DE74900C - Vorrichtung zur Rauchverzehrung - Google Patents
Vorrichtung zur RauchverzehrungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L1/00—Passages or apertures for delivering primary air for combustion
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1893 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bezweckt, eine wirksame Rauchverzehrung dadurch zu
erzielen, dafs eine Feuerbüchse oder eine Feuerung mit einer Vorrichtung verbunden
wird, vermittelst deren nach Speisung des . Feuers mit Heizstoffen eine Menge kalter Luft
zum vorderen Theil des Ofens zugelassen und gleichzeitig eine Menge Luft am hinteren Ende
des Ofens derartig erhitzt und vertheilt wird, dafs der vom Heizstoff entwickelte Rauch verzehrt
wird, d. h. also, die Vorrichtung wird so angeordnet, dafs die Mengen der heifsen
und kalten Luft erforderlichen Falles selbstthätig abgesperrt werden können.
Es bedeutet:
Fig. ι die Vorderansicht einer mit der Vorrichtung
ausgestatteten Dampfkesselheizung,
Fig. 2 den Grundrifs der neuen Vorrichtung,
Fig. 3 eine Einzelansicht desjenigen Theiles, welcher selbstthätig die Zeit regelt, während
welcher der Luft der Eintritt zum vorderen und hinteren Ende des Feuerraumes gestattet
ist, und
Fig. 4 einen Querschnitt durch den hinteren Theil einer mit dem hohlen Bogentheil der
neuen Vorrichtung ausgestatteten Feuerung.
Als Beispiel ist ein Dampfkessel mit zwei Flammrohren gewählt, bei welchem jede der
Heizungsthüren A und A1 mit einer Reihe von Schlitzen, sowie mit einer verschiebbaren, entsprechende
Oeffnungen B1 enthaltenden Platte B ausgestattet ist.
Hinter der gewöhnlichen Brücke jD einer
jeden Feuerung befindet sich (Fig. 4) ein durchlochter hohler Bogen oder Vorsprung E, welcher
sich rund um den Zug erstreckt und aus feuerfestem Material gebildet ist. Der Zwischenraum
zwischen dem inneren Umfang desselben bei EE1 bleibt unausgefüllt.
Mit dem hohlen Theil des durchlochten Bogens E steht ein Rohr H in Verbindung,
welches an dem einen Ende, nach der atmosphärischen Luft hin, offen und mit einer in
einem Scharnier drehbaren Thür H1 versehen ist. Die letztere steht vermittelst einer Stange H2
mit dem am Scharnierbolzen C1 befestigten Hebel Z in Verbindung (Fig. 1).
Am oberen Scharnierbolzen C der Thür A ist ein vermittelst einer Stange / mit einer zweiten
Stange L verbundener Hebel K befestigt. Die Stange L ist in Stützen derart gelagert, dafs
sie innerhalb derselben seitlich verschiebbar ist.
Beim Oeffnen der Thür A werden sowohl der mit der letzteren in fester Verbindung
stehende Scharnierbolzen C, als auch der Hebel· K in Drehung versetzt und dadurch die
Stange L veranlafst, um eine bestimmte Strecke in der Richtung des Pfeils seitwärts zu gleiten.
Gleichzeitig kommt dabei ein an der Stange L befestigter, hervorstehender Bolzen M, Fig. 2,
in Berührung mit einem Arm N und bethätigt denselben sowohl, wie die mit einander verbundenen
und an dem Drehzapfen P gelagerten Gefäfse O und O! derart, dafs dieselben die in
Fig. ι strichpunktirte Stellung einnehmen. Auf der nach der beschriebenen Richtung gleitenden
Stange L tritt ein anderer, auf derselben befestigter Bolzen Q, Fig. 3, in Berührung
mit dem am Hahn des Dampfrohres J1 vorgesehenen
Hebel R und dreht denselben so weit, dafs Dampf in die Cylinder 5 5 eintreten kann.
