DE439799C - Verfahren und Vorrichtung zum Zufuehren des Brennstaubluftgemisches zu den Brennern von Brennstaubfeuerungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Zufuehren des Brennstaubluftgemisches zu den Brennern von Brennstaubfeuerungen

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DE439799C
DE439799C DEH96436D DEH0096436D DE439799C DE 439799 C DE439799 C DE 439799C DE H96436 D DEH96436 D DE H96436D DE H0096436 D DEH0096436 D DE H0096436D DE 439799 C DE439799 C DE 439799C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23KFEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K3/00Feeding or distributing of lump or pulverulent fuel to combustion apparatus
    • F23K3/02Pneumatic feeding arrangements, i.e. by air blast

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen des Brennstaubluftgemisches zu den Brennern von Drennstaubfeuerungen. Bei Brennstaubfeucrungen steht die Förderluft, die mit Brennstaub gemischt der Verbrennungskammer zugeführt wird, meistens unter Druck. Dieser hat je nach Ausführung und Verwendungszweck der Anlage eine Stärke von etwa 2o bis 350 mm Wassersäule, bei Kesselfeuerungen durchschnittlich etwa ?o bis 5o mm. Durch diesen Druck erhält das Gemisch von Luft und Brennstaub in dem Brenner eine mehr oder weniger große Geschwindigkeit, die in der Verbrennungskammer eine geradlinige Strömung in der Richtung des Brenners verursacht. Es läßt sich nicht vermeiden, daß durch diese sich in der Verbrennungskammer fortsetzende Strömung ein Teil des Brennstaubes mitgerissen wird, die Verbrennungskammer also geradlinig mit Beschleunigung durchstreicht und dadurch nicht oder nur unvollständig zur Verbrennung gelangt. Mag der Luftdruck in dem Brenner noch so gering sein, seine für die nötige Luftmenge erforderliche Mindeststärke kann die vorerwähnte schädliche Strömung nie ganz verhindern.
  • Es sind allerdings Brennstaubfeuerungen bekannt, bei denen die Vermeidung dieses Nachteils erstrebt wird, und zwar einmal dadurch, daß der Querschnitt des Zuführungsrohres sich zwecks Verringerung der Geschwindigkeit bedeutend erweitert und das unter Druck zugeführte Brennstaubluftgemisch :daraus mit einer dem Schornsteinzug entsprechenden Geschwindigkeit in die Brennkammer eintritt, und auch dadurch, daß die Verbrennungsluft durch den Schornsteinzug aus der kalten Außenluft angesaugt wird, wobei der durch seine Schwerkraft niederfallende oder mit Druck eingeführte Brennstaub in diese Luftströmung gelangt und davon mitgerissen wird. Bei der ersterwähnten bekannten Anordnung besteht jedoch, weil in der großräumigen Verbrennungskammer die Geschwindigkeit des Luftzuges wesentlich geringer ist als im Schornstein selbst, noch der Übelstand, daß das unter Druck eingeführte Brennstaubluftgemisch in einem breiten Strahl gegen die Sohle der Brennkammer anprallt, also diese geradlinig durchstreicht. Im ganzen haben diese bekannten Einrichtungen außer dem Übelstand der Einführung kalter Verbrennungsluft noch den Nachteil, daß während des durch die Vergasung des Brennstaubes und Ausdehnung der Luft durch die Hitze zeitweilig in der Verbrennungskammer nachlassenden Unterdruckes der Schornsteinzug wenig oder gar keine Frischluft .ansaugt, also keine oder nicht genügende, den Brennstaub mitreißende Strömung.verursacht, so daß dieser geradlinig nach unten fällt, ohne vollständig zu verbrennen.
