnitt nach der Linie A-B der Fig. i.
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Auf die - Druclc%t-alzenacll:e i ist die Hülse 2 aufgeschoben und
mit Körnerschraulrell 3 fest-"°tlialteil. Um die Hülse 2 ist ein Gleitring d z.
B. aus Rotgu13 gelegt, der zwischen einem Bund an der Hülse 2 und d--,in -Iutt°rring
5 auf der Hülse geführt ist. so daß die IIÜIse 2 sich innerhalb des Gleitringe:.I
drehen kann. Dieser Gleitring .I wird von _iner ringförmigen Erweit:rung 6 des 1121-1s7
unter BelasSun` eines ausreichenden Spiels umfaßt.
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Mit Körnc-rschrauhen S isr der Ring 6 so mit dein Ring 4 cerlittndcil,
daß sich der Ringe 6 gegenüber den- I'@ing .@ uin die Achsen der Schraubenbolzen
8 verschwenken kann. De r Hebel ; ist an seinem oberen Ende mit Hilfe eines Langloches
y auf einem Bolzen io als Dr,-lipuiikt gelagert. Dieser Bolzen io ist in :-in Langloch
12 an einem Winkel i i, der an (-;m ',.Iaschiiieiiständ-er befestigt ist, eingesclii-aul;t.
An dem unteren Ende 13 des Hehls 7 ist ein Langloch i-1 vorg:selien, in «elches
ein Bolzen i; der X"erstellvorrichtung eingreift. Diese besteht im «-esentlicheil
aus ilieni am- Lagerstück 2o eingeschraubten Gewind:I,nlzen 16, auf dem eine Mutter
17 verstellt «-erden kann. Auf dieser Mutter 17 ist ein Gleitring iS. in den der
Bolzen 1,3 eingeschraubt ist und zwischen einem Bund am -Iutterl;örper und am @e«-in<iering
ig geführt. Bei :irrer Drehteig d,--r Mutter 17 wird infolgedessen der til-:-itring
18 und damit der Bolzen 1 @-ers@hot:n. Der Bolzen 15 wirkt dann auf den He1;el 7
und schwingt ihn unter ch«-@nken uni den Bolzen 1o aus, so daß die hruck«-alz-#naclise
axial c@rscliolren wird. Die Laii.zlFcl.er c) und 12 ,gestatten das Verstellen der
Drticlzi@-alzlagerung=, somit auch des
Lagergehäusies 2o in Richtung
a oder b. Der Bolzen 15 ist im Langloch 14 selbstverständlich in Richtung
der Walzenachse ohne -Spiel g2ffihrt. Das= Loch 14 ist lediglich deshalb in Richtung
quer zur Walzenachse als Langloch ausgebildet, um einer Lagerabnutzung Rech nung
tragen zu können.
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D,en bekannten Vorrichtungen, gegenüber hat die Verstellvo-rrichtung
gemäß .der Erfindung folgende VoTteiile: ' Sie gestattet das Verstellers der Druckwalze
radial zum Druckzylinder, wie Fig.2 zeigt, indem das Lagerstück 2o mit seiner Lagerschal--,
II mittels der Gewindespindel III in Richtung a oder b verstellt wird.
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Die beim Auswechseln der Druckwalzen abzunehmenden Teile der Vorrichtung
(Buchsen 2) sind nicht ortsfest angebracht, sondern sind nur mittels Körnerschrauben
gehalten, die zu lösen keinen wesentlichen Zeitverluist ergibt.
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Das Langloch 9 gestattet ohne weiteres den Gebrauch von dicken oder
dünnen Druckwalzen.