Durch Röhren i bezw. geeignete Mundstücke entweicht dann der Dampf in das offene Ende
der Röhren H; dadurch wird ein Luftzug erzeugt, welcher in die erhitzten Bogen E
eintritt. In den letzteren wird die Luft in erhitztem Zustande vermittelst der Durchlochungen
P1 derart vertheilt, dafs eine innige Mischung derselben mit den über die Feuerbrücke
D entweichenden Verbrennungsgasen erzielt wird.
Beim Einlassen von Dampf in die Cylinder S S wird der Kolben eines jeden Cylinders
gegen das Ende S1 des letzteren gedrückt und dadurch die Hebel Z und Scharnierbolzen C1
durch die Verbindungsstangen Z1 bethätigt. Indem sich die Bolzen C1 um einen gewissen
Betrag in den Scharnierbändern drehen, werden die Platten B, welche durch Stangen J32 mit
kurzen, an den unteren Scharnierbolzen C1 befestigten Hebeln in Verbindung stehen,. veranlafst,
in eine derartige Stellung zu gleiten, dafs die Oeffnungen B1 derselben jenen in den
Thüren entsprechen, und zwar verbleiben die Platten so lange in dieser Stellung, wie Dampf
in den Cylinder eintritt.
Der Hebel R hält dadurch den Hahn der Röhre J1 geöffnet, dafs sein anderes Ende in
die an einem Bolzen der festen Stange L befestigte Knaggenstange T eingreift.
Die Gefäfse O und O1 sind durch eine
Röhre W mit einander verbunden. Diese Gefäfse gestatten ein Uebertreten der in ihnen
enthaltenen Flüssigkeit von Os nach O, wenn
sie sich in ■ der durch die strichpunktirten Linien angegebenen Stellung befinden. Aufserdem
sind diese Gefäfse aber auch durch ein mit einem Hahn V ausgestattetes Rohr U verbunden,
vermittelst dessen die Flüssigkeit vom Gefäfs O in das Gefäfs O1 überfiiefsen kann,
wenn dieselben sich nach dem Schliefsen der Thür in der Stellung Fig. 3 befinden.
Beim Schliefsen der Thür A wird die Gleitstange L nach der entgegengesetzten Richtung
bewegt, wie vorher, während ein Träger Q,1 an der Stange L, indem er unter den Arm N1
gleitet, die Gefäfse in die durch Fig. 3 veranschaulichte Stellung überführt. Die im ' Gefäfse
O enthaltene Flüssigkeit tritt alsdann ■ durch die Röhre 'U und den Regulirhahn Fin
das Gefäfs O1 hinüber, und nachdem die Flüssigkeitsoberfläche in beiden Gefäfsen ungefähr
gleich geworden ist, nehmen, indem das Ende O um ein Geringes leichter wird, die
Gefäfse die in Fig.. 1 durch volle Linien gekennzeichnete
Stellung ein.
Beim Herabsinken des Gefäfses O1 berührt dasselbe das eine Ende des Mitnehmerhebels T
und macht dadurch den Hebel J? frei. Derselbe schliefst durch die Wirkung der Zugfeder
X den Hahn und schneidet dadurch die Dampfzuleitung ab.
So lange, als Dampf durch die Röhren / hindurchgeht, gestatten die Kolben der entsprechenden
Cylinder 5 5 dem Dampf den Eintritt in die Röhren H, sowie die Vertheilung
der Luft in erhitztem Zustande vermittelst der Durchlochungen P1 in vorstehend beschriebener
Weise. Wenn jedoch die Dampfzufuhr abgeschlossen ist, so ziehen die ausgespannten
Federn Y, Fig. 1, sich zusammen und bethätigen die Scharnierbolzen C1, indem sie
die Kolben sowie die Gleitplatten B in ihre ursprüngliche Lage zurückversetzen und dadurch
die Luftzufuhr zur Ruckseite und Vorderseite der Feuerungen abschliefsen. Die
Gleitstange L wird durch die Thür A\ welche in derselben Weise wie die Thür A durch
Scharniere eingelenkt ist, nicht bethätigt.