  • Zur Beseitigung der erwähnten Nachteile erfolgt gemäß der Erfindung das Zuführen des Brennstaubluftgemisches mit der zur Erzielung einer vollständigen Verbrennung des Brennstaubes erforderlichen mäßigen Geschwindigkeit zu den Brennern von Brennstaubfeuerungen dadurch, daß die Förderdruckluft durch regelbare Drosselung in einem injektorartigen Gehäuse einen so schwachen Saugzug erzeugt, der gerade ausreichend ist, das Brennstaubluftgemisch bis zu einer regelbaren Weite in das Brennerrohr hinein zu leiten. Aus letzteren wird der Saugzug von dem Kaminzug übernommen und so das Brennstaubluftgemisch in die Verbrennungskammer hineingezogen. Zur Ausführung dieses Verfahrens dient ein in der Förderluftleitung angeordnetes Gehäuse mit einer verstellbaren Drosselklappe, in welches der Brennstaub eintritt.
  • In der beigefügten Zeichnung ist die Zuführung des Brennstaubluftgemisches in einem Ausführungsbeispiel teils in Ansicht, teils im Schnitt dargestellt.
  • Mittels des durch den Motor d angetriebenen Ventilators b wird die Förderluft durch das Rohr c der Verbrennungskammer d zugeführt. Diese Luft ist vorgewärmt und wird von dem Ventilator b durch das Rohr e dein die Verbrennungskammer d umgebenden Luftmantel f entnommen. Der Hohlmantel f wird durch das Mauerwerk g des Verbrennungsraumes und den äußeren Mantel ha gebildet.
  • Der Brennstaub wird aus dem Zwischenbunker i mittels der Transportschnecke k der Düse l zugeführt und fällt aus dieser in die Förderluftzuführungsleitung c. Das Brennstaubluftgemisch streicht alsdann durch den Brenner,;ya in den Verbrennungsraum d und gelangt hier zur Entzündung. Aus der Verbrennungskammer werden die Heizgase in den Dampfkessel geleitet und durch den Kaminzug abgeführt.
  • Die Geschwindigkeit, mit der bisher die Förderdruckluft durch den Brenner geleitet wurde, erfolgte unter einem Druck von mindestens 2o mm Wassersäule, meistens jedoch mehr. Die von diesem Druck abhängige Geschwindigkeit ist so groß, daß sich das Gemisch von Brennstaub und Luft nach Austritt aus dem Brenner zum Teil in einem geraden Strahl fortbewegt. Hierdurch entsteht ein feuerungstechnischer Nachteil, indem Brennstaubmengen mit dem Strahl die Verbrennungskammer mit Beschleunigung durcheilen und dabei nicht zur völligen Verbrennung gelangen. Die Hauptbedingung bei Niederdruckbrennern, insbesondere bei ortsfesten Dämpfkesseln, ist aber, daß sämtliche Brennstaubmoleküle möglichst lange im Verbrennungsraum in der Schwebe gehalten werden, um eine vollständige Verbrennung der gesamten Staubmenge zu erzielen. Dies kann aber nie erreicht werden, solange die Förderluft unter Druck dem Brenner zugeführt wird.
  • Das vorliegende Verfahren löst die Aufgabe der vollständigen Staubverbrennung dadurch, daß das Gemisch von Brennstaub und Förderluft nicht mehr unter Druck dem Brenner zugeführt wird, sondern durch Saugzug in das Brennerrohr geleitet und daraus von dem Kaminzug in die V erbrennungskaminer hineingesogen wird. Dabei soll jedoch die Zuführung der Förderluft in vorgewärmtein Zustande in der bisher bekannten Weise beibehalten werden.
  • Eine Druckleitung kann bekanntlich so stark gedrosselt werden, daß hinter der Drosselung in dem unverkleinerten Rohrquerschnitt ein Unterdruck entsteht. Diese Erscheinung ist hier ausgenutzt und zu diesem Zweck in die Rohrleitung c ein injektorartiges Gehäusen eingebaut, worin eine Drosselklappe o, ein Schieber o. dgl. verstellbar angeordnet ist. Die Verstellbarkeit wird durch die Schraubenspindel p bewirkt. In das Gehäuse ii, mündet die Brennstaubzuführungsdüse 1. Wird, wie im Ausführungsbeispiel, die Drosselklappe o unterhalb dieser Düse l angebracht, so bewirkt sie eine breite Staubverteilungsfläche und dadurch eine bessere 11-ischung mit der Förderluft.
