DE76517C - Elektrischer Uhrensteller - Google Patents
Elektrischer UhrenstellerInfo
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- DE76517C DE76517C DENDAT76517D DE76517DA DE76517C DE 76517 C DE76517 C DE 76517C DE NDAT76517 D DENDAT76517 D DE NDAT76517D DE 76517D A DE76517D A DE 76517DA DE 76517 C DE76517 C DE 76517C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C11/00—Synchronisation of independently-driven clocks
- G04C11/06—Synchronisation of independently-driven clocks with direct mechanical action on the time-indicating means
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTES
Wie bei den bereits bekannten elektrischen Uhrenstellern wird auch bei den nachstehend
beschriebenen elektrischen Uhrenstellvorrichtungen die Zeigerstellung der Nebenuhren durch
eine zu einer bestimmten Zeit von einer Centralstelle ausgehende Stromgebung corrigirt. In
vielen Fällen beschränkt sich die Stellung auf Minuten- und Stundenzeiger; wenn jedoch eine
grofse Genauigkeit in der Zeitangabe erforderlich ist, wird auch die Stellung des Secundenzeigers
corrigirt. Da die. den Gegenstand der Erfindung bildenden Neuerungen in beiden Fällen Verwendung finden, so erscheint die
Beschreibung des in Fig. 1 und 2 in zwei verschiedenen Ausführungsformen dargestellten
Uhrenstellers mit Secundenstellung zur Kennzeichnung der Erfindung ausreichend.
In Fig. ι wird das Stellwerk durch einen durch ein Gewicht belasteten Rechen getrieben;
in Fig. 2 wird zu demselben Zwecke eine besonders aufzuziehende, im Federhause w sitzende
Feder verwendet; an Stelle der Feder kann auch ein besonders abzuziehendes Gewicht
zum Antriebe benutzt werden.
Um bei dem durch Feder oder Gewicht getriebenen Stellwerk (Fig. 2) nach erfolgter Stellung
eine unzeitige Wiederholung der Auslösung durch später in den Elektromagnet gelangende
Ströme zu verhindern, ist auf der Achse desjenigen Rades, welches in 24 Stunden
eine Umdrehung macht, ein hohler, auf einer Seite mit einem Ausschnitte versehener Cylinder
u angebracht, gegen welchen der am Federhausrade y befestigte Anschlagarm nach geschehener
Stellung mit dem am Ende befindlichen Stifte ν anschlägt. Das Federhausrad
wird hierdurch"' festgehalten. Nachdem der Cylinder u ungefähr eine halbe Umdrehung
gemacht hat, gleitet der Stift ν durch den Ausschnitt in das Innere des Cylinders. Er bleibt
dann so lange an der Innenfläche liegen, bis er nach einer weiteren halben Umdrehung des
Cylinders durch den Ausschnitt wieder austreten kann. Bei diesem Vorgange haben sich
die Stellrä'der so weit gedreht, dafs einer der Stellstifte "gegen den unteren Auslösungsarm
angelaufen ist. Das Stellwerk ist jetzt erst für die nächste Auslösung bereit. Bei der beschriebenen
Vorrichtung kann man dem Cylinder u leicht eine solche Stellung geben, dafs
der Stift ν erst kurze Zeit vor dem Eintreffen des Stromes den Cylinder verläfst. Das Stellwerk
ist deshalb während der übrigen Zeit gegen eine unzeitige Auslösung geschützt, denn
es kann weder durch die Bewegung der vom Elektromagneten bewegten Auslösungshebel,
noch durch fahrlässige Berührung oder durch Erschütterungen ausgelöst werden.
