DE277332C - - Google Patents

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DE277332C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 277332 KLASSE 24/. GRUPPEl.
des aufgeworfenen Brennstoffes.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. März 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen an Feuerungen, und zwar um den Verbrennungsvorgang zu regeln und die Verbrennung in der günstigsten Weise, unabhängig vom Heizer, durchzuführen.
Es sind Einrichtungen bereits bekannt, welche die Regelung der Luftzufuhr für Feuerungen unabhängig vom Heizer ausführen sollen, und zwar unter anderem auch in der
ίο Weise, daß das Gewicht des auf den Rost aufgeworfenen Brennstoffes auf einen im Fuchs der Feuerungsanlage angebrachten Rauchschieber einwirkt.
Diese Einrichtung ist aber unvollkommen und führt in der Praxis zu Schwierigkeiten. Bei der Querschnittsregelung des Fuchses ist zu berücksichtigen, daß zu den unverbrannten Stoffen, insbesondere zum Stickstoff, auch unverbrannte Gase der Kohle treten, und zwar auch solche, die sich überhaupt nicht verbrennen lassen. Da nun der Gehalt der Kohle an unverbrennbaren Stoffen wechselt, so müßte auch im einzelnen die Regelung, unabhängig von der Rostbelastung, nach diesem Gesichtspunkte durchgeführt werden, wenn eine vollkommene Verbrennung erreicht werden soll. In dem lichten Fuchsquerschnitt kann ein größerer Prozentsatz der Luft durch unverbrennbare Gase verdrängt sein, so daß es in Wirklichkeit der Feuerung an Luft mangelt, während im übrigen der Zugschieber sich nach dem Gewicht des Brennstoffes eingestellt hat. Auch ist schon durch das Mauerwerk der Kessel ein mehr oder minder großer Prozentsatz von Nebenluft in den Fuchs getreten, welche die Zugverhältnisse verändert und danach die Einstellung nach dem Gewicht ungenau macht.
Dazu kommt, daß in dem Augenblicke, wo das Feuer heruntergebrannt ist, bei den bekannten Einrichtungen der Zugschieber im Fuchs sich schließen müßte; die noch weiter sich auf dem Rost entwickelnden Gase werden also verhindert, abzuziehen und schlagen vorn an der Feuertür heraus, und zwar auch dann noch, wenn die ersten Schaufeln Kohlen aufgeworfen werden. Erst wenn der Rost genügend belastet ist, wird der Zugschieber sich wieder öffnen und die normale Verbrennung wird vor sich gehen.
Diese Übelstände sollen gemäß vorliegender Erfindung dadurch behoben werden, daß die Einschaltung der Regelungsvorrichtung in den Luftweg vor Eintritt in den Rost erfolgt. Es wird hierdurch erreicht, daß wirklich die zur Verbrennung notwendige Luft eingeregelt wird, ohne daß die Nebenumstände Einwirkung auf die Regelung haben. Dabei ist es unerheblich, ob natürlicher Zug, Unterwindgebläse o. dgl. Verwendung findet.
Die Rostfläche ist dabei in an sich bekannter Weise als Wage gelagert. Gleichgültig ist dabei, wie diese Wage ausgebildet ist; so könnte z. B. auch eine Dezimalwage angeordnet sein. In allen Fällen wird einer der Hebel mit der Regelungseinrichtung verbunden. Es genügt auch, wenn nur ein Teil des Rostes schwingbar ausgeführt ist. Beispielsweise ist
der Rost als einarmiger Hebel ausgebildet, der nahe der Feuerbrücke unterstützt ist, während sein der Feuertür zugewendetes freischwingendes Ende eine Daumenwelle bewegt, die das Dampfventil eines Dampfstrahlgebläses beeinflußt. Das Gebläse saugt die für die Verbrennung notwendige Luft an.
Das Hebelsystem kann aber ebensogut den Querschnitt des natürlichen Luftweges beeinflüssen, und zwar unter Vermittlung der bekannten Regelungsmittel, wie Klappen, Ventile, Schieber usw.
Das freischwingende Rostende kann in der Weise ausbalanciert werden, daß es an einem Exzenter oder einem mit der Feuertürachse verbundenen Arm aufgehängt ist, und zwar gegebenenfalls unter Verwendung einer Feder, und daß beim öffnen der Feuertür die Feder derart gespannt wird, daß die Rostlast so weit gehoben wird, daß der Luftweg sich schließt und die Feuertür in der geöffneten Stellung erhalten bleibt.
Mit der Belastung des Rostes geht die Luftdurchlässigkeit der Brennstoffschicht Hand in Hand, und falls die Feuerung aus irgendwelchen Gesichtspunkten noch feiner geregelt werden soll, kann man den Widerstand, welchen die Brennstoffschicht dem Durchgang der Verbrennungsluft entgegengesetzt, zu Hilfe nehmen, indem man in die durch die Roststäbe oder sonst gebildeten Luftzuführungsabteilungen· ein Meßrohr mit mehreren öffnungen einführt. Dieses kann mit einer Flüssigkeit gefüllt werden, dessen Stand sich nach Art der Zugmesser verändert, je nach der Zuggeschwindigkeit bzw. dem Widerstände der Brennstoffschicht. Füllt man die nach bekanntem Prinzip arbeitende doppelschenklige Glasrohre mit Quecksilber und schmilzt in die Glaswand etwa Kontakte für eine elektrische Einstellvorrichtung ein, so wäre die Regelung der Luftmenge für die einzelnen Rostgruppen gegeben.
Die Luftzuführungsabteilungen sollen unter anderem dadurch gebildet werden, daß in die Roststäbe Hohlräume eingegossen sind, die durch Ineinanderfügen der einzelnen Roststäbe bestimmte Zuführungsleitungen bilden, und in diese ragen die Meßrohre hinein.
