DE763489C - Verfahren zur Herstellung von ª‰-Aminoaethylestern substituierter Phenylessigsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ª‰-Aminoaethylestern substituierter Phenylessigsaeuren

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DE763489C
DE763489C DEL93620D DEL0093620D DE763489C DE 763489 C DE763489 C DE 763489C DE L93620 D DEL93620 D DE L93620D DE L0093620 D DEL0093620 D DE L0093620D DE 763489 C DE763489 C DE 763489C
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Friedrich Dr Luther
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C231/00Preparation of carboxylic acid amides
    • C07C231/02Preparation of carboxylic acid amides from carboxylic acids or from esters, anhydrides, or halides thereof by reaction with ammonia or amines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
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Description

Erteilt auf Grund der VO. vom 12.5.1943 - RGBUI S.150
AUSGEGEBEN AM 9. AUGUST 1951
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12O- GRUPPE
L93620 IFc/120
Nachträglich gedruckt durch das Deutsche Patentamt in München
(§ 20 des Ersten Gesetzes zur Änderung und Überleitung von Vorschriften auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes vom 8. Juli 1949)
Dr. Friedrich Luther, Berlin
ist als Erfinder genannt worden
Dr. Friedrich Luther, Berlin
Verfahren zur Herstellung von /3-Aminoäthylestern substituierter
Phenylessigsäuren
Patentiert im Deutschen Reich vom 9. November 1937 an Patenterteilung bekanntgemacht am 22. März 1951
Die Veresterung von Polyphenylessigsäuren bzw. deren Abkömmlingen mit Aminoalkoholen ist bekannt. Hierbei entstehen· basische Ester, die sich durch spasmolytische Eigenschaften auszeichnen.
Es wurde nun gefunden, .daß sich dia bisher noch nicht bekannten, am Kohlenstoff hydrocyclisch substituierten Phenylessigsäuren mit Aminoalkoholen der allgemeinen Formel
N-CH2-CH2OH,
in der R1 und· R2 beliebige organische Reste darstellen, in die entsprechenden Aminoester überführen lassen und daß auf diese Weise Verbindungen erhalten werden, die eine bedeutend geringere Toxizität als die Aminoester der rein aromatisch oder rein hydroaromatisch substituierten Fettsäuren besitzen. Außerdem haben die neuen Körper die wertvolle Eigenschaft, daß sie auch bei der peroralen Darreichung bedeutend wirksamer sind. So wurde festgestellt, daß der Phenylcyclohexylessigsäure- (/5-diäthylaminoäthyl) -ester (vgl. Beispiel 1) zwanzigmal stärker spas-
molytisch wirksam ist als ζ. B. der Cyclohexylessigsäure-2,2-dimethyl-3-diäthylaminopropanolester. Da die letale Dosis des Cyclohexylessigsäurepropanolesters mit 350 mg/kg Maus nur doppelt so groß ist wie die des Phenylcyclohexylessigsäure- (ß- diäthylaminoäthyl)-esters, ergibt sich für den Phenylcyclohexylessigsäureaminoäthylester eine zehnmal günstigere Wirkungsbreite als bei dem bekannten Ester. Auch die perorale Wirksamkeit des Phenylcyclohexylessigsäureaminoäthylesters ist äußerst günstig, denn die letale Dosis per os liegt nur etwa dreimal höher als die bei der Injektion. Ein derartiges Zahlen-Verhältnis spricht dafür, daß der neue Stoff optimale Resorptions- und Wirkungsbedingungen besitzt. Schließlich kann nach den Befunden im Tierversuch gesagt werden, daß der Phenylcyclohexylessigsäureaminoäthylester in gleich wirksamen Dosen den Blut^ druck rund zehnmal weniger beeinflußt als der bekannte Cyclohexylessigsäurepropanolester.
Beispiele
ι. Man gibt zu einer Lösung von 16 g Diäthylaminoäthanol in 50 ecm Benzol 16 g Phenylcyclohexylacetylchlorid gelöst in 50 ecm Benzol. Es tritt schwache Erwärmung ein. Nachdem noch eine Stunde auf dem Wasserbad erwärmt worden ist, wird nach dem Erkalten vom salzsauren Diäthylaminoäthanol abgenutscht und das Benzol abdestilliert. Der Rückstand wird fraktioniert destilliert. Man erhält in guter Ausbeute den Ester als zähflüssiges Öl, Kp4 = 180 bis 1820. Während eine sichere Spasmolyse mit einer Diphenylessigsäurediäthylaminoäthylesterlösung von ι: 8 Millionen erreicht wird, tritt diese Wirkung beim Phenylcyclohexylessigsäure-(^-diäthylaminoäthyl) -ester
C6H5
>CH — CO · 0 — CH2 · CH2 · N (C2H3)2
bei 1:11 Millionen ein.
2. 13 g Plienylcyclopentylacetylehlorid ! (Kp 0,4 = 101 bis 1030) und 50 ecm Benzol werden mit 6,85 g Diäthylaminoäthanol und 30 ecm Benzol 2 Stunden zum Sieden erhitzt.
Nach dem Erkalten wird vom auskristallisierten Reaktionsprodukt abgenutscht und mit Äther gewaschen. Das Phenylcyclopentyl- j essigsaure- (/J-diäthylaminoäthyl) -esterhydrochlorid
C5H0 CH-CO-O-CH2-CH2-NfC2H-J2-HCl
läßt sich aus Aceton Umkristallisieren. Ausbeute 14 g; F. = 124 bis 1250. Die spasmolytische Grenzkonzentration, die für den Cyclohexylessigsäurepropanolester 1 14 Millionen beträgt, ist bei dem nach diesem Beispiel erhaltenen Ester 1:100 Millionen.
3. 17.8 g Dimethylaminoäthanol, gelöst in 50 ecm Pyridin, werden mit 47,2 g Phenylcyclohexylacetylchlorid umgesetzt. Das Reaktionsprodukt wird in Äther aufgenommen, mit verdünnter Sodalösung und mehrmals mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen des Äthers mit Calciumchlorid vertreibt man den Äther und fraktioniert den Rückstand. Der Phenylcyclohexylessigsäure-f/i-dimethylaminoäthylj-ester
Q5H3 ,.
^CH-CO-0-CH2-CH2-N(CHj)2
QjH1I''' siedet von 134 bis 1360 bei 0,2 mm. Ausbeute 38 g. Die spasmolytische Grenzkonzentration ist beim Phenylcyclohexylessigsäure-(/j-dimethylaminoäthylj-ester auf ι :20ο Millionen angestiegen, während, die des Cyclohexylessigsäurepropanolesters bei 1 ^Millionen liegt.
4. Man gibt zu einer Lösung von 23,4 g Diäthylaminoäthanol in 50 ecm Benzol 47,2 g Phenylcyclohexylacetylchlorid, gelöst in 50 ecm Benzol. Das Gemisch wird 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten wird vom auskristallisierten Phenylcyclohexylessigsäure-(/3-diäthylaminoäthyl; -esterhvdrochlorid
Q, >CH-CO-O-CH2-CH2-N(C2H3)2-HC1
abgenutscht. Ausbeute 54 g; F. = 146 bis 1470. Während die spasmolytische Grenzkonzentration des Cyclohexylessigsäurepropanolesters 1 14 Millionen beträgt, ist sie bei dem Erzeugnis, das im Verfahren dieses Beispiels erhalten wird, 1 :80 Millionen.
5. ng Methylbenzylaminoäthanol in 50 ecm Benzol w-erden nach Zugabe von 16 g Phenylcyclohexylacetylchlorid 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Es wird vom ausgefallenen Phenylcyclohexylessigsäure- - methylbenzy 1-aminoäthyD-esterhydrochlorid
C0H1
CH — CO — 0-CHn-CH2-N /CH3
CH2-C0H5
-HCl
afogenutscht. Der Ester hat nach dem Umkristallisieren aus Aceton den F. = 172 bis 1730. Ausbeute 21 g. Hier betragt die spasmolytische Grenzkonzentration der dargestellten Verbindung 1:8 Millionen gegenüber der ι : 4 Millionen beim Cycylohexylessigsäurepropanolester.
6. Zu einer Lösung von 12,5, g Benzylanilinoäthanol, hergestellt aus Benzylanilin und Äthylenoxyd, in 30 ecm Benzol gibt man
5NcH-CO-O-CHp-CHo-N
siedet von 235 bis 2400 bei 0,2 mm. Die Ausbeute ist fast quantitativ. Auch dieser Stoff besitzt gegenüber dem Aminoester der Cyclohexyleissigsäure eine um 25% erhöhte spasmolytische Grenzkonzentration.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von /?-Aminoäthylestern substituierter Phenylessigsäuren der allgemeinen Formel
    >N · CH2 CH2O-OC-CH
    in der R1 und R2 beliebige organische Reste, wie Alkyl, Aralkyl und Aryl, R3 einen substituierten oder unsubstituierten eine Lösung von 13,5 g Phenylcyclohexylacetylchlorid in 15 ecm Benzol. Es wird 4 Stunden zum Sieden erhitzt. Der vom Benzol befreite zähflüssige Sirup wird mit 57 ecm n-NaOH versetzt und ausgeäthert. Nach dem Trocknen des Äthers mit wasserfreiem Natriumsulfat wird der Äther, verdampft. Der Rückstand wird fraktioniert destilliert. Der Phenylcyclohexylessigsäure- (/9-phenylbenzylaminoäthyl) -ester
    CH2-C6H5
    aromatischen Rest unid R4 einen hydrocycli sehen Rest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man am Kohlenstoff hydrocyclisch substituierte Arylessigsäuren bzw. deren Abkömmlinge in an sich bekannter Weise mit den entsprechenden Aminoalkoholen umsetzt.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
    Deutsche Patentschriften Nr. 603 624,
    626539;
    schwedische Patentschriften Nr. 98 969,
    98970;
    Chemisches Zentralblatt 1940 II, S. 2647.
    © 969 8. Sl
DEL93620D 1937-11-09 1937-11-09 Verfahren zur Herstellung von ª‰-Aminoaethylestern substituierter Phenylessigsaeuren Expired DE763489C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005973B (de) * 1953-06-26 1957-04-11 Henri Morren Verfahren zur Herstellung von neuen spasmolytisch wirksamen basischen Estern

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CH98969A (de) * 1922-05-09 1923-05-01 Dill Weiss Hermann Baustein.
CH98970A (de) * 1922-01-31 1923-05-01 Haas Otto Dachrinnen-Aufhängevorrichtung.
DE603624C (de) * 1933-10-07 1934-10-04 Hoffmann I La Roche & Co Akt G Verfahren zur Darstellung von Alkaminestern
DE626539C (de) * 1934-07-12 1936-02-27 Chem Ind Basel Verfahren zur Darstellung von basischen Estern der Polyphenylessigsaeuren

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