Claims (2)
1. Bei Dampfkesselfeuerungen mit Rauchverzehrung
zum Zwecke der innigen Vermischung der Verbrennungsgase eine Vorrichtung,
vermittelst deren unmittelbar nach dem Beschicken bezw. Schliefsen der Feuerthür einerseits durch letztere Luft eintritt,
andererseits gleichzeitig erhitzte Luft hinter der Feuerbrücke einströmt und beide
Luftzuführungen nach einer bestimmten Zeit selbstthätig abgesperrt werden, dadurch
gekennzeichnet, dafs die an der Vorderseite der Feuerthür (A) befindliche Gleitplatte (B)
derart mit einer den Zutritt der erhitzten Luft zum hinteren Theil des Feuerraumes
vermittelnden Thür (H1) verbunden ist, dafs vom Kolben (S1) eines Dampfcylinders (S)
aus beim Einströmen des Dampfes in den letzteren ein mit der Gleitplatte B verbundener
Scharnierbolzen (C1) gedreht und die Schlitze (B1) der Gleitplatte, sowie die
Thür (H1) gleichzeitig geöffnet werden, während deren Schliefsen und das Ausblasen
des Dampfes aus dem Cylinder durch das Rohr (F) mittelst einer Zugfeder (Y)
bewirkt wird.
2. Bei der im Anspruch 1. gekennzeichneten Dampfkesselfeuerung mit Rauchverzehrung
zum Zwecke des abwechselnden Absperrens und Zulassens von Dampf zum Cylinder (S)
und von da zum Rohre (J) im hinteren Theile der Feuerung ein Hahn (R), welcher
durch eine von dem mit der Feuer-· thür (A) verbundenen Scharnierbolzen (C)
aus bethätigte Gleitstange (L), sowie durch von letzterer aus bewirkten Stellungswechsel
zweier mit einander communicirender, durch den Uebertritt von Flüssigkeit aus dem
einen in das andere selbstthätig in die
frühere Stellung zurückkehrender Gefäfse (O und O1) umgestellt wird.
Bei der unter 1. und 2. gekennzeichneten Dampfkesselfeuerung mit Rauch verzehrung zum Zwecke der innigen Vermischung der Verbrennungsgase im hinteren Theile des Verbrennungsraumes eine Vorrichtung, gekennzeichnet durch einen hinter der Feuerbrücke (D) rings um den Zug sich erstreckenden hohlen und mit zahlreichen Durchlochungen (P1) versehenen Ring (E), in welchen ein am anderen Ende durch eine Thür (H1) verschließbares Rohr (H) mündet, durch welches beim Verschieben der Gleitplatte (B) unter gleichzeitiger Oeffnung der Thür (H1). und Einströmen von Dampf durch ein Rohr (J) in dasselbe erhitzte atmosphärische Luft durch die Oeffnungen (P1) in den Verbrennungsraum eingeführt wird.
Bei der unter 1. und 2. gekennzeichneten Dampfkesselfeuerung mit Rauch verzehrung zum Zwecke der innigen Vermischung der Verbrennungsgase im hinteren Theile des Verbrennungsraumes eine Vorrichtung, gekennzeichnet durch einen hinter der Feuerbrücke (D) rings um den Zug sich erstreckenden hohlen und mit zahlreichen Durchlochungen (P1) versehenen Ring (E), in welchen ein am anderen Ende durch eine Thür (H1) verschließbares Rohr (H) mündet, durch welches beim Verschieben der Gleitplatte (B) unter gleichzeitiger Oeffnung der Thür (H1). und Einströmen von Dampf durch ein Rohr (J) in dasselbe erhitzte atmosphärische Luft durch die Oeffnungen (P1) in den Verbrennungsraum eingeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74900C true DE74900C (de) |
Family
ID=347909
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74900D Expired - Lifetime DE74900C (de) | Vorrichtung zur Rauchverzehrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74900C (de) |
-
0
- DE DENDAT74900D patent/DE74900C/de not_active Expired - Lifetime
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