DE49717C - Gesperre zur gegenseitigen Beeinflussung des Gashahnes und Wasserhahnes bei Wasserwärmvorrichtungen mit Gasheizung - Google Patents
Gesperre zur gegenseitigen Beeinflussung des Gashahnes und Wasserhahnes bei Wasserwärmvorrichtungen mit GasheizungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24H—FLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
- F24H9/00—Details
- F24H9/20—Arrangement or mounting of control or safety devices
- F24H9/2007—Arrangement or mounting of control or safety devices for water heaters
- F24H9/2035—Arrangement or mounting of control or safety devices for water heaters using fluid fuel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1889 ab.
Bei Wasser- oder Flüssigkeitswärmvorrichtungen mit Gasheizung, z. B. Gas-Badeöfen,
tritt bei unaufmerksamer Bedienung leicht die Gefahr ein, dafs der Gashahn eher geöffnet
und der Brenner eher angezündet wird, als der betreffende Behälter sich hinreichend mit Wasser
oder der sonst zu erwärmenden Flüssigkeit gefüllt hat. In diesem Falle kann dann sehr
leicht ein Durchbrennen des Wasser- oder Flüssigkeitsbehälters eintreten.
Durch vorliegende Erfindung wird bezweckt, die Möglichkeit, den Gashahn vor dem Wasseroder
Flüssigkeitshahn aufzudrehen, vollständig auszuschliefsen, und wird dies dadurch erreicht,
dafs auf den Köpfen der beiden Hähne die beiden Theile eines Gesperres derart angeordnet
werden, dafs sich die beiden Hähne in ganz bestimmter Weise gegenseitig beeinflussen.
Im dargestellten Falle ist ein sogenanntes Quadrantengesperre gewählt, und zeigt Fig. 1
die Anwendung dieses Gesperres bei dem Gas- und Wasserhahn eines continuirlich wirkenden
■Wasserwärmers. Das Gesperre verhütet in diesem Falle auch das frühere Zudrehen des
Wasserhahnes derart, dafs der Gashahn erst vollständig geschlossen werden mufs, ehe es
möglich ist, auch den Wasserhahn ganz zu schliefsen. Die Fig. 2 bis 5 veranschaulichen
die gegenseitige Lage der Gesperretheile bei den verschiedenen Stellungen der Hähne. Die
Küken der beiden Hähne (Wasserhahn W und Gashahn G) sind so gebohrt, dafs die Hähne
mittelst entgegengesetzt gerichteter Drehung um je 90 ° ganz geöffnet bezw. geschlossen
werden können.
Auf dem Vierkant des Kükens des Wasserhahnes W sitzt eine Scheibe y, welche an der
einen Seite einen als Sperrklinke wirkenden Zahn yl trägt. Aufserdem ist die Scheibe y
auf etwa einem Viertel ihres Umfanges mit einer Verzahnung y1 versehen, in welche ein
Schneckenrad y% eingreift, mittelst dessen bei
Drehung am Handrad yi die Bewegung des Hahnkükens um den Winkel von 90.° im Sinne
des Pfeiles yh bezw. entgegengesetzt ' hierzu hervorgebracht werden kann. Auf dem Vierkant
des Kükens des Gashahnes G sitzt ein Quadrant jj1, welcher das gesperrte Stück des
Gesperres darstellt. · Bei der durch Fig. 1 und 2 dargestellten Lage der Gesperrtheile ist ein
Oeffnen des Gashahnes, wozu letzterer am Griff \ in der Richtung des Pfeiles ^3 gedreht
werden mufs, nicht möglich. Erst nachdem die Scheibe y um einen genügend grofsen
Winkel in der Richtung des Pfeiles y^ gedreht
ist, kann der Quadrant \x und mit ihm
das Küken des Gashahnes frei in der Richtung des Pfeiles \a gedreht werden, wie dies Fig. 3
veranschaulicht, welche die Gesperretheile in derjenigen Lage zeigt, bei welcher der Wasserhahn
bereits so weit geöffnet ist, dafs nunmehr auch der ' Gashahn aufgedreht werden kann. Die Spitze b an der Klinke y1 befindet
sich in der Lage, bei welcher die Spitze a des Quadranten ^1 gerade daran vorbei gedreht werden
kann. Fig. 4 entspricht derjenigen Stel-
lung, in welcher Gashahn und Wasserhahn beide ganz geöffnet sind.
Durch die quadrantartige Ausbildung des Gesperretheiles ^1 wird im vorliegenden Falle
erreicht, dafs das Schliefsen des Wasserhahnes erst nach vollständigem Verschlufs des Gashahnes
möglich ist. Die Abmessungen der Gesperretheilej^1 und ^1 sind so gewählt, dafs
in dem Augenblick, wo das Oeffhen des Gashahnes beginnen kann, der Wasserhahn bereits
begonnen hat zu öffnen. Der Gashahn mufs also so viel todten Gang haben, dafs er erst in
oder jenseits der Grenzlage zu öffnen beginnt, in welcher der Quadrant ^1 nicht mehr von
der Klinke yx gesperrt wird, während der Wasserhahn gar keinen oder doch nur sehr
kleinen todten Gang zu haben braucht. Durch diese Bemessung des todten Ganges wird es
auch ermöglicht, dafs beim Schliefsen der Hähne der Gashahn erst gänzlich geschlossen
sein mufs, bevor es möglich ist, den Wasserhahn völlig zu schliefsen. Das Mafs, um welches
der Wasserhahn noch geöffnet sein soll, wenn der Gashahn bereits ganz geschlossen ist,
läfst sich leicht durch eine entsprechende wulstartige Verstärkung des Quadranten ^1 bestimmen,
wie dies Fig. 5 veranschaulicht, welche den Fall darstellt, wo der Gashahn bereits im Zudrehen
begriffen ist, während der Wasserhahn noch nicht schliefsen kann, vielmehr so weit
geöffnet bleiben mufs, dafs die Wulst,^2 an
der Spitze b der Klinke y1 vorbei passiren
kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Bei Wasser- oder Flüssigkeitswärmvorrichtungen mit Gasheizung die gegenseitige Beeinflussung des Gashahnes und Wasseroder Flüssigkeitshahnes durch ein Gesperre, dessen beide Theile (y1 ^1J auf den beim Oeffhen und Schliefsen nach entgegen-' gesetzten Richtungen zu drehenden Küken derart angeordnet sind, dafs beim Oeffhen des Wasser- oder Flüssigkeitshahnes die an dem Küken desselben befindliche Klinke (jr1) so lange in der Bahn des am Gashahn befindlichen Gesperretheils fc1) bleibt, bis der Wasser- oder Flüssigkeitshahn zu öffnen begonnen hat, wobei das Küken des Gashahnes so lange todten Gang hat und den Gasdurchflufs geschlossen hält, bis die Klinke (yx) vollständig aus der Bahn des Sperrrades fa1) herausgetreten ist.
- 2. Bei der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Gesperreeinrichtung die Ausbildung des gesperrten Stückes als Quadrant mit Wulst (^) derart, dafs beim Rückdrehen und Schliefsen der Hähne der Wasser- oder Flüssigkeitshahn (W) noch etwas geöffnet bleibt, nachdem der Gashahn bereits den Gasdurchtritt geschlossen hat.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49717C true DE49717C (de) |
Family
ID=324623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49717D Expired - Lifetime DE49717C (de) | Gesperre zur gegenseitigen Beeinflussung des Gashahnes und Wasserhahnes bei Wasserwärmvorrichtungen mit Gasheizung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49717C (de) |
-
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- DE DENDAT49717D patent/DE49717C/de not_active Expired - Lifetime
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