DE75250C - Sitzring für Infundirbüchsen - Google Patents

Sitzring für Infundirbüchsen

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DE75250C
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DE
Germany
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steam
infundir
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sleeve
rifles
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT75250D
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English (en)
Original Assignee
E. A. lentz in Berlin C, Spandauerstr. 36/37
Publication of DE75250C publication Critical patent/DE75250C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01BBOILING; BOILING APPARATUS ; EVAPORATION; EVAPORATION APPARATUS
    • B01B1/00Boiling; Boiling apparatus for physical or chemical purposes ; Evaporation in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
E. A. LENTZ in BERLIN. Sitzring für Infunclirbiichsen.
Das Eigentümliche der Erfindung liegt darin, dafs die Einsatzgefäfse (Infundirbüchsen) der pharmaceutischen Dampfapparate für gespannte Dämpfe nicht mehr direct in eine mit Hülsen versehene Messingplatte eingehängt werden, sondern in eigens dazu construirte, auf ihr festgeschraubte Nasenringe, die mit dem Dampfabsperrventil und der die Infundirbüchse vom Dampfraum trennenden Hülse ein zusammenhängendes Stück bilden.
Bei den bekannten Apotheken-Dampfapparaten für gespannte Dämpfe, deren Construction die Zeichnung zu der Patentschrift Nr. 19038 vom 18. August 1882 veranschaulicht, hat die Deckplatte, die aus Messing bestehen mufste, Oeffnungen mit angelötheten Hülsen für die Einsatzgefäfse d. Die Absperrhähne oder Ventile i sind getrennt davon in die Deckplatte eingeschraubt, und die Kanalverbindung von dem äufseren Dampfraume nach der Hülse ist mit kleinen Röhren durch Zinnlöthung bewirkt, wie die punktirten Linien im Grundrifs andeuten.
Daraus erwuchs eine sehr umständliche Arbeit, da es unbequem ist, die Qeffnungen bei gröfseren Platten auszudrehen und einzuschleifen, und ferner das Anlöthen der Dampfröhren sehr zeitraubend und unzuverlässig hinsichtlich der Haltbarkeit und Dichtigkeit ist. Man hat zwar auch früher eine Hülse am Apparat, um eine Reinigungsöffnung für den Kessel zu haben, anstatt sie. anzulöthen, durch einen Nasenring auf der Platte festgeschraubt, so dafs mart sie herausnehmen konnte, es blieb aber die Schwierigkeit einer lösbaren Rohrverbindung von dieser Hülse nach dem Absperrhahn auf der Platte bestehen.
Diese Uebelstä'nde werden durch die neue Construction mit Leichtigkeit vermieden.
Fig. ι zeigt die gesammte Anordnung im Querschnitt,
Fig. 2 ist eine Ansicht gegen den Absperrhahn,
Fig. 3 Grundrifs mit theilweisem Schnitt.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen die Construction im gröfseren Mafsstabe.
Die Deckplatte c des Dampfkochapparates, die nun aus Eisen sein kann, ist mittelst Flantschringes b mit dem Wasserkessel α dampfdicht verschraubt und hat einfache Oeffnungen mit Arbeitsflächen für die aufzuschraubenden Nasenringe. Der Nasenring e von Messing hat die im Grundrifs (Fig. 3) gezeichnete Form und wird mit vier Schrauben s dicht auf die Platte geschraubt. Er hat nach unten eine cylindrische Fortsetzung e!, an welcher die Hülse h in bekannter Weise befestigt ist, und ferner einen seitlich angegossenen Zapfen i, welcher den Hahnkörper bildet. Die konische Ausbohrung desselben ist bis zur Innenfläche des Nasenringes durchgeführt. In diesen Körper ist der Kegel k eingeschliffen, der eine axiale Bohrung I und senkrecht dazu gerichtete Seitenbohrung Z1 hat und in bekannter Weise mit Feder m, Büchse η und Ueberwurfmutter r angeprefst wird. Der Zapfen i ist deshalb am Ende mit Aufsengewinde versehen. Der Hahnkegel k wird mittelst Handgriffes t an dem Federbolzen gedreht. Dieser Handgriff hat, da nur zwei Stellungen »auf« oder »zu« vorkommen, einen
Stellquadranten u, dessen Enden bei 1/i Drehung des Hahnes durch Anschlagen gegen die Deckplatte die beiden Stellungen t und tl sichern.
Entsprechend der Seitenbohrung Z1 ist aber die eiserne Deckplatte senkrecht durchbohrt, so dafs bei der gezeichneten Stellung der Dampf aus dem Dampfraume des Wasserkessels in den Hahnkegel gelangt. Der Dampf würde also, wenn das Einsatzgefäfs herausgenommen ist, frei aus der axialen Bohrung / durch den Ring e ausströmen. Das Einsatzgefäfs d hat nun aber den bekannten Dichtungsring (s. die Patentschrift Nr. 19038 vom 18. August 1882), dessen konische Dichtungsfläche g-g durch die ringförmige Aussparung, in der die Stifte 0 sitzen, unterbrochen ist — und die untere Dichtungsfläche g1 ist an der Stelle der Dampfeinströmung eingeschnitten, so dafs der kurze Kanal w entsteht, der dem Dampf, welcher sonst durch die Dichtungsflächen g bezw. f einerseits und durch die Dichtungsfläche gl andererseits abgesperrt sein würde —, den Zutritt nach unten in die Hülse gestattet.
Hierdurch wird zugleich der Vortheil erreicht, dafs der Dampf zunächst gegen den stärkeren Messingring gerichtet ist, während bei der bekannten Construction das schwächere Zinn der Infundirbüchse dem Hauptstrome des Dampfes ausgesetzt ist, weil die Mündung des Dampfkanales unterhalb des Messingringes liegt.
Der wesentliche Vortheil liegt aber, darin, dafs man ganz unabhängig von der Deckplatte die Dichtungsringe oder Nasenringe mit Absperrventil und Dampfhülse für sich bis zum Aufschrauben fertig machen kann, die Deckplatte selbst aber im Gegensatz zu der früher mühsam zu bearbeitenden Messingplatte nicht mehr zu bearbeiten braucht. Andererseits kann der Dampfoder Wasserkessel unabhängig von den Nasenringen, Absperrventilen und Hülsen fertig zusammengeschraubt werden, während dies früher erst nach der umständlichen Bearbeitung und Fertigstellung der Deckplatte geschehen durfte. Daher sichert die neue Construction einen ganz bedeutenden Zeitgewinn und der ganze Apparat kann weit zweckmäfsiger und dauerhafter hergestellt werden als früher.

Claims (1)

  1. PatEnt-Anspruch:
    In Dampfkesseldeckel einzusetzender Sitzring für Infundirbüchsen und andere Einsatzgefäfse, welcher mit einem als Hahnmantel ausgebildeten und derart seitlich durchbohrten Stutzen (i) versehen ist, dafs diese Durchbohrung mit einer Oeffnung des Kesseldeckels und einer Durchbohrung des Hahnkükens (k) correspondirt, infolge dessen eine abstellbare Verbindung zwischen dem Dampfraum des Kessels und der an den Sitzring angeschlossenen Dampf hülse (h) für die Infundirbüchse; gebildet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT75250D Sitzring für Infundirbüchsen Expired - Lifetime DE75250C (de)

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