DE75342C - Vorrichtung zur Erhöhung des Saugegefälles bei Turbinen mit überschüssigem Aufschlagwasser - Google Patents
Vorrichtung zur Erhöhung des Saugegefälles bei Turbinen mit überschüssigem AufschlagwasserInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03B—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
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- F03B13/08—Machine or engine aggregates in dams or the like; Conduits therefor, e.g. diffusors
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft, die Anordnung von Turbinen oder Wassermotoren in
Verbindung mit Schleusen in der Weise, dafs überschüssiges, durch die Schleuse abgelassenes
und mit dem Unterwasser sich unmittelbar vereinigendes Wasser ausgenutzt wird. Die Ein-.
richtung ist namentlich bestimmt, bei solchen Turbinenanlagen angewendet zu werden, bei
denen die zur Verfügung stehende Wassermenge erheblichen Schwankungen unterliegt,
so dafs zeitweise ein Ueberschufs über den zulässigen Meistbedarf der Turbinen . vorhanden
ist, welcher Ueberschufs mithin.als Aufschlagwasser für dieselben unverwendbar ist und
unter anderen Umständen ungenutzt durch die Schleuse.abgelassen wird. Die Erfindung kennzeichnet
sich dadurch, dafs das überschüssige Wasser oder so viel von demselben, als nothwendig
oder erwünscht erscheint, unter die Turbinen geleitet wird, um dadurch die Geschwindigkeit
des Wassers im Turbinenablaufkanal zu steigern und infolge saugender Rückwirkung
auf die Turbine deren Leistung zu erhöhen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt, den Einbau einer Turbine mit der Schleuse darstellend,
Fig. 2 eine schematische Skizze zur Erläuterung der Wirkungsweise.
In Fig. 2 soll mit V der das Aufschlagwasser zu einer Turbine A leitende Kanal oder
das Turbinenrohr bezeichnet sein; G sei der unterhalb der Turbine A anschliefsende Ablaufkanal.
Wird nun ein Theil des Aufschlagwassers durch einen Nebenkanal W unter die
Turbine und zwar in Richtung des Ablaufkanals G derselben abgeleitet, so wird eine
Beschleunigung des aus der Turbine mit verringerter Geschwindigkeit austretenden Wasserstroms
nach dem Ablauf hin erzielt werden, insofern der Strom aus dem Nebenkanal W mit
fast ungeminderter Geschwindigkeit hinzutritt. Der bezeichneten Beschleunigung des Unterwassers
entspricht infolge ejectorartiger Wirkung des ausströmenden Wassers ein Ansaugen des
Wassers aus dem Turbinenrohr V durch die Turbine A, wodurch eine Vergröfserung des
Turbineneffectes veranlafst wird.
Der Vorgang kennzeichnet sich also dadurch, dafs, da das Wasser aus der Turbine mit erheblich
geringerer Geschwindigkeit, als der Druckhöhe entspricht, abfliefst, durch das mit
grofser Geschwindigkeit strömende Unterwasser eine saugende Wirkung auf das Wasser der
Turbine ausgeübt wird. Die Geschwindigkeitsverringerung bei dem Turbinenablauf, welche
durch die beschriebene Wirkung theilweise wieder ausgeglichen wird, rührt von dem durch
die Einschaltung der Turbine selbst gegebenen Widerstände her und hält mit der Ausnutzung
der Wasserkraft durch die Turbine Schritt.
In Fig. ι ist die constructive Ausführung
der neuen Einrichtung durch den Schnitt durch eine Turbinenanlage und Schleuse veranschaulicht.
Der Schützen H läfst sich in Führungen an den Wandungen der Pfeiler EE
auf- und niederbewegen, so dafs er die Oeffnung, welche den Uebertritt des Stauwassers
zum Ablauf kanal G ermöglicht, mehr oder weniger frei zu legen oder zu schliefsen ge-
stattet. Die Bewegung erfolgt mittels der Winde T, über deren Seil- oder Kettentrommeln
die Aufzugseile oder Ketten S S führen. An die Enden der letzteren sind die
Gegengewichte U U für den Schützen H angehängt. Mit L ist einer der Rollenrahmen
bezeichnet, welche, insofern sie zwischen den Schützenwangen und den festen Führungsbahnen eingelagert sind und sich auf letzteren
abwälzend bewegen können, ein verhältnifsmäfsig leichtes Aufziehen des Schützens ermöglichen.
In den Kanal G mündet von oben das Turbinenrohr, an welchem unten die Turbine A
eingebaut ist. Die Welle B derselben hat ihr unteres Lager in dem Block C. Das Turbinenrohr
erhält das Betriebswasser von dem Wasserraum diesseits des Wehrs F, über welches
hinweg das Wasser nur bei ausnahmsweise hoher Flut abfliefst. Es wird noch bemerkt,
dafs die Turbine in das Wasser des Unterkanals G eingetaucht arbeiten soll, d. h. dafs
der tiefste Wasserspiegel in diesem Abflufskanal, wie er sich bei gewöhnlichem Betriebe
ohne die beschriebene Hilfswirkung einstellt, durch den höchsten Punkt der Ausflufsöffnungen
der Turbine bezeichnet sein soll.
Bei anderer Anordnung der Turbine würde nämlich die bezweckte Saugwirkung, die der
Vermehrung des Turbineneffectes entspricht, unmöglich sein.
Diese Saugwirkung tritt nun ein, wenn man den Schützen H aufzieht, wobei das Mafs der
Abströmungsöffhung gemäfs dem vorhandenen
Wasserüberschufs so zu bestimmen ist, dafs die Gefällhöhe nicht geändert wird. Im Ablauf
treten alsdann beide Wasserströme, der Strom des verbrauchten und daher mit äufserst
verlangsamter Bewegung austretenden Turbinenwassers und der mit voller Geschwindigkeit
aus der geöffneten Schleuse herausschiefsende Wasserstrom zusammen, derart, dafs letzterer
dem Turbinenablaufwasser durch Ansaugen eine gewisse Beschleunigung ertheilt, so dafs
die Wassersäule über der Turbine zu gröfserer Durchtrittsgeschwindigkeit veranlafst wird, was
eine nennenswerthe Vergröfserung des Turbineneffectes zur Folge hat.
Hierbei wird demgemäfs der Turbinenablaufkanal gewissermafsen zu einem Ejector
mit dem aus der Schleuse hinzutretenden Wasserstrom als Treibmittel.
Die beschriebene Anordnung kann bei Schleusen vervielfacht werden, entsprechend
der Zahl der zwischen den Pfeilern aufziehbaren Schützen. Statt der Turbinen sind auch
andere Wassermotoren verwendbar.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Erhöhung des Saugegefälles bei Turbinen mit überschüssigem Aufschlagwasser, dadurch gekennzeichnet, dafs letzteres nicht unbenutzt vor der Turbine abfliefst, sondern unter die Turbine geleitet wird und die saugende Wirkung des Abfallwassers erhöht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75342C true DE75342C (de) |
Family
ID=348312
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75342D Expired - Lifetime DE75342C (de) | Vorrichtung zur Erhöhung des Saugegefälles bei Turbinen mit überschüssigem Aufschlagwasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75342C (de) |
-
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- DE DENDAT75342D patent/DE75342C/de not_active Expired - Lifetime
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