DE749050C - Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen, insbesondere von Dachpappe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen, insbesondere von Dachpappe

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Publication number
DE749050C
DE749050C DEB186512D DEB0186512D DE749050C DE 749050 C DE749050 C DE 749050C DE B186512 D DEB186512 D DE B186512D DE B0186512 D DEB0186512 D DE B0186512D DE 749050 C DE749050 C DE 749050C
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DE
Germany
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production
coal tar
cardboard
roofing felt
covering materials
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Expired
Application number
DEB186512D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max Tausent
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAX TAUSENT DR
Binne & Sohn Dachpappen U Teer
Original Assignee
MAX TAUSENT DR
Binne & Sohn Dachpappen U Teer
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Publication date
Application filed by MAX TAUSENT DR, Binne & Sohn Dachpappen U Teer filed Critical MAX TAUSENT DR
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N5/00Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen, insbesondere von Dachpappe
    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfah-
    ren zur Herstellung von Belagstoffen, insbe-
    sondere von Dachpappe, das darin besteht, daß
    nian zum Tränken oder Kaschieren von Pappe
    oder Papier Gern'sche aus ungesättigten und
    cyclischen Kohlenwasserstoffen, wie sie bei-
    spielsweise bei der Reinigung der Erdöls an-
    fallen, gegebenenfalls zusammen mit Stein-
    kohlenteer oder Steinkohlenteerpech lind bzw.
    oder Asphaltbitumen, verwendet.
    Es ist bereits bekannt, als Lösungsmittel
    für Tränkiiiassen, wie Bituinen, flüchtige
    Kohlenwasse.rstoffe, wie Lösungsbenzol oder
    chlorierte K-ohlenwasserstoffe, züi verwenden.
    .\'ach 2 dein Tränken verflüchtigen sich die L6-
    sungsmittel; sie verleihen dem Biturnen selbst
    somit keine bleibenden und charakteristischen
    Eigenschaften. Die erfinAungsgemäß zur An-
    wen(lun'.- gelan-eiiden Gemische aus un,-esat-
    tigten und cyclischen Kohlenwasserstoffen des
    Mineralöls dagegen haben einen Siedepurikt
    von etwa 2io' C. Sie sind kein Lösungs- oder
    Hilfsmittel im Sinne des LösunIgsbenzols, son-
    dern sie verbleiben im l#',;tuiiien und verleihen
    diesem ganz spezifische Eigenschaften. Unter
    anderem ist durch die Verwendung der Ge-
    iiiische aus =gesättigten und cyclischen Koli-
    leilwasserstoffen die Herstellung von Dach-
    pappen aus Bitunicii und
    erst inö-,-licli geworden. was mit Hilfe voll
    anderen X-ohlenwassertoffen nicht zu er-
    reichen ist.
    Es ist ferner bekannt, Isolierstolie unter
    Verwendung voll X-ohlenwasserstoffen berzu-
    stellen. Es -ibt aber eine so große von
    Kohlenwasserstoffen init so verschiedenen
    physikalischen und chemischen Eizgenschaftun,
    dail tder Vorscb1a-. im ;inne der Erfin(him,
    .1#anz bestimmte K(31iIenwztsserstt#ffgeiiiisclit#,
    init ganz bestimmten Eigenschaften als Tränk-
    inasse zur Herstellung voll Belagstoffen zu
    verwenden, insofern von großer Bedeutung'
    ist, als durch die Anwen(lun- jener Kohlen-
    wasserstofigemische ein eiheblicher tech-
    nischer Fortschritt erzielt wird. So ist us mit
    Hilfe de, neuen Verfahrens möglich, Stein-
    kohlenteerpeche, cl:e sollst nur nach Ver-
    inischen mit Teeröl oder präpar ' iertem r(:er
    für die Herstellung voll Dachpappen oder Iso-
    lierstoffen in Betracht karnen, ebenso wie
    höher schmelzende Asphalte durch -\,'ersetzen
    init jenen Gemischen alls ungesättigten und
    cvclischeii Kohlenwasserstoffen zu hochwerti-
    gen Kaschier- oder Tränkniassen zu verarbei-
    ten. Auf Grund der unbegrenzten Misclibar-
    keit voll Bituinen init Steinkohlenteerpech
    durch Zusatz einiger Prozente ungesättigter
    Kohlen-wasserstoffe gelingt es erfindung-s-e-
    mäß. Dachpappe aus Teer und Bitumen her-
    zustellen, die sowohl die Vorzüge der Teer-
    pappen - als auch diejenigen der Bitunien-
    pappen in sich vereinigen. Nach deni neuen
    Verfahren erhält man auch bei Kälte sehr
    bie-sarne und bruchfeste Pappen. Da die un-
    ges -ohlenwasserstoffe
    , sättigten und cyclischen. X
    trotz ihres tingesättigten Charakters außer-
    ordentlich beständige Verbindungen sind, die
    t' zn
    sehr hohe Wärinegrale aushalten und auch
    durch die Witterung nicht beeinflußt werden,
    haben die mit ihrer Hilfe hergestellten Er-
    zeugnisse gegenüber deii bekannten Erzeug-
    nissen noch den Vorzug einer viel größeren
    Lebensdauer. Bekamitlich haben die bisher
