DE75103C - Maschine zum Bearbeiten von Cigarrenwickeln - Google Patents

Maschine zum Bearbeiten von Cigarrenwickeln

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DE75103C
DE75103C DENDAT75103D DE75103DA DE75103C DE 75103 C DE75103 C DE 75103C DE NDAT75103 D DENDAT75103 D DE NDAT75103D DE 75103D A DE75103D A DE 75103DA DE 75103 C DE75103 C DE 75103C
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Germany
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machine
bracket
roll
boxes
vicinity
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT75103D
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English (en)
Original Assignee
W. ROLKE und P. STRAUSS in Peterswaldau i. Schi
Publication of DE75103C publication Critical patent/DE75103C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/16Treating bunches
    • A24C1/18Moulds or presses for cigar bunches
    • A24C1/20Rotating moulds for cigar bunches

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  • Nonmetal Cutting Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine, welche bestimmt ist, das Pressen und Abschneiden von Cigarrenwickeln selbstthä'tig zu bewirken.
Dieselbe ist auf beiliegender Zeichnung in der Fig. 1 in der Vorderansicht, in der Fig. 2 in der Seitenansicht und in der Fig. 3 im Grundrifs dargestellt. In der Fig. 4 ist in der Seitenansicht die Schaltvorrichtung, in den Fig. 5 und 6 in der Seitenansicht und Vorderansicht ein Element des Prefs- und Abschneidmechanismus dargestellt. Die Fig. 7 schliefslich veranschaulicht in der Vorderansicht einen Einzeltheil. -
Die Maschine besteht im wesentlichen aus einem tischförmigen Gestell α mit vier parallel zu einander laufenden Fächern α ] α1 α3 <24, von denen a1 für Um blätter, α2 für Einlagematerial und az für Deckblätter, a* schliefslich für Abfall von Deckblättern bestimmt ist. Das Fach a2 enthält im Boden ein Sieb b, um ein Entfernen des Staubes aus demselben zu erleichtern. Um eine parallel zur Längsrichtung dieser Fächer laufende waagrechte Achse e ist eine Scheibe d drehbar. Am Umfang derselben ist — beispielsweise des leichteren Auswechselns der Facon wegen — mittelst Einschiebens in schwalbenschwanzförmige Nuthen d1 eine Anzahl von Kästchen e, Fig. 5, befestigt. Der Untertheil e1 derselben enthält zwei Höhlungen e3 e4, welche in ihrem unteren Theil der Form des zu erzeugenden Wickels entsprechend gestaltet sind. Der durch Scharniere mit dem Untertheil verbundene Deckel e2 dieses Kästchens hat zwei bei dessen Schlufsstellung nach unten zeigende Vorsprünge e5 ee, welche mit den Aussparungen e3 e4 zusammen die Pressung des Wickels ermöglichen. Am Untertheil e1 ist nun eine Blattfeder f derart befestigt, dafs sie zusammen mit einem Stift g am Deckel e2 dessen Offenstellung herbeizuführen strebt. Bei der Schlufsstellung des letzteren hindert eine mit einem Anschlag h des Untertheiles e1 zusammenarbeitende Zuhaltung i k denselben, dem Bestreben der Feder f nachzugeben. Mittelst zweier Ohren Z, Fig. 1 und 2, ist mit dem Gestell α ein Bügel m derart verbunden, dafs er, die Scheibe umgreifend, eine Schwingung über dem gerade in der Nähe des Umblattbehälters a1 befindlichen Theil des Scheibenumfanges auszuführen vermag. Mit dem einen der Schenkel dieses Bügels (beim Ausführungsbeispiel mit dem den Fächern al a3 zugekehrten) ist eine Lenkstange η verbunden (Fig. 4), welche aufserdem an einen zweiarmigen Hebel ο angeschlossen ist. Der letztere wird von einem Zapfen ρ des Gestelles α gestützt und an den anderen Arm desselben ist eine Klinke q angeschlossen. Diese Klinke q bildet zusammen mit einem am Umfang gezahnten, mit der Scheibe d verbundenen Rad r eine Schaltvorrichtung für die Scheibe. Die letztere wirkt nun in der Weise, dafs sie den gerade zu schliefsenden Kasten e beim Drehen des Bügels m aus der voll ausgezogenen in die punktirte Stellung so weit nach links bewegt, dafs bei der Rückwärtsbewegung des Bügels der Deckel dieses Kastens in die Schlufsstellung gebracht wird. Hierbei wird der in den letzteren eingelegte Wickel geprefst. Das bei
diesem Schliefsen des Deckels erforderliche Festhalten der Scheibe d wird durch Federn 5 bewirkt, welche, an den Tisch angeschlossen, gegen die Stirnseiten der Scheibe d sich legen. Der Ausschlag des Bügels m wird durch eine an den hinteren Schenkel derselben sich ansohliefsende Lenkstange t mit Schlitz t1 geregelt, indem in den letzteren ein am Gestell befestigter Stift 11 eingreift. Durch das wiederholte Bewegen des Bügels m wird allmählich eines der Kästchen e in die Nähe des Deckblattbehälters α3 gelangt sein. Nun tritt der Zuhaltungshebel i des betreffenden Kästchens e an einen federnden Anschlag ν des Gestelles a heran (Fig. 1 und 3) und wird ausgelöst. Darauf tritt die Feder f in Wirkung und der Deckel e2 springt auf. Bei der ersten Umdrehung der Scheibe d wird aber noch kein Wickel herausgenommen. Derselbe gelangt wieder zur Wirkungsstelle des Bügels m zurück. Nunmehr wird der Wickel, welcher bisher in der Aussparung e3 sich befand, in e4 hineingelegt, in e3 aber ein neuer Wickel gebildet. Setzt man nun den Bügel m wieder in Bewegung, so werden die Vorsprünge e5 e° in die Ausschnitte es ei hineingedrängt. Der Vorsprung e5 ist an beiden Seiten mit einem Messer n> ausgerüstet, der Untertheil aber am Ende jeder Aussparung e* mit einem Beschlag wx derart versehen, dafs beide mit einander das Abschneiden der seitlich über den Kastenuntertheil e1 vorstehenden Theile des Wickels bewirken. Bei dem Uebertragen des letzteren von der Aussparung e3 in diejenige e4 mufs der Wickel so weit um seine eigene Achse gedreht werden, dafs die in der Längsrichtung verlaufenden Verdickungen verschwinden , welche ihre Entstehung in dem mangelhaften Ineinandergehen der Aussparungen und Vorsprünge der Kästchen e haben. Gelangt nun das erste der in solcher Weise mit zwei Wickeln versehenen Kästchen e an den federnden Anschlag ν heran, so wird der Deckel desselben wieder selbstthätig geöffnet, der länglich zugeschnittene Wickel herausgenommen und mit einem der im Fach a3 enthaltenen Deckblätter umwickelt, wodurch die Cigarre fertiggestellt ist. Erwähnt sei noch, dafs der Bügel m derart gekröpft sein mufs, dafs die Zuhaltung i k bei seinem Betrieb vor demselben freigeht (Fig. 2 und 3).
Mit dem vorderen Arm des Bügels in ist eine Schaltklinke χ gelenkig verbunden (Fig. 1 und 7), welche mit einem Schaltrad y in Eingriff steht. Ein Daumen yx des letzteren verstellt bei je einer vollendeten Umdrehung desselben ein Kronrad 1 um je eine Theilung. Bei jeder vollen Umdrehung des Kronrades 1 bringt eine Nase 2 desselben durch Eingriff des Hebels 3 eines Läutewerkes 4 letzteres zum Ertönen; eine Nase 5 des Kronrades 1 aber wirkt auf ein zweites Kronrad 6 ein, welches seine Bewegung unter zehnfacher Verringerung der Geschwindigkeit durch seine Nase 7 auf ein Kronrad 8 überträgt. An diesem ist ein Zeiger 9 befestigt, welcher zusammen mit einer Scala erkennbar macht, wieviel mal tausend Stück Wickel in die Maschine eingelegt worden sind. In derselben Weise machen die Zeiger 10, 11, 12 der Schalt- bezw. Kronräder y, 1,6 erkennbar, wieviel mal ein, zehn, hundert Wickel der Arbeiter in die Maschine einbrachte.
Eine solche Maschine gewährt also den wesentlichen Vortheil, dafs die Benutzung grofser und kostspieliger Wickelformen entbehrlich wird, welche bei dem bisher üblichen Arbeitsverfahren einer starken Abnutzung unterworfen waren. Aufserdem ermöglicht die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Maschine eine bedeutende Raumersparnifs. Es sind zur Bedienung derselben ferner nur zwei Arbeiter, ein Wickelmacher und ein Cigarrenmacher, erforderlich, da der Wrender sowohl, wie der Presser überflüssig werden. Es ist auch das bisher übliche Abschneiden der über die Form vorstehenden Theile des Wickels entbehrlich,. weil die Maschine dies selbstthätig erledigt. Bei einer solchen Maschine ist es aufserdem unmöglich, eine Zerstörung des Wickels durch gewaltsames Niederdrä'ngen von dem Obertheil herbeizuführen, sowie auch einen sogen, »nichtluftenden« Wickel zu erzeugen, falls derselbe zufällig einen zu grofsen Durchmesser erhalten haben sollte. In einem solchen Falle würde einerseits die lediglich durch die Schleppfedern am Drehen gehinderte Trommel ausweichen, andererseits auch ein Zusperren des Deckels nicht möglich sein. Eine solche Maschine wird, einmal mit Wickeln gefüllt, einen ununterbrochenen Betrieb ermöglichen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zum Bearbeiten von Cigarrenwickeln, gekennzeichnet durch eine um eine waagrechte Achse drehbare Scheibe d, an deren Umfang eine Anzahl von je eine WTickelform bildender Kästchen (e) derart angeordnet ist, dafs ein in der Nähe der Behälter λ ar) für Einlagematerial und Umblatt an das Gestell (a) angelenkter Bügel (m) mittelst Lenkstange (η), zweiarmigen Hebels (a), Schaltklinke (q) und Schaltrades (r) (Fig. 1 bis 4) je eines der Kästchen in seine Bahn bringt, um bei seiner Rückdrehung den Deckel (e1) des Kästchens entgegen der Spannung einer Feder (f) zu schliefsen. indem gegen die Aufsenfläche der Scheibe (d) sich legende Schleiffedern (s) die Ueberschreitung des zulässigen Druckes hindern, wobei eine
    federnde Zuhaltung (i k) (Fig. 5 und 6) den letzteren andauern läfst, bis ein Anschlag (v) in der Nähe des Deckblattbehälters (az) dieselbe auslöst (Fig. 1).
    Eine Ausführungsform der unter 1. angegebenen Maschine, bei welcher die Kästchen (e) die Aufnahme zweier Wickel gestatten, zum Zweck, den in die erste Abtheilung (e3 eej eingelegten Wickel nach einmaliger Drehung der Scheibe (d) in die zweite (e4 e5) zu bringen, deren Schneidvorrichtung (WJP1J den Wickel auf die gewünschte Länge schneidet (Fig. 5 und 6).
    An der unter 1. und 2. gekennzeichneten Maschine die Anordnung eines Läute- und Zählwerkes, welches durch die Schwingungen des Bügels (m) mittelst eines Schaltwerkes (xy) bethätigt wird (Fig. 1 und 7).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT75103D Maschine zum Bearbeiten von Cigarrenwickeln Expired - Lifetime DE75103C (de)

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