  • Durch die Klappe o wird also der Querschnitt der Zuführungsleitung c so stark gedrosselt, daß hinter der Klappe in dem Gehäuse ein schwacher Saugzug entsteht. Dieser wirkt auf das Brennstaubluftgemisch und hat die ganz geringe Stärke von etwa 3 bis romm. Er reicht gerade aus, um das Brennstaubluftgemisch in das Brennerrohr zu leiten. Durch Verstellung der Drosselung kann die Stärke und damit die Reichweite des Saugzuges geregelt werden. Dadurch, daß jetzt in dem Brenner kein Druck mehr vorhanden ist, muß sich der in der Verbrennungskammer durch den Kaminzug bildende Unterdruck ebenfalls aus der Zuleitung c sättigen. Dieser durch den Kaminzug verursachte Unterdruck erzeugt in dem Brennerrohr ebenfalls eine Saugwirkung, die den bereits darin vorhandenen Saugzug übernimmt und so das Brennstaubluftgeinisch in die Verbrennungskammer hineinsaugt.
  • Das Gebläse b saugt also vorgewärmte Luft an und bringt diese als Förderluft unter Druck bis zu dem Gehäusen. In der Zuleitung c ist demnach vor dem Gehäuse it ein Druck und hinter der Drosselung eine Saugwirkung vorhanden. Durch das Gebläse wird lediglich die .für das Brennstaubluftgemisch erforderliche Menge an vorgewärmter Förderluft herbeigeschafft und darauf nur der Druck ausgeübt, der zur Bewirkung des Saugzuges hinter der Drosselung erforderlich ist.
  • Durch dieses Verfahren wird das Brennstaubluftgemisch gezwungen, ausschließlich den Weg der Heizgase zu begehen, der durch den Kaminzug bedingt ist. Eine anders gerichtete Strömung kann nicht mehr entstehen. Es werden also sämtliche Brennstaubmoleküle in der denkbar günstigsten Weise und ständig gehalten. Die Geschwindigkeit der Bewegung der Staubmoleküle im Verbrennungsraum kann also nicht größer werden wie der durch den Kamin bedingte Zug.
  • Zwecks besserer und gleichmäßigerer Mischung des Brennstaubes mit der Förderluft ist in dem Zuführungsrohr c vor dem Brenner ein Verteiler q mit Schraubenflügeln eingebaut, der eine leichte Drehung des Geinisches bewirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Zuführen des Brennstaubluftgemisches mit der zur Erzielung einer vollständigen Verbrennung des Brennstaubes erforderlichen mäßigen Geschwindigkeit zu den Brennern von Brennstaubfeuerungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderdruckluft durch regelbare Drosselung in einem injektorartigen Gehäuse einen so schwachen Saugzug erzeugt, der gerade ausreichend ist, das Brennstaubluftgemisch bis zu einer regelbaren Weite in das Brenrkerrohr hineinzuleiten, und daß der Saugzug in dem Brennerrohr von dem Kaminzug übernommen und so das Brennstaubluftgemisch in die Verbrennungskammer hineingesogen wird. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in der Förderluftleitung ein Gehäuse mit einer verstellbaren Drosselklappe angeordnet ist, in welches der Brennstaub eintritt:
DEH96436D 1924-03-12 1924-03-12 Verfahren und Vorrichtung zum Zufuehren des Brennstaubluftgemisches zu den Brennern von Brennstaubfeuerungen Expired DE439799C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3046176A1 (de) * 1980-12-08 1982-06-09 Philipp 6101 Gross-Bieberau Liebig Kohle-einblasfeuerung fuer ziegeleioefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3046176A1 (de) * 1980-12-08 1982-06-09 Philipp 6101 Gross-Bieberau Liebig Kohle-einblasfeuerung fuer ziegeleioefen

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