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Schauzeichengerat für Flugzeuge zur optischen Anzeige des Vor- und
Hauptsignals der Einflugbaken Einfluganzeiger für Flugzeuge hat man bisher mit einem
auf den Einflugsignalen entsprechende Stromimpulse reagierenden Drehspuisystem versehen,
das eine dreiteilige Blende verstellte, die, beispielsweise ausgehend vom linken
Ende, rot, schwarz und grün eingefärbt war. In der Mittellage des Zeigers und damit
der Blende, d. h. in der Nullage und bei unerregtem Drehspulsystem, stand der schwarze
Ausschnitt der Blende vor einer entsprechenden Schauöffnung. Bei dieser Ausführung
war es möglich, daß durch die Schwankungen des Flugzeuges oder aus irgendeinem anderen
Grunde das Schauzeichen pendelte, so daß z. B. der rote oder der grüne Abschnitt
vor das Blickfenster traten, obwohl kein Impuls auf das Verstellsystem gegeben worden
war. Diese Ausführung bedingte eine Unsicherheit bei der Flugzeugführung, ganz davon
abgesehen, daß ein derartiges Schauzeichen verhältnismäßig schwer sein muß.
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Diese Mängel werden ertindungsgemäß dadurch beseitigt, daß von zwei
auf Vor- und Hauptsignal ansprechenden beweglichen Drehspulsystemen, welche mit
einander ergänzenden Schirmen, z. B. je einer halbkreisförmigen Scheibe, versehen
sind, wobei die Schirme in ihrer Ruhestellung, durch Federfesselung
der
Systeme fest gegen einen Anschlag einseitig gedrücl;t, die Schauöffnung des Anzeigegerätes
abdecken, entweder das eine oder andere System durch die Bakenimpulse erregt wird
und der zugehörige Schirm, der sich in eine dem Anschlag entgegengesetzte Richtung
bewegt, die Schauöffnung freigibt.
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Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß das bewegliche Drehspulsystem
nur eine verhältnismäßig kleine Blende zu verstellen hat, daß ferner durch Vorspannung
der am System angreifenden Richtfeder die Ruhelage des Systems eindeutig bestimmt
ist und eine Auslenkung aus der Ruhelage nur durch einen Stromimpuls erfolgen kann,
-und daß ferner bei geeigneter Schaltung der beiden Systeme bei einer Auslenkung
der einen Blende die andere Blende um so stärker gegen ihren Anschlag gedrückt wird.
Es kann also im Gegensatz zu früheren Ausführungen immer nur das eine oder das andere
Schauzeichen zur Signalgabe freigegeben werden. Dabei können gerade infolge der
geringen Abmessungen, d. h. Massen der zu verstellenden Blenden, hochempfindliche
Drehspulsysteme mit geringem Strombedarf und demzufolge kleinen Abmessungen in bezug
auf Einbauteile usw. zur Verwendung gelangen.
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Es sind zwar schon Meßinstrumente mit halbkreisförmigen, von der
Zeigerachse verstellten Schauzeichen bekannt. Bei diesen handelt es sich aber um
die Erzeugung einer quantitativen Anzeige, deren Ergebnis sich aus der relativen
Stellung zweier Zeiger zueinander ergibt. Eine Federfesselung, die ein unbeabsichtigtes
Aus schwingen der Schauzeichen verhindert, ist bei den bekannten Anordnungen nicht
vorhanden. Außerdem haben dort die beweglichen Systeme verhältnismäßig viel Masse.
Als Einfluganzeiger für Flugzeuge sind sie nicht verwendbar.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt.
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Dabei ist angenommen, daß die zur Gesamt-Schlechtwetterlandung - Anlage
gehörenden Anzeigeinstrumente, nämlich der Kursanzeiger, der Ausgangskursmesser
und der Einfluganzeiger in einem einzigen Gehäuse geringer Größe vereinigt sind.
Die beiden zuerst genannten Anzeigewerke sind mit Zeigern aus gerüstet. Der Zeiger
des Kursanzeigers steht senkrecht, der Zeiger des Ausgangsspannungszeigers bewegt
sich um die Waagerechte. Da sich die Zeigerschäfte bei den verschiedenen Zeigerausschlägen
schneiden, so ist für den Kurs an zeiger der Zeiger I in Abb. I oberhalb der Slialenplatte
angeordnet, während der Zeiger des Ausgangsspannungsmessers 2 unterhalb der Skalenpiatte
liegt und nur sein mit Leuchtfarbe bedeckter Kopf durch einen Schlitz der Skalenplatte
sichtbar ist; dadurch wird das Skalenblld sehr ruhig und klar.
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Das dritte Instrument, - der Einfluganzeiger, ist als Schauzeichen
ausgebildet, dessen verW sch iedene Stellungen in einer geeigneten Sehauöffnung
3 der Frontplatte erscheinen.
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Durch die Zusammenfassung der drei Anzeigen auf einer einzigen Skalenplatte
kann der Pilot mit einem Blick sämtliche zur Landung erforderlichen Daten übersehen
und seine Landehandlungen danach einrichten.
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Durch verschiedenfarbige Kennzeichnung der jeweils frei gegebenen
Halböffnungen, die auch von der Rückseite ausgeleuchtet und/oder mit durchbrochenen
Kennzeichen, wie Strichen oder Punkten oder bestimmten Buchstaben (Abb. 2 und 3),
versehen sein können, ist das Überfliegen der Bakensender einmal durch farbige und
beleuchtete Kennzeichen, wie auch gleichzeitig das andere Mal durch den Rhythmus,
in dem die Schauzeichenhalhöffnungen freigegeben werden, eindeutig erkennbar.
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Um dies zu erreichen, hat das in den Abb. 4 und 5 dargestellte Meßwerk
zwei Drehspulen 4 und 5, die an ihren Achsen halbkreisförmige Blenden 6, 7 tragen.
In der Mitte der Schauöffnung schlagen sie zusammen und decken dadurch die Schauöffnung
3 ab, unter der sich die Bild- oder Farbzeichen befinden. Es sind nicht dargestellte
Anschläge vorgesehen, so daß sich jede der Blenden nur nach einer Richtung hin zu
bewegen vermag, während sie nach der anderen Richtung hin fest am Anschlag liegt.
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Die Drchspulen können neben- oder untereinander angeordnet sein und
entweder in zwei Einzelmagneten (Abb. 4) oder in einem einzigen Magneten mit zwei
Polbohrungen (Abb. 5, 6 und 7) schwingen. Durch die kleinen Abmessungen der Blenden
und den nur erforderlichen kleinen Ausschlagwinkel und weiterhin durch die einseitig
begrenzte Ausschlagmöglichkeit, bei der die Blende an ihrem Nullpunkt fest anliegt,
ist im stromlosen Zustand ihr Ausschwingen oder ein unbeachtetes Vorziehen der Farbkennung
durch Stöße, Erschütterungen oder Lagenänderungen völlig ausgeschlossen. Dies wird
noch dadurch unterstützt, daß beide beweglichen Spulen so gewickelt sind, daß beim
Hintereinanderschalten der Spulen (Abb. 7) die eine Blende in ihrer Bewegungsrichtung
ausschlägt, während die andere um so fester an ihren Anschl-agspunkt gedrückt wird.
Eine entsprechend günstige Wirkung ergibt sich, wenn die eigentliche Nullage des
Meßwerkes unterdrückt ist. Gemäß Abb. 4 wird stets nur die eine Spule 4 oder 5 beeinflußt,
indem je nach der Art des Signals ein Schalter 8 den einen oder anderen Spulenkreis
schließt. Statt des Schalters können andere Vorrichtungen (Resonanzkreise, Gleichrichter
usw.) verwendet
werden, durch die die Meßwerke zum Ansprechen gebracht
werden. Die Meßwerke können auch parallel geschaltet sein, wobei je nach der Stromrichtung
das eine oder andere Meßwerk anspricht.
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Die farbige Kennung in. der Schaniffnung erfolgt dadurch, daß durch
die Stromimpulse zunächst beim Vorsignal die eine Blende, hernach beim Hauptsignal
die andere Blende die halbe Schanöffnung rechts oder links freigibt und dieses Freigeben
im Rhythmus der Tastung als langsameres oder schnelleres Zucken erfolgt. Die zur
Beleuchtung oder zum Anstrahlen der Schauzeichenkennungen benutzten Glühlampen können
auch durch Glimmlampen ersetzt werden, so daß der Rhythmus der Schauzeichenzuckungen
mit denen der fast trägheitslos arbeitenden Glimmlampen zusammenfällt.
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Um die Blenden möglichst leicht zu halten und um sie entweder undurchsichtig
oder gefärbt durchsichtig herstellen zu können, kann als Werkstoff für sie Glas
gewählt werden; dies bietet den weiteren Vorteil, daß sie sich nicht verziehen können
und auch gegen Feuchtigkeit und starken Temperaturwechsel unempfindlich sind. Um
eine günstige Anordnung der Schauzeichenöffnung auf der Frontplatte zu erreichen,
kann der Strahlengang der Beleuchtungslampe durch geeignete optische Mittel, durch
Spiegel, Prismen u. dgl., abgelenkt und an eine günstig gelegene Stelle des Frontplattenaus
schnittes geleitet werden.
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Schutz wird nicht für EinelmerkmMe des Hauptanspruchs begehrt. Die
Unteransprüche beziehen sich nur auf den Gegenstand des Hauptanspruchs .
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PATENTANSPR8CEIE: I. Schauzeichengerät für Flugzeuge zur optischen
Anzeige des Vor- und Hauptsignals der Einilugbaken, dadurch gelsenn; zeichnet, daß
von zwei auf Vor- und IIauptsignal ansprechenden beweglichen Drehspulsystemen, welche
mit einander ergänzenden Schirmen, z. B. je einer halbkreisförmigen Scheibe, versehen.
sind, wobei die Schirme in ihrer Ruhestellung, durch Federfesselung der Systeme
fest gegen einen Anschlag einseitig gedrückt, die Schauöffnung des Anzeigegerätes
abdecken, entweder das eine oder andere System durch die Bakenimpulse erregt wird
und der zugehörige Schirm, der sich in eine dem Anschlag entgegengesetzte Richtung
bewegt, die Schauöffnung freigibt.