DE749335C - Selbstemulgierender Mischungen - Google Patents

Selbstemulgierender Mischungen

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DE749335C
DE749335C DEP74549D DEP0074549D DE749335C DE 749335 C DE749335 C DE 749335C DE P74549 D DEP74549 D DE P74549D DE P0074549 D DEP0074549 D DE P0074549D DE 749335 C DE749335 C DE 749335C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M7/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made of other substances with subsequent freeing of the treated goods from the treating medium, e.g. swelling, e.g. polyolefins
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M2200/00Functionality of the treatment composition and/or properties imparted to the textile material
    • D06M2200/40Reduced friction resistance, lubricant properties; Sizing compositions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Selbstemulgierende Mischungen g Die Erfindung betrifft selbstemulgierende Mischungen unddaraus hergestellte wässerige Emulsionen.
  • Es ist bereits bekannt, als Emulgiermittel Salze aus leicht wasserlöslichen primären cycloaliphatischenAminen, insbesondereCyclohexylamin und Cyclopentylamin, und Fettsäuren, Harzsäuren. oder Naphthensäuren zu verwenden.
  • Es ist ferner bekannt, für die Behandlung von pflanzlichen, tierischen oder anderen Stoffen aliphatische oder gemischt aliphatischhydroaromatische Ammoniakderivate zu Verwenden, die eine öder mehrere Alkyloxy- oder Cycloalkylöxygruppen enthalten.
  • Demgegenüber bestehen die selbstemulgierenden Mischungen nach der Erfindung. aus äliphatischen Kohlenwasserstoffölen, Paraffinen oder Wachsen, aliphatischen einwertigen Alkoholen mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen, Salzen aus N-Diälkylcyclähexylaminen und Schwefelsäureestern normaler primärer äliphatischer Alkohole mit Iobis I8 Kohlenstoffatomen, letztere vorzugsweise in einer Menge von o,2 bis 5 °%, bezögen auf das Gewicht der Öle bzw. Wachse, und gegebenenfalls Reib- oder Poliermitteln. Die aus derartigen Mischungen bereiteten Emulsionen können das Wasser als innere oder äußere Phase enthalten.
  • Die N-Dialkylcyclohexylaminsalze der Alkylsulfate, die nach der Erfindung verwendet werden sollen, sind den entsprechenden Salzen der Fettsäuren überlegen, weil sie eine größere Beständigkeit gegen hartes Wasser in Textilbehandlungsbädern und eine größere Beständigkeit gegen Oxydation haben. Gewebe. die mit Aminsalzen von Fettsäuren behandelt sind, neigen dagegen zur Verfärbung unter Bildung eines gelben Stiches. Im übrigen haben, die Fettalkoholsulfate gegenüber Seifen in hartem Wasser eine größere Reinigung skraft. Die Dialkylcyclohexylaminsalze von höheren Alkylsulfaten bilden im allgemeinen beständigere Emulsionen als dieAminsalze von Fettsäuren. Auch sind geringere Mengen dieser Emulgierungsmittel notwendig als bei Verwendung der entsprechenden Aminsalze von Fettsäuren. Andererseits sind Alkylolarminsalze für die selbstemulgierenden Gemische nicht brauchbar.
  • De selbstemulgierenden Mischungen oder ihre Emulsionen, in denen Wasser ,die äußere, Phase bildet; werden durch homogenes Ver-=mischen- des als Emulgiermitfel dienenden Aminsalzes eines Fettalkoholschwefelisäureesters mit dem Kohlenwasserstofföl oder Wachs und dem als Löslichkeitsvermittler dienenden Alkdhol hergestellt. Dieser Mischung wird dann unter Rühren Wasser zugesetzt. Die Emulsionen, in denen der ölartige Stoff die äußere Phase bildet, werden durch Zusatz von Wasser zur homogenen Mischung unter Rühren hergestellt.
  • Beispiel I Eine zur Bereitung von selbstemulgierenden Textilölen zum Einölen von Kunstseide, die auf konische Kreuzspulen gewickelt werden soll, geeignete Mischung wird hergestellt durch gemeinsames Erwärmen von I Teil Dimethyl- oder Diäthylcyclohexylaminsalz des Laurylsulfats und 2 Teilens technischem Oleylalkohol.
  • Das Textilöl zum Einölen von Kunstseidegarn, das sich leicht von den Garnen ohne Zusatz von Reinigungsmitteln zum Spülbad abspülen läßt, wird nun durch gemeinsames Erwärmen von I4 Teilen der vorstehend aggegebenen MischurNg und 86 Teilen Mineralöl hergestellt. Verdünnt wässerige Emulsionen dieses Öles zeigen nach 3o- bis 40stündigem, Stehen keine Trübung.
  • Beispiel 2 Eine zur Bereitung von selbstemulgierenden Wachsen geeignete Mischung wird durch gemeinsames Erwärmen von i Teil Diäthylcyclohexylaminsalz des Laurylsulfats und 2 Teilen technischem Stearylalkohol hergestellt. Das selbstemulgierende Wachs, das in der Weberei allein oder in Verbindung mit Stärke brauchbar ist, bereitet man durch gemeinsames Erwärmen von 23 Teilen der oben angegebenen Mischung und 77 Teilen Paraffin. Diese Mischung emulgiert leicht in Wasser, wenn man sie im geschmolzenen Zustande siedendem Wasser unter Rühren zusetzt. Sie kann auch durch Zusatz der kalten Mischung zu kaltem Wasser emulgiert werden, worauf man das Wasser unter Rühren zum Sieden erhitzt. Für andere Zwecke, z. B. zur Bereitung von Mitteln zum Schlichten von Fäden .oder Garnen oder von Fußbodenwachsen können Carnaubawachs, Bienenwachs und ähnliche wachsartige Stoffe an Stelle des Paraffins in der Mischung verwendet werden.
  • Beispiel 3 Ein selbstemulgierendes Paraffin wird durch Mischen der folgernden Stoffe hergestellt: 5 Teile Diäthylcyclohexylaminsalz des Stearylsulfats, 2,5 Teile Stearylalkohol, 92e5 Teile Paraffin (Schmelzpunkt etwa 4o bis 42°) .
  • Diese Mischung wird in Wasser leicht in der Weise emulgiert, daß man sie Wasser zusetzt und das Wasser unter Rühren auf den Siedepunkt erhitzt.
  • Beispiel 4 EinTextilweichmachungsmittel wird durch Mischen der folgenden Stoffe hergestellt: 2 Teile Diäthylcyclohexylaminsalz des Myristylsulfats, I Teil Stearylalkohol, 3 Teile weißes Mineralöl. Die Mischung bildet eine klare Lösung, die sich mit Wasser unter Bildung stabiler Emulsionen leicht verdünnen läßt. Eine verdünnte Emulsion aus I Teil der oben angegebenen Mischung und I5 Teilen Wasser ist auch nach mehr als Istündigem Kochen beständig.
  • Beispiel 5 Ein Schmiermittel für Textilgarne wird durch Mischen der folgenden Stoffe hergestellt: 35 Teile Diäthylcyclohexylaminsalz des Myristylalkoholsulfats, Io Teile Cetylalkohol, 55 Teile weißes Mineralöl.
  • Die Mischung bildet eine klare Lösung, die mit Wasser klare Emulsionen ergibt. Eine Emulsion aus I Teil der angegebenen Mischung und I5 Teilen Wasser ist nach mehr als Istündigem Sieden noch stabil und zeigt auch keine Abscheidung bei Anwesenheit einer Calciumchloridlösung von 22,4° deutscher Härte.
  • Beispiel 6 Ein Te5ctilappretieröl, das besonders zusammen mit Magnesiumsulfat wirksam ist, wird durch Mischen der folgenden Stoffe hergestellt: 7o Teile Diäthyleyclohexylaminsalz des Laurylsulfats, 24 Teile weißes Mineralöl und 6 Teile Stearylalkohal. Mindestens 5 0110 dieser Mischung sind in_ Gegenwart von io 0j0 Magnesiumsulfat unter Bildung einer klaren i Emulsion löslich, die nach i- oder mehrstündigem Erhitzen noch stabil ist. Eine derartige Emulsion ist zum Beschweren von Textilgeweben geeignet.
  • Beispiel 7 41 Teile einer Mischung aus 24 Teilen Dimethylcyclohexylaminsalz des Laurylsulfats und 17 Teilen Oleylalkohol werden 95o Teilen Waschbenzin zugesetzt. 12 Teile Wasser werdenn nun in dem Gemisch unter Bildung einer klaren Wasser-in-Öl-Emulsion emulgiert.
  • Diese Emulsion ist außergewöhnlich stabil und zeigt bei ihrer Verwendung als Trockenreinigungsmittel eine größere Reinigungskraft als Benzin allein. Das Benzin kann ganz oder zum Teil durch chlorierte Kohlenwasserstoffe ersetzt werden.
  • In den vorstehenden Beispielen lassen sich an Stelle von Dimethyl- oder Diäthylcyclohexylarninsalzen der Alkylsulfate oder auch zusätzlich zu diesen andere Dialky1cyclohexylaminsalze verwenden, z. B. Di- n-propylcyclohexylamin- oder Diisopropylcyclohexylaminsalze. Die N-Diallkylcyclohexylamine können gleiche od er ungleiche Alkylgruppen enthalten.
  • Die erwähnten Kohlenwasserstofföle- sind nichtaromatische Kohlenwasserstoffe, die bei gewöhnlichen Temperaturen flüssig oder fest sind. Beispiele dafür sind Benzin (Kp. 6o bis I5o°) oder eine zwischen 13o bis 2oo° siedende Mineralölfraktion, wie sie bei der Trockenreinigung verwendet werden, leichte und schwere Mineralöle, Vaseline und Paraffin. Diese Kohlenwasserstoffe können allein oder in Mischung miteinander verwendet werden. Die Kahlenwasserstoffe können auch - durch Halogenatome substituiert sein.
  • Geeignete Alkohole für die selbstemulgierenden Mischungen sind Butänol, Pentanol, Hexanol, Decanol, Dodecanol, Tetradecanol, Hexadecanol, Octadecanol, Octadecenol sowie ihre Isomeren.
  • Die selbstemulgierenden Mischungen können als Grundlage für die Herstellung der verschiedensten Erzeugnisse dienen, von, denen die wichtigsten nachstehend angeführt sind: Herstellung von selbstemulgierenden ölartigen Stoffen; Herstellung von Trockenreinigungslösungen, die eine kleine Menge Wasser als dispergierte Phase enthalten und in denen die kontinuierliche Phase ein leichtes Mineralöl oder ein organisches Fettlösungsmittel ist; Dispersionen kleiner Wassermengen in flüssigen Brennstoffen zwecks Erhöhungder Wirksamkeit derselben; _ Herstellung von Schmieirmitteln zur Verwendung bei Draht- und Rohrziehverfahren; Baumwollspinnöle; Öle zum Einölen von Kunstseide, die auf konische Kreuzspulen gewickelt werden soll; Textilweichmachungsmittel, Textilappretiermittel und Behandlungsstoffe im allgemeinen Herstellung von Wasserfarben; Herstellung von Überzugsmischungen für Kohlepapier; Herstellung von Pharmazeutika; Herstellung von Kosmetika, Hautkrems u. dgl.
  • Die selbstemulgierenden Mischungen nach der Erfindung können auch zur Bereitung von Putz- und Poliermitteln verwendet werden, die man durch Einverleiben von Schleifmitteln in die selbstemulgierenden Massen erhält. Der Vorteil derartiger Putz- und Poliermittel besteht in der Leichtigkeit, mit der der Rückstand ds Poliermittels von dem behandelten Gegenstand wieder abgewaschen wird. Die selbstemulgierende Eigenschaft der Polierinasse erleichtert somit ihre Verwendung beim Polieren sehr.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Selbstemulgierende Mischungen, bestehend aus aliphatischen Kohlenwasserstoffölen, Paraffinen oder Wachsen, aliphatischen einwertigen Alkoholen mit, mindestens 4 Kohlenstoffätomen, Salzen aus N-Dialkylcyclohexylaminen und Schwefelsäureestern normaler primärer aliphatitischer Alkohole mit Io bis 18 Kohlenstoffatomen, letztere vorzugsweise in einer Menge von 0,2 bis 5 °%o, bezogen auf das Gewicht der Öle bzw. Wachse, und gegebenenfalls Reib- oder Poliermitteln. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind -im Erteilungsverfahrenfolgervde Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften Nr. 622 640, 529:8591 französische Patentschrift . . - 692 $62; britische Patentschriften , . . - 452532, 413357-
DEP74549D 1937-01-24 1937-01-24 Selbstemulgierender Mischungen Expired DE749335C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE529859C (de) * 1926-11-09 1934-02-26 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren fuer die Behandlung von pflanzlichen, tierischen oder anderen Stoffen
GB413357A (en) * 1933-01-16 1934-07-16 Deutsche Hydrierwerke Ag Improvements in or relating to wetting-out, cleansing, washing, impregnating, emulsifying, dispersing and like agents
DE622640C (de) * 1929-09-21 1935-12-03 Boehme Fettchemie Ges M B H Dispersionsmittel
GB452532A (en) * 1935-05-27 1936-08-25 Chem Ind Basel Manufacture of emulsions

Patent Citations (4)

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