Außerdem kann bei künstlichem Zug das Dampfstrahlgebläse die Luft in diese Ableitungen blasen, und zwar um ein Brummen der Feuerung zu vermeiden, durch Dampfstrahldüsen mit konvergenten Düsenöffnungen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in beispielsweiser Ausführung veranschaulicht.
In dem Flammrohr α (Fig. 1), ist eine Feuerung dargestellt, deren Rost im Punkte b wie ein Wagebalken freischwingend gelagert ist.
Der Rost selbst besteht aus dem Düsenbett c, den Roststäben d, der Feuerbrücke β und der Zusatzluftleitung f. Die Feuerbrücke e ist durch Bolzen oder Winkeleisen mit dem Düsenbett c verbunden, und auf dem letzteren lagern die Roststäbe herausnehmbar. Das durch das Düsenbett c gebildete Ende des Rostes ist freischwingend, indem es lediglich nach Fig. 3 durch angegossene Nasen g sich auf einen Daumen h der Welle i setzen kann. Durch die Feder k wird die Daumenwelle in ihrer Lage gehalten und dadurch das Eigengewicht des freischwingenden Rostendes ausbalanciert. Das von einem zweiten Daumen I der Daumenwelle i beeinflußbare Ventil m ist im normalen Zustande geschlossen. Erst wenn der Rost durch Brennstoff belastet ist, drückt die Nase g des Düsenbettes c so stark auf den Daumen h, daß durch den zweiten Daumen I das Ventil m geöffnet und dadurch ein Blasen der durch die Dampfzuleitung q gespeisten Düsen n, n1, nz usw. eintritt. Die Stärke des Dampfdurchlasses ändert sich mit dem Fortschreiten der Verbrennung und der Veränderung der Belastung des Rostes. Die Federn k für den Gegenzug des Rostgewichtes sind in Exzenternocken 0 der Feuertür p aufgehängt, und durch das Öffnen der letzteren wird die Federspannung so erhöht, daß auch das Übergewicht des Rostes, welches durch den Brennstoff entsteht, ausgeglichen wird und dadurch die Wirkung der Düsen aufgehoben bleibt (vgl. Fig. 5). .
Die Regelung der Luft für die einzelnen Kanäle des Rostes erfolgt nach Fig. 2. Das Meßrohr ν hat verschiedene öffnungen innerhalb des Luftkanals, wodurch eine ungenaue Beeinflussung vermieden wird, falls sich Zonen von verschiedenem Druck bilden sollten. Der Luftdruck wirkt auf die im U-förmigen Teile des Rohres befindliche Flüssigkeit, deren Stand mechanisch auf die Düsenstellung übertragen wird.' Die Rohrleitungen für die Düsen der Verbrennungs- und Zusatzluft sind zweckmäßig geteilt, so daß die eine Daumenwelle lediglich die entsprechende Menge der Verbrennungsluft bemißt und die andere die der Zusatzluft. Hierdurch ist man auch in der Lage, jederzeit bei den verschiedenen Kohlensorten das gegenseitige Verhältnis der beiden Luftmengen unabhängig voneinander zu regeln. Die Düsen s für die Feuerung sind in einem besonderen Gehäuse eingebaut, gegenüber dem Düsenbett c. Ihre besondere Anordnung geht aus Fig. 5 hervor. Der Hauptstrahl des Dampfes tritt durch die mittlere Öffnung aus, dagegen strömen ein oder mehrere dünnere Strahlen durch Nebenöffnungen in einem spitzen Winkel zum Hauptstrahl aus, so daß sie den letzteren in verschiedenen Punkten treffen. Es entsteht hierdurch ein unregel- 12p mäßiger Wirbel, der ein Tönen des Dampfgemenges mit der Luftsäule verhindert. In
_der durch die Roststäbe gebildeten Rohrleitung t sind schraubenförmige Stege eingesetzt, wodurch die Verbrennungsluft in bekannter Weise an die Wandungen der Roststäbe geschleudert wird und sich dabei vorwärmt. Eine Vorwärmung der anzusaugenden Luft kann man auch noch dadurch herbeiführen, daß man ein Leitblech u in den Aschenkanal des Flammrohres einlegt und dato durch die Luft noch vor der Saugestelle unterhalb des Rostes entlang führt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Regelung des Verbrennungsvorganges bei Feuerungen durch das Gewicht des aufgeworfenen Brennstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Regelungseinrichtung für den Zufluß der Verbrennungsluft auf dem Wege zur Feuerung eingeschaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch i, wobei der Rost als Hebelarm ausgebildet ist, der nahe der Feuerbrücke unterstützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das der Feuertür zugewendete freischwingende Ende des Rostes eine Daumen welle (?) bewegt, die das Dampfventil des die Luft dem Rost zuführenden Dampfstrahlgebläses und damit diese Luftmenge selbst beeinflußt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbalancierung des freischwingenden Rostendes durch Federzug das Rostende an einem auf der Türachse sitzenden Exzenter befestigt ist, und zwar in einer solchen Stellung, daß beim öffnen der Feuertür die Feder derart gespannt wird, daß der Rost so weit gehoben wird, daß sich das Dampfventil des Dampfstrahlgebläses schließt und gleichzeitig die Tür in geöffneter Stellung erhalten bleibt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die durch die Hohlräume der hohlen Roststäbe oder anderweitig gebildeten Luftzuführungsabteilungen ein Meßrohr (v) mit seinen offenen Zweigrohren mündet, in dessen U-förmig abgebogenem Ende sich eine Sperrflüssigkeit befindet, deren vom Luftdruck in den Roststäben abhängiger Stand' mit Hilfe elektrischer Kontakte o. dgl. die Stellung der Dampfdüsen (s) beeinflußt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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