Die Stellung des Zeigers wird wie bei dem Uhrensteller von Brequet durch zwei in einander
greifende, mit Siften versehene Zahnräder bewirkt. Die Stifte erfassen bei der Drehung
der Stellräder einen kleinen, mit der Zeigerachse verbundenen Arm d und stellen denselben
senkrecht. Die in Fig. 1 und 2 zur Darstellung gebrachte Vorrichtung unterscheidet
sich jedoch von der Brequet'schen sehr wesentlich dadurch, dafs während des Stellens
eine eigenartige Kupplung zwischen der zu stellenden Achse des Zeigers und der den Antrieb
liefernden Achse des Uhrwerks gelöst wird. Bei dem Uhrensteller von Brequet ist
der Zeiger und der mit ihm verbundene Stellarm so auf der treibenden Achse aufgeklemmt,
dafs sie sich mit einem gewissen Kraftaufwand verstellen lassen. Wird durch das Stellwerk
der Zeiger vorwärts gerückt, so ■ äufsert sich dieser Vorgang bei Hemmung durch eine unter
Umständen stark vermehrte Kraft des Gangrades; wird der Zeiger jedoch rückwärts gestellt,
so verliert in diesem Augenblicke das Hemmungsrad ganz oder zum grofsen.Theil
seine Kraft. Die Hemmungstheile, besonders die Zahnspitzen des Gangrades sind dadurch
sehr gefährdet, weil es leicht vorkommen kann, dafs der Anker unter diesen Umständen aufsetzt.
Diese Gefahr ist namentlich bei Uhrenstellern mit Secundenstellung besonders grofs.
Bei dem Uhrensteiler von Kette! (D. R. P.
Nr. 27914) ist der Secundenzeiger zwar ebenfalls durch eine Reibungskupplung mit. der
treibenden Achse verbunden; die von Kettel gewählte Anordnung beseitigt aber die erwähnten
Uebelstände keineswegs; denn bei dem Zurückdrücken der den Secundenzeiger gewöhnlich
festklemmenden, unter Federdruck stehenden Scheibe wird durch das Aufdrücken
des Auslösungshebels so viel Reibung verursacht, dafs die Gangradachse die Kraft verlieren
mufs; auch ist es ein Uebelstand bei dieser Construction, dafs der Secundenzeiger
durch ein Gegengewicht einseitig beschwert sein mufs. Eine genaue Stellung ist bei dieser
Anordnung auch deshalb nicht möglich, weil das Gegengewicht im Augenblicke des Freiwerdens
eine pendelnde Bewegung ausführt. Die nachstehend beschriebene Kupplung vermeidet
die oben hervorgehobenen Fehler vollständig. Bei dieser Construction sind sä'mmtliche
zur Reibungskupplung gehörigen Theile auf einer besonderen, vor der treibenden Achse
des Uhrwerks in deren Längsrichtung liegenden Zeigerachse angebracht. Das hintere Ende
dieser Zeigerachse läuft in einem auf dem Zapfenende der treibenden Achse befestigten
Rohre. Mit der Zeigerachse fest verbunden ist eine Scheibe h. Zwischen dieser Scheibe und
der Scheibe des Rohres i liegt eine Scheibe g, welche durch den Druck der gewundenen
Feder zwischen den beiden Scheiben eingeklemmt ist. Die Scheibe g hat an ihrem
Rande zwei Schlitze, in welche die Stifte einer Mitnehmervorrichtung eingreifen. Beim Stellen
wird die Reibungskupplung dadurch gelöst, dafs eine Feder e, Fig. 1, oder ein unter Federzug
stehender Hebel t, Fig. 2, sich gegen den kleinen Ansatz des Rohres i legt und dieses
Rohr in der Richtung nach dem Zeiger verschiebt, wodurch die Scheibe g vollkommen
frei drehbar wird. Nachdem auf solche Weise die .Kupplung gelöst ist, fassen die Stellstifte
den Stellarm und richten' ihn so, dafs der Zeiger auf (60) zu stehen kommt; sobald diese
Stellung erreicht ist, schnellt die Feder e bezw. der Hebel t zurück. Das Rohr i preist dann,
dem Drucke der gewundenen Feder nachgebend, die Losscheibe g sofort' wieder fest.
Bei dem Anlegen der Feder e oder des Hebels t kann eine Hemmung der treibenden Achse
nicht eintreten, da bei der geringsten Druckäufserung die Losscheibe g schon frei wird;
auch kann ein störender Druck auf die Zapfen der treibenden Achse nicht stattfinden. Durch
den Druck gegen den kleinen Ansatz des Rohres i wird die Zeigerachse gewissermafsen
gebremst, so dafs eine willkürliche Bewegung derselben in dem Augenblicke, in welchem die
Kupplung bereits gelöst, aber die Stellstifte den Stellarm noch nicht erfafst haben, ausgeschlossen
ist. Die gegen einander geprefsteri Flächen der Reibungskupplung können zur
Verhinderung des Gleitens rauh gemacht oder mit kleinen Zähnen versehen werden; auch
können die Reibflächen flach, konisch oder in jeder anderen Form ausgeführt werden.
Bei den in Fig. 1 und 2 dargestellten Uhrenstellern mit Secundenstellung wird die Fortbewegung
des Minuten- und Stundenzeigers nicht durch das die Hemmung treibende Uhrwerk bewirkt, sondern durch ein besonderes
Laufwerk, welches nach jeder Minute durch die auf der Secundenzeigerachse befestigte kleine
Schnecke b mit Hülfe des Hebels c ausgelöst wird. Diese Anordnung bietet den grofsen
Vortheil, dafs das Laufwerk gleichzeitig zum Betrieb eines elektrischen Contactwerkes benutzt
werden kann und dafs die mit diesem Contactwerke verbundenen elektrischen Uhren ebenfalls dem regelnden Einflüsse des Uhrenstellers
unterliegen.
Bei elektrischen Uhrenstellern ohne Secundenstellung wird das beschriebene und gezeichnete
Stellwerk mit einer der Achse des Minutenrades vorgelagerten Minutenzeigerachse in Verbindung
gebracht, ein besonderes Laufwerk ist bei dieser Construction nicht vorhanden. Sowohl
bei dem Uhrensteller mit Secundenstellung als auch bei. dem ohne Secundenstellung
wird zum Lösen und Kuppeln der beschriebenen Kupplungsvorrichtung, wie schon erwähnt, entweder eine Feder e, Fig. 1, oder
ein unter Federzug stehender Hebel f, Fig. 2, verwendet. In der Ruhelage wird die Feder e
oder der Hebel t durch die auf der Rückseite des Stellrades f concentrisch angeordneten
Gleitflächen zürückgedrückt. Die Gleitflächen s sind so angebracht, dafs im geeigneten Augenblicke
die Feder e oder der Hebel t frei wird und, gegen den Ansatz des Rohres i schlagend,
die Lösung der Kuppelung bewirkt. Im Augenblicke, in welchem die Stellung des Zeigers vollendet ist, wird die Feder e oder der Hebel t
durch die Gleitflächen s zurückgedrückt und dadurch die Kupplung wieder hergestellt.
Claims (1)
- Patent-Ansproche:
Bei elektrischen Uhrenstellern eine lösbare Kupplung, welche an einer der treibenden Achse des Uhrwerks vorgelagerten besonderen Zeigerachse angebracht ist und aus einer mit der Zeigerachse fest verbundenen Scheibe h, einem unter Federdruck stehenden, auf der Achse verschiebbaren Körper i, einer bei der Lösung der Kupplung auf diesen Körper i mittelbar oder unmittelbar wirkenden, für gewöhnlich mittelst einer Hubscheibe (fs) ausgeschalteten Feder und aus der zwischen h und i liegenden Scheibe g besteht, deren Rand durch eine Mitnehmerverbindung beliebiger Art mit der treibenden Achse des Uhrwerks verbunden ist, wobei die gegen einander geprefsten Flächen rauh gemacht oder mit kleinen Zähnen versehen, flach konisch oder in einer beliebigen' anderen Form ausgeführt sein können.Bei elektrischen Uhrenstellern der unter i. gekennzeichneten Art die Anordnung, dafs die Bewegung des Stellwerkes nach geschehener Stellung dadurch aufgehalten wird, dafs einer der mit den Stellrädern verbundenen Anschlagstifte ν gegen einen mit einem Ausschnitte versehenen, sich langsam drehenden hohlen Cylinder u, Fig. 2, schlägt.Bei elektrischen Uhrenstellern der unter 1. geschützten Art für den Fall der Anordnung einer Secundenstellung die Einrichtung, dafs von der der Stellung unterworfenen Secundenzeigerachse aus ein besonderes Laufwerk in bestimmten Zeiträumen ausgelöst wird, durch welches der Minuten- und Stundenzeiger getrieben wird, und welches vorkommendenfalls gleichzeitig zum Betriebe eines Contactwerkes für elektrische Nebenuhren benutzt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76517C true DE76517C (de) |
Family
ID=349400
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76517D Expired - Lifetime DE76517C (de) | Elektrischer Uhrensteller |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76517C (de) |
-
0
- DE DENDAT76517D patent/DE76517C/de not_active Expired - Lifetime
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