    bekannten Teerdachpappen den -Nachteil, daß
    sie unter dein Einfluß der Witterung, insbe-
    sondere der Sonnenbeotrahlung, sehr bald die
    wertvollen, aber leicht flüchtigen Anteile des
    Teeröls abgeben und dainit verspröden und
    alsbald verrotten. Wordm diese flüch'igen
    Kohlenwa-sserstoffe iiii Sinne der Erfindung,
    durch die viel beständigeren und nicht flüch-
    tigen Gemische aus =gesättigten und cvc1i-
    sehen Kolilenwasserstofien in Verbindung init
    bereits weit ab(lestilliertein Steinkohlenteer-
    pech ersetzt, so erhält nian Erzeugnisse voll
    weitaus größerer Lebeiisdauer. Da man hier-
    Dei von hochgchinelzenden Steiiilzolileiit#cer-
    pechen und ebensolchen Asphalten ausgat, so
    kann man die Erzeugnisse auf jeden Erw,:i-
    CIIUII'-'SPIII1I.zt eiiistullüii lild (las
    'cli beliebig verändern.
    Schließlich ist es auch möglich, Daclipappun
    in der Güte voll reinen Bituinenpappen lierzu-
    stellen, indem man die Pappen zunächst illit
    ,leil reinen unges;
    oder Geinischen aus derartizI#ii lZ-olileiiwisser-
    stoffen und mit Bitilmun tränkt und als(1-,iiiii
    mit Gemischen aus den gleichen Koiiil)(iiiun-
    teil, ju(locli voll 1i(*31iurcni Erweichungspunkt.
    überzi#cht. Die so erlii-iltlichen Dachpappen
    s ,ind ebensogut wie Asphaltbitunienpappe: s* ILI
    ,tellen sich indessen in bezu- auf ihre Ilei--
    stellung wesentlich preiswür,liger.
    Mit den "leich-eii Vorteilen la>-;en sich auch
    Stoffe oder Papierstreifen iii:t den neuen
    Kohlenwassurstoff-einischvii ranken (-x 1 (: i-
    kaschieren.
    Bei der Her.stulltiii" der iiuueii
    können auch die höher schiii"lzen,Ivii _\sphalte
    oder Stciiilzolilenteerl)e,711u verwendet werch-ii.
    1-)a die von Erweichun-si#Iun
    hierbei nicht in Betracht kommt, fallen aucii
    die hiermit verbundenen -Nachteilu Im vorliv-
    Glenden Falle fort.
    Beispiel i
    Eine Filzpappe wird durch eine Sclillielzu
    "ezoll(!ll, fl:e aus einem Gemisch ;til-z 30"ij'" 1111-
    (yesattillten und cvclisclieii Kolilenwasserstof-
    feil. 201m (F.
    und 5o',#'o Asphaltbitulmän (F. =- 4#3- C) bv-
    steht. Nach (-:lein Abpressen läuft die Pappe
    durclieiiiePiclacsvorr-*clituii-. ei-Iiiiit eiliel)ccl,-
    ,chicht aus der gleicli.#-ii SchnivIzu und wird
    mit Talkilin bestreut.
    Beispiel .2
    Eine Filipappe wird durch #uhie -Schmelze
    "ezo('ull, die aus eine", Geill:sch Zills 30"1(, 111)-
    ,ves.,itti(Tteii und cvcl,*-#;clluil KoMen-,vasserstof-
    teil und 7o(/', -xsl)Iialtl)ittiiiieii (F.
    bestellt. -Nach dein Abpre-#sen läuft die Pappe
    durch eine Belagvorrichtun-, erhält eine
    schiebt aus der gleichen Schmulze und wird
    mit Talkuni bestreut.
    Beispiel 3
    Eine Filzpappe wird durch e"«iic
    lluz(-)lyull, die aus uinum Geini#zch ails
    lIesiatti-ten und cvcl-s#--lieii
    fm Und 4## (F.
    besteht. -",iacli (lern Ab,)res#;u!i liiiift die Pappe
    durch eine erli:ilt eine Deck-
    schiebt aus der -",leiclit#ii Sciiiii(#lzu und wird
    mit Sand bestreut.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII:
    '\-erfahren zur Herstellung von Bekig- II stoffen, insbesondere von Dachpappe, da- durch gulz#--nnzeichiiet, daß man zurn Tr;;ii-
    ken oder'Kaschieren von Pappe oder Pa- pier Gemische aus ungesättigten und cycli- schen Kohlenwasserstoffen, gegebenenfalls zusammen mit Steinkohlenteer oder Stein- kohlenteerpech und bzw. oder Asphalt- bitumen, verwendet. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegen- stands vom Stande der Technik sind im Er-
    teilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift ...... Nr- 545 968; »Zeitschrift für angewandte Chemie«, Band 36 (i923)5 S. 578, linke Spalte, Absatz 2; britische Patentschrift Nr. 237 499; USA.-Patentschriften ...... . 69o 526, 1 248 638.
DEB186512D 1939-03-02 1939-03-02 Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen, insbesondere von Dachpappe Expired DE749050C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098488B (de) * 1958-08-26 1961-02-02 Asphaltfilzfabrik M Faist K G Herstellung von Schall- und Waerme-Daemmschichten

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US690526A (en) * 1899-01-23 1902-01-07 H W Johns Mfg Company Roofing material.
US1248638A (en) * 1915-08-05 1917-12-04 Carleton Ellis Flame-proof insulating composition.
GB237499A (en) * 1924-12-31 1925-07-30 Frederick Henry Clark Improvements in and relating to the manufacture of roof felt
DE545968C (de) * 1929-09-12 1932-03-08 Chem Fab Pott & Co Verfahren zur Darstellung von Sulfonierungsprodukten aus den bei der Raffination vonMineraloelen mittels fluessigen Schwefeldioxyds anfallenden Abfalloelen

Patent Citations (4)

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