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Magnetische Lichtbogenlöscheinrichtung. Zusatz zum Patent 692,1 650
Das Patent 692 65ö betrifft eine magnetische - Lichtbogenlöscheinrichtung;
insbesondere für- Installationsschalter, wobei der zwischen den Kontakten beim Ausschalten
sich-bildende Lichtbögen derart an zwei ungleichnamigen Polen. eines Magnetsystems
vorbeigezogen wird, daß er von den beiden entgegengesetzt zueinander gerichtetenKräft-Linienbündeln:
jeweils etwa senkrechtgetroffen, wird, so daß der: Lichtbögen in entgegengesetzten
Richtungen, jedoch in einer Ebene auseinandergetrieben und damit schnell zum Abreißen
gebracht wird.
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Die Erfindung besteht in der Anwendung des in dem Hauptpatent .enthaltenen
Erfindungsgedankens bei einem Installationsselbstschalter in Schraubstöpselform.
Eine besonders günstige Wirkung der magnetischen Lichtbogenlöscheinrichtung wird
erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das auf einem Tragkörper angeordnete Magnetsystem
als Auslösesystem in das Gehäuseeines Installationsselbstschalters
in
Schraubstöpselform derart eingebaut ist, daß die Magnete in an sich bekannter Weise
senkrecht zur Längsachse des Installationsselbstschalters stehen und der durch den
Auslösesystemträger mit dem übrigbleibenden Teil des Gehäuses gebildete Funkenraum
sich über die ganze Länge des Gehäuses vom Stöpselfuß bis in den Deckel erstreckt.
Vorteilhafterweise werden hierbei in dem Funkenraum lediglich der feste und der
bewegliche Schaltkontakt angeordnet, und der bewegliche Schaltkontakt steht mit
dem außerhalb des Funkenraumes am Tragkörper sitzenden Schaltmechanismus mittels
einer die Trennwand des Tragkörpers durchdringenden abgedichteten Drehachse in ,Verbindung:
Es ist zwar bei Installationsselbstschaltern bereits bekannt, die Funkenkammer in
der Längsrichtung des Schaltergehäuses und die magnetische Auslösespule senkrecht
hierzu anzuordnen, jedoch könnte mit dieser bekannten Anordnung keine so hohe Schaltleistung
erreicht werden wie mit der - erfindungsgemäßen Anordnung. Die Funkenkammer erstreckte
sich nur über einen Teil der Baulänge des Selbstschalters und war in ihrer übrigen
Ausdehnung auf einen mehr oder weniger schmalen Raum beschränkt, d. h. sie war klein,
und da ferner magnetische Blasvorrichtungen angewendet wurden, die den Lichtbogen
nur nach einer Seite von den Kontakten wegtrieben, wurde die Löschmöglichkeit von
Lichtbögen höherer Leistungen stark begrenzt.
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Durch die Anwendung der Lichtbogen-. Löscheinrichtung nach dem Hauptpatent
mit zwei ungleichnamigen Polen eines Magnetsystems und der damit zusammenhängenden
Blasung des Abschaltlichtbogens in zwei entgegengesetzte Richtungen unter gleichzeitiger
Heranziehung des Deckels zur Vergrößerung des Funkenraumes in der erfindungsgemäßen
Weise ergeben sich bedeutende Vorteile. Der Lichtbogen kann einmal auf eine große
Länge auseinander gezogen werden, und da an sich schon durch Anwendung des Magnetsystems
nach dem Hauptpatent eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Schaltraumes und eine
kürzere Unterbrechungszeit erzielt wird, ergibt sich bei dem vergrößerten Schaltraum
des erfindungsgemäßen Stöpselselbstschalters eine ganz erhebliche Steigerung der
Abschaltleistung bei gleichbleibenden Außenabmessungen bzw. die Möglichkeit einer
Ausführung in weit kleineren Abmessungen ohne ein Absinken der Schaltleistung gegenüber
den erwähnten bekannten Installationsselbstschaltern.
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Es ist selbstverständlich, daß die erfindungsgemäße Anordnung nicht
nur für Installationsselbstschalter in Schraubstöpselform, sondern auch für Installationsselbst-Schalter
in Elementform, beispielsweise für Einbau- oder Schalttafelselbstschalter, die den
Stöpselselbstschaltern im prinzipiellen Aufbau gleichen, angewendet werden kann
und dieselben Vorteile erbringt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in den
Abb. r bis 3 dargestellt.
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Abb. z zeigt einen Längsschnitt nach Linie C-D der Abb. 3 ; Abb. 2
ist ebenfalls ein Längsschnitt, und zwar nach Linie Ä-B der Abb. 3 ; Abb. 3 ist
ein Querschnitt nach Linie E-F der Abb. 2.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel handelt
es sich um einen Installationsselbstschalter in Schraubstöpselform. Das Gehäuse
besteht aus dem Unterteil a und dem Deckel b. Das Magnetsystem nach dem Hauptpatent
ist als Auslösesystem für einen Schaltmechanismus ausgebildet und besteht aus den
beiden Magnetkernen c, c', auf denen die Spulen d, d' sitzen. Unter dem Einfluß
dieses Magnetsystems steht der Klappanker e, der mit dem oberen winkelförmig umgebogenen
Teil ein die Schaltkontakte steuerndes Hebelsystem f betätigt. Sämtliche Schalterteile
sind in dem Tragstück g angeordnet, und zwar derart, daß nach dem Einsetzen des
Tragstückes g in das Gehäuse a die Schalterteile von dem Funkenraum h vollkommen
getrennt sind. In dem Funkenraum h, der von dem Deckel bis zu demBoden des Sockels
reicht, sind der feste Kontakt i und der bewegliche Kontakt k angeordnet. Der bewegliche
Kontakt k steht durch eine Drehachse m, die in der Wand des Tragstückes g- abgedichtet
ist, mit dem Schaltmechanismus in Verbindung. In der eingeschalteten Stellung nimmt
der Schalthebel k die in der Abb. r gezeichnete Stellung ein und bewegt sich beim
Ausschalten in die gestrichelt gezeichnete Stellung.
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Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende: Bei überstrom
oder bei Kurzschluß wird der Anker e von dem Magnetsystem angezogen und der Schaltmechanismus
f ausgelöst; so daß der bewegliche Kontalct k von dem festen Kontakt i getrennt
wird. Der sich hierbei bildende Lichtbogen wird, wie durch die gestrichelt gezeichnete
Linie yt angedeutet, nach oben und nach unten getrieben. Die zum Abreißen des Lichtbogens
erforderliche Länge wird also sehr schnell erreicht, wobei, wie aus den Abb. z und
2 ersichtlich, sämtliche Hohlräume des Schaltergehäuses, die nicht von dem Schaltmechanismus
ausgefüllt.sind, als Funkenkammer ausgenutzt werden: Selbstverständlich kann
außer
der magnetischen @Auslösevorrichtüng auch noch eine thermische Auslösevorrichtung
vorgesehen sein, z. B. in Form eines Bimetallstreifens, der auf das Hebelsystem
f